UmMahat Al-Moemenin
Die Mütter der Gläubigen
1. Chadidscha Bint Chuwailid (r)
[Der Prophet steht den Gläubigen näher
als sie sich selbst, und seine Frauen sind ihre Mütter…]
(33:6).
Bevor wir uns mit den Geschichten von Chadidscha (r) und den
Müttern der Gläubigen auseinandersetzen, müssen wir diesen Koranvers beachten,
denn die Frauen des Propheten (s)
sind dem Koranvers nach „unsere Mütter“. Wir sollen das Gefühl haben, dass sie
wirklich unsere Mütter, und, dass wir ihre Kinder sind. Ihre Geschichten dienen
nicht der Erheiterung, sondern sollen wir vielmehr die Lehre und den Sinn dieser
Geschichten herausfinden, denn diese Frauen sind die besten Vorbilder.
Wir beginnen mit dem Vortrag über Chadidscha (r).
Die bestauserwählte Frau aller Frauen
Zu Beginn soll erwähnt werden, dass Allah (t)
von seinen Sklaven
(den Menschen) bestimmte Leute aussucht und erwählt. Er allein wählt sie. Wir
dürfen nicht fragen, warum Er gerade denjenigen oder diejenige gewählt hat.
Warum hat Er diesem Mann oder dieser Frau seine Gaben gegeben?
Wenn die Gabe Gottes zur Religion gehört, ist das eine große
Barmherzigkeit und eine wunderbare Gnade von Allah (t). Es ist eine groβe Gabe,
wenn Allah (t) dich erwählt, um seiner Religion zu dienen, wenn Er dich
beschäftigt, um die Leute aufzurütteln, wenn du in der Lage bist, Koran zu
lehren und den Leuten dabei hilfst, den rechten Weg zu finden.
Die Angelegenheit der Auswahl Allahs (t) führt uns dazu, immer
von Gottes Barmherzigkeit abhängig zu sein. „Oh Allah,
beschäftige mich und verwechsle mich nicht mit einem anderen.“
Ich will die Geschichte von Frau Chadidscha (r) unter diesen
Voraussetzungen beginnen. Sehen wir uns daher zusammen die Koranverse an, die
diese Ideen behandeln. Allah (t) sagt: […Er hat euch erwählt…] (22:78).
Er meint uns, die Muslime. An anderer Stelle sagt er zu Moses: [Und Ich habe
dich erwählt…] (20:13). Und Er hat Adam erwählt und ihm die Herrschaft auf
Erden gegeben. Das wird hier erwähnt: [Wahrlich, Ich werde auf der Erde einen
Nachfolger einsetzen…] (2:30). Er hat auch Noah und die Familien Abrahams
und I’mrans auserwählt. Allah (t) sagt: [Wahrlich, Allah erwählte Adam und
Noah und das Haus Abraham und das Haus I’mran vor allen Welten] (3:33).
Er hat die Gemeinschaft Seines lieben Propheten Muhammad (s)
auserwählt. Er sagt in: [Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen
entstand…] (3:110).
Er hat dann aus der Gemeinschaft Muhammads die Gefährten
auserwählt und als nahe Freunde für den Propheten (s) eingesetzt. Der Prophet
erzählt über sie: „Dies ist das beste Jahrhundert.“ Und er sagte zu
ihnen: „Heute seid ihr die besten Leute auf der Erde.“
Dann hat Er die Familie des Propheten (s) auserwählt. Er sagt:
[…Allah will nur jegliches Übel von euch verschwinden lassen, ihr Leute des
Hauses, und euch stets in vollkommener Weise rein halten.] (33:33).
Und Er hat die Frauen des Propheten (s) auserwählt. Er sagt zu
ihnen: [O Frauen des Propheten, ihr seid nicht wie andere Frauen! Wenn ihr
gottesfürchtig sein wollt,…] (33:32).
Er hat dann unter den Frauen des Propheten (s) Chadidscha (r)
auserwählt. Der Prophet (s) sagte: „Die beste Frauen der Welten sind die
Tochter I’mrans Maria und Chadidscha, die Tochter von Chuwailid.“ Wie
wunderbar!
Wisst ihr, im Leben jedes einzelnen von uns gibt es verschiedene
Arten von Gotterwählten, die diese Ehre immer weitergeben: Du und er, jeder
Jugendliche und jedes Mädchen ist von Allah (t) in einer Weise auserwählt.
Wie kann das sein?
Unter 6,5 Milliarden Menschen bist du als Muslim auserwählt.
Unter allen Muslimen bist du auserwählt, und Allah (t) hat dir die Religion lieb
gemacht. Außerdem hat Er dich aus den Muslimen, die die Religion nur mündlich
und nicht praktisch lieben, erwählt und zu denjenigen gezählt, die Ihn anbeten.
Er hat dich dann wieder auserwählt und erlaubte, dass du Ihm
dienst und den Leuten hilfst, den rechten Weg zu finden. Gibt es eine schönere
Auswahl, als wenn Allah (t) dich beschäftigt?
Nachdem wir über die Auswahl Allahs (t) im allgemeinen Sinne und
über die Auswahl Chadidschas im engeren Sinne gesprochen haben: Können wir uns
jetzt ihre Bedeutung richtig vorstellen? Fühlen wir die Wichtigkeit der Auswahl
Allahs (t)?
Wer war Chadidscha Bint Chuwailid (r)?
Herkunft
Chadidscha (r) ist die Tochter von Chuwailid, Ibn Asad, Ibn
A’bdul-U’za Ibn Qusay. Sie trifft die Prophetenlinie beim Groβvater der fünft
letzten Generation, denn die Familie des Propheten (s) lässt sich so auflisten:
Der Prophet (s) ist Muhammad Ibn A’bdullah Ibn A’bdul-Muttalib Ibn Haschim Ibn
A’bd Manaf Ibn Qusay.
Die Mutter von Chadidscha (r) hieß Fatima, und sie trifft die
Prophetenlinie in der siebtletzten Generation beim Vorfahr Loay.
Das bedeutet, dass Chadidscha (r) beidseitig mit dem Propheten
(s) verwandt war: vonseiten der Mutter und des Vaters. Unter seinen Frauen war
sie mit ihm am nächsten verwandt.
Fatima benannt nach Fatima
Weil der Prophet (s) seine Frau Chadidscha (r) so sehr liebte,
nannte er seine jüngste Tochter Fatima nach Chadidschas Mutter. Heute sehen wir,
wie jeder Ehepartner seine Kinder nach seinen eigenen Eltern nennen will, was
viele Probleme verursacht. Unser Prophet (s) aber nannte seine jüngste Tochter
nach seiner Schwiegermutter, obwohl sie damals schon verstorben war. Wie schön
war seine Treue! Allah (t) hat diese Treue ehrenvoll gemacht, denn die
Nachkommenschaft des Propheten (s) stammt bis zum jüngsten Tag nur von Fatima,
der Tochter von Chadidscha (r), ab.
Wie wundervoll ist diese Ehre und Liebe Allahs (t) für dieses
Haus, nur weil der Prophet (s) seine Tochter Fatima nach seiner Schwiegermutter
benannte!
Die Persönlichkeit von Chadidscha (r)
Wenn wir über Chadidscha (r) sprechen, sollten wir eine Anzahl
von Vorzügen nennen, die über sie erwähnt werden müssen: Ehrwürdigkeit, hohe
Stellung und hoher Rang. Wenn es um die soziale Stellung ging, war sie eine der
nobelsten, ehrwürdigsten und bekanntesten Frauen in Mekka. Sie hatte einen
Verstand, der den Intellekt von Dutzenden Männern überbot. Ich meine, was ich
sage. Allah (t) hatte ihr einen besonderen Verstand gegeben, der die Intelligenz
vieler Männer überwog. Gott hat ihr Weisheit und Klugheit gegeben, und darüber
hinaus auch eine sehr reine Natur. Sie verfügte über eine einzigartige Mischung:
Weisheit, Klugheit, eine besondere Zärtlichkeit und auch eine Religiosität, die
man selten finden konnte. Diese Eigenschaften traten bei einigen Frauen auf,
aber nicht in dieser Kombination. Eine Frau konnte zwar sehr klug und
selbstbewusst sein, aber dann auch aggressiv und streng. Eine andere konnte sehr
schön aussehen, aber sie kümmerte sich nur um das Zeigen dieser Schönheit. Sie
konnte schön, zart oder fromm, aber nicht sehr klug sein. Wenn sich nun all
diese Eigenschaften in nur einer Frau verbanden, sollte es sich um eine
einzigartige Frau handeln:
-
Es gab keine Stellung wie die ihre. Keine Frau näherte sich
ihrer Stellung an.
-
Sie war sehr reich.
-
Sie war eine der schönsten Frauen der Quraisch.
-
Sie war sehr klug.
-
Sie hatte einen starken Glauben. Vor der Prophetenschaft von
Muhammad (s) hat sie sich niemals vor einem Idol niedergeworfen. Als der
Prophet (s) die himmlische Botschaft empfing, war sie 55 Jahre alt und hatte
sich nie zuvor vor einem Idol verneigt. Sie glaubte an die Religion
Abrahams. Das bedeutet, sie glaubte an die Einheit Gottes.
Lob sei Allah. Was ist das für eine Kombination? Dies ist die
Frau, die Allah (t) für Seinen Propheten (s) auserwählt hat, um ihn zu
unterstützen. Dies war ihre Stellung, Allahs Wohlgefallen auf ihr.
Die Reine
Vor dem Islam wurde sie als „die Reine“ bezeichnet. Das bedeutete
damals, dass sie sehr enthaltsam und sittsam war. Das soll aber nicht bedeuten,
dass sie die einzige war, die so anständig war, es soll aber zeigen, dass sie in
diesem Bereich einzigartig und ganz besonders war. Ich meine, bezüglich des
Anstandes und der Enthaltsamkeit gegenüber Männern. Sie war für ihre Höflichkeit
und Zurückhaltung bekannt.
Da Chadidscha (r) mit dem Ehrentitel „die Reine“ bekannt war, ist
es verständlich, dass sie den Ehrlichsten und Zuverlässigsten heiraten wollte.
So trifft die Reinheit auf Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Stellt euch vor, was
sich daraus ergibt! Sicher kann es keine bessere oder erfolgreichere Ehe als
diese geben.
Was sind dagegen die Probleme, die den Mädchen unserer Zeit
begegnen?
Ein Problem besteht darin, dass viele Mädchen nur nach schönem
Aussehen oder vielem Geld Ausschau halten. Ein Problem könnte auch sein, dass
ein Mädchen nicht weiß, was es eigentlich will. Das Mädchen sagt: „Ich will
heiraten. Wen ich heirate, weiß ich nicht?! Wer um mich wirbt, den heirate ich!“
Sie hat keinen Plan im Kopf. Sie sagt nicht: „Ich will jemanden heiraten, der
die folgenden Eigenschaften hat, um eine Familie zu gründen, die wiederum
bestimmte Eigenschaften hat, damit wir Gott am Jüngsten Tag in Seiner
bevorzugten Weise gegenüber stehen.“ Leider gibt es keine klare Vorstellung.
Wenn wir uns aber dagegen diese Ehe vorstellen… Die Reine
heiratet den Ehrlichen und Zuverlässigen. Was wird daraus entstehen? Das
Ergebnis wird Fatima sein, die höchste Frau der Paradiesfrauen. Das Ergebnis
werden Hassan und Hussein sein, die höchsten Herren der Jugend im Paradies. Das
sind die Ergebnisse dieser Ehe.
In der Tat habe ich mich mehrmals gefragt: Warum steigt die
Scheidungsrate? Jeden Tag hören wir von einer neuen Scheidung! Eine Scheidung,
die nur nach einer zweimonatigen Ehe stattfindet. Ich sage nicht, dass es
hierbei um einen Mangel an Moral geht, Gott behüte, sondern ich stelle die
Frage: Wo finden sich die Selektionskriterien bei diesen Ehen? Gibt es keine?
Wie waren die Selektionskriterien bei diesen Ehen?
Waren es diese: Um enthaltsam zu sein? Weil ich eine
Verantwortung im Leben trage und jemanden suche, der mit mir diese Verantwortung
tragen kann? Damit wir fromme Kinder entstehen lassen, die Gott anbeten? Wie
kann eine Ehe, die nicht auf einer soliden Grundlage basiert, erfolgreich sein?
In dieser fundamentlosen Ehe wird es viele Sünden und Freveltaten
geben. Manchmal wird das Vermögen anderer Leute auf diese Weise unrechtmäßig
entwendet. Die Frau will ein prächtiges Leben mit vielen Dienern und Gefolge
haben, und der Mann ist nicht bereit nachzugeben. Er besteht darauf, dass sie
all seine Befehle befolgt. Er begeht viele Sünden, und sie weiß nicht, wie sie
ihn auf den rechten Weg bringen kann, und beide finden keinen, der ihnen helfen
kann.
Was ist die Lösung? Die Lösung steht in den Empfehlungen des
Propheten (s): "Man heiratet eine Frau aus vier Gründen: wegen ihres
Wohlstandes, wegen ihrer Abstammung, wegen ihrer Schönheit oder wegen ihres
Glaubens. Versuche eine wegen ihres Glaubens zu bekommen, so wirst du gesegnet
sein." (Al-Buchari und Muslim) Das bedeutet, wenn du nicht die religiöse
Frau aussuchst, sondern dieses Kriterium auslässt, dann wirst du verlieren und
hast nichts gewonnen. Alles außer der Religion ist vergänglich. Auch die Frau
sollte einen religiösen Mann aussuchen.
Erkennt ihr jetzt, dass die Geschichten der „Mütter der
Gläubigen“ keine Vergnügungsgeschichten sind? Sie sind vielmehr voller Lehren.
Das erste, was wir von diesen Geschichten gelernt haben, ist dass die Reine den
Ehrlichen und Zuverlässigen geheiratet hat. Liebe Jugendliche und liebe Mädchen,
bitte heiratet auf diese Weise! Heiratet diejenigen, die euch in eurem
religiösen Leben helfen, damit ihr glücklich lebt. Es geht nicht um blonde Haare
und grüne Augen oder um jemanden, der sportlich aussieht und ein modernes Auto
besitzt. Es geht um Seelen, die sich für Allah (t) verbessern wollen, so dass Er
ihr Leben verbessert.
Die Reine! Wie schön ist dieser Titel? Kann jeder Jugendliche und
jedes Mädchen diese Bedeutung fühlen? Liebe Mädchen, die manchmal in unhöflicher
Weise lachen, sich mit jemandem treffen, den sie nicht treffen dürfen oder bis
zum Morgengrauen auf ein Telefongespräch warten!
Die bedeutendste Eigenschaft der beiden bestauserwählten Frauen
der Welten Chadidscha (r) und Maria war ihre Sittsamkeit und Reinheit. Wie weit
sind wir jetzt von ihnen entfernt? Allah (t) sagt zu Maria im folgenden
Koranvers: [Und (Allah legt das Beispiel) von Maria, der Tochter I’mrans,
(vor,) die ihre Scham bewahrte…] (66:12). Das war die Eigenschaft, die sie
kennzeichnete. Auch unsere Mutter Chadidscha (r) zeichnete sich durch ihre
Züchtigkeit und Reinheit aus.
Die erste Lehre, die wir von Chadidscha (r) mitnehmen, ist die
Reinheit. Ich wiederhole es noch einmal, liebe Mädchen, bitte seid rein. Und
liebe Jugendliche, macht niemals einen Fehler mit einem Mädchen, oder Allah wird
euch bestrafen.
Chadidscha (r) vor der Heirat mit dem Propheten (s)
Chadidscha (r) war vor dem Propheten (s) zweimal verheiratet. Der
erste war A’tiq Al-Machzumi, von dem sie zwei Kinder, einen Jungen und ein
Mädchen hatte. Er starb aber wenige Jahre nach der Heirat. Der zweite war Abu
Hala Al-Tamimi. Sie hatte auch von ihm zwei Kinder geboren: einen Jungen und ein
Mädchen, und er starb ebenfalls.
Sie erbte sehr viel Geld von A’tiq. Wegen ihrer Klugheit und
Weisheit konnte sie ihre Handelsgeschäfte so erfolgreich führen, dass ihr
Vermögen mehrmals verdoppelt wurde. Als ihr zweiter Mann starb, war sie 37 Jahre
alt. In dieser Zeit wurde sie von vielen edlen Anhängern des Stammes Quraisch
umworben. Sie hatte aber immer abgelehnt, als ob sie etwas Bestimmtes erwartete.
Drei von ihren Kindern heirateten, und nur der jüngste blieb bei ihr, bis sie
den Propheten (s) heiratete. Der Prophet (s) war 25 Jahre alt, und sie war 40.
Die Handelgeschäfte des Propheten (s) mit Chadidscha (r)
Der Ehrliche und Zuverlässige arbeitete bei den Handelsgeschäften
der Reinen mit.
Bevor wir uns mit dieser Ehe näher auseinandersetzen, sollten wir
uns erneut an etwas sehr Wichtiges erinnern, das in dem folgenden Vers deutlich
wird: [Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst, und seine
Frauen sind ihre Mütter.] (33:6).
Chadidscha (r) ist unsere Mutter. Bei der Vorbereitung dieses
Vortrags über Chadidscha (r) hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich meine
Mutter ist. Ich habe Sehnsucht, sie zu treffen und ihre Hände zu küssen. So Gott
will, treffen wir sie zusammen im Paradies.
Wie erwähnt, führte Chadidscha (r) ihre Handelsgeschäfte selbst.
Wegen ihrer Klugheit und Weisheit konnte sie diesen Handel in bester Weise
anleiten und entwickeln. Mit ihrer Weisheit erkannte sie jedoch auch, dass sie
als Frau nicht in der Lage war, selbst die üblichen Handelsreisen zu
unternehmen. Deshalb suchte sie die geschicktesten Männer, um sie dazu zu
veranlassen, an ihrer Stelle solche Handelsreisen zu unternehmen. Sie erkundigte
sich zunächst sehr gut über diese Männer, bis sie sicher war, dass sie ihnen
vertrauen konnte. Sie hatte einen Diener mit dem Namen Maisara, dem sie sehr
vertraute. Sie schickte ihn immer zu den Handelsreisen mit, die sie finanzierte,
und wenn er zurück war, befragte sie ihn über die anderen Mitarbeiter, die sie
beauftragt hatte.
In dieser Zeit, als der Prophet (s) 22 Jahre alt war, führten er
und sein Onkel ein hartes Leben. So ging sein Onkel Abu Talib zu Chadidscha (r)
und sagte zu ihr: „Darf mein Sohn (er meinte Muhammad (s)) an deinen
Handelsreisen nach Damaskus und in den Jemen teilnehmen?“ Sie antwortete ihm mit
ihrer üblichen Weisheit: „Selbst wenn du das für eine weit entfernte, verhasste
Person gewünscht hättest, hätte ich das gleich akzeptiert. Wenn du das für eine
ehrwürdige verwandte Person wünschst, wie könnte ich das ablehnen?“ Diese Worte
sagen viel über ihren Charakter und ihre Weisheit.
Chadidscha (r) akzeptierte, dass Muhammad (s) mit ihr arbeitet.
Der Prophet (s) unternahm seine erste Handelsreise für Chadidschas Geschäfte und
übernahm dafür die Verantwortung. Nachdem die Karawane zurückkehrte, fragte sie
Maisara wie immer nach dem neuen Angestellten. Sie wollte alles über Muhammad
(s) und die Geschehnisse dieser Reise wissen, denn diesmal kehrte Muhammad (s)
mit hohem Gewinn zurück, mehr als sie von dieser Reise erwartet hatte. Der
Prophet (s) übergab ihr ehrlich und genau den vollen Gewinn.
Dieses Mal hinterließen die Worte Maisaras über den neuen
Angestellten jedoch einen besonderen Eindruck auf Chadidscha (r), denn er
erzählte drei Geschichten über Muhammad (s).
Die erste Geschichte:
Maisara sagte zu Chadidscha (r): „Ich sah etwas ganz
Verwunderliches bei diesem Jungen.“ Sie fragte ihn: „Was hast du gesehen?“ Und
er antwortete ihr: „Ich habe eine Wolke gesehen, die ihn die ganze Zeit
verfolgte, wohin er auch ging. Wenn er sich bewegte, so bewegte sie sich mit,
und wenn er saß, so blieb sie über ihm stehen. Und ich wollte ihn mal testen,
also habe ich ihn gefragt: Machst du ein Wettrennen mit mir? Wir taten es, und
die Wolke hat ihn nicht verlassen.“
Und das war natürlich eines der Vorzeichen und Hinweise dafür,
dass er einmal ein Prophet sein wird. Wenn die Hitze stieg und die Leute beim
Kaufen und Verkaufen schwitzten, blieb die Wolke über ihm.
Die zweite Geschichte:
Maisara sagte: „Eines Tages sah ich ihn unter einem Baum
schlafen, aber die Sonne war über ihm. Der Baum bewegte seine Zweige und gab ihm
Schatten.“
Die Bäume und die Natur waren zärtlich zu ihm.
Es gibt leider Menschen, die nicht mehr im Leben zu tun haben
außer zu essen, zu trinken und zu spielen, und danach endet das Leben mit dem
Tod. Es gibt aber auch Menschen, die sich nur ein Lächeln des Propheten (s)
wünschen, oder die sich wünschen, aus seiner ehrbaren Hand einen Schluck zu
trinken, woraufhin sie nie wieder durstig sein würden.
Gehen wir zurück zu Maisara. Er sagte: „Ich habe mich gewundert.
Ich dachte, es kann vielleicht die Luft sein. Im gleichen Moment hat mich ein
Rabbiner der Juden zu sich gerufen. Er kannte mich durch seine vielen Reisen,
also ging ich hin zu ihm. Er hieß Nasouras. Er fragte mich: „Wer ist dieser
Mann?“
Ich sagte ihm: „Das ist Muhammad Ibn A’bdullah, ein Junge aus dem
heiligen Land“, also vom Land des heiligen Ortes. Er sagte: „Dieser Junge ist
ein Prophet, denn keiner saß oder wird jemals unter diesem Baum sitzen, wenn er
nicht ein Prophet ist.““
Ich habe Chadidscha (r) natürlich nicht gesehen, aber es war,
als ob ein Glitzern in ihren Augen kam, als sie Maisara zuhörte. Wisst ihr,
wieso? Weil sie selbst ein paar Informationen in sich trug, die wir aber erst
später erfahren werden.
Die dritte Geschichte:
Maisara sagte: „Wir gingen auf den Markt im Norden, um zu kaufen
und zu verkaufen. Allah sei gepriesen, es ist, als ob Allah, der Erhabene, den
Gesandten durch das Einkaufen und Verkaufen darauf vorbereitete, den Kern der
Menschen zu erkennen, denn alles ist vorprogrammiert, und nichts passiert
umsonst. Einer der Priester oder Rabbiner kam und sagte zu Muhammad (s): „Wie
viel kostet das?“ Und der Jude hat mit ihm gefeilscht, bis er zu ihm sagte:
„Schwörst du im Namen von Lat und I’zza?“
Der Prophet (s) wurde rot im Gesicht und sagte: „Ich schwöre bei Gott, ich habe
mich ihnen noch nie unterworfen, um jetzt bei ihren Namen zu schwören.“ Der Mann
sagte: „Ich werde das kaufen, bei dem, was du sagtest.““
Danach hat der Mann Maisara zu sich gerufen und zu ihm gesagt:
„Maisara, bleibe bei diesem Mann, er ist der letzte Prophet.“
Übrigens, wir wissen nicht mehr über Maisara, denn er ist vor der
Entsendung des Propheten (s) gestorben. Es ist, als ob er erschaffen wurde, um
die Rolle zu spielen, die Allah (t) für ihn wollte, denn jeder von uns hat seine
Rolle, und das wichtige ist, dass Allah dich gebraucht. Es ist, als ob er für
diese Rolle erschaffen wurde. Es ist, als ob Gott Menschen erschafft, die eine
bestimmte Rolle spielen sollen, die sie selbst nicht kennen. Alles, was uns an
dieser Sache interessiert, ist, dass wir nur für Gott leben, weil Er alleine die
Rollen verteilt.
So, Chadidscha (r) hat das gehört, ihre Augen glänzten, und ihr
Gesicht erhellte sich. Aber wieso dieses Leuchten? Denn wie wir sagten, sie
hatte Informationen, aber welche eigentlich? Sie wusste, dass er der letzte
Prophet ist und dass seine Zeit näher gekommen war, aber woher wusste sie das?
Sie wusste es wegen ihres Cousins Waraqa Ibn Naufal. Er war einer
derjenigen, die in der Bibel gelesen haben. Er war ein alter Mann, der sein
Augenlicht verloren hat, und er saß mir ihr zusammen und hat ihr etwas erzählt.
Es ist, als ob Gott wollte, dass sie zuhöre. Sie sollte etwas über den Propheten
der letzten Zeit erfahren: etwas über seine Eigenschaften und dass er aus Mekka
kommen wird und dass seine Zeit gekommen ist.
Es gab auch noch eine andere Situation, die im Leben von
Chadidscha (r) geschehen war: In einer Festnacht der Quraisch haben sich die
Frauen der Quraisch versammelt und das Fest gefeiert und mit ihnen Chadidscha
(r). Da kam ein Jude, der von Zeit zu Zeit nach Mekka kam. Dieser Jude ging zu
den Frauen und sagte: „Ihr Frauen der Quraisch, der Leute der Zeit des letzten
Propheten, wer von euch ihn heiraten kann, so sollte sie es tun.“ Natürlich
haben die Frauen diese Worte nicht gut aufgenommen, denn es war wie eine
Demütigung für sie, und sie haben ihn mit Steinen beworfen, außer Chadidscha
(r). Sie lächelte, als ob sie über die Richtigkeit seiner Worte Bescheid wusste.
All dies zusammen mit dem, was Maisara sagte, begann, in ihr zu
wirken. Man hat es ihr angemerkt, wie sie sich Muhammad (s) gegenüber verhielt.
Sie war sehr aufmerksam, was ihn betraf, und sie hatte ständig nach ihm (s)
gefragt. Aber sie, und sie ist die Reine, wenn ihr euch noch erinnert, sie geht
nicht und fragt den Propheten (s) ob er sie heiraten will, denn er wusste nichts
von ihren Gefühlen. Und das ist ein wichtiger Punkt:, Wer hat angefangen und
wollte den anderen heiraten? Chadidscha (r) ist es, die damit begonnen hat, aber
auf eine reine Weise.
Der Ehrliche, Zuverlässige heiratet die Reine
Wie wir im letzten Absatz gesagt haben, war Chadidscha (r) es,
die dabei geholfen hat, den Propheten (s) zu heiraten. Aber ihre Reinheit und
ihre Anständigkeit haben sie daran gehindert, ihn direkt zu fragen. Also was
tun?
Chadidscha(r) hatte eine sehr enge Freundin, die älter war. Ihr
Name war Nafisa bint Munaia. Nafisa hat im Gesicht von Chadidscha (r) Anzeichen
von Schlaflosigkeit und Sorge bemerkt, und es gab folgendes Gespräch zwischen
ihnen:
Nafisa fragte sie: „Was ist mir dir, Chadidscha?“ Chadidscha (r)
sagte: „Muhammad Ibn A’bdallah, ich habe noch nie einen Mann wie ihn gesehen:
sanftmütig, großzügig, anständig, von guter Herkunft und aus einer angesehenen
Familie, ehrlich, treu, und zu all dem achtet er einen, und ich fühle es in
meinem Herzen, dass er der letzte Prophet ist.“ Nafisa spürte, was mit ihr ist,
und sagte zu ihr: „Ich wünsche mir, dass er dein Mann wird.“ Sie benutzte keine
hässlichen Worte. Und sie fragte: „Willst du ihn heiraten? Erlaubst du mir, dass
ich die Sache für dich regele?“ Chadidscha (r) antwortete: „Also mach das,
Nafisa.“
Und übrigens, Nafisa ist auch vor der Entsendung gestorben. Es
ist, als ob sie die Rolle, die für sie bestimmt war, erledigt hat. Danach laufen
die Dinge, wie es der Lenker der Welten will.
Bevor wir hier weitermachen, gibt es einiges, worüber ich noch
reden will:
1. Habt ihr bemerkt, dass der erste, der erkannt hat, dass
Muhammad (s) ein Prophet ist, Chadidscha (r) war? Aber wieso sage ich das? Ich
sage das zu den Frauen, weil ihr ein natürliches Feingefühl als die Männer
vorweist, das euch näher zu Allah (t) bringt. Und wenn die Frau sehr nahe bei
Allah (t) ist, kann es sein, dass sie besser als 100 Mann zusammen ist. Und wenn
sie weit weg von Allah (t) ist, so ist es einfacher, einen Berg zu bewegen, als
ihr Herz.
2. Als Chadidscha (r) heiraten wollte, wonach hat sie gesucht?
Sie hat nach den guten Eigenschaften eines Mannes Ausschau gehalten. Sie suchte
nicht nach dem Aussehen, Geld, einem Auto oder Muskeln, nach den Maßstäben
unserer Zeit.
3. Liebe ist keine Schande, denn es ist klar, dass Chadidschas
Herz an Muhammad (s) hing, und das wird in ihrem Satz deutlich: „Also mach das,
Nafisa.“ Das wichtigste ist aber, wie wir diese Liebe leiten sollen. Zum rechten
Weg oder zu etwas Anderem. Sehen wir, wie der Prophet (s) Chadidscha (r)
geheiratet hat und wie der Anfang im Herzen von Chadidscha (r) war.
Ihr Mädchen und Jungen, die ihr im Namen der Liebe Sünden und
Missetaten begeht, die Schande und der Fehler ist nicht die Liebe, sondern die
Art, wie wir sie leben. Wir müssen von Chadidscha (r) lernen.
4. Lasst uns mal ansehen, wie die Häuser gebaut wurden und worauf
sie basierten. Die Reine heiratete den Ehrlichen und Zuverlässigen. Wie war dann
wohl die Liebe in diesem Haus und wie wird wohl das Verhältnis zwischen ihnen
gewesen sein? Wieso gehen Familien kaputt? Weil sie nicht auf einer festen Basis
aufgebaut werden: Geld, Aussehen und das Erscheinungsbild in der Gesellschaft.
Die Suche sollte in erster Linie nach dem/der Frommen sein.
Zurück zu Nafisa: Sie ging zu Muhammad (s) und sagte zu ihm:
„Muhammad, willst du nicht heiraten?“ Und er sagte: „Ich habe niemanden, den ich
heiraten kann.“ Sie sagte zu ihm: „Und wenn die Suche nicht nötig wäre und du
eine schöne Frau mit guten Eigenschaften und aus gutem Hause heiraten könntest,
möchtest du?“ Er fragte sie: „Und wer ist sie?“ Sie sagte: „Chadidscha Bint
Chuwailid.“ Er antwortete ihr: „Meinst du, sie würde akzeptieren?“
Es scheint so, dass sich die Frauen gleichen, seit mehr als 1400
Jahren. Sie sagte: „Frag sie.“
Die Geschichtsschreiber sagen, dass sie zurück zu Chadidscha (r)
ging und ihr die gute Nachricht ankündigte, worauf die Liebe das Herz von
Chadidscha (r) bewegte. Nafisa ging dann wieder zurück zu ihm (s) und sagte:
„Chadidscha meint: Könnte ich einen besseren als Muhammad mit seinen
Eigenschaften und seiner Abstammung finden?“ Seht ihre Manieren, sie ist nicht
zurück zu ihm und hat alles in die Länge gezogen und ihm gesagt, sie würden
nachdenken.
Lasst uns mal einen kurzen Blick darauf werfen, wie dieses Haus
sein wird? Sicher wird es ein erfolgreiches Haus werden. In diesem Haus ist die
größte Liebesgeschichte der Geschichte geschehen. Die meisten von uns sagen,
dass die größte Liebesgeschichte die Geschichte von Romeo und Julia war. Andere
sagen Qais und Laila etc. Passt aber auf, diese Geschichten passen zu dem
ägyptischen Sprichwort: „Er liebte und hat seine Liebe nicht zurückbekommen“,
denn sie endeten nicht mit einer Heirat.
Die einzige Liebesgeschichte, die mit einer Heirat endete und
deren Liebe nach ihrer Heirat 25 Jahre und 15 zusätzliche Jahre nach ihrem Tod
erhalten blieb, ist die Liebesgeschichte von Muhammad (s) und Chadidscha (r).
Ich schwöre bei Allah, und ich bin für diesen Schwur verantwortlich, dass die
Welt keine schönere oder größere als diese Geschichte erlebt hat. Und wir werden
das auch in vielen Geschichten erleben, die wir später durchgehen werden.
Chadidscha (r) blieb 25 Jahre an der Seite von Muhammad (s), bis
sie starb. Sie heirateten, als er noch 25 und sie 40 Jahre alt war. Abu Taleb,
der Onkel von Muhammad (s), hielt um ihre Hand an, und Hamza, sein Onkel,
stellte das Essen für sie zur Verfügung.
Was passierte nach der Heirat?
Der Prophet (s) und Chadidscha (r) lebten 25 Jahre als Eheleute
zusammen, bis sie starb, 15 Jahre vor der Entsendung des Propheten (s) und 10
Jahre lang danach. Aber was war in den 15 Jahren vor der Entsendung?
Chadidscha (r) zwischen der Höhle und den vielen Kindern
Bevor wir anfangen, über die Zeit vor der Entsendung zu sprechen,
möchte ich noch sagen, dass die Geschichtsbücher mit Geschehnissen überfüllt
sind, die nach der Entsendung passierten. Was Chadidscha (r) aber davor gemacht
hatte, davon wissen wir nichts. Ich habe in den Büchern gesucht und nicht mehr
gefunden, als dass sie drei Jungen und vier Mädchen zur Welt brachte. Die Jungen
hießen A’bdullah, Al-Taher und Al-Qasim, und die Mädchen hießen Zainab, Ruqayya,
Umm Kulthum und Fatima.
Aber was ist in dieser Zeit geschehen?
In dieser Zeit hat Muhammad (s) begonnen, in der Höhle Hira zu
meditieren, und Chadidscha (r) hatte in dieser Zeit zwei Aufgaben:
Die erste Aufgabe war, die Kinder zu erziehen. Und es waren nicht
nur ihre eigenen, sondern auch A’li Ibn Abi Talib, den sie erzog, sowie Zaid Ibn
Haritha, Al-Zubair Ibn Ala’wam, ihr Neffe, der von ihr und Safiya erzogen wurde.
Wir dürfen auch ihren Sohn Hind Ibn Abi Hala nicht vergessen. Er hat den
Propheten (s) bei dem Kriegszug von Uhud verteidigt, und auch er wurde im Hause
Muhammads (s) erzogen.
Merkt auch mal, wer von dieser großartigen Frau erzogen wurde und
wer aus diesem Hause kam. Sehen wir uns Fatima an, die Herrin unter den Frauen
im Paradies. Ihre Kinder waren Al-Hassan und Al-Hussein, die Herren der Jungen
im Paradies. A’li wurde auch von Chadidscha (r) erzogen, und zu ihm hat der
Prophet (s) gesagt: „Du bist für mich, wie Harun für Moses war.“ Sie hat
auch Al-Zubair Ibn Ala’wam erzogen, einen der zehn, denen das Paradies verkündet
wurde. Zaid Ibn Al-Haritha wurde auch von ihr erzogen, den der Prophet (s) sehr
liebte und der als Märtyrer im Kriegszug von Mota starb. Zainab, Ruqayya und Umm
Kulthum hat sie auch erzogen.
Ich richte nun mein Wort an unsere Frauen: Gibt es ein besseres
Vorbild für euch als Chadidscha (r)? Wieso kommen aus unseren Häusern nicht
solche Persönlichkeiten wie diejenigen aus Chadidschas Haus? 12 Kinder, und es
waren nicht alle ihre eigenen, und sie hat sich nie beschwert, das abgelehnt,
oder zum Gesandten (s) gesagt: Was habe ich damit zu tun, es sind nicht meine
Kinder. Wer von euch macht das so, wie Chadidscha(r) es gemacht hat? Bricht
unsere Nation vielleicht nur zusammen, weil wir die Nachkommen schlecht erzogen
haben?
Die zweite Aufgabe von Chadidscha (r) war, zur Höhle Hira zu
gehen. Sie war damals schon über 40, und die Höhle war weit weg. Es war schon
schwer genug für die jüngeren Menschen, dorthin zu gelangen, aber sie ist selbst
hingegangen, um ihren Mann mit Essen zu versorgen, damit sie ihm beim Nachdenken
hilft. Damals wusste sie noch nichts von seiner Mission, und sie hat auch nicht
den Erzengel Dschibril gesehen. Sie stand einfach zu ihrem Mann.
Und so ging es weiter, 15 Jahre, bis sie um die 55 Jahre alt war.
Sie hat 12 Kinder erzogen. Sie stand ihrem Mann bei und half ihm und sie wusste
da noch nicht, dass ihr Mann ein Prophet sein wird. Sie hat sich nicht beschwert
oder ihren Mann heruntergemacht und ihm gesagt: Du bist alleine dort in der
Höhle und lässt mich hier mit den Kindern alleine. Sie hat gefühlt, dass ihr
Mann eine Mission haben wird, und sie stand ihm bei.
Ich sage hier zu jedem Mädchen: Heirate den Mann, der eine
Mission hat in seinem Leben. Stehe ihm bei und unterstütze ihn. Beschwere dich
nicht und bürde ihm nicht mehr auf als er kann. Sei geduldig, lerne die Geduld
von unserer Mutter Chadidscha (r), denn sie hatte die Möglichkeit, einen ihrer
Diener mit dem Essen zu ihrem Mann zu schicken, aber sie ist selbst mitten in
der Nacht zu ihrem Mann gegangen, um ihn zu unterstützen.
Wisst ihr jetzt, wieso der Prophet (s) diese Frau geliebt hat?
Stellt euch all ihre Mühe in den 15 Jahren vor der Entsendung vor. Wisst ihr
jetzt, wieso sie die Herrin aller Frauen ist? Was wurde wohl aus dieser
großartigen Frau nach der Entsendung?
Chadidscha Bint
Chuwailid, die Ehefrau vom Herren der Propheten und letzten Gesandten
Muhammad (s) war nun 55 Jahre alt, während er 40 Jahre war. Und
jetzt kam der entscheidende Punkt in der Weltgeschichte. Nun lasst uns mal
diesen Moment nachempfinden. Der Prophet (s) selbst erzählte uns, was passiert
ist: „Als ich eines Nachts in der Höhle war, eine enge einsame Höhle, sehr
weit weg, und während ich darin war, kam ein Engel.“ Stellt euch diese
Überraschung vor, nachts in der Dunkelheit. „Er nahm mich in seine Arme und
sagte: „Lies“. Ich sagte: „Ich bin kein Leser.““ Gemeint hat er damit, dass
er nicht lesen kann. „Dann hat er mich noch einmal in den Arm genommen. Ich
dachte schon, das ist der Tod, und er sagte zu mir: „Lies“. Da sagte ich: „Ich
bin kein Leser.“ Danach hat er mich zum dritten Mal umarmt und sagte: „Lies“.
Ich sagte: „Was soll ich lesen?“ Er sagte: [Lies im Namen deines Herrn,
Der erschuf, Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen, Lies; denn dein Herr
ist Allgütig] (96:1-3). Ich bin danach erschrocken
zu Chadidscha zurück und habe gesagt: „Verhüllt mich, verhüllt mich, bedeckt
mich, bedeckt mich!“ Sie sagte: „Was ist los mit dir, mein Cousin?“ Ich sagte:
„Ich hatte um mich Angst.““ Er hat damit die Dämonen gemeint oder den Teufel.
„Sie sagte: Niemals wirst du bei Allah eine Schande erleben, denn du bist
wahrlich derjenige, der die Verwandtschaftsbande pflegt, dem Schwachen hilft,
dem Mittellosen gibt, den Gast freundlich aufnimmt und dem Notleidenden unter
die Arme greift.“ “
Danach ist sie mit ihm zu ihrem Cousin Waraqa Ibn Naufal
gegangen. Sie sagte zu ihm: „Mein Cousin, höre zu, was Muhammad zu sagen hat.“
Und so hat der Prophet (s) angefangen zu erzählen, und sie haben ihm zugehört.
Danach sagte Waraqa: „Das ist der Vertraute, der auch schon zu
Moses und Jesus gegangen ist - und er meinte Dschibril - das ist Dschibril. Ich
sehe dich schon als Prophet dieser Nation, und ich wünschte mir, ich wäre ein
junger Mann, weil dich dein Volk vertreiben wird.“ Der Prophet (s) fragte:
„Werden sie mich vertreiben?“ Da antwortete ihm Waraqa: „Es kam noch kein Mann
mit dem, womit du gekommen bist, ohne dass man ihn bekämpfte.“ Jetzt hatte
Chadidscha (r) ihren Auftrag begriffen und wie der Weg aussehen wird.
Lasst uns ein paar nützliche Schlussfolgerungen aus dem letzten
Absatz ziehen.
Als der Prophet (s) zurückkam, zu wem ging er? Zu wem ging er mit
seinem erschrockenen Herzen? Ging er zu seinem Freund Abu Bakr oder seinem Onkel
Abu Talib? Nein, er ging zu seiner Frau. Wieso aber gehen viele Männer heute
nicht zu ihren Frauen? Sie gehen nicht, weil sie wissen, dass sie sonst
Vorwürfe, Tadel und Schelte zu hören bekommen. Deswegen gehen sie zu jedem,
außer zu ihrer Frau. Aus diesem Grund sollte auch jede Frau ihr Herz, ihren
Verstand und ihre Ohren öffnen, damit ihr Mann nicht zu einem Freund oder zu
jemand anderem geht.
Seht auch, was sie gesagt hat, um dem Propheten (s) zu beruhigen,
als er zu ihr kam. Ich schwöre bei Gott, dass es Worte sind, die aus Goldwasser
geschrieben sind: „Ich schwöre bei Gott, dass Er dich nicht hängen lässt.“ All
diese Sicherheit, Kraft und Stärke, und sie wusste noch nichts. Chadidscha (r)
ist die erste, die ihn gestärkt hat.
Die erste, die den Propheten (s) gestärkt hat, war eine Frau. Der
erste Mensch, der sich nach dem Islam Gott unterworfen hat, war eine Frau. Der
erste Mensch, dem das Paradies prophezeit wurde, war eine Frau. Sie war auch die
erste, die die religiösen Pflichten vollbracht hat. Derjenige, der den Wert der
Frau im Islam erkennen möchte, sollte die Geschichte von Chadidscha (r) lesen,
und sie sollte für alle Frauen ein Vorbild sein.
Eine Kämpferin im Alter von 60 Jahren
Nachdem der Prophet (s) und Chadidscha (r) von Waraqa,
Chadidschas Verwandtem, zurückgekommen waren und nun die nächste Aufgabe
wahrgenommen hatten, begann im Leben unserer Mutter Chadidscha (r) der Kampf für
den Islam, obwohl sie beinahe 60 Jahre alt war. Morgens warb sie für den Islam
unter den Frauen. Nachmittags ging sie zu ihren Verwandten und Bekannten, da sie
einflussreich war. Sie nutzte ihren Einfluss zum Schutz des Propheten (s).
Abends kaufte sie Knechte, damit sie den Propheten (s) verteidigten und niemand
ihm etwas Böses antat. So kämpfte sie, Allahs Wohlgefallen auf ihr, mit ihrem
Vermögen, ihrer Mühe und Zeit für den Islam, und zugleich erzog sie ihre Kinder,
die später auf dem Weg des Sieges des Islam und für dessen Wohlstand arbeiteten.
Warum lernen die Frauen nicht von unserer Mutter Chadidscha (r)?
Welche Mühe gab sie und welche Geduld hatte sie, damit sie den Titel „Die beste
Frau aller Welten’’ verdiente!
Chadidschas Geduld
Trotz
aller Heimsuchungen und schwierigen Situationen, die Chadidscha (r) in ihrem
Leben erlitt, erduldete sie es standhaft zu sein. Nie resignierte sie, denn sie
bahnte sich den Weg zu Allah (t) und kam nie davon ab.
Ruqayya, ihre Tochter, musste mit ihrem Mann, Othman Ibn A’ffan,
nach Äthiopien auswandern. Chadidscha (r) musste die Trennung von ihrer
Tochter, die zur Bewahrung ihrer Religion flüchtete, auf sich nehmen. Zuvor
wurden die Ehen ihrer Töchter Ruqayya (vor ihrer Eheschließung mit Othman,
Allahs Wohlgefallen auf ihm und ihr) und Umm Kulthum mit den Söhnen von Abu
Lahab geschieden. Denn Abu Lahab wollte dem Propheten (s) ein Leid antun,
deshalb befahl er seinen Söhnen, die Töchter des Propheten (s) zu verstoßen.
Chadidscha (r) blieb standhaft und erduldete es. Außerdem kam sie für die
Muslime auf und enthielt ihnen kein Geld zum Stärken und Unterstützen des Islam
vor.
Nach alldem ist es keine Frage mehr, warum der Prophet (s)
Chadidscha (r) so sehr liebte. Begreifen wir nun das Geheimnis des Glücks und
des Friedens für unsere Häuser? Es besteht doch in einem gemeinsamen Ziel, das
die ganze Familie anstrebt.
Andererseits, wenn ein kaltes eheliches Leben aus der Nähe
betrachtet wird, wird herauskommen, dass jeder Teil des Ehepaares eigentlich
sein eigenes Leben hat, obwohl sie beide ein gemeinsames Leben führen. Das Rad
der Zeit dreht sich, und sie bekommen Kinder, sie erziehen die Kinder, die
Kinder wachsen auf, und dann beenden sie ihr Studium. Das Rad lässt sich nicht
anhalten. Dabei steht ihnen der Kopf nicht nach der Arbeit für den Islam. Was
ist das für ein Leben!
„Bei Allah, ich bleibe nur, wo die Muslime sind...“
Unsere Mutter Chadidscha (r) war nun 62 Jahre alt, doch erst
jetzt war der Höhepunkt ihres Lebenskampfes erreicht.
Das Einsperren der Muslime in den Bergpfaden von Abu Talib
Der Stamm Quraisch verhängte drei Jahre Sperre über die Muslime
in den Bergpfaden von Abu Talib. Dort befand sich nur eine öde Wüste, so dass
die Muslime die Blätter der Pflanzen und Tierhäute aßen. Es gab kaum Wasser. Die
Sperre dauerte zwar drei Jahre an, aber sie gaben weder die Hoffnung auf, noch
verloren sie die Geduld. Die Leute der Quraisch wollten aber Chadidscha (r)
nicht beleidigen. Sie sagten zu ihr: „Du aber kannst aufgrund deines Ansehens
und deiner Ehre ruhig in deinem Haus bleiben.“ Ihre Antwort jedoch lautete: „Bei
Allah, ich bleibe nur, wo die Muslime sind.“
Die einflussreiche Frau mit Vermögen und Ansehen schloss sich den
Muslimen an und verspürte Hunger und Durst, genauso wie alle Muslime.
Chadidscha (r) wurde immer älter und schwächer. Die Leute der
Quraisch wollten nicht, dass Chadidscha (r) erkrankt. Sie lieferten ihr heimlich
Lebensmittel. Aber es ärgerte sie, dass sie etwas zum Essen fand und die Muslime
nicht. Sie verteilte die Lebensmittel unter den Kindern und den Schwachen. So
litt die reiche Frau Hunger, obwohl sie so alt war. Aber um des Islams Willen
lohnte es sich.
Die Aufhebung der Sperre
Die Sperre über die Muslime wurde aufgehoben, als unsere Mutter
Chadidscha (r) im Alter von 65 Jahren war. Der Islam war nun beinahe an einer
neuen Phase der Verkündung angelangt, nämlich der Auswanderung (Hidschra) nach
weiteren drei Jahren. Bisher hat unsere Mutter ihren Auftrag vollständig
erledigt. Sie erduldete, war großzügig und kämpfte für den Islam. Sie stand
ihrem lieben Mann Muhammad (s) zur Seite. Würden die Frauen nur von ihr lernen!
Nein, nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer. Tausende von Männern können
doch kein einziges Bisschen leisten von dem, was sie für den Islam gemacht hat.
Sie war der erste Mensch, der den Propheten (s) verteidigte und ihm zur Seite
stand, und der erste, der für den Islam aufkam.
„O, Muhammad, Allah lässt Chadidscha grüßen...“
Die Reise ihres Lebens ging fast zu Ende, und unsere Mutter war
nun 65 Jahre alt. Sie lag im Todeskampf. Der Prophet (s) betrachtete sie in
diesem Zustand. Seine Liebe und Lebensgefährtin starb nun vor ihm.
Dann kam Erzengel Dschibril auf die Erde herunter, aber dieses
Mal nicht zur Offenbarung des Korans, sondern um Chadidscha (r) eine Botschaft
zu bringen: „O, Muhammad, Allah lässt Chadidscha grüßen und verheißt ihr einen
Palast von Perlen im Himmel, indem es weder Geschrei noch Anstrengung gibt.“
Aber warum kommt Dschibril auf die Erde herunter, obwohl
Chadidscha (r) selbst in den Himmel hinaufsteigt? Damit sie sich freut und damit
wir, die Leute auf der Erde, ihren Stellenwert bei Allah (t) wahrnehmen und
unsere Mutter schätzen.
Was haben wir denn für unsere Religion geleistet, dass wir einen
solchen Stellenwert bei Allah erreichen, selbst wenn wir den Propheten (s) in
einem Traum sehen, indem er uns zufrieden die Schulter streichelt mit seiner
heiligen Hand? Spüren wir wirklich noch, dass Chadidscha (r) unsere Mutter ist?
Seine Liebe stirbt und seine Treue bleibt
Und damit starb Chadidscha (r), und die Treue blieb übrig im
Herzen des Propheten Muhammad (s). So ist unser Islam, die Religion der Liebe
und Opferbereitschaft. Sie ist nicht eine strenge Religion, die strikte Befehle
fordert. Nachstehend sind Beispiele der Treue des Propheten (s) für seine Liebe
zu Chadidscha (r):
1.
A’mmar Ibn Yasser (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: „Das Jahr,
in dem Chadidscha (r) verstarb, wurde als Jahr der Trauer bezeichnet. Bei Allah,
haben wir uns Sorgen gemacht, dass er vor großer Trauer erkrankt.“
2.
Viele Jahre nach dem Tod Chadidschas (Allahs Wohlgefallen auf
ihr) kam eine Frau vorbei und klopfte an, als der Prophet (s) und A’ischa
zusammensaßen. Da sagte der Prophet (s): „Es ist, als ob ich Chadidscha an
die Tür anklopfen höre!“ Es war die gleiche Stimme wie Chadidscha (r). Er
ging hinaus, um nachzusehen. Er sagte zu sich: „Hoffentlich ist das Hala.“
Und es war wirklich Hala, Chadidschas Schwester. Der Prophet (s) sagte zu
ihr: „Herzlich Willkommen, Chadidschas Schwester.“
3.
Ein anderes Mal, als Schlachtvieh verteilt wurde, sagte Muhammad
(s): „Verteilt das unter Chadidschas Bekannten!“ Da sagte A’ischa: „Immer
wieder Chadidscha? Als ginge dir nur das Bild von Chadidscha im Kopf herum!“ Der
Prophet (s) erwiderte dann: „Oh Aischa, sprich nicht auf diese Weise über
Chadidscha! Ihre Liebe wurde in mein Herz gebracht. Ich liebe denjenigen, den
Chadidscha liebt.
Und
wer Chadidscha liebt, den liebe ich.“
4.
Abu Al-A’s Ibn Rabi’a, der Ehemann von Zainab (Chadidschas
Tochter), war noch kein Muslim, als die Koranverse über den Verbot einer Ehe
zwischen muslimischen Frauen und nicht-muslimischen Männern offenbart wurden. Er
kämpfte gegen den Propheten (s) im Feldzug von Badr und wurde gefangen genommen.
Seine Frau Zainab war noch in Mekka. Manche Gefangenen kauften sich gegen
Lösegeld frei. Abu Al-A’s aber hatte nichts, um sich freizukaufen. Zainab
schickte von Mekka etwas zum Freikaufen ihres Mannes. Der Prophet (s) erhielt
diese Sache, die Zainab geschickt hatte, und packte sie aus. Da lag Chadidschas
Halskette darin. Der Prophet (s) weinte sehr und sagte: „Das ist Chadidschas
Halskette!“ Stellt euch vor, er erinnerte sich noch daran, wie die Halskette
Chadidschas (r) aussah! Sehen wir, wie höflich der Prophet (s) war. Er blickte
zu seinen Gefährten und sagte: „Wenn ihr es erlaubt, entlassen wir Zainabs
Gefangenen und geben ihr die Halskette zurück.“ Die Gefährten erwiderten:
„Ja, das machen wir.“ In anderer Überlieferung wurde erzählt, dass die Gefährten
da auch sehr weinten. Der Prophet (s) bat sie um die Entlassung des Gefangenen,
denn nicht nur er konnte über seine Entlassung entscheiden, sondern auch sie.
Dann sprach der Prophet (s) zu Zainabs Mann und sagte: „Nimm diese Halskette
mit und sag zu Zainab, dass ihr Vater ihr befiehlt, Chadidschas Halskette zu
behalten!“
Was
für eine Liebe ist das!
5.
Auch am Eroberungstag von Mekka, also fast 14 Jahre nach dem Tod
von Chadidscha (r), vergaß der Prophet (s) Chadidscha (r) nicht. 14 Jahre sind
schon ein langer Zeitraum, in dem man alles vergessen kann. Aber der Prophet (s)
hat seine Liebe nicht vergessen. Der Eroberungstag von Mekka war ein großer Sieg
für den Islam. Da war der Prophet (s) bis zum Hals beschäftigt: Viele Männer
standen um ihn herum, um ihn um Verzeihung zu bitten. Plötzlich ging er (s) zu
einer alten Frau, grüßte sie und setzte sie auf seinen Mantel, den er für sie
auf den Boden ausgestreckt hatte. Er setzte sich zu ihr und sprach etwa eine
Stunde mit ihr. A’ischa sah von weitem zu und fragte sich, wer diese Frau ist,
die den Propheten (s) alles vergessen ließ. Danach fragte ihn A’ischa: „Wer ist
denn diese Frau?“. Der Prophet (s) sagte: „Sie ist Chadidschas Freundin.“
A’ischa sagte: „Erinnerst du dich noch an diese greise Frau, obwohl Allah sie
dir durch andere bessere Frauen ersetzt hat?!“ Dann erwiderte der Prophet (s):
„Bei Allah, hat Er sie mir durch keine anderen besseren ersetzt! Sie glaubte
an mich als Propheten, andere Leute nicht. Sie hielt die Offenbarung für wahr,
während andere es nicht glauben wollten. Sie förderte mich, während andere mich
aus ihren Häusern vertrieben. Mir wurden die Kinder von ihr geboren, und nie von
meinen anderen Frauen.“ A’ischa spürte, dass der Prophet (s) böse auf sie
wurde. Sie sagte: „Dann bete zu Allah um Verzeihung für mich!“ Er antwortete:
„Nicht, bis du um Verzeihung für Chadidscha betest.“
Wie herrlich war diese Liebe! Ist eine solche Liebe und eine
solche Treue von einem Mann für seine Frau vorher schon vorgekommen? Ich betone:
Das ist unser Islam. So soll das Familienleben geführt werden. So sollen die
ehelichen Beziehungen in unserer Gesellschaft sein.
So erfüllte Chadidscha (r) einen großen Teil im Leben des
Propheten (s). Er (s) sagte: „Nur vier Frauen in aller Welt sind im Glauben
vervollständigt: Maria, die Tochter von I’mran, Asia, die Frau des Pharaos,
Chadidscha Bint Chuwailid und Fatima Bint Muhammad.“ Und in einer anderen
Überlieferung: „Die besten Frauen in aller Welt sind:
Maria, die Tochter von I’mran, Asia, die Frau des Pharaos, Chadidscha Bint
Chuwailid und Fatima Bint Muhammad.“
salla-l-lahu alaihi wa sallam:
Allah segne ihn und schenke ihm Heil. Segensformel, die nach koranischer
Aufforderung (vgl. 33:56) bei der Erwähnung des Propheten Muhammad
gesprochen werden soll. Nach islamischer Tradition wird dies vor allem
regelmäßig bei der Erwähnung des Propheten getan.