Einführung – Teil 1



Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen, und Friede und Heil dem edelsten aller Propheten, Muhammad, und seiner Familie und seinen Gefährten.
Viele Monate sind vergangen seit der Sendereihe „Begegnungen mit den Lieben“ (Wa nalqa l-Ahebba), die darauf beruhte, Geschichten aus dem Leben der geliebten Prophetengefährten zu erzählen, ihre Verhaltensweisen zu betrachten und sie verstehen zu lernen. Nun, dachten wir, ist es an der Zeit, dass wir selbst Taten sprechen lassen, die es wert sind, für die Zukunft festgehalten zu werden. Mit „wir“ meine ich: „ihr“ und „ich“. Was wir jetzt beginnen, ist nicht nur ein Fernsehprogramm, sondern ein Projekt, um unsere Länder wieder aufblühen zu lassen und unsere Jugend zu retten. Das Programm will nicht nur ermahnen, sondern zum Handeln animieren. Es basiert auf Koran und Sunna sowie den Äußerungen der Prophetengefährten. Sein Hauptziel lässt sich in den Aufruf fassen:
„Lasst uns in unseren Ländern gemeinsam das Leben gestalten!“
Wir haben junge Menschen an Ort und Stelle über ihre Träume, ihre Wünsche und Hoffnungen befragt und werden diese Themen in unseren wöchentlichen Treffen systematisch aufgreifen und gemeinsam diskutieren. In den ersten drei Folgen zur Einführung wollen wir die wichtigsten Punkte herauskristallisieren und zusammen besprechen; das umfasst die Fragen:
  1. Welche Ziele verfolgt dieses Projekt?

  2. Welche Ergebnisse erwarten wir?

  3. Aus welchem Grund nannten wir es „Lebensgestalter“?

  4. Welche Art von „Lebensgestalter“?

  5. Warum gerade so ein Programm, jetzt, zu diesem Zeitpunkt?

  6. Was ist der Unterschied zwischen diesem Programm und dem Programm „Begegnungen mit den Lieben“?

  7. Wie sehen die ausgewählten Beispiele aus?

  8. Wie lange dauert das Projekt?

  9. An wen richtet sich das Programm?

  10. Wodurch war dem Beispiel Anderer Erfolg beschieden?

  11. Das Beispiel des Propheten Mohammed, Allah segne ihn und schenke ihm Heil.

  12. Wie gestalten wir das Leben?, Projektphasen und unser Motto: Gemeinsam gestalten wir das Leben!


Denn alleine kann niemand das Leben gestalten. Vielmehr müssen wir in Gruppen zusammenarbeiten und gemeinsam die aufgezählten Punkte erörtern.

Erste Frage: Welche Ziele verfolgt dieses Projekt?
A) ES SOLL JUNGEN UND MÄDCHEN, FRAUEN UND MÄNNER MOTIVIEREN, EINE WIRKUNGSVOLLE UND NÜTZLICHE ROLLE ZUM WOHLE IHRER LÄNDER EINZUNEHMEN. DIE ROLLE MUSS: AKTIV, NUTZBRINGEND UND WIRKUNGSVOLL SEIN. Zweite Frage: Welche Ergebnisse erwarten wir von diesem Programm? Ich erwarte, dass die Zahl der Arbeitslosen unter den Jugendlichen als natürliche Folge ihrer aktiven Rolle sinken wird. Denn Erfolg unterliegt bestimmten Gesetzen und benötigt bestimmte „Zutaten“, über die wir verfügen:
  1. Einen Plan: Einen göttlichen Plan, der frei ist von allen Fehlern.
  2. Geschichte: Eine Geschichte, die uns mit Selbstvertrauen und Stolz erfüllt.
  3. Finanzielle Möglichkeiten.
  4. Jugendliches Potential: Die arabische Welt verfügt über den höchsten demographischen Anteil an Jugendlichen weltweit.
Was fehlt uns, um diese „Zutaten“ in Erfolg und Überlegenheit umzuwandeln?
Zwei Dinge fehlen uns:

  1. Der unbeugsame Wille zum Erfolg.

  2. Die Besinnung auf das Wesentliche und die Unterlassung bedeutungsloser Dinge, sowie die Fähigkeit, auf neue Anforderungen zu reagieren.


Erfolg beginnt mit einem Traum, einer Idee, die unser Denken ergreift und uns zwingt, diese Idee zu verwirklichen. Wenn wir uns einmal die Beispiele derer anschauen, die im Laufe der Jahre Erfolg hatten, so sehen wir, dass sie den Weg zum Erfolg entweder für sich selbst, für andere oder auch später für ihren guten Ruf einschlugen.
Jedenfalls gingen alle von einer einfachen, aber doch groβartigen Idee aus.

Muhammed II Fatih, der Eroberer
Am Anfang stand ein kleiner Traum, der in ihm durch die Ermutigung seines Lehrers wuchs. Seit seinem zehnten Lebensjahr ließ er in Muhammad den Traum entstehen, dass er derjenige sein möge, über den der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil (s) - sagte: „Konstantinopel wird gewiss eingenommen werden... Und welch ein trefflicher Befehlshaber es sein wird, und welch eine treffliche Armee...“ Der Lehrer pflegte seinen Schüler zu fragen: „Warum solltest du nicht dieser Eroberer sein?“
Und so machte sich der Befehlshaber daran, dieses Ziel zu erreichen. Er bestieg sein Pferd und trieb es wieder und wieder ins Meer, bis das Wasser bis zu den Zaumzügeln stand. So näherte er sich nach und nach den trutzigen Mauern Konstantinopels und schrie aus voller Brust: „Ich, o Prophet, (ich werde es sein!)“
Und er eignete sich die Kunst der Kriegs- und Staatsführung an und erlernte 6 Sprachen. Allmählich gewann er mehr und mehr an Praxis und behielt bei all dem sein Ziel unverrückbar vor Augen. Schließlich, als er dann 21 Jahre alt geworden war, eroberte er Konstantinopel...
Prof. Ahmed Zewail
Kennt ihr das Geheimnis seiner überragenden Leistungen? Wisst ihr, wer hinter seinem Erfolg steht? Es ist seine Mutter. Als er noch ein kleines Kind war, hatte sie an seine Zimmertür ein Schild mit der Aufschrift angebracht: „Zimmer von Dr. Ahmed Zewail”. Und so erfüllte diese Idee von klein auf all sein Denken, und es wurde ihm zuteil, wonach er strebte...
Imam Al-Buchari
Im Alter von 12 Jahren hatte er einen seltsamen Traum: Er sah sich hinter dem Propheten Gottes (s) hergehen. Jedes Mal wenn der Prophet (s) mit seinem Fuβ aufsetzte, eilte er, um seinen Fuβ in dessen Fuβstapfen zu setzen. Dann erwachte er und ging – vom Traum ganz verwirrt – zu seinem Lehrer und hörte ihn sagen: „Wenn nur jemand von euch es schaffen würde, die echten und unverfälschten Ahadith (Aussprüche des Propheten Muhammad (s)) zu sammeln und sie von den schwachen und verfälschten zu trennen, so sollte er es tun.“ Damit hatte Al-Buchari die Deutung seines Traumes verstanden und wurde zum bedeutendsten der Gelehrten, die die Aussprüche des Propheten sammelten. Er war es, der die „Wissenschaft über die Überlieferer“ (Ilm al-Ridschal) gründete und neue Methoden prägte, um Überlieferungen auf ihre Zuverlässigkeit hin zu überprüfen (Manhadsch al-Dscharh wa t-Ta’dil) und unverfälschte Ahadith (Ahadith sahiha) zu erkennen.
Basierend auf dieser wissenschaftlichen Methode sammelte er mehr als 7000 Ahadith. Die Strecke, die er auf seinen Reisen zurückgelegt hat, um sie zu sammeln, wird auf mehr als das Doppelte des Erdumfanges geschätzt. Er suchte mehr als 4000 Gelehrte auf, um von ihnen die wahrheitsgetreuen Überlieferungen zu erfahren und aufzuzeichnen.
Als er einmal nach Bagdad kam, versammelten sich die dortigen Gelehrten, um seine Gedächtniskraft auf die Probe zu stellen, indem sie testeten, inwieweit er die Ahadith auswendig beherrschte. Aber sie konnten ihm nichts anhaben, und er stellte seine überragende Genialität unter Beweis.
Thomas Edison
Erfinder der elektrischen Glühbirne. Innerhalb einer Zeitspanne von 10-15 Jahren hat dieser amerikanische Wissenschaftler 1093 Erfindungen patentieren lassen. – Warum, warum sehen wir keinen vergleichbaren muslimischen Gelehrten? – Als man ihn einmal nach dem Geheimnis seiner Genialität fragte, antwortete er: „ Ich bin kein Genie. Ich verfüge über 1 % Intelligenz, die restlichen 99 % sind der Schweiβ meiner Stirn und meine Willensstärke”. Sagt doch mal ehrlich, verspürt denn keiner den Drang, diesem erfolgreichen nicht-muslimischen Wissenschaftler nachzueifern?!?
Asmaa’ bint Abi Bakr
Sie war im siebten Monat schwanger, als sie tagtäglich von Mekka zur Höhle Thaur ging, um den Propheten (s) und ihren Vater Abu Bakr mit Essen zu versorgen. Nur um nach Hause zu kommen und von ihrem Onkel Abu Dschahl – Gott verfluche ihm – so stark geohrfeigt zu werden, dass ihre Ohrringe herausgerissen wurden und sie über ihr ganzes Gesicht blutete. Wer kann das auf sich nehmen, was die Tochter von Abu Bakr as-Siddiq auf sich nahm, die einen Helden des Islam zur Welt brachte: ihren Sohn Abdullah...
Ommaya Joha
Sie gewann den Titel „Beste Karikaturistin in der arabischen Welt“. Und dies trotz aller Probleme, mit denen sie zu kämpfen hat, wie beispielsweise dem Tod ihres Mannes und der Erziehung ihrer Kinder!
Jusuf ibn Taschfin
Dieses Beispiel zeigt uns, dass sich unser Programm ebenso an ältere Menschen richtet, wie es sich an die Jugend richtet. Aber wer ist nun Jusuf ibn Taschfin?
Er war ein groβartiger Held…. Ihm ist es zu verdanken, dass sich der Islam weitere 300 Jahren in Andalusien behaupten konnte. Dieser Held kam mit seinen 90 Jahren und sah, wie Andalusien aufgrund der Herrschaft vieler Kleinkönige in sich zerrissen war, und das nach fünf Jahrhunderten islamischer Herrschaft. Und Europas Heere rüsteten sich, dem Islamischen Reich ein Ende zu machen. Aber dieser groβe Mann sah nicht tatenlos zu, sondern bestieg trotz seines hohen Alters sein Pferd und entwarf einen Schlachtplan, um Andalusien zu beschützen. Als Anführer der Heere brachte er den Franken bei dem strategisch wichtigen Ort Sagrajas bei Badajoz eine vernichtende Niederlage bei, wodurch sich die Herrschaft des Islam in Andalusien auf achthundert Jahre ausdehnte. All das vollbrachte ein alter Mann und zeigte damit allen, dass sein Leben noch nicht zu Ende war. Und nun, nun liegt es an dir, es so zu machen wie er und zu beweisen, dass du das Leben gestalten kannst...
Sinan, der Baumeister
Er war Baumeister zur Zeit des Osmanischen Reiches. Sein künstlerisches Schaffen begann erst, als er fünfzig Jahre alt wurde, und er verstarb im Alter von 85 Jahren. Dieser Architekt baute 364 architektonische Meisterwerke, alle Künstler der italienischen Renaissance haben von ihm gelernt. Deutschland hat während des 2. Weltkrieges Istanbul nicht angegriffen, weil es befürchtete, seine unschätzbaren Kunstwerke zu zerstören. Als er dann im Sterben lag, sprach er diese Worte: „O Allah, sei mein Zeuge, dass alles, was ich geschaffen habe, nur um Deines edlen Antlitzes willen war. O Allah, so lasse mich aufgrund meiner Werke ins Paradies ein.“ Dieser Mann war kein übermäβig frommer Mensch, aber er rettete ein ganzes Volk nur durch seine Baukunst und Werke vor der Vernichtung.

Dieses Programm hat sich das Ziel gesetzt, die vorhandene Energie des Menschen in positive Taten zum Wohle der Gesellschaft umzusetzen, anstatt sie unnütz zu vergeuden.
Die arabische Jugend erscheint mir wie ein trauriger junger Mensch, deprimiert sitzt er in einem engen Raum, ein düsterer Anblick, die Wände voller Spinnweben. Auf einem alten Sofa liegt ein Gebetsteppich, nachlässig hingeworfen. Auf dem Schreibtisch ein Koran, mit Staub bedeckt. Auβerhalb des Raumes ist Helle und Licht. Wir kamen, um mit dem jungen Mann zu reden.
Wir fragten ihn: „Warum kommt du nicht und sitzt mit uns drauβen, im Licht?“
Er entgegnete: „Es geht nicht.“
Wir sagten ihm: „Doch, es geht.“
Da regte sich sein Körper ein wenig in dem Versuch, aufzustehen, doch er schaffte es nicht.
Er spürte, wie sein Körper durch Fesseln gelähmt war.
Eine Fessel um seine linke Hand – die Passivität.
Eine Fessel um seine rechte Hand – die Trägheit.
Eine Fessel um seinen Nacken – Ignoranz und Unwissenheit.
Eine Fessel um seine Füße – die Ziellosigkeit im Leben.
Wir sagten ihm: „Wenn du aufstehen willst, musst du deine Fesseln lösen. – Und wir werden dir dabei helfen.“
Und so begann er zu lernen, Schritt für Schritt...
Er lernte, wie er seine Willenskraft stärkt, wie er sein Ziel findet und wie er sein Wissen erweitert...
Er begann, es in die Tat umzusetzen, immer und immer wieder.
Bis wir eines Tages zu ihm kamen und ihm die Zimmertür öffneten, und er versuchte dann aufzustehen.
Und plötzlich war es ganz leicht...
Doch bevor er das Zimmer verließ, nahm er zwei Dinge in die Hand:
Den Koran in seine Rechte,
und den Schlüssel der Lebensgestalter in seine Linke.
B) DAS ZWEITE ZIEL IST ES, DER JUGEND HOFFNUNG ZU GEBEN – SCHLUSS MIT VERZWEIFLUNG UND FRUSTRATION!
Es gibt ein sehr wichtiges Prinzip, das Allah in seinem Heiligen Buch festgelegt hat: „... – gewiss, Wir lassen den Lohn derer nicht verloren gehen, die die besten Taten begehen.“ (18:30) Wenn sich jemand etwas in den Kopf gesetzt hat, dafür lebt und sich aufrichtig und korrekt darum bemüht, und wenn er dafür die notwendigen Anstrengungen unternimmt, wird er sein Ziel gewiss erreichen! Und danach streben wir...
C) DAS DRITTE ZIEL DIESES PROJEKTES IST DIE FESTIGUNG UNSERER GEWONNENEN RELIGIOSITÄT UND DAS FERNHALTEN VON SÜNDEN
Deine Seele, tief in dir drin, – beschäftigst du sie nicht mit guten Taten, beschäftigt sie dich mit schlechten... Nichtstun ist der Todfeind der Rechtschaffenheit und der Intimfreund des Misserfolgs, und beide - Nichtstun und Misserfolg – führen zu Sünden.
Der Erfolg eines Menschen ist besser als tausend Lektionen und Ratschläge, denn der Erfolgreiche hat keine Zeit für Belangloses...
Kommt, „gestalten“ bzw. „formen“ wir uns selbst für unseren Herrn. Damit meinen wir keine Äußerlichkeiten wie einen neuen Anzug oder ein schickes neues Auto, vielmehr müssen wir uns so formen, dass wir nützliche Elemente der muslimischen Ummah und unserer Länder werden.
Dritte Frage: Warum heißt dieses Projekt „Lebensgestalter“?
Allah, der Erhabene, sprach zu Musa, Friede sei mit ihm (a.s.): „... und damit du unter Meinem Auge gestaltet (herangebildet) würdest, ...“ (20:39) und „Und ich habe dich gestaltet (ausgebildet) für Mich selbst.“ (20:41)
Also bilden wir uns, gestalten wir uns selbst für Allah. Ich will mich für Allah gestalten... Wir gehören Allah, und wir wollen so sein wie Musa (a.s.).
Aber warum „Lebensgestalter“ und nicht „Lebensgestaltung“? Weil „Lebensgestaltung“ bedeutet, dass Andere sie für uns in die Hand nehmen können, „Lebensgestalter“ aber meint uns, wir selbst gestalten das Leben!
Vierte Frage: Wen oder was meinen wir mit „Lebensgestalter“?
Wir meinen:
• Menschen, die nicht an sich denken, sondern an ihre Länder.
• Menschen, die nicht für ihr „Ich“ handeln, sondern für das „Wir“.
• Menschen, die sich darüber Gedanken machen, wie sie ihren Ländern nützen können.
• Menschen, die sich Gedanken darüber machen, wie sie dem Islam nützen können.
• Menschen, die nicht nur für sich arbeiten, sondern für ihren Herrn und den Islam.
Ein Beispiel: Die türkische Fußballnationalmannschaft gewann bei der letzten Weltmeisterschaft die Bronzemedaille und wir dachten, sie taten dies für ihren Herrn. Doch als wir sahen, wie sie den Westen in ihren Feiern zu kopieren suchten, wussten wir, ihr Erfolg war für sie selbst und nicht für ihren Herrn.
Kommen wir zu der Frage, deren Antwort sehr schmerzlich ist:
Fünfte Frage: Warum gerade so ein Programm, jetzt, zu diesem Zeitpunkt?
Die Antwort ist sehr schmerzlich. Und es wird sich nichts ändern, wenn wir nicht aus dieser Ohnmacht erwachen, in der wir uns befinden. Die Muslime sind so tief gesunken, wie es tiefer kaum mehr geht. Die muslimische Kultur umgibt überall eine Finsternis, wie ich sie mir dunkler nicht vorstellen kann.
Ich habe euch einige Statistiken mitgebracht, die die Vereinten Nationen in einem Bericht über die Entwicklung der arabischen Welt veröffentlichte, hier sind sie:
Analphabetentum 1995:
Arabische Länder: 45%
Übrige Entwicklungsländer: weniger als 30%
Europa: weniger als 2%
Kanada hingegen hat das Analphabetentum komplett ausmerzen können, und zwar im Bereich der Computer...
Durchschnittliches Einkommen pro Jahr:
Bangladesh: 170 Dollar
Somalia: 190 Dollar
Afghanistan: 210 Dollar
Pakistan 300 Dollar
Großbritannien: mehr als 12.000 Dollar
Angemeldete Patente:
Ägypten: 77 Patente
Saudi-Arabien: 171 Patente
Israel: 7652 Patente
Zahl der Ingenieure auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung:
Arabische Welt: ca. 300 pro Million Einwohner
USA: ca. 4.000 pro Million Einwohner
Anzahl der Kranken pro Arzt:
Indonesien: ca. 10.000
Spanien: ca. 500
Anzahl der Tageszeitungen pro 1.000 Einwohner
Arabische Länder: 53 (mit über 70% Nachrichten über belanglose Dinge)
Industrieländer: 285
Verlags- und Übersetzungswesen:
Der Anteil der arabischen Länder an den weltweit verlegten und übersetzten Büchern beträgt ca. 1,1%, obwohl sie 20% der Weltbevölkerung stellen.
Im Jahre 1995 veröffentlichten alle arabischen Länder zusammen 1348 Bücher, wohingegen ein Land wie Israel 3284 Bücher veröffentlichte.
Computer:
In der arabischen Welt haben ca. 50 von 1.000 Einwohnern einen PC und ca. 20 Einwohner von 1.000 benutzen das Internet, davon wiederum ca. 60%, um unanständige Webseiten aufzurufen. Die gleiche Statistik sagt, dass weniger als 15% der Einwohner in den Industrieländern das Internet nutzen, um anstößige Seiten anzuschauen. Und wenn sie es doch tun, dann wenigstens am Wochenende, weil sie den Rest der Woche arbeiten!
Was ziehen wir aus Statistiken für einen Schluss?
  • Wir wollen nicht dem Beispiel der westlichen Welt folgen, denn die hat ihre eigenen Probleme: ihr materialistisches Leben macht sie nicht glücklich. Das beste Beispiel ist das islamische Beispiel – wenn es richtig umgesetzt wird.

  • Die Muslime machen einen Großteil der Menschen aus, ungefähr ein Fünftel der Weltbevölkerung.

  • Das Problem ist, dass sie sich daran gewöhnt haben zu nehmen, ohne etwas zu geben.
  • Wir leben auf Kosten der übrigen 80%!

Unser edler Prophet Muhammad (s) sagte uns: „Die obere Hand ist besser als die untere Hand.“
Doch wir haben uns damit abgefunden, eine „bettelnde Nation“ zu sein.
Die übrigen Nationen sagen uns: „Ist es nicht genug, dass wir uns mit euch abgeben? Und ihr wollt auch noch eure Meinung sagen??“
Wie können wir diese Erniedrigung und diese Schande akzeptieren?
Ich darf nicht akzeptieren, die untere Hand zu sein, ich muss erfolgreich sein!
Der große Schriftsteller Mustafa Sadiq ar-Rifa’i sagte: „Fügst du dem Leben keinen Wert hinzu, bist du fürs Leben wertlos.“
Wir besitzen den besten Weg: den edlen Koran. Allah sagt zu uns in Seinem Heiligen Buch immer wieder: „und Er hat euch ... dienstbar gemacht...“, „Er ist es, der euch die Erde fügsam gemacht hat. So geht auf ihrem Rücken einher...“, und Er appelliert an uns: „Und schauen sie nicht...?“, „Also bedenken sie nicht...?“
All die anderen haben von diesen Worten profitiert, und wir? Wir sagen: „Wir wissen nicht.“ Allah besiegelt das Schicksal Seiner Knechte nur aufgrund dessen, was sie wollen. Und Allah, der Erhabene, will, dass wir die beste Nation, die „beste Gemeinschaft“ sind (vgl. 3:110). Es ist wahr, dass wir in einer bitteren Realität leben, aber wir müssen sie ändern. Dieses Programm ist euer Programm, wir alle sind Partner. Schickt uns alle eure Meinungen unter www.amrkhaled.net.

Übersetzt durch: Dar al-Tarjama – Deutsches Team
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