Perfektion – Teil 1



Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Liebe Geschwister im Glauben, herzlich Willkommen noch einmal. Wir sind hier zusammengekommen, um das Leben zu gestalten.

Es sind zwei Wochen vergangen, in denen wir versucht haben, einen wichtigen Wert zu verinnerlichen, nämlich die proaktive Teilnahme am Leben. Wir haben auch versucht, uns von einer hartnäckigen Fessel zu befreien, nämlich der Teilnahmslosigkeit am Leben, die unsere Hände seit langer Zeit bluten lässt, und die beim Aufschwung eines jeden Volkes als eines der gefährlichsten und schwierigsten Hindernisse gilt.

Es sieht so aus, als hätten unsere Versuche, uns dieser verhassten Fessel zu entledigen, begonnen, fruchtbar zu werden. Wenn wir uns an die erste Folge der Sendereihe unseres großen Projekts zurück erinnern, stellen wir fest, dass wir vereinbart haben, dass jeder von uns irgend etwas Proaktives tun sollte, ohne dieses näher zu bestimmen. Diese Aufgabe wurde von einer Umfrage gefolgt, die wir hier veröffentlicht haben, und die später noch einmal hier veröffentlicht wurde. Rufen wir uns diese Umfrage mal ins Gedächtnis zurück:

Bist du proaktiv, gehörst du zu den Lebensgestaltern?

1. Wie viel proaktive Dinge hast du diese Woche getan?

  • Weniger als zwei ===> schwach proaktiv

  • Zwei bis fünf ===> mittelmäßig proaktiv

  • Mehr als fünf ===> sehr proaktiv


2. Wie viele Personen hast du motiviert, proaktiv zu werden?
  • Weniger als zwei ===> schwach proaktiv

  • Zwei bis fünf ===> mittelmäßig proaktiv

  • Mehr als fünf ===> sehr proaktiv


3. Wie vielen Personen hast du diese Umfrage gegeben?
  • Weniger als fünf ===> schwach proaktiv

  • Fünf bis zehn ===> mittelmäßig proaktiv

  • Mehr als zehn ===> sehr proaktiv


Wir erinnern uns auch, dass wir ein Ergebnis von mindestens 70% „sehr proaktiver“ Teilnahme am Leben erreichen wollten. Nun ist es Zeit, das Ergebnis dieser Umfrage, die 10 Tage gedauert hat, zu veröffentlichen.

Die Zahl der Teilnehmer betrug 55271 Personen.

Davon waren:

62% sehr proaktiv,
30% mittelmäßig proaktiv
und 8% schwach proaktiv.

Ein kurzer Kommentar zu den 8%: Diese Menschen sind insofern aktiv, als sie den Mut hatten, zuzugeben, dass sie nicht in der Lage waren, die Aufgabe zu erfüllen. Dies ist der erste Schritt zur proaktiven Teilnahme am Leben, nämlich, mit sich selbst ehrlich zu sein.

Weiterhin haben wir gehofft, dass die Zahl der Teilnehmer größer wäre, jedoch ist das erzielte Ergebnis 10 Tage nach Veröffentlichung der Umfrage ein durchaus zufrieden stellender Prozentsatz. Nichtsdestotrotz besteht unser größter Erfolg und unsere riesige Freude ganz ehrlich darin, dass wir die Erfolge der Teilnehmer und ihre schnelle Reaktion – die Fessel der Passivität loszuwerden, die das Hindernis auf dem Weg des Erfolgs darstellt – zu veröffentlichen.

Wenn wir uns an die letzte Folge erinnern, stellen wir fest, dass wir erwähnt haben, dass es 4 Hürden gibt, die den Menschen daran hindern, proaktiv am Leben teilzunehmen:

1. sich vor den Leuten zu schämen,
2. die Angst davor, Fehler zu machen,
3. die schnelle Verzweiflung nach dem Scheitern einiger Versuche und
4. das Gefühl, dass es unmöglich ist, die äußeren Hindernisse zu bewältigen.

Wenn wir den Blick auf die positiven Erfahrungen richten, die uns zugesandt wurden, erkennen wir, dass diese vier Hindernisse zerbrachen. Ich kann euch mein Gefühl, während ich diese Erfahrungen las, nicht beschreiben, außer dass es eine Mischung aus Tränen und Lächeln war, ein Gefühl der Freude und der Überraschung: Ist das wirklich wahr, dass diejenigen, die diese Taten vollbracht haben, junge Männer und Frauen, Väter und Mütter sind?

Meine Geschwister im Glauben,

ich werde diese Folge damit beginnen, dass ich diese herrlichen Erfahrungen darstelle, welche die gegenwärtigen proaktiven Lebensgestalter gemacht haben. Diese Darstellung werde ich auch bewusst in die Länge ziehen, denn das Sehen solcher Erfahrungen proaktiver Menschen mag wirkungsvoller sein als das Hören von vergangenen Erfahrungen.

Viele Jahre lang habe ich euch über die Erfahrungen der Vergangenheit erzählt. Diesmal werde ich euch über die Erfahrungen der gegenwärtigen Lebensgestalter berichten, denn wenn man die Idee konkret am Beispiel einer bekannten Person sieht, gewinnt die Idee an Tiefe in seinem Kopf. Man wird eifrig und sagt sich: „Warum bin ich nicht wie er?“

Die positiven Beispiele:

Wir haben viel über den Umweltschutz und die Sauberkeit gesprochen. Uns wurden diesbezüglich Dutzende von Beispielen aus Ägypten, Jordanien, dem Sudan …etc. zugeschickt. Ich werde mich jedoch mit der ausführlichen Darstellung zweier Modellen davon begnügen.

Ahmad Chalil, 23 Jahre alt, Student an der Amerikanischen Universität, schrieb mir, dass er, nachdem er die letzte Folge gehört hatte, von der Idee der Zuschüttung von Straßenlöchern und der Wegebnung durch die Beseitigung von Schlaglöchern so begeistert gewesen sei, dass er und ein Freund den Entschluss gefasst haben, ein Straßenloch vor Ahmads Haus zuzuschütten, das bei den vorbei fahrenden Autos häufig große Schäden verursacht habe. Beide haben mit der Arbeit begonnen und wären vor lauter Scham fast im Boden versunken vor Angst, dass sie gesehen würden. Plötzlich bemerkte sie ein Nachbar. Er näherte sich ihnen und sagte: „Darf ich euch helfen?“ Er schloss sich ihnen an. Später gingen viele an ihnen vorbei, und anstatt sie zu verspotten, lobten sie die proaktiven Lebensgestalter: Man dankte ihnen und bot ihnen Hilfe an, bis sie mit ihrer Arbeit fertig waren.

Ahmad berichtet: „Als ich fertig war, hatte ich das Gefühl, dass mein Glaube stärker geworden war. Ich, der ich mich früher manchmal über meine schwache Entschlossenheit beschwert hatte. Seit diesem Tag fahre ich mit meinem Auto an diesem gefüllten Schlagloch vorbei voller Stolz darüber, dass ich das geleistet habe. Ich habe mich später gefragt: Warum schütten wir die Löcher der benachbarten Straßen nicht auch noch zu? Diese Idee haben wir dann in die Tat umgesetzt. Die letzte Straße, deren Löcher wir zugeschüttet haben, war die Straße Daoud Al-Sahery im Stadtteil Nasr City in Kairo. Unser Team wird immer größer. Vor kurzem stieg die Mitgliederzahl unseres Teams auf zehn Freunde, die diese Arbeit ehrenamtlich durchführen. Und inzwischen stieg die Mitgliederzahl noch weiter an: Wir sind jetzt 15 Leute. Jedoch sind wir mit der Zuschüttung der Straßenlöcher noch lange nicht am Ende unserer Bestrebungen. Sobald wir damit fertig sind, werden wir mit einem neuen Projekt beginnen, dass in der letzten Folge dieser Sendereihe angesprochen wurde, nämlich das Sammeln von Speisen aus den großen Hotels und deren Verteilung an die armen Familien.“

Ayah Karam Kurdy ist ein Mädchen im Alter von 11 Jahren und wohnt in Alexandria. In der Straße, in der sie wohnt, gab es ein Problem wegen austretendem Grundwasser, so dass die Autos diese Straße nicht passieren konnten. Zwar regten sich die Anwohner auf und beschwerten sich darüber, aber keiner von ihnen hat aktiv irgend etwas dagegen unternommen. Was aber hat dieses junge Mädchen getan?! Sie nahm das Telefonverzeichnis ihres Vaters, in dem sich Telefonnummern wichtiger Persönlichkeiten befinden, zur Hand. In ihm fand sie die Telefonnummer des Sekretärs vom Gouverneur von Alexandria. Sie rief ihn an und bat ihn darum, sie mit dem Gouverneur persönlich zu verbinden. Der Gouverneur, der in der Tat eine ehrwürdige Person ist, hörte ihr zu. Er konnte kaum glauben, was sie ihm erzählte. Die Bezirkswerke haben die Straße sofort wieder asphaltiert. Es ist die Ibrahim Salama Straße im Stadtteil Ruschdi, falls jemand in Ägypten sie besichtigen möchte.

Dieses außergewöhnliche junge Mädchen, Ayah Kurdy, erinnerte mich an den schönen Satz: „Niemand, der sich ein Ziel in den Kopf setzt, der dafür lebt und sich Mühe gibt, stirbt bevor er sein Ziel erreicht.“

Außer diesen beiden Beispielen liegen mir Dutzende anderer Beispiele aus dem Jemen, Jordanien und aus dem Sudan vor.

Eine Gruppe von Studentinnen an einer Universität im Jemen hat einen Verein mit dem Ziel gegründet, die Fakultät mit sämtlichen Einrichtungen aus eigenen Mitteln auszustatten, von Abfalleimern über Hörsaallautsprecher bis hin zu Fachliteratur.

Jugendliche aus Algerien veranstalteten in den Universitäten eine mobile Ausstellung mit dem Titel „Ausstellung der Lebensgestalter“, in der sie neue Ideen und Vorschläge darstellten, um im Leben erfolgreich sein zu können.

Studenten der Physiotherapie besuchten einige Waisenheime und haben dort den Waisenkindern kostenlose Physiotherapie angeboten.

Studentinnen der Handelsfakultät (englischer Zweig) haben das gesamte Fakultätspersonal versammelt, um einen Weg zu finden, den Armen unter ihnen finanziell zu helfen. Die gleiche Idee kam auch von einigen Studenten der naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Mansura in Ägypten.

Viele Hausfrauen gründeten Wohltätigkeitsvereine, die der Gesellschaft dienlich sein sollen. Sie haben sie „Verein der Lebensgestalter“ genannt. Ihr Verhalten erinnerte mich an die Zeit der Gefährten des Propheten Muhammad, Allah segne ihn und schenke ihm Heil (s), als die hochverehrte Gefährtin Asmaa’ Bint Al-Yazid Ibn Assakan den ersten Wohltätigkeitsverein im Islam gründete.

Viele Geschäftsleute aus Ägypten und den Golfstaaten begannen, Projekte zu unterstützen, die der Vermittlung von Computerkenntnissen und der Alphabetisierung dienen. Der Gedanke, ein Platz in der Wohnung, im Haus oder in der Villa zur Verfügung zu stellen, in dem Bedürftige lernen, mit dem Computer umzugehen, Koran zu lesen etc., breitet sich immer weiter aus.

Ein junger Mann aus Alexandria namens Abdul-Mun’im Mahmud wollte etwas Großes tun. Er entschied sich zusammen mit einer Gruppe von Freunden, ein Dialysegerät zu kaufen. Dieses Gerät kostet 60.000 ägyptische Pfund. Sie haben es geschafft, die Summe in nur zehn Tagen zu sammeln. Das Lustige an der Sache ist, dass ihre Eltern so neidisch auf sie wurden, dass sie sich entschieden, ein zweites Gerät zu kaufen; beide Geräte wurden an die Gewerkschaft der Ärzte gespendet.

Jugendliche aus dem Jemen, die in Kanada leben, führten ein Projekt durch, das sie die „Monatstasche“ nennen. In dieser Monatstasche wird das, was man an Lebensmitteln in einem Monat benötigt, an arme Familien im Jemen geschickt. Sie haben uns Fotos beigefügt, auf denen solche Familien zu sehen sind, als sie die Monatstaschen bekamen.

Frauen aus Bahrain haben einen Verein gegründet, um den Armen zu helfen. Am Anfang waren sie fünf, später wurden es 47 Frauen.

Einer Gruppe syrischer Schülerinnen ist etwas Tolles eingefallen. Sie sammeln gebrauchtes Papier, das sie an Papierfabriken verkaufen und spenden den Erlös an Waisenhäuser.

An dieser Stelle möchte ich jedem Vater und jeder Mutter einen Tipp geben. An alle, die ihre Kinder gut erziehen wollen: „Zeigt Proaktivität!“

Selbst unsere Sendung war Gegenstand einiger dieser guten Taten:

Eine Gruppe von Studenten, die in Montreal studieren, vereinbarten, die letzte Folge nach dem Ende des Freitagsgebets an einem großen Ort gemeinsam zu sehen.

Eine blinde junge Frau namens Umaimah Al-Scherbini, deren Verhalten mich an Abdullah Ibn Umm Maktum und die Generation der großen Gefährten erinnerte, hat die Folgen dieser Sendung in Blindenschrift übersetzt und sendete die Übersetzung zur Veröffentlichung an eine Zeitung in Saudi-Arabien, die sich auf die Belange der Blinden spezialisiert hat.

Jugendliche aus Jordanien fertigten Kästen an und nannten sie „Kästen der Lebensgestaltung“. Darin sammelten sie Vorschläge zur Lebensgestaltung und sendeten sie an mich.

Ein Mann aus Alexandria errichtete ein „Zentrum zur Lebensgestaltung“ mit dem Ziel, bedürftigen Familien zu helfen. Er kaufte Nähmaschinen für Witwen. Bisher hat er 50 Familien geholfen und teilte mir mit, dass es sein Ziel ist, 1000 Familien zu helfen, so Gott will.

Allah sei ewig Dank. Die muslimische Gemeinschaft begann sich in nur zwei Wochen zu bewegen. Das sind die Beispiele des Erfolgs und der Lebensgestaltung. Das sind Beispiele für Proaktivität, konkret vor euch. Diese Leute sind genauso wie ihr: Jungen, Mädchen, Männer, Frauen, Kinder und Erwachsene. Worauf wartet ihr also? Was habt ihr bereits getan? Es gibt immer noch genügend Zeit, den Anschluss an eure Kollegen auf dem Wege zur Lebensgestaltung zu finden.

Erinnert ihr euch noch an das zweite Ziel unserer Sendereihe? - Nein zur Frustration! Genug Frustration und genug Verzweiflung! Wir brauchen eine Hoffnung, welche die Menschen erfüllt.

Meine Geschwister im Glauben, dies alles bedeutet weder Ruhm für mich noch für euch, denn ich werde sterben und ihr auch. Aber der Islam bleibt – so ist es also Ruhm für den Islam. Wir freuen uns darauf, dass wir den Propheten (s) am Jüngsten Tag an seinem Becken treffen werden und ihm die gute, erfreuliche Nachricht mitteilen können, dass wir etwas für den Islam getan haben.

Es mag sein, dass viele von euch sich jetzt fragen, warum ich all diese Beispiele aufgezählt habe. Dies habe ich getan, um zu zeigen, dass noch Hoffnung besteht. Und jetzt komme ich zu einer Tatsache, nämlich dass Menschen entweder in einer guten oder in einer schwierigen Zeit leben. Was ist besser? Wenn man in der Zeit der Macht und Stärke des Islam lebt oder wenn man in der schwierigen Zeit lebt? Ehrlich gesagt, selig sei derjenige, der in der schwierigen Zeit lebt. Selig seien also wir, weil du und ich denselben Weg gehen, den der Prophet (s) gegangen ist, weil du und ich zum Aufschwung der Muslime, der islamischen Gemeinschaft beitragen, und weil du für deine Ausdauer von Allah belohnt wirst. Weißt du, welche Belohnung dich erwartet?

1. Der Prophet (s) sagte: „Wer auch immer eine gute Sitte einführt, der wird dafür Lohn erhalten, und auch den Lohn für diejenigen, die ihm darin folgen, ohne dass diesen jedoch ihr Lohn geschmälert wird.“

2. Deine Argumente sind dann sehr stark, wenn du am Jüngsten Tag vor Allah stehst. Du wirst sagen können: „O Allah! Ich habe viele Fehler gemacht und viel gesündigt, aber ich habe den Islam und die Muslime immer geliebt, und ich habe dies und jenes dafür getan und gemacht“, während andere in dieser Situation nicht wissen, was sie sagen könnten.

3. Du wirst am Jüngsten Tag mit denjenigen versammelt, die für den Islam etwas Gutes getan haben, wie z. B. Umar Ibn al-Chattab oder Chalid Ibn al-Walid.

4. Deine Arbeit mit uns und deine Beiträge, die zu diesem Aufschwung beitragen, sind dein Weg zum Paradies. Der Prophet (s) sagte sinngemäß: „Wer Freude in ein muslimisches Haus bringt, verdient dafür keinen geringeren Lohn als das Paradies.“

5. All deine Extremitäten und Sinne, deine Hände, Füße, deine Zunge, dein Mund und sogar dein Herzschlag werden für dich am Jüngsten Tag bezeugen, dass du Gutes für deine Religion und deine Heimat getan hast. Ibn Al-Qayim sagte: „Jeder Schweißtropfen und jeder Atemzug, der im Diesseits nicht für Allah war, wird am Jüngsten Tag zur Reue führen.“

6. Am Jüngsten Tag kommt der Islam als Verteidiger für dich. Al-Hassan al-Basri sagt, dass der Islam am Jüngsten Tag an allen Menschen vorbei gehen und zu Allah sagen wird: „O Allah, dieser bzw. diese hat mich im Stich gelassen, und dieser oder diese hat mir zum Sieg verholfen“, bis er Umar Ibn Al-Chattab erreicht. Er wird seine Hand nehmen, sie hoch heben und sagen: „O Allah, ich war ein Fremder, bis dieser Mann Muslim wurde.“

Das ist also eure Belohnung meine Brüder und Schwestern im Glauben, und zusammen gestalten wir das Leben! Zusammen versuchen wir auch, uns von der zweiten Fessel zu befreien, gemeinsam zur Perfektion!


DIE PERFEKTION
In dieser Folge werden wir uns mit der Motivation beschäftigen bzw. damit, uns zur Perfektion zu ermutigen. Jedoch fürchte ich, dass wir mit der Perfektion beginnen und dabei die Proaktivität vergessen. Deshalb werde ich eine neue Methode anwenden: Ich werde zwischen beiden eine Verbindung herstellen. Was also ist die Beziehung zwischen der Proaktivität und der Perfektion? Die Antwort ist, dass wir nach dem proaktiven Perfektionisten streben. Ich beginne damit, uns etwas in Erinnerung zu rufen, wofür wir uns alle schämen: Wir sind in einer sehr schwierigen Situation. Wir arbeiten, aber wir verrichten unsere Arbeit nicht gut. Und das geht einfach nicht! Aber das ist nicht alles: Du bist vor Gott ein Sünder, wenn du deine Arbeit nicht perfekt machst. Wie das? Du wirst gleich sehen. Fest steht, dass wir die Arbeit auf allen Gebieten leider nicht gut machen. Angefangen bei der Industrie, dem bekanntesten Bereich, bis hin zu allen anderen Bereichen. Wenn du ein Produkt siehst, auf dem steht, dass es in einem arabischen oder islamischen Land hergestellt wurde, bist du sofort skeptisch. Aber du kaufst es sofort, wenn es in einem fortgeschrittenen Land hergestellt wurde. Wenn du deine Arbeit nicht perfekt verrichtest, was das A und O des Islam ist, bist du vor Gott ein Sünder. Beziehe dies auf alles in deinem Leben von der Industrie bis hin zu den Löchern und Schwellen auf den Straßen, die der Straßenbauingenieur vernachlässigt hat, zum Automechaniker, der das Auto nicht gut repariert, zum Arzt, der den Patienten nicht gut untersucht, zum Dozenten, der seine Vorlesung nicht gut vorbereitet, zum Sportler, der nicht gut trainiert, bis hin zum Moderator, der seine Sendung nicht gut vorbereitet. Sogar die ehelichen Beziehungen werden nicht gut gepflegt. Der Ehemann gibt seiner Frau nicht einmal mehr so viel Wärme, wie er ihr Geld gibt. Er weiß nicht mehr, dass sie die zarte Berührung und das zärtliche Wort genauso braucht wie das Geld. Aber auch die Ehefrau: Sie gibt sich den ganzen Tag Mühe bei der Vorbereitung des Essens, aber sie stellt es auf eine sehr schlechte Art auf den Tisch, die ihre ganze Mühe umsonst macht. Das ist ein großes Problem bei den Muslimen - alles ist nicht gut, wird nicht beherrscht und ist nicht perfekt.

Sogar die Studenten lernen nur für die Prüfung. Sie interessieren sich nicht dafür, das Gelernte zu verstehen. Auch die Eltern sind nicht darum bemüht, dass ihre Kinder das verstehen oder umsetzen, was sie gelernt haben. Im Gegenteil ist ihr wichtigstes Ziel nur, dass ihre Kinder die Prüfungen auf irgendeine Art und Weise bestehen.

Eine Botschaft an die Eltern: Lehrt eure Kinder nicht, dass das Zeugnis das Wichtigste ist, denn dadurch wird eine Generation entstehen, die von allem keine Ahnung hat. Die Grundlage ist vielmehr, dass du weißt, warum du etwas lernst, dann verstehst du es. Sei also vorsichtig mit dir selbst, sonst bist du vor Gott ein Sünder. Du wirst vielleicht sagen können, dass du die Prüfung bestanden hast, dennoch bist du ein Sünder. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Maßstab der Fakultät und dem Maßstab Gottes. Gottes Maßstab heißt Perfektion. Unser Problem ist, dass wir Gott am Jüngsten Tag treffen werden, während wir ein unproduktives Volk sind. Wir sind ein Volk, das seine Arbeit nicht gut macht.

Die Meinung des Westens über die Muslime
Wisst ihr, was man im Westen über die Araber und die Muslime sagt? Sie sagen, dass die arabischen und islamischen Länder nichts beherrschen, weil es eine rückständige Kultur sei.

Ich kenne einen ägyptischen Geschäftsmann, der nach Deutschland reiste, um dort mit einem deutschen Geschäftsmann ein Geschäft abzuschließen. Sie stiegen zusammen in einen Zug. Der Tisch im Zugabteil, an dem die beiden saßen, war nicht richtig fixiert, worauf der deutsche Geschäftsmann sehr ärgerlich wurde und einen Teil des Fahrpreises zurückerstattet haben wollte. Als der Ägypter ihn nach dem Grund dafür fragte, schaute ihn der deutsche Geschäftsmann fassungslos an. Als er bemerkte, dass der Ägypter die Sache nur oberflächlich wahrnahm und sie für trivial hielt, weigerte er sich, mit dem Ägypter das Geschäft abzuschließen. Denn, wenn dieser nicht alles im Leben ernst nimmt und für wichtig hält, hat es keinen Sinn, einen Vertrag mit ihm einzugehen.

Im Westen sagt man über uns, dass die Muslime nur für Parolen und große Worte gut sind. „Sie reden viel und bringen kaum was zustande.“

Bei Allah, der Islam hat mit einer derartigen Einstellung nichts zu tun! Es ist nicht genug, einfach nur zu arbeiten. Denn Allah, der Mächtige und Erhabene, wird damit nicht zufrieden sein, wenn du nicht arbeitest und dich gleichzeitig um Perfektion bemühst.

An die Jugend
Ich widme euch dieses überragende Beispiel: Es gibt einen Jungen namens Muhammad Hussein, 17 Jahre alt. Seit seiner frühesten Kindheit gaben ihm seine Eltern die Liebe zum Wissen, zum Erkunden und Entdecken ein. Seine Eltern brachten ihm bei, alles, was er lernte, auch zu verstehen. Er lernte, die Funktionsweise von Spielzeug zu verstehen und machte sich später daran, alle theoretischen, chemischen Gleichungen, die er in der Schule lernte, umzusetzen und auszuprobieren. Er erfand viele Dinge, und Japan gewährte ihm ein Stipendium am dortigen „Zentrum für Forschung und Entwicklung“.

Dieser junge Mann verkörpert die Bemühungen seiner Eltern, die ihren Sohn zu einem beispielhaften Genie herangebildet haben, auf das sie stolz sein können.

Die Folgen mangelnder Perfektion in der Erziehung und im Lernen sind:

• Generationen, die von den Unis abgehen und dennoch nichts wissen,
• die Unfähigkeit, Waren für den Export zu herzustellen.

Mittlerweile importieren wir alles aus dem Ausland, sogar die Mäppchen der Schulkinder importieren wir für Milliarden von Dollar.

Was sagt der Islam zur Perfektion?
Im Koran:
Im Koran wird Perfektion mit dem Wort Ihsan - d.h. Gutes tun, aufs Beste handeln – erwähnt. Allah, der Erhabene, spricht:

1. „... und tut Gutes, Allah liebt ja die Guthandelnden.“ (2:195)

2. „Allah trägt ja die Gerechtigkeit auf und das Gute tun und das Geben an die Verwandten...“ (16:90)

3. „Wir lassen ja nicht die Belohnung dessen verloren gehen, der aufs Beste handelt.“ (18:30)

4. „Ist die Vergeltung vom Tun des Guten anders als gut?“ (55:60)

5. „Und harre geduldig aus, - also Allah lässt ja nicht die Belohnung der Guthandelnden verloren gehen.“ (11:115)

6. „Allah ist ja mit denjenigen, die gottesfürchtig sind und denjenigen, die Guthandelnde sind.“ (16:128)

7. „..., - die Fertigkeit Allahs, der sich auf alle Dinge bestens versteht…“ (27:88)
Als Allah die Erde und das Universum erschuf, legte er für alles die Perfektion zugrunde.

8. „Derjenige, der sieben Himmel geschaffen hat in passenden Schichten, du siehst nichts in der Schöpfung des Allerbarmers von Unstimmigkeit, und wende den Blick zurück: Siehst du irgendwelche Risse? Dann wende den Blick zurück, zweimal, es kehrt der Blick erschöpft zurück zu dir, und er ist ermattet.“ (67:3-4). Allahs führt durch Perfektion auf den Weg des Glaubens und des Monotheismus.

9. „Und dein Herr hat beschlossen, dass ihr niemandem dient außer Ihm, und den Eltern Gutes zu tun...“(17:23) – die Eltern gütig zu behandeln.

10. „…und schickt etwas voraus für eure Seelen… “(2:223) Hier geht es um die intime, eheliche Beziehung, in der man ebenfalls nach Perfektion streben muss.

11. „Und richtet das Gebet ein…“ (2:43), nicht nur einfach etwa „und betet…“. Es geht darum, die Gottesdienste aufs Beste und möglichst perfekt zu verrichten, und nicht nur „einfach zu beten“.

In der Sunna des edlen Propheten (s):
1. Allahs Gesandter (s) sagte sinngemäß: „Allah liebt ja, (dass,) wenn einer von euch eine Arbeit verrichtet, er es perfekt macht.“

2. Allahs Gesandter (s) sagte sinngemäß: „Allah schreibt ja Ihsan in allen Dingen vor. Wenn ihr also tötet, so tut dies auf die beste Art und Weise (1), und wenn ihr schlachtet, so schlachtet auf die beste Art und Weise. So schärfe ein jeder von euch seine Klinge und beruhige sein Schlachttier.“ Allah trägt uns also die Perfektion für das Töten und das Schlachten auf, wie verhält es sich dann erst in bezug auf die Dinge des Lebens?

3. Allahs Gesandter (s) sagte sinngemäß: „Soll ich euch nicht sagen, wodurch Allah die Rangstellung (im Paradies) erhöht... die Vollendung des Wudu’ (der Gebetswaschung).“ – Perfektion in der Gebetswaschung...

4. „Allah schaut ja nicht auf die krumme Reihe“ – die geraden Reihen beim Gebet...

5. Der Prophet (s) sagte sinngemäß: „Derjenige, der den Koran liest und es meistert, ist mit den Schreibern, den Edlen, Frommen.“ (2)

Allah schreibt uns die Perfektion in allen Bereichen des Lebens vor, angefangen:

1. beim Grüßen der Menschen: Ich kann dich folgendermaßen Grüßen:
• Assalamu alaikum (Friede sei mit dir).
• Assalamu alaikum wa Rahmatullahi wa Barakatuh! (Friede sei mit dir und die Barmherzigkeit Gottes und Sein Segen)
• Ich kann dich mit dem Salam grüßen und dir dabei ins Gesicht schauen.
• Ich kann dich mit dem Salam grüßen, dir dabei ins Gesicht schauen und dich anlächeln.
• Ich kann dich mit dem Salam grüßen, dir dabei ins Gesicht schauen, dich anlächeln und dir meine Hand zuvorkommend hinhalten.
• Ich kann dich mit dem Salam grüßen, dir dabei ins Gesicht schauen, dich anlächeln, dir meine Hand zuvorkommend hinhalten und meinen Griff nicht eher lockern, bevor du deinen lockerst.

2. Ihsan gegenüber den Eltern:
• Ich kann mich mit der Frage begnügen: „Wie geht es euch?“
• Und ich kann mich ein wenig verneigen und ihnen ihre Hand küssen.

3. Perfektion beim Verrichten der Gottesdienste:
• beim Gebet
• beim Gerademachen der Gebetsreihen
• bei der Gebetswaschung
• bei den Bittgebeten

4. Perfektion in der Schöpfung Gottes:
• Die Engel: Gabriel überbringt die Offenbarung mit äußerster Perfektion; ein Engel für den Tod, ein Engel für den Regen, ein Engel für die Berge etc.
• Die Ameisen
• Die Bienen

5. Die Islamwissenschaften
• Zum Beispiel die Hadithwissenschaft, die uns die authentischen Überlieferungen über den Propheten (s) übermittelte. Al-Buchari wandte dabei eine wissenschaftliche Methode an, nach der er Überlieferungen nur von „vertrauenswürdigen Überlieferern“ übernahm, die wiederum bestimmte Qualitäten haben mussten: Sie mussten gerecht sein, diszipliniert etc.

Ich frage mich wirklich: Werden wir diese Fessel lösen können? Es ist ohne Zweifel eine sehr hartnäckige Fessel, aber die der Passivität war noch viel hartnäckiger.

Der Poet al-Mutanabbi dichtete in einem Vers:

„Der größte Fehler einer gottbegnadeten Person:
Wenn sie sich nicht müht um Perfektion.“
Allah wird den Muslimen niemals den Sieg verleihen, solange sie sich nicht um Perfektion bemühen: „Und rüstet gegen sie, wozu ihr imstande seid an Streitmacht und an gekoppelten Pferden...“ (8:60). Das bedeutet, dass du dich aufs Äußerste anstrengen musst. Selbst wenn du schwächer sein solltest als dein Gegner, wirst du doch mit Gottes Willen über ihn triumphieren, solange du dich um Perfektion bemühst.

Wenn es 100 Punkte gibt, die wir erreichen müssen, damit der Islam sich durchsetzt, und wir haben aber nur 99 Punkte umgesetzt, wird Allah den Sieg nicht herabsenden. Wenn wir aber 100 Punkte erreicht haben, und dein Gegner ist um ein Vielfaches stärker, wirst du mit Allahs Hilfesich durchsetzt. Allahs Bedingung für den Sieg ist also das Bemühen um Perfektion.

Beispiele von Menschen, die sich um Perfektion bemühten:

1. Chalid Ibn al-Walid entwarf bei der Schlacht von Mu’ta einen genialen Plan, damit die islamische Armee nach sechs Tagen des Kampfes den Rückzug antreten konnte. Dieser Plan bestand darin, die Römer zu demoralisieren. Denn Niederlage und Sieg hängen von der Kampfmoral der Soldaten ab. Dazu tat Chalid Ibn al-Walid folgendes:

• Er veränderte die Positionen der Soldaten, indem er den rechten Flügel mit dem linken austauschte und den hinteren mit dem vorderen. Er tauschte auch die Fahnen und die Kleidung der Soldaten aus, wodurch die Römer dachten, es handele sich um eine neue Armee.

• Er positionierte 300 Reiter hinter der Armee und teilte sie in sechs Abteilungen auf. Jede Abteilung wirbelte Staub auf, so dass die Römer dachten, es würde Verstärkung kommen.

• Als die Abteilungen bei den Soldaten ankamen, ertönten laute Rufe „Allahu akbar“, „Allahu akbar“ (Gott ist am größten).

• Als jeder seine Position eingenommen hatte, riefen sie: „O ihr Diener Allahs, vertraut auf Allah!“ Dann stürzten sie sich auf die Römer, kämpften aufs Äußerste, und zogen sich dann wieder zurück.

Der Plan wurde perfekt umgesetzt, und die muslimische Armee konnte bei diesem Überraschungsangriff eintausend gegnerische Soldaten ausschalten, dann zog die Armee den Rückzug an. Die Römer aber verfolgten sie nicht, da sie einen Hinterhalt befürchteten. Chalid Ibn al-Walid aber konnte mit seiner Armee wieder sicher in Medina einkehren.

Dies war der großartigste Rückzugsplan in der Geschichte. Bis jetzt unterrichten militärische Institute in Europa und den USA ihren Studenten diesen Plan.

2. Die Heirat des Propheten (s) mit Chadidscha kam zustande, weil er sein Handwerk als Händler beherrschte.

3. Die Hidschra (Auswanderung) des Propheten (s) ist voller Beispiele für Perfektion:

• Der edle Prophet (s) ging zur Mittagszeit mit verhülltem Gesicht zu Abu Bakr as-Siddiq.

• Er verließ das Haus durch eine Hintertür, und Abu Bakr hatte zwei Kamele vorbereitet.

• Sie begaben sich zur Höhle „Thaur“ im Süden.

• Der Sohn Abu Bakrs unterrichtete sie täglich über die Entwicklungen.

• Ein Schafhirte verwischte mit seiner Herde die Fußspuren von Abu Bakrs Sohn.

• Asmaa’, die Tochter Abu Bakrs, verpflegte sie mit Nahrung im siebten Monat ihrer Schwangerschaft, so dass keiner der Glaubensverweigerer sie verdächtigte.

Dennoch, trotz all dieser Perfektion gelangten die Glaubensverweigerer zur Höhle. Und warum? Damit wir gewiss sind, dass trotz aller Perfektion der Sieg nur von Allah kommt. Es ist eine Botschaft von Allah: „Euch obliegt die Perfektion, und Mir obliegt der Sieg.“

4. Die Muslime in Abessinien: Sie blieben dort nur einige Jahre. Als sie nach Medina zurückkehrten, waren viele abessinische Muslime bei ihnen, die den Islam angenommen hatten, weil sie von der Qualität der von den muslimischen Frauen gefertigten Lederwaren beeindruckt waren.

5. Zaid Ibn Thabit, ein junger Mann von 23 Jahren, trug den Koran zusammen und folgte dabei einer exakten, einzigartigen wissenschaftlichen Methode. Für jeden einzelnen Vers suchte er vier voneinander unabhängige Belege: zwei Personen, die den Vers auswendig konnten und zwei Personen, die den Vers in aufgeschriebener Form hatten. Auf diese Weise trug er den Koran zusammen, obwohl er selbst den Koran auswendig konnte und ein Schreiber war.

Seien wir doch einmal ehrlich, ihr jungen Leute: Wie wollt ihr diesen Beispielen an Proaktivität und Perfektion entgegentreten? Die Botschaft, die ich euch vermitteln möchte: Seid proaktiv und bemüht euch um Perfektion.

Nach dieser Folge
möchten wir, dass du dich hinsetzt und dir Gedanken machst. Versuche einmal, dich in den kleinen Dingen um Perfektion zu bemühen.

Das Projekt:
Hilf einer Familie oder einer Person in deinem Verwandtenkreis, die der Hilfe bedarf: Sei es finanzielle oder seelische Unterstützung, dass du jemandem beim Lernen hilfst oder sonst eine Art der Hilfeleistung.

Und warum soll es jemand aus meiner Familie sein?

1. Das hat was mit der Proaktivität zu tun: Der erste Bereich, in dem du proaktiv sein sollst, ist deine Familie.

2. Weil es mit der Perfektion zu tun hat. Allah der Erhabene spricht: „... und tut den Eltern Gutes (Ihsan) und den Verwandten...“ (2:83).

3. Weil es mit dem Aufschwung der Muslime zu tun hat: Das erste Anzeichen für den Aufschwung eines Volkes sind starke familiäre Beziehungen. Beispiele für den starken Zusammenhalt einer Familie sind:
Aus der Zeit des Propheten (s):

• Als Abu Talha den Vers hörte: „Sicher erlangt ihr nicht die Frömmigkeit, bis ihr von dem hergebt, was ihr liebt...“ (3:92), wollte er seinen liebsten Garten um Allahs Willen spenden. Da trug Allahs Gesandter (s) ihm auf, den Wert des Gartens unter seinen Verwandten aufzuteilen. So teilte er seinen Wert unter seinen Cousins auf, woraufhin sich ihre Familien näher kamen; dies erfreute den Propheten (s).

• Allahs Gesandter (s) pflegte, die Familie Milhan um sich zu sammeln und für sie zu beten.

Aus unserer heutigen Zeit:
• Die Familie Al-Ja’bary aus Hebron in Palästina: Sie gründeten eine gemeinnützige Gesellschaft für ihre Familie, welche für die Ausbildungskosten aller Kinder ihrer Familie aufkommt. In jedem Jahr organisieren sie ein kleines Fest, um die herausragenden Schüler und Studenten ihrer Familie zu ehren.

• Die Familie Schbaro hat eine „Familienunion“ in Beirut gegründet.

Daher ist unser Projekt der Woche:
Unterstütze eine bedürftige Familie oder eine bedürftige Person in deiner Familie.
Wa s-salamu alaikum wa rahmatu llahi wa barakatuh - Und der Friede Allahs sei mit euch und Seine Barmherzigkeit und Seine Gnaden.

(1) Allah spricht im Koran: „... wer eine Seele tötet, ... es dann so ist, als habe er die Menschheit insgesamt getötet, und wer sie am Leben erhält, so ist es, als habe er die Menschheit insgesamt am Leben erhalten...“ (5:32). Der Wert von Leben ist nach dem Koran unermesslich. Selbst für die absoluten Ausnahmefälle, in denen gesetzlich die Möglichkeit des Tötens zum Abwenden größeren Schadens eingeräumt wird, schreibt der Prophet (s) die beste Art und Weise vor. Näheres zum Thema findet sich in der einschlägigen, muslimischen Fachliteratur.

(2) Schreibern:Engel, die nach dem Vorbild der „wohlbewahrten Tafeln“ niederschreiben. In Anlehnung an die Verse des Koran 80:15-16.

Übersetzt durch: Dar al-Tarjama / Deutsches Team
© AmrKhaled.net Die Veröffentlichung oder sonstige Vervielfältigung dieses Artikels zu privaten, nicht kommerziellen Zwecken ist gestattet, solange auf die Originalquelle verwiesen wird. Jegliche Verwendung zu anderen Zwecken bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Website-Administration.