 Verantwortungsbewusstsein - Teil 2: Nein zum Kat und Alkohol
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
Allah, dem Herrn der Welten, sei Dank, und Segen und Heil dem Propheten.
In der letzten Folge haben wir bereits über das Thema „Verantwortung” gesprochen und erwähnt, warum die jungen Menschen nicht in der Lage sind, Verantwortung zu tragen, sondern sich vielmehr davor fürchten. Ebenso teilten wir mit, dass die Verantwortungsübernahme Ziel führend dazu sei, eine neue verantwortungsbewusste Generation heran zubilden. Um das zu verwirklichen, müssen wir zuerst mit folgenden 5 Aspekten zurechtkommen:
mit ...
(1) uns selbst
(2) der eigenen Familie
(3) der eigenen Arbeit
(4) dem eigenen Land
(5) den Muslimen und der ganzen Welt
Denn wir alle werden nach dem Zustand unserer Erde am Tag des Jüngsten Gerichts gefragt und wie sich die Lage des Islam und die Situation unserer Länder manifestierte; … wie sah es in Ägypten aus?, …. , im Jemen, in Marokko, Tunesien, Algerien und in anderen Ländern?! Stellen wir uns nun gemeinsam vor, wie wir Allah, dem Gesegneten und Erhabenen, antworten werden? Jene Antwort wird nicht ausreichen, dass wir nur das Gebet verrichteten und Allah verehrten, wobei wir der Welt nicht das geringste Interesse widmeten. Und wenn uns die Frage dann gestellt wird, warum wir nicht unser Bestes dafür gegeben hätten, unsere Welt zu reformieren, mit welchen Worten würden wir antworten, was würden wir sagen?
Das ganze Universum ist gewiss Eigentum Allahs, des Gesegneten und Erhabenen; und wer sich für Reformen einsetzt, wird nicht nur von Allah dabei unterstützt und gestärkt, sondern vielmehr mit dem Allerbesten belohnt. Schließlich sind wir alle für unsere Welt verantwortlich, was wir auch in der vorherigen Folge versuchten zu erklären. Da erläuterten wir die Wichtigkeit der praktischen Umsetzung unserer Gedanken, Ratschläge und Theorien, um die Verantwortung übernehmen zu können. Erst dann löst man sich langsam von den Fesseln, die uns daran hindern, jegliches Verantwortungsbewusstsein zu tragen.
Fangen wir nun diese Woche damit an, Theorien und Gedanken praktisch umzusetzen, da bereits die Lösung in unseren Händen liegt. Mit der praktischen Umsetzung ist die Beteiligung am Projekt zur Bekämpfung der folgenden fünf Narkotika gemeint: Zigaretten, Wasserpfeife, Kat, Alkoholika und Drogen.
Wir haben bereits in der vorherigen Folge mit zweien davon angefangen, nämlich mit den Zigaretten und der Wasserpfeife. Über den erforderlichen Einsatz haben wir gesprochen, um den Zigaretten und der Wasserpfeife den Kampf anzusagen, mit dem Motto:
„Nein zum Rauchen an öffentlichen Stellen, wenn andere dadurch geschädigt werden”. Aber was das private Zuhause anbetrifft, so bitte ich die Bewohner, nicht zu Hause zu rauchen, weil das den Mitbewohnern wie unseren Frauen und Kindern Schaden zufügt. Dazu kommen auch die öffentlichen Verkehrsmittel und die Arbeitsplätze. Wenn aber geraucht werden möchte, sollte man dies an einem Ort tun, weitab von den anderen, um dadurch niemanden zu schaden und zu belästigen. Versuchen wir, Schilder anzubringen mit der Aufschrift:
„Nein zum Rauchen an öffentlichen Plätzen, Nein zur Qualmbelästigung.”
Wir lehnen es ab, dass die Wasserpfeife zum Zentrum unseres Gesellschaftslebens wird. Es ist unbegreiflich, dass wir die Wasserpfeife zu einem wesentlichen Bestandteil bei einem Zusammentreffen mit der Familie und Verwandten machen müssen. Hat man jedoch das Bedürfnis, eine Wasserpfeife zu rauchen, so sollte man dies eigenständig mit großem Abstand zu den anderen unternehmen.
Nun wollen wir die Raucher über die Nachteile des Rauchens informieren, sei es nun vom gesundheitlichen Zustand, dem finanziellen Verlust oder der Zeitverschwendung her.
All jenes haben wir uns zur Ausführung in der letzten Woche vorgenommen, was hat sich wohl ereignet??
Werfen wir nun einen Blick auf die folgenden Ergebnisse, von denen die ersten für uns eine große Hoffnung zur Beseitigung dieser Sucht darstellen.
Zu Beginn haben wir uns in der letzten Folge bereits darauf geeinigt, die Vortragsfolge vom Rauchen aus der Website so gut es geht an viele zu verteilen. Kann man sich nun vorstellen, wie oft diese Vortragsfolge aus der Website aufgenommen, vervielfältigt und an Personen innerhalb von 6 Tagen nach der letzten Sendung verteilt worden ist? Allah sei Dank – 75.000 Aufnahmen, d.h. 75.000 Personen aller Altersklassen haben gemeinsam dazu beigetragen, diesen Auftrag auszuführen, wobei jeder von ihnen bis zu 5 Kopien erstellt hat, um eine schnelle Verbreitung zu garantieren.
Gewiss erforderte dies außerordentliche Mühen, um das Ergebnis von 75 000 zu verwirklichen. Betrachten wir nur die Zahl 75 000, so sehen wir diese als gering an. Doch in der Tat danken wir Allah für diesen positiven erzielten Schritt und hoffen auch weiterhin mehr zu erreichen. Was nun den Fragebogen der Wasserpfeife anbelangt, so wurden von diesem 50 000 Kopien erstellt.
Hinzu kommt noch eine erfreuliche Nachricht: Das Gesundheitsministerium in Ägypten hat davon erfahren und von uns eine Kopie der Vortragsfolge vom Rauchen als „Botschaft an alle Raucher” angefordert, um es an jene Jugend- und Gesundheitszentren zu verteilen, die dem Gesundheitsministerium unterstehen. Darüber hinaus ordnete der Gesundheitsminister von Ägypten ein Rauchverbot in jenen Zentren an, die dem Gesundheitsministerium unterliegen. Doch nicht nur der Erlass des Rauchverbots ist relevant, sondern vielmehr die tatsächliche Befolgung dieser Anordnung durch die Staatsbürger selbst. Auβerdem veröffentlichte die ägyptische Zeitung „Al-Ahram” am 17. April 2004, dass es eine Reihe von medizinisch-religiösen Vorträgen zur Suchtbekämpfung gäbe, die von einer Gruppe von Gelehrten und Ärzten in Vereinen, Klubs und Jugendzentren in Ägypten gehalten werden sollten.
Auch das Kulturzentrum in der Ukraine wählte das Thema „Bekämpfung des Rauchens, der Sucht und der restlichen Narkotika” als Hauptthema für die Freitagspredigten der kommenden Wochen. Des weiteren werden sie auch Kassetten der Vortragsfolge vom Rauchen an die muslimische Gemeinde in der Ukraine verteilen.
Ebenfalls veröffentlichte der Vorsitzende der Gesellschaft zur Bekämpfung des Rauchens in Ägypten einen Artikel in der Zeitung „Al-Ahram” am 15. April 2004 mit dem Titel „Ich verabscheue diese Wasserpfeife!“ Darin hieß es, dass die Wasserpfeife 50 krebsfördernde Giftstoffe enthielte. Darüber hinaus wurden noch eine große Anzahl von Artikeln über die Bekämpfung der Wasserpfeife und des Rauchens geschrieben. Auch die Zeitung ″ Al-Ra’y Al-Urduniya“ (= Die Meinung Jordaniens) hat eine öffentliche Kampagne zur Bekämpfung des Rauchens in den Verkehrsmitteln organisiert, woraufhin eine Verordnung vom jordanischen Verkehrsministerium erlassen wurde, die das Rauchen in den Verkehrsmitteln untersagt. Im Falle eines Verstoßes seitens des Fahrers oder Fahrgastes wird dazu aufgefordert, eine Geldstrafe zu entrichten. Ebenso bekamen wir Tausende von E-Mails von Jugendlichen, Männern und Frauen, die uns mitteilten, das Rauchen bereits aufgegeben zu haben. Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, denn unsere Kampagne wollte ursprünglich nur das Verbot des Rauchens an öffentlichen Plätzen erreichen. Doch dies zeigt, dass die einzelnen Personen positiv auf uns reagieren.
Was wir unter anderem noch an Nachrichten erhielten, war, dass einige Kaffeehäuser in Ägypten, Syrien und Jordanien erklärten, in Zukunft keine Wasserpfeifen mehr anzubieten, wobei sie ein Schild mit der Aufschrift „Wir boykottieren die Wasserpfeife” angebracht haben. Und dies obwohl die Wasserpfeife an jenen Orten mehr als 40% der Einnahmen ausmacht, darunter das größte Kaffeehaus an einem groβen Platz in Alexandria.
Da sind auch noch zwei 13-jährige Kinder aus den Vereinten Arabischen Emiraten, die an das Gesundheitsministerium der Emirate einen Brief verschickten mit der Bitte, die Einführung des Rauchverbots an den Schulen vorzunehmen.
Ebenso ein Kind aus der ersten Mittelschulklasse, der fünften Schulstufe, wollte anhand des Gesellschaftsspieles „Monopoly“, bei dem Abläufe von Wirtschafts- und Geldmarktmechanismen nachgespielt werden, etwas gegen seinen Vater unternehmen, der selbst Raucher ist. Jedes Mal als sich der Vater eine Zigarette anzündete, tat es das Kind mit einer Spielbanknote vor den Augen seines Vaters. Der Vater fragte es: „Warum machst du das?”, worauf das Kind antwortete: „Ich mache es genauso wie du, Vater!” Führen wir uns nur diese herausragende Denkweise dieses Kindes vor!
Daraufhin hat uns der Vater geschrieben, dass er das Rauchen aufgrund der Stellungnahme seines Sohnes aufgegeben habe und sich für diese Kampagne sehr bedanke.
Das Ergebnis macht Gott sei Dank Hoffnung, doch was wir bräuchten, ist das Erlangen des Doppelten jener erwähnten Ergebnisse, um ein effektiveres Ergebnis zu erzielen, um weiterhin das Phänomen des Rauchens und der weiteren Erscheinungen von Suchtformen zu verringern.
Was wir bedenken müssen ist, dass der Schlüssel zu diesen erhofften Ergebnissen alleine die Übernahme von Verantwortung ist.
Es gibt eine Gruppe von 20 verantwortungsbewussten jungen Personen an einer ägyptischen Universität, die schon von Anfang an beim Programm „Sunna’ Al-Haya” (Lebensgestalter) mit dabei waren. In ihrem Land wollten sie für Verantwortung sorgen, deswegen hielten sie Ausschau nach einem der ärmsten Stadtviertel in Alt-Kairo. Dort teilten sie sich in Dreiergruppen auf, wobei jede einzelne Gruppe für eine Straße zuständig war. Ihr Anliegen war es, das Vertrauen der Bewohner dieses Stadtviertels zu gewinnen, um gemeinsam mit ihnen zusammenarbeiten zu können. Das Ergebnis war tatsächlich ganz erstaunlich. Sie versorgten das ganze Viertel mit der erforderlichen Kleidung, den Medikamenten und Lebensmitteln. Sie haben sich bereit erklärt, sich um einige der Sozialfälle von Witwen und Waisen, insgesamt um 56 solcher Fälle, zu kümmern. Daneben bemühten sie sich, die Infrastruktur des Viertels zu verbessern. All jenes wurde von nur 20 Personen erreicht. Stellen wir uns nun mal ihren Lohn für all das bei Allah vor! Also lasst uns uns an diesen Personen ein Beispiel nehmen und die Verantwortung für den Islam, unsere Länder und die ganze Welt tragen, besonders weil wir danach am Tag der Auferstehung von Allah gefragt werden.
Und jetzt setzen wir unsere Kampagne gegen die übrigen Narkotika fort. Es gibt einen Ausspruch des Propheten (s), einen „Hadith”, der besagt:“Die Engel belästigt das, was auch die Menschen stört. ” Deshalb befinden sich die Engel ganz bestimmt nicht an jenen Orten, wo es Zigaretten oder Wasserpfeifen gibt, sondern versammeln sich eher die Teufel an jenen Orten. Also warum lassen wir, um Himmels Willen, die Engel sich durch uns gestört fühlen? Die Errichtung von Gebäuden und Fabriken ist viel leichter und einfacher als das, was wir jetzt tun. Das, was wir jetzt versuchen zu machen, ist, die schlechten Sitten abzubauen und jene Menschen zu ändern, die diesen Gewohnheiten folgen. Es erfordert in der Tat außergewöhnliche Anstrengungen, um die Länder und Muslime zur Besinnung zu bringen. So sollte man sich davor hüten, dies zu unterschätzen, denn ein aufrichtiger und verantwortungsbewusster Mensch ist bei Allah wie zehn Menschen gemeinsam. Dies bestätigt der Koran bei folgendem Vers: „Sind auch nur zwanzig standhafte unter euch, so besiegen sie 200” (Al-Anfal, 65).
Im besten körperlichen Zustand eines Muslim wäre es möglich, alleine 10 Menschen zu besiegen, wobei man im schwächsten körperlichen Zustand nur 2 Menschen besiegen könnte.
Als der Heerführer Amr Ibn al-Āß den Kalifen Umar Ibn Al-Chattāb um die Sendung von Verstärkung zur Eroberung von Ägypten bat, fragte ihn Umar: „Wie viele Männer brauchst du?” Amr antwortete: „Ich brauche 4000 Kämpfer.” Da hat Umar ihm nur 4 Männer geschickt. Amr wunderte sich und fragte nochmals bei Umar nach:“ Ich möchte 4000 Mann, warum hast du mir nur 4 geschickt?” Da geriet Umar in Zorn und sagte: „Ich habe dir 4 geschickt, wobei jeder einzelne von ihnen soviel wie Tausend zählt.” Amr entgegnete: „Wie kann das sein, Befehlshaber der Gläubigen?” Umar antwortete: „Bei Allah zählt allein die Stimme von Al-Qa’qaa’ Ibn Amr, der unter jenen 4 Männern war, besser als 1000 Mann im Kampf. Während der Kampf begann, wurden die Muslime von einer Festung belagert und konnten nicht voranschreiten. Mit der Zeit verloren sie an Hoffnung bis dann Al-Qa'qaa' so laut er konnte immer wieder „Allahu Akbar, Allahu Akbar“ (Gott ist der größte) schrie. Dadurch gelang es ihm, die Stimmung bei den Muslimen zu heben, ihr Durchhaltevermögen zu stärken und die Feinde innerhalb der Festung in Angst und Schrecken zu versetzen. So wurde die Festung eingenommen und die Muslime eingelassen. Da weinte Amr und sagte: „Umar hatte Recht; er weiß besser als ich, wie es um die Männer steht. Dieser Mann ist tatsächlich besser als 1000 Mann.“ Auch wir haben jemanden wie ihn zum Ansporn bitter nötig.
Nun beginnen wir mit dem nächsten Rauschmittel, mit dem Kat, eine Pflanze, deren Blätter der Naltajute (Molohiya, botanischer Name: Corchorus olitorius= Langkapseljute, Gartenmalve) ähnelt. In der ursprünglichen Konsumform wird Kat als Blattdroge verwendet, d.h. Blätter und junge Zweigspitzen werden abgezupft und gekaut. Der sich sammelnde Saft wird hinuntergeschluckt oder ausgespuckt. Darüber hinaus wird Kat aber auch mit Tabak vermischt, geraucht oder als Tee zubereitet. Es hat eine stimulierende Wirkung, wirkt zuerst euphorisch; Wohlbefinden und Erregung werden hervorgerufen. Danach tritt Müdigkeit ein, gefolgt von starker Lethargie und Apathie.
Etwa 18 Millionen Araber kauen täglich durchschnittlich 5 Stunden Kat. Es mag wohl sein, dass viele Gelehrte über den Kat-Konsum keinen gemeinsamen Nenner finden können, ob er womöglich erlaubt oder verwehrt sei, doch eines möchte ich dabei verdeutlichen, nämlich dass sich die Anzahl an täglichen Kat-Konsumenten bereits auf 3 Millionen beläuft, wobei jeweils 2 Dollar für dessen Kauf verlangt wird. Kann man sich nun vorstellen, wie viel man für diesen Kat-Konsum ausgibt? An die 6 Millionen Dollar täglich. Ich frage mich nur, wie wir Allah mit diesem Wissen gegenüberstehen könnten? Welche Antwort wird Er von uns hören, wenn wir gemeinsam den Gedanken hegen, dass wir diese beträchtliche Geldsumme für den Bau von Krankenhäusern, die medizinische Pflege von Muslimen, nötige Ausbildung und finanzielle Hilfe ausgenützt hätten, sodass erfreuliche Wohltätigkeiten auf der Erde zustande kämen?! Wenn man wohl bedenkt, dass täglich 3 Millionen Personen durchschnittlich 5 Stunden Kat kauen, so ergibt dies zusammengerechnet 15 Millionen Stunden täglich, die dafür verbraucht werden. Was soviel heißt, dass wir täglich 15 Millionen mögliche Stunden für die Entwicklung der islamischen Welt vergeuden.. Bedauerlicherweise behaupten manche Personen unter anderem dazu: „Was hätten wohl jene verbrachten Stunden im Kaffeehaus für ein Fortschritt der Gesellschaft bringen können?“ Doch mit welchen Argumenten kommen jene Personen, wenn sie dann Allah gegenüberstehen und zur Rechenschaft für jene verschwendete Zeit gezogen werden? In der Tat haben jene die Rückständigkeit der Muslime gefördert.
Man sollte wissen, dass alleine für den Kat-Anbau in manchen Ländern 800 m3 Wasserverbrauch benötigt wird. Stellen wir uns nun vor, dass uns Allah vor Zorn plötzlich keinen Regen schenkt, was würden wir dann unternehmen? Allah, der Mächtige, sagt: „Sprich: Wenn ihr seht, wie euer Wasser versickert, wer spendet euch dann reichlich Wasser?” ( Al-Mulk, 30). Wenn ein Familienvater täglich 5 Stunden mit dem Kat-Kauen verbringt, fern von seinen Kindern, oder gar die Kinder oder die Mutter dieser Sucht nachgehen, wie wird es dann wohl der islamischen Gemeinschaft und Nation ergehen? Wird wohl Allah mit jener Gewohnheit zufrieden sein? Wird es Allah wohl gefallen, wenn die 5 täglichen Gebete zusammengefügt verrichtet werden, nur um jener Sucht nachzugehen?
Weiß man, dass der Kat-Anbau an die 320 Insektizide erfordert, wodurch einige Krankheiten wie Krebs und Hepatitis gefördert werden? Allah, der Mächtige und Erhabene sagt: „Begeht keinen Selbstmord!” (Al-Nisa, 29). Der Prophet, Segen und Heil sei ihm zuteil, sagt, „Es wird kein Fuß eines Knechtes am Tag der Auferstehung schwinden, ehe er nicht über Viererlei befragt worden ist: Über sein Leben, wie er es vergehen ließ, über seine Jugend, wie er sie zugebracht hat, über sein Vermögen, woher es kam und wofür er es ausgab, und über sein Wissen, wie er es angewendet hat”.
Wieso soll man sich gegenseitig keinen Rat geben, wenn man von etwas, was einem Schaden hinzufügen könnte, erfährt? Warum sollte nicht alles Gute verbreitet werden? Dazu ist ganz gewiss die Besinnung auf Allah und unser aufrichtiges Handeln erforderlich, da wir - aufgrund unserer vernachlässigten Taten Allah gegenüber – am Tage des Jüngsten Gerichts keine Rechenschaft über unser Handeln ablegen können.
Wie sieht nun in dieser Angelegenheit unser zukünftiges Projekt aus? Unser Motto heißt diesmal:
„Auf keinen Fall darf diese Kat-Droge in die Hände von Kindern und Jugendlichen geraten!“
Mag sein, dass wir unserer neuen Generation viel Hoffnung einflößen, um Vergangenes aufzuholen. Unsere Aufgaben sind nun die folgenden:
• Eltern sollten unbedingt darauf hingewiesen werden, stets ihre Kinder vor dem Kat zu warnen. Sogar jene Kat-Konsumenten – möge Gott ihnen vergeben - sollten auf die Konsequenzen dieses Konsums aufmerksam gemacht werden, sodass sie keine Sünde mit dieser Sucht begehen.
• An diversen Orten, wie etwa Schulen und Universitäten, sollten seitens der SchülerInnen und StudentInnen Parolen mit der Aufschrift: „Kat ohne Zukunftsbildung für Muslime. Kat verursacht den Untergang der Gesellschaft. Schwere Rechenschaft ist diesbezüglich am Tag des Jüngsten Gerichts abzulegen“ versehen. Auch wir sind gerne bereit mittels unserer Webseite www.amrkhaled.net zu helfen.
Des weiteren legen wir fest, dass wir ausdrücklich das Kat und dessen Verbreitung unter Jugendlichen und Minderjährigen verbieten. Wir alle außen stehende Personen, seien es nun Väter, Mütter, Schullehrer, Schüler oder Studenten, setzen uns mit allen unseren Kräften für eine großartige Kampagne gegen den Kat-Konsum ein, da es schließlich bei uns heißt: „Zukunft ohne Kat!“
Mit der Aufklärung über verschiedene Konsequenzen des Kat-Konsums, der religiösen verbotenen Sichtweise, zumindest seitens unserer Sendung „Sunna’ Al-Haya (Lebensgestalter), versuchen wir mit all unseren Kräften Hilfe zu leisten. Ferner werden Statistiken für diesen Bereich angefertigt und auf die Möglichkeit der Reue zu Allah hingewiesen.
Zusammenfassend möchten wir folgendes berichten:
Bisher einigten wir uns auf folgende Punkte:
• Das Ziel: Verantwortung zu übernehmen.
• Das Projekt: Bekämpfung der fünf Narkotika, wo wir unsere Hilfe mit der angebotenen Tonbandaufnahme, die auch an sehr viele verteilt wurde, leisteten.
• Die Wasserpfeife: Ablehnung, dass die Wasserpfeife der Schwerpunkt unseres Gesellschaftslebens darstellt.
• Das Rauchen:
a. Ablehnung, an öffentlichen Stellen zu rauchen.
b. Den Rauchern Ratschläge zu geben, um das Rauchen einzustellen.
c. Parolen an möglichst vielen Orten aufzustellen.
• Das Kat:
a. Ablehnung, das Kat unter Jugendlichen und Minderjährigen auszubreiten.
b. Das Ausdrucken und Verbreiten jener Worte von unserer Website bezüglich des Kats, Rauchens und der Wasserpfeife.
Dies ist das Kat-Projekt, doch es sollte darauf hingewiesen werden, dass zwischen dem Kat und der Wasserpfeife ein sozialer Zusammenhang existiert. Bedauerlicherweise breitete sich die Sucht jener Narkotika dermaßen negativ aus, da die meisten Familien, Freunde und Verwandten das Kat und die Wasserpfeife in ihrer gesellschaftlichen Infrastruktur als unverzichtbar deklarieren.
Die Wasserpfeife ist sogar noch gefährlicher, denn sie ist der kürzeste Weg zur Drogensucht.
Wie können wir dieses Problem lösen?
Wie wir im ersten Teil der zehnten Folge angedeutet haben, kann man anhand der Vervielfältigung der Vortragsfolgen der Narkotika - Rauchen, Wasserpfeife und Kat - aus der Website anfangen. In ihnen werden auf die Gefahren und Schutzmaßnahmen hingewiesen. Man sollte jene Vortragsfolgen so gut es geht an viele verteilen, da wir ja schließlich füreinander Verantwortung tragen. Allah, Gepriesen und Erhaben sei Er, sagt: „Und haltet sie an, denn sie sollen befragt werden.“ (As-Safat, 24). Das heiβt, dass wir über die uns zugeteilte Verantwortung am Tag des Jüngsten Gerichts befragt werden, bevor uns der Weg zum Paradies oder zur Hölle zugeschrieben wird. Doch wie wird wohl unsere Antwort Allah gegenüber sein? Jene verantwortungslosen Personen, die einfach stets: „Dies betrifft uns nicht“ sagen, wie werden jene Allah begegnen? Wie werden jene ihre Vernachlässigung rechtfertigen? Was wird man wohl tun, wenn man diesen Koranvers anhört? „Darum, bei deinem Herrn, werden Wir sie sicherlich alle zur Rechenschaft ziehen, um dessentwillen, was sie zu tun pflegten. So tue kund, was dir befohlen wurde, und wende dich von den Götzendienern ab.“ (Al-Hidschr, 92-94). Mit anderen Worten sollte man verantwortungsbewusster sein und sich um Verbesserungen in der Welt bemühen, um positive Spuren zu hinterlassen.
Nachdem die Bewohner von Mekka und viele Stämme es ablehnten, an Allah und an den Propheten Muhammad (s) als Allahs Gesandten zu glauben, fand der Prophet (s) ein paar junge Männer, aus dem Stamm Al-Chasradsch, im Alter zwischen 18 und 19 Jahren beim privaten Frisör. Der Prophet (s) begab sich zu ihnen und sprach, sodass jene ihren Augen nicht trauen konnten. Sie beschlossen daraufhin ihm zu folgen und verantwortungsbewusst zu sein. Einer von ihnen fragte den Propheten (s): „Warum kommst du nicht mit in unser Land?“ Da eilte ein 19-jähriger Junge von ihnen, namens As’ad Ibn Mubarak, herbei und sagte: „Nein, komm nicht jetzt, denn wenn du jetzt kommen würdest, wärst du nur der Prophet (s) des Stammes Al-Chasradsch. Doch dies wollen wir nicht, es wäre schöner, wenn du auch der Prophet (s) des Stammes Al-Auss wärst. So warte, bis wir zu unseren Brüdern heimkehren und den Streit zwischen uns beilegen.“
Die beiden Stämme Al-Chasradsch und Al-Auss bekämpften sich gegenseitig schon seit 40 Jahren, aber dennoch haben die Jungen dem Propheten (s) versprochen, sich mit ihren Kameraden des Stammes Al-Auss zu versöhnen, um im folgenden Jahr gemeinsam mit ihnen zu ihm zurückzukehren, mit der Hoffnung ihn als Propheten (s) der ganzen Stadt zu deklarieren. Und schon im nächsten Jahr zur selben Zeit kamen 12 Mann, 9 den Al-Chasradsch und 3 den Al-Auss angehörig, unaufgefordert zum Propheten (s). Um das Versprechen einzuhalten rief As’ad stets die Menschen dazu auf, sich zum Islam zu bekennen und begrüßte herzlich die Muslime in seinem Hause. Auch das erste Freitagsgebet im Islam fand in As’ads Haus statt, weil es zu dieser Zeit noch keine Moscheen gab. Und so war As’ad einer der Faktoren, die zur Ausdehnung des Islam in Medina beitrugen. Nachdem der Prophet (s) in Medina ankam, starb As’ad im Alter von 22 Jahren. As’ad erfüllte mit vollem Einsatz seine Aufgaben, und da wollte Allah ihn mit dem Paradies für seine Bemühungen im Dienste des Islam belohnen. Das war ein Beispiel für einen Jungen, der die Verantwortung übernahm und seine Aufgaben erfüllte. Auch wir wollen in diesem Maße mit dem Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein agieren.
Nun wenden wir uns dem Thema „Alkoholika“ zu. Vor ein paar Jahren waren Alkoholika nicht so verbreitet, wie es heutzutage der Fall ist. Die Werbung, die den Alkoholkonsum und seine Ausbreitung insbesondere bei den Jugendlichen und Gymnasiasten unterstützt, findet mehr und mehr Verbreitung. Kann man sich vorstellen, dass es den verlockenden Werbeslogan: „Trinken macht erwachsen!“ tatsächlich gibt? Nicht nur im Fernsehen, sondern auch in Zeitschriften findet man Werbungen zum Alkoholkonsum in unseren Ländern. Auch kann man jetzt eine große Anzahl von Geschäften vorfinden, die trotz des Alkoholhandelverbots in all unseren Ländern dennoch Alkoholika anbieten. Das ist eines der gröβten Probleme, die die westlichen Länder zu lösen versuchen, doch ohne Erfolg. Es gibt sogar eine Kampagne, die darauf abzielt, das Alkoholverbot aus religiöser Sicht in Zweifel zu ziehen, um kein schlechtes Gewissen bei den Jugendlichen hervorzurufen. Zum Alkoholverbot sagt Allah, Gepriesen und Erhaben sei Er: „O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Satan will durch das Berauschende und das Losspiel nur Feindschaft und Hass zwischen euch auslösen, um euch vom Gedanken an Allah und vom Gebet abzuhalten. Werdet ihr euch denn abhalten lassen?“ (Al-Ma’ida, 90-91). Nach der Offenbarung dieses Koranverses, erwiderten die Gefährten des Propheten (s): „O Allah, wir stellen das Trinken sofort ein, wir stellen das Trinken sofort ein.“ Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Leistet mir den Treueid, dass ihr Allah nichts zur Seite stellt, und dass ihr weder stehlt noch Unzucht begeht noch berauschende Mittel zu euch nehmt …“ Bei Allah, was werdet ihr denn dem Propheten (s) sagen?
Eine Statistik berichtet, dass 22,5% der Gymnasiasten in einem islamischen Land alkoholische Getränke konsumiert. Kann man sich jenes Ergebnis vorstellen? Aus diesem Grund sollten wir selbst den Alkoholkonsum bekämpfen, indem wir uns so gut wie möglich bemühen, die Ausbreitung von Alkoholika unter den Jugendlichen zu verhindern. Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Verdammt seien Alkoholika und diejenigen, die sie konsumieren, anbieten, liefern, bestellen, herstellen und verkaufen …“ Das heiβt, alkoholische Getränke sind ein Fluch, den wir vermeiden müssen. Auβerdem sagt der Prophet (s), dass derjenige, der Alkoholika zu sich nimmt und Unzucht begeht, vom Glauben abkommt, genauso wie man seine Kleidung ablegt. Der Prophet (s) hat aus diesem Grund jene 2 Aspekte in Verbindung gebracht, da sehr oft das eine dem anderen folgt. Und wie werden sich jene vor Allah rechtfertigen, die Alkohol verkaufen oder gar bei feierlichen Anlässen anbieten? Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Allah hat sich vorgenommen, denjenigen, die im Diesseits Alkoholika getrunken haben, aus einem Lehm namens Al-Chabal zu trinken zu geben.“ Da wurde er gefragt: „Was für ein Lehm ist das, Gesandter Allahs?“ Der Prophet (s) antwortete: „Das ist der Eiter der Bewohner der Hölle.“ Ist man sich jetzt bewusst, wohin diese schwere Sünde uns führen könnte?
Wenn man die westlichen Länder betrachtet, so merkt man, dass viele Menschen durch den Alkoholkonsum schlimme Folgen erleiden.
Eine Statistik über die Auswirkung der Alkoholsucht in den westlichen Ländern besagt, dass allein in Deutschland ca. 25 Milliarden Mark für die medizinische Behandlung der Alkoholsucht aufgebracht werden.
In Amerika sterben jährlich 100.000 Menschen an Alkoholkonsum, wobei ein Fünftel der amerikanischen Bevölkerung an schweren Übergewichtsproblemen leidet, die ebenfalls auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind.
In England sterben jährlich ebenfalls 200.000 Menschen aufgrund des Alkoholkonsums. Darüber hinaus richtet Alkoholkonsum Schäden in Höhe von 2 Milliarden Pfund an. Ferner werden die Hälfte der Straftaten von Betrunkenen begangen; dazu kommen noch die Selbstmorde, Autounfälle und Kindervergewaltigungen.
In Schottland wird ein Fünftel der Patienten in den Krankenhäusern wegen Alkoholkonsums eingewiesen.
Die westlichen Länder haben sich ständig bemüht, den Alkoholkonsum zu verringern, um die daraus entstandenen Schäden zu reduzieren, doch leider erfolglos. Dies liegt daran, dass ihnen der starke Wille und die Entschlossenheit fehlen, mit denen der Islam uns ausgestattet hat.
Amerika hat bereits drei Gesetze für die Alkoholbekämpfung erlassen, was allerdings im Islam schon viele Jahrhunderte früher gemacht wurde. 1919 verabschiedeten die USA ein Gesetz mit dem Verbot alkoholischer Getränke. Daraufhin trat das Gesetz 1920 in Kraft, was ein groβes Chaos auslöste: Es wurden gepanschte alkoholische Getränke verkauft, was viele Vergiftungsfälle verursachte. Infolgedessen wurde das Alkoholverbot im Jahr 1933 wieder auβer Kraft gesetzt.
Der Islam hat ebenfalls das Alkoholverbot in drei Etappen erlassen; es wurde schon aus psychischer Sicht darauf vorbereitet. Zunächst sagte der Koran „Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: In beiden liegt groβes Übel …“ (Al-Baqara, 219). Dann kam als Zweites: „O ihr, die ihr glaubt, nahet nicht dem Gebet, wenn ihr betrunken seid …“ (An-Nisa, 43), und schlieβlich: „O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid…“ (Al-Ma’ida. 90-91). Somit wurde Alkohol endgültig verboten, was auch Erfolg hatte. Aus diesem Grund gossen alle Menschen ihre alkoholischen Getränke auf den Strassen aus, so dass man meinen könnte, dass heftige Regenfälle die Strassen überflutet hätten. Dies ist das Resultat einer großartigen, mächtigen Religion, die den Menschen starke Willenskraft verleiht. Im Gegensatz dazu steht das Beispiel im Westen, der als einzige Lösung seines Chaos den Alkoholkonsum wieder billigte und mit geschlossenen Augen für seine angeblichen Vorteile wirbt. Aus diesem Grund lassen wir es nicht zu, dass unsere Jugendlichen von jenen Werbungen verlockt, getäuscht und irregeführt werden. Wo bleibt wohl die Reue, meine Herrschaften? Wissen wir, dass bloß ein Alkoholtropfen das Ausmaβ eurer Sünden am Tag des Jüngsten Gerichts dermaßen vergröβert, sodass Allahs Zorn zum Ausdruck kommt, und der Prophet (s) sein Gesicht von jenen abwendet?
Deswegen sollten wir die Alkoholkonsumenten davor warnen und sie zur Reue aufrufen, denn Allah sagt: „Und wetteifert nach der Vergebung eures Herrn…“ (Al-I’mran, 133), „Wissen sie denn nicht, dass es Allah allein ist, Der von Seinen Dienern Reue annimmt…“ (At-Tauba, 104)., Das heiβt: Allah allein vergibt die Sünden und nimmt die Reue an … Er freut sich über die Reue Seiner Diener … Er reicht die Hand der Vergebung demjenigen in der Nacht, der tagsüber gesündigt hat, auf dass er Reue zeigt, und reicht die Hand der Vergebung tagsüber demjenigen, der während der Nacht gesündigt hat, auf dass er Reue zeigt ...
Reue setzt dreierlei voraus: Erstens muss man seine Missetat bereuen, zweitens aufhören sie auszuüben, und drittens sich entschlieβen, diese Sünde nie wieder zu begehen. Hat man jene drei Bedingungen erfüllt, so werden alle Sünden - so Gott will- vergeben. Aus diesem Grund sollten wir die Menschen an Allahs Gnade und Vergebung erinnern, sowie an den Spruch des Propheten (s): „Ich verkünde euch die gute Nachricht, dass Allah sich seit dem Tag eurer Geburt vorgenommen hat, eure Reue anzunehmen und eure Sünden zu vergeben“
Allah sagt: „O ihr, die ihr glaubt, wendet euch in aufrichtiger Reue zu Allah…“ (At-Tahrim, 8).
Nehmen wir uns diese Woche folgende Umsetzung jener Schritte für die Reue vor:
1. Anbringen von Schildern mit dem Motto „Nein zu alkoholischen Getränken!“ an Versammlungsorten der Jugendlichen.
2. Reden mit den Alkoholkonsumenten und den Versuch, sie davon zu überzeugen, auf den Alkoholkonsum zu verzichten, um ihr gesundheitliches und seelisches Wohlbefinden zu bewahren und vor allem um Allahs Wohlgefallen zu erlangen.
3. Rücksprache mit jenen Eltern halten, deren Kinder heimlich Alkohol trinken, um auf die Kinder besser aufzupassen und sie vor dieser Gefahr schützen zu können.
4. Anzeigen gegen diejenigen erstatten, die in unseren Ländern für Alkohol werben, und im Einklang nach dem Motto „Nein zu Alkoholika in unseren Ländern“.
5. Namen von jenen Zeitschriften an unsere Website versenden, die für alkoholische Getränke werben, um diese auf unserer Website zu veröffentlichen, und sie zu boykottieren.
6. Herunterladen von mehreren Kopien der Vortragsfolge „Alkoholkonsum“ von unserer Website – wie bereits beim „Rauchen“ und der „Wasserpfeife“ - sowie deren Verteilung an so viele Personen wie nur möglich.
Gelingt es uns nun, diese Schritte tatsächlich umzusetzen, so könnten wir dann mit reinem Gewissen Allah am Tage des Jüngsten Gerichts gegenüberstehen und Rechenschaft ablegen. Diese Herangehensweise entspricht dem folgenden Gleichnis des Propheten (s), das die Situation am besten verdeutlicht: „Jene gehorsamen Menschen, die sich an Allahs Gebote halten, und jene ungehorsamen Menschen, die Allahs Gebote vernachlässigen, sind wie zwei sich auf einem Schiff befindlichen Gruppen. Die erste Gruppe befand sich im oberen Deck des Schiffs, die zweite im unteren Deck. Immer wenn die Leute der zweiten Gruppe trinken wollten, mussten sie nach oben klettern. Daher überlegten sie sich, ein Loch im Schiff zu bohren, damit sie von unten Wasser holen konnten, ohne extra nach oben klettern zu müssen. Hätte man sie ein Loch bohren lassen, wären die beiden Gruppen ertrunken. Würde man dies jedoch verhindern, wären sie gerettet.
Mit diesen Worten möchte ich sagen, dass wir gemeinsam freundlich und geduldig unseren Jugendlichen unsere Hände reichen sollten.
Weiß man eigentlich auch, dass es einen engen Zusammenhang zwischen den alkoholischen Getränken, der Wasserpfeife und dem Rauchen gibt? Denn in jeder Zigarettenfabrik muss der verwendete Tabak 24 Stunden lang zur Entkeimung in Alkohol eingelegt werden. Auβerdem werden dazu noch Farbstoffe hinzugefügt. Ebenfalls werden die in der Wasserpfeife verwendeten Früchte meistens vergärt. Deswegen stehen Zigaretten und Wasserpfeifen mit Alkohol in Verbindung.
Wenden wir uns nun einem weiteren Rauschmittel zu, nämlich den Drogen, die eine sehr groβe Bedrohung der Jugend darstellen, und die alle Eltern für ihre Kinder fürchten.
Bevor ich darüber informiere, was die Statistiken über die Drogen berichten, möchte ich der ägyptischen Polizei meinen herzlichen Dank für ihre Kampagne bezüglich der Bekämpfung des Drogenhandels und –anbaus in Oberägypten aussprechen. Es ist der ägyptischen Polizei gelungen, den Drogenhandel und dessen Anbau im Dorf Nakhila zu beseitigen, wobei dies leider das Leben mehrerer Polizisten forderte. Möge Allah sie dafür belohnen.
Die Lösung dieses schwierigen Problems erfordert kooperatives Handeln, da es sich hier um eine gemeinsame Verantwortung handelt, die nicht nur von einzelnen Personen übernommen werden kann, wie die aktuelle brisante Lage in der arabischen Welt zeigt. Laut der Statistiken erreichte die Gesamtmenge des Marihuanas in Ägypten im Jahr 1993 10 Tonnen, stieg im Jahr 1997 bis zu 100 Tonnen, 600 Tonnen in 2002. Davon wurden nur 30% beschlagnahmt, wobei der Rest eine schreckliche Bedrohung für unsere Jugend darstellt. Kann man sich nun vorstellen, wie katastrophal die Lage ist?!
Statistik: Drogen in der arabischen Welt
(Quelle: Institut für Nationale Planung)
1. Ägypten:
- (Zwischen) 20.000 u. 30.000 Heroinsüchtige
- 22.824 Personen wurden wegen Drogendelikten angeklagt, davon kamen 21.201 Prozesse vor Gericht
- Die beschlagnahmte Menge an Rauschtabletten beträgt
100 000 Tabletten
- Ausgaben in Höhe von 16 Milliarden ägyptischen Pfund für die Behandlung von Drogensüchtigen
- 30% der Schüler sind marihuanasüchtig
- 22% der Mittelstufenschüler sind marihuanasüchtig
- 94% der Marihuanasüchtigen nehmen später härtere Drogen
2. Jordanien:
- 2002 gab es 905 Drogenprozesse
3. Vereinte Arabische Emirate:
- 1996 gab es 12 500 Drogensüchtige
4. Kuwait:
- 1999 gab es 1323 Straftaten, die auf den Drogenkonsum
zurückgeführt wurden.
- 15% der Studenten sind drogenabhängig
Diese schrecklichen Zahlen sollen uns zum Nachdenken über die Lage der Muslime am Tag des Jüngsten Gerichts anregen. Stellen wir uns nun vor, wie schrecklich diese Situation sein wird, wenn Millionen Drogensüchtige, Wasserpfeifen- und Kat-Konsumenten aus der muslimischen Gemeinde, die viele Familien auseinander rissen, Allah gegenüberstehen werden, und durch jene Missetaten die Fürbitte und Unterstützung des Propheten (s) verloren haben. Wenn wir am Tage des Jüngsten Gerichts aufgefordert werden, unser geschriebenes Buch zu lesen und wir dann zu berichten haben, dass wir in der Jugend alkoholische Getränke oder Drogen konsumiert haben und somit die beste uns zugeteilte Gabe Gottes, der Verstand, vergeudeten, wie wird wohl diese Lage sein? Oder, dass man Kat-Konsument war, wodurch die Gesundheit gelitten hat? Oder, dass man alkoholische Getränke konsumierte und dadurch die Familienbande gefährdete? Oder, dass man den Muslimen die Möglichkeiten zum blühenden Erfolg nahm? Und nun zu jenen, die keine Raucher waren, wie werden jene ihr Schweigen und ihre Verantwortungslosigkeit rechtfertigen? Welche Antwort würden jene dem Propheten (s) auf die Frage anbieten, warum jene ihre Ratschläge und Taten ihrer Gemeinschaft enthielten? Der Prophet (s) wird daraufhin berichten: „Für den Islam musste ich unter anderem an der Schlacht von Uhud starke Verluste und Wunden erleiden, und was habt ihr denn als Gegenleistung gebracht??“
Eines Tages ging Umar Ibn Al-Chattab an den Bewohnern eines Dorfes vorbei, da sah er eine Mutter, die gerade dabei war, ihrem Baby das Stillen abzugewöhnen, wobei es lauthals schrie. Dann fragte Umar die Frau: „Warum weint das Baby?“ Die Mutter antwortete: „Ich habe gehört, dass Umar es verordnete, dass erst nach der Entwöhnung der Babys Unterhalt an die Mütter geleistet wird.“ Da weinte Umar und bereute es aus tiefstem Herzen, dass er so viele Babys der islamischen Gemeinde durch diese von ihm einst verkündeten Verordnung sterben ließ. Und nun zu uns, wie viele Menschen ließen wir durch unser Stillschweigen sterben???
Auf der Website findet ihr eine Vortragsfolge über die Reue in Verbindung mit der Drogensucht. Es ist uns ein Anliegen, diese herunterzuladen und an möglichst viele zu verteilen. Aber das ist nicht die einzige Aufgabe für diese Woche, sondern es kommen noch zwei weitere Aufgaben hinzu, die wir bis zur nächsten Woche durchführen wollen.
Die erste Aufgabe bezieht sich auf Arbeitsschritte bezüglich der 4 von 5 bereits besprochenen Narkotika: Alkoholika, Kat, Zigaretten und Wasserpfeife. Was aber die Drogen anbetrifft, so bitte ich alle – Mütter wie Väter – sich über deren Bekämpfung und Beseitigung Gedanken zu machen, uns ihre Meinungen und Vorschläge zukommen zu lassen, um dann einen gemeinsamen Arbeitsplan zu entwerfen.
Wir müssen immer bedenken, welche Antwort wir unserem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, auf folgende Frage geben werden: „Ich habe euch die Ummah anvertraut, was habt ihr damit gemacht? Warum sind unsere Kinder auf Abwege geraten?“
Zum Schluss möchte ich alle Arbeitsschritte kurz zusammenfassen:
• Zu jedem Rauschmittel gibt es auf der Website www.amrkhaled.net eine entsprechende Vortragsfolge und einen Text. Es wird gebeten, diese Texte herunterzuladen und sie zu verteilen.
• Was die Zigaretten anbelangt, wollen wir, neben der Verteilung der entsprechenden Vortragsfolgen, überall Plakate mit der Aufschrift: „Nein zum Rauchen an öffentlichen Plätzen, Nein zur Qualmbelästigung!“ anbringen.
• Zur Wasserpfeife: Lassen wir es nicht zu, dass sie zum Zentrum unseres Gesellschaftslebens wird. Sollte man nicht in der Lage sein, darauf zu verzichten, so sollte man wenigstens alleine und weit entfernt von anderen rauchen.
• Die Kat-Vortragsfolge verteilen und die entsprechenden Schilder anbringen.
• Alkoholische Getränke: Wir werden unsere Kinder vor der Gefahr der alkoholischen Getränke schützen. Wir werden jene Zeitschriften und Zeitungen, die für alkoholische Getränke werben, boykottieren und ihre Besitzer anklagen, und so Gott will, werden wir dabei Erfolge erzielen. Ebenfalls müssen wir eine Klage gegen jedes Lokal erheben, das Jugendlichen unter 18 alkoholische Getränke serviert. Und nicht vergessen, die Vortragsreihe der Reue in Verbindung mit dem Alkoholkonsum möglichst viel zu verteilen.
Schlieβlich möchte ich alle zu einem Wettbewerb einladen: Wir suchen das beste Logo für das Motto „Nein zum Rauchen“. Wir freuen uns auf neue Vorschläge und hoffen auf eure Kooperation.
Friede sei auf euch und Allahs Gnade und Segen!
Übersetzt durch: Dar al-Tarjama / Deutsches Team
© AmrKhaled.net
Die Veröffentlichung oder sonstige Vervielfältigung dieses Artikels zu privaten, nicht kommerziellen Zwecken ist gestattet, solange auf die Originalquelle verwiesen wird. Jegliche Verwendung zu anderen Zwecken bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Website-Administration.
| |
|