UmMahat Al-Moemenin
Die Mütter der Gläubigen
8. Dschuwaireya
Bint Al-Harith
Ich suche Zuflucht
bei Allah, dem Hörenden und Allwissenden vor dem gesteinigten Satan. Im Namen
Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen, Lob sei Allah, dem Herrn der Welten.
Allah segne und schenke dem Propheten (s)
Heil. Alles Lob gebührt Allah, Ihn loben wir und bei Ihm suchen wir Beistand.
Ihn bitten wir um Verzeihung und zu Ihm kehren wir reuig um. Bei Ihm nehmen wir
Zuflucht vor unserem eigenen Übel und vor dem Schlechten unserer Taten. Wen
Allah rechtleitet, für den gibt es keinen, der ihn fehlgehen lässt, und wem
Allah in die Irre gehen lässt, so gibt es für ihn keinen Rechtleitenden.
Wer war sie?
Heute erzählen wir
eine Geschichte über Dschuwaireya Bint Al-Harith (r).
Eigentlich ist das nicht ihr echter Name, sondern der Name, den ihr der Prophet
(s) gegeben hatte. Sie hieβ Sunbura bzw. Burra. Der Prophet (s) aber nannte sie
Dschuwaireya, da ihr Name nicht gut war. Sie kam aus dem Stamm Bani Al-Mustaliq.
Kriegerische
Auseinandersetzung mit dem Propheten (s)
Die Bani Al-Mustaliq
bereiteten sich für den Krieg gegen den Propheten (s) vor. Sie rüsteten eine
groβe Armee aus, die unter der Herrschaft von Dschuwaireyas Vater, das Oberhaupt
des Stammes, aufbrechen sollte. Sein Name war Al-Harith. Als der Prophet (s) von
dieser Armee hörte, kam ihm der Prophet mit seiner Armee zuvor. Siehst du wie
der Prophet (s) die Initiative ergriff? Bevor sich die Armee von Bani
Al-Mustaliq bewegte, stand die Armee des Propheten (s) vor ihnen. Das bedeutet,
dass der Prophet (s) gute Beobachter hatte. Die Gefährten des Propheten (s)
hatten alle Geschehnisse nicht aus den Augen gelassen. Sie waren keine so
genannten Derwische, die ihre ganze Zeit sich der Anbetung widmeten, sondern sie
waren ganz wach und befolgten, was um sie geschah. Sie arbeiteten gut und waren
gute Auskundschafter.
Der Prophet (s)
erreichte mit seiner Armee die Wasserstelle Muraisi’. Auf diesem Platz fand
die kriegerische Auseinandersetzung mit der Armee von Bani Al-Mustaliq statt.
Der Prophet (s) besiegte sie ruhmreich und nahm hundert Familien, bestehend aus
Frauen und Kindern, von Bani Al-Mustaliq, gefangen. Dann wurde der ganze Stamm
gefangen genommen. Ein außergewöhnlicher, glorreicher Sieg.
Die Gefangennahme
Der Prophet (s)
verteilte die Kriegsbeute an seine Armee. Sie kehrten anschließend nach Medina
zurück. Das Oberhaupt des Stammes, Al-Harith, konnte wegflüchten. Seine Tochter
Dschuwaireya Bint Al-Harith wurde von Thabit Ibn Qais gefangen genommen. Sie
schlug ihm vor, ihre Freiheit gegen Geld zu erkaufen. Sie einigten sich auf 100
Unzen Gold. Damals war dies eine sehr groβe Summe.
Sie dachte dann nach,
wie sie an diese beträchtliche Summe kommen könnte, während ihr ganzer Stamm
gefangen genommen wurde.
Der Prophet (s) war
mit der Gefangennahme des Stammes unzufrieden, denn er wollte diese Menschen nur
zum Islam überzeugen. Sein Ziel war nicht weltlich geprägt. Sie aber wollten ihn
bekämpfen, deshalb kämpfte er gegen sie. Auch gehörte es zu den damaligen
militärischen Gefechtsregeln, sich Gefangene anzueignen.
Ihre
Heiratsgeschichte
Der Prophet (s)
wollte eine Lösung für die Gefangennahme des Stammes finden. Er wollte, dass die
Menschen die Liebe zum Islam entdecken.
Zur gleichen Zeit
überlegte sich Dschuwaireya (r), zum Propheten (s) zu gehen, um ihn zu bitten,
sie von Thabit Ibn Qais zu befreien. Sie ging zum Propheten (s) und sagte:
„Friede sei mit Euch,
Allahs Gesandter.“ Der Prophet (s) erwiderte: „Du sagst Allahs Gesandter?“ Sie
sagte: „Ja, ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge,
dass du Allahs Gesandte bist. Ich wünsche, dass du mir dabei hilfst, mich von
Thabit Ibn Qais zu befreien.“ Der Prophet (s) antwortete: „Wünschst du dir
Besseres als dies?“ Daraufhin fragte sie ihn hoffnungsvoll: „Und was soll das
sein?“ Der Prophet (s) antwortete: „Ich nehme dich als Ehefrau und befreie
dich.“ Sie fragte: „Willst du das wirklich?“ Der Prophet (s) sagte: „Ja.“
Edelhafte
Situation
Der Prophet (s)
heiratete Dschuwaireya (r). Seht ihr wie groβartig der Prophet (s) war und
welchen Einfluss diese Heirat hatte? Der Prophet (s) hatte zwei Möglichkeiten.
Entweder hätte er seinen Gefährten den Befehl erteilt, die Gefangenen
freizulassen und sie über den Islam zu unterrichten, oder mit Liebe und ohne
Zwang die Menschen dazu zu bringen, zum Islam zu konvertieren. Habe ich euch
nicht gesagt, dass sich diese Religion auf Liebe beruht? Der Prophet (s) wollte
aber nicht, dass er gegenüber den Gefährten befehlerisch wird, sondern wollte,
dass sie die Gefangenen freiwillig freilassen, deshalb heiratete er Dschuwaireya
(r). Die Gefährten fingen dann an, es nicht zu mögen, dass die Familie der
Ehefrau des Propheten (s) unter ihrer Gefangenschaft zu halten. Sie sagten: „Bei
Allah, das darf niemals sein!“ Habe ich euch nicht gesagt, dass jede Ehe des
Propheten (s) ein bestimmtes Ziel hat?“
Eintreten des
Stammes zum Islam
Am nächsten Tag nach
der Eheschließung, begannen die Gefährten, die Gefangenen des Stammes
freizulassen und ihnen ihr Geld innerhalb eines Tages zurückzugeben. Daraufhin
meinte der Stamm, dass dies nur ein Prophet (s) zu tun vermag und bezeugten
daraufhin, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und dass Muhammad Allahs
Prophet und Gesandter ist. Der ganze Stamm von Al-Harith ist zum Islam
übergetreten. An einem Tag verwandelten sie sich zu einem Stamm, der den
Propheten (s) verteidigte.
Seht ihr, wie unsere
Religion ist? Könnte man jetzt behaupten, dass die Gefährten nach Geld zielten?
Sie nahmen zwar den Stamm am Anfang gefangen, jedoch galt dies als Regel damals.
An einem Tag, lieβen sie sie frei und gaben ihnen ihr Geld zurück.
Wegen der Heirat des
Propheten (s) mit Dschuwaireya (r) wurde der ganze Stamm zu Muslimen. Die
Wissenschaftler sagen, dass Dschuwaireya (r), wie keine andere Frau, ihrem Stamm
groβen Segen brachte. Sie befreite sie von der Gefangenschaft, gab ihnen ihr
Geld zurück und führte sie zum Islam.
In all meinen Folgen
über die Mütter der Gläubigen, könnt ihr die hohe und besondere Stellung der
Frauen in unserer Religion sehen. Konnte sich vorher von euch jemand diese
besondere Stellung der Frauen im Islam vorstellen?
Die
Konvertierung ihres Vaters zum Islam
Der Vater von
Dschuwaireya (r) wusste nicht, dass der ganze Stamm zum Islam konvertierte. Er
wollte seine Leute mit 100 Kamelen, als Lösegeld, freikaufen. Er glaubte, wenn
er 2 Kamele verstecken würde, dann würde niemand von den 2 fehlenden Kamelen
etwas merken, denn sie waren viele an der Anzahl. Tatsächlich band er 2 Kamele
außerhalb Medinas an, ohne dass jemand ihn dabei sah. Er dachte, dass man das
Fehlen der beiden Kamele nicht bemerken würde.
Als er beim Propheten
(s) eintrat, fand er den Stamm Bani Al-Mustaliq in Frieden und in Ruhe um den
Propheten (s) sitzen, obwohl sie Gefangene wären. Er wunderte sich sehr darüber.
Er bat den Propheten,
(s) um den Freikauf seiner Tochter mit 100 Kamelen, die er dafür mitgebracht
hatte. Da fragte der Prophet (s): „Und wo sind die 2 verbleibenden Kamele?“ Er
fragte erstaunt: „Welche Kamele?“ - „Die du in der folgenden Nacht und am
folgenden Ort angebunden hast.“, erwiderte er. Da sprach der Vater von
Dschuwaireya (r) das Glaubensbekenntnis und konvertierte somit zum Islam. Er
sagte: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und, dass du Sein
Gesandter bist.“
Dschuwaireyas (r)
Tod
Das war
Dschuwaireya
Bint Al Harith (r). Wir haben keine weiteren Informationen über sie. Sie starb
in der Regierungszeit von Mu’auia Ibn Abu Sufian und wurde im Ort Al-Baki’
begraben. Allahs Wohlgefallen sei auf unserer lieben Mutter
Dschuwaireya
Bint Al Harith.
Kommentare der
Anwesenden über Zainab Bint Dschahsch und
Dschuwaireya
Einer der Anwesenden
sagte: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Ich möchte darauf
hinweisen, dass es nicht nur wichtig ist, dass die Ehefrauen des Propheten (s)
Mütter für uns sind, sondern dass dies vielmehr eine großartige Ehre für sie
darstellt. Allah, der Erhabene erwählte, insbesondere sie für Seinen Propheten,
und zwar für besondere große Zwecke, zweifelsohne.
Zainab Bint Dschahsch
(r) erlebte sehr schwierige Tage, als sie einen Sklaven heiratete, obwohl sie
einer edlen und hohen Familie angehörte. Sie akzeptierte es nur um Allahs und um
Seines Propheten Willen. Wie sehr fiel ihr das schwer! Anderseits fiel es dem
Propheten (s) schwer, als Allah ihm befahl, Zainab (r), die ehemalige Frau
seines Sklaven, zu heiraten. So entnehmen wir daraus, dass die göttlichen
Befehle uns manchmal schwer fallen. Denn da muss man sich als Gläubige erweisen
und sich dem göttlichen Willen unterordnen, damit man Allahs Wohlgefallen
erlangt. So war es Muhammad (s) und Zainab schwer gefallen. Doch der Wille
Allahs schenkte ihnen mehr Bedeutung, und sie ordneten sich somit Seinem
Willen.“
Amr Khaled
kommentierte: „Mir ist gleich eingefallen, dass die Beziehung zwischen dem
Propheten (s) und Said (seinem Sklaven und der ehemalige Ehemann von Zainab Bint
Dschahsch) enger und liebevoller geworden war, erst nach der Eheschließung des
Propheten (s) mit Zainab, sodass der Prophet (s) um ihn viel weinte, als er in
einer Schlacht den Märtyrertod erlitt. Der Prophet (s) liebte auch seinen Sohn
Osama Ibn Said.“
Einer der Anwesenden
sagte: „Als Dschuwaireya beim Propheten (s) eintrat, um ihn um Geld zu bitten,
damit sie sich freikauft, wusste der Prophet (s) selbst nicht, dass sie bereits
Muslimin wurde. Als Folge ihrer Entscheidung heiratete er (s) sie, was dazu
führte, dass alle Prophetengefährten, auf den Befehl des Propheten, (s) den
ganzen Stamm von Dschuwaireya frei ließen. Da bekannte sich der ganze Stamm auch
zum Islam.“
Ein anderer
Anwesender sagte: „Die Heirat des Propheten (s) mit Zainab Bint Dschahsch, sowie
die Rückgabe des Vermögens des Stammes Bani Al Mustaliq von den
Prophetengefährten sagen wichtige Botschaften aus, die wir zur Zeit sehr
vermissen.“
Amr Khaled
kommentierte: „Die Prophetengefährten (s) waren damals arm, als sie diesem Stamm
ihr Vermögen zurückgaben. Sie besaßen wirklich edle Gefühle.“
Eine der Anwesenden
meinte: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Ich bewundere
Dschuwaireya Bint Al-Harith sehr. Welchen starken Glauben und Mut hatte sie, der
zur Konvertierung ihres ganzen Stammes zum Islam führte! Hätten wir doch so
einen starken Glauben, der uns beim Aufruf unserer Geschwister zur Religion
verhilft!“
Amr Khaled sagte:
„Hier ist ein weiterer Grund dafür, warum Dschuwaireya (r), bevor sie den
Propheten (s) traf, Muslim geworden war. Der Grund ist, dass die Frauen von
Natur aus, aufgrund ihrer zärtlichen Gefühle, mehr zur Religion neigen und
stärker davon beeinflusst werden. Deswegen war sie die Erste in ihrem Stamm, die
sich zum Islam bekannte. Anderseits, wenn die Frauen religiös sind, dann
beeinflussen sie ihre Umgebung mehr als die Männer. So war Dschuwaireya der
Anlass zur Konvertierung ihres Stammes zum Islam.
Wenn die Frauen sich
mit ihren zärtlichen Gefühlen mit der Religion und mit Allah beschäftigen, dann
ist es eine große Errungenschaft. Ich wiederhole immer, dass die Frau das
wundersamste Wesen der Welt ist, denn wenn sie eine gute Beziehung zu Allah hat,
dann ist sie stärker als hundert Männer, oder umgekehrt, wenn sie weit entfernt
von Allah ist, dann ist es leichter Berge zu versetzen, als an ihr Herz
heranzukommen. Welche Typen gehören wohl unseren Frauen an?“
Eine andere Anwesende
sprach: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Der Prophet (s)
sagte: „Wenn einer zu euch kommt, (um einen
Heiratsantrag zu machen), mit dessen Religion und Anstand ihr zufrieden seid,
dann lasst ihn heiraten!“ Aber wenn die Ehe zwischen Mann und Frau aus
verschiedenen sozialen Schichten geschlossen wird, entstehen viele Probleme.“
Amr Khaled
kommentierte: „Du meinst wohl, dass dieser Hadith der Tatsache widerspricht,
dass es Klassenunterschiede gibt. Der Hadith weist zwar auf den Aspekt der
Religion von den Werbern um die Eheschließung hin, aber das bedeutet nicht, die
anderen sozialen Aspekte zu vernachlässigen. Der Hadith weist in erster Linie
daraufhin, dass die Heirat nicht die Sache des Geldes ist. Die Familien sollen
z.B. bei den Brautgaben nicht übertreiben. Die Klassengleichheit muss aber in
Betracht gezogen werden. Ich sage die Klassengleichheit, aber nicht die
Gleichheit im Vermögen, denn der finanzielle Stand kann mit der Zeit verändert
werden. Die Klassengleichheit ist erforderlich, damit eine Art Verständigung
zwischen beiden Familien entsteht. Man soll also erst den religiösen Ehepartner
suchen, dessen Klasse auch mit seiner Klasse übereinstimmt. Wenn man ihn findet,
dann soll man die finanzielle Seite nicht übertreiben. Also ist es sehr wichtig,
die Klassengleichheit zu berücksichtigen neben der Religion.
Einer der Anwesenden
sagte: „Unglaublich, dass das Heer von Bani Al-Mustaliq, das kurz vor seiner
Gefangennahme Nichtmuslim war, wobei es sich nach der Gefangenschaft zum Islam
bekannte. Sie hatten das bestimmt nicht erwartet. Ich bestaune auch die edle
Kriegsmoral der Prophetengefährten, als sie die Gefangenen von Bani Al-Mustaliq
frei ließen und ihnen ihr Vermögen zurückgaben!“
Amr Khaled
kommentierte: „Der Ausdruck "Kriegsmoral" ist erstmals mit dem Islam erschienen.
Erst nachdem die Atombombe auf Hiroschima abgeworfen wurde, sprach man von
dieser Kriegsmoral. Davor wich man davon aus, sie zu erwähnen. Der Krieg
bedeutete für viele Menschen überhaupt keine Moral. Aber bei unseren
muslimischen Vorfahren erforderte der Krieg die Moral, da die Religion ihr Leben
bestimmte, und nicht sie selbst.
Ausschnitt aus dem
Leben von Safia (r)
Möge Allah euch mit
dem Guten belohnen für all die Kommentare. Ich möchte kurz von unserer Mutter
Safia Bint Hujai Ibn Al-Achtab sprechen. Beim nächsten Mal werden wir - so Gott
will - ihre Geschichte fortsetzen.
Hujai Ibn Al-Achtab
war das Oberhaupt der Juden. Die Heirat des Propheten (s) mit seiner Tochter war
von großer Bedeutung. Der Prophet (s) wollte uns damit eine Lehre erteilen. Wenn
sich ein Feind zu eurer Religion bekennt, dann gehört er zu euren Geschwistern
im Islam. Er hat dieselben Rechte, sogar kann man ihn heiraten.
Die
Prophetengefährten dachten, dass Safia eine Jüdin war und zur Tochter des
Judenoberhaupts, der damals ihr Feind war, angehörte. Der Prophet (s) wollte
dieses Gefühl aufheben. Seht ihr, wie unsere Religion die Herzen im Inneren
reinigt?
Ich erwähne euch
jetzt eine kurze, interessante Geschichte über Safia (r), die Safia (r) selbst
erzählte. In dieser Geschichte wird gezeigt, dass sie sich lange vor dem
Zusammentreffen mit dem Propheten (s) zum Islam bekannte. Als der Prophet (s)
aus Mekka nach Medina auswanderte und Medina erreichte, waren ihr Vater Hujai
Ibn Achtab, das Judenoberhaupt vom Stamm Bani Al-Nadir, und ihr Onkel Yasser Ibn
Achtab, Rabbiner, die sich gut mit der Thora auskannten, zusammen.
Ihr Vater ging zum
Propheten (s), um ihn zu betrachten und sicherzustellen, ob er wirklich ein
Prophet war. Er betrachtete ihn und bemerkte das Prophetensiegel auf seiner
Schulter. Dann fragte er ihn, ob sein Vater noch am Leben wäre. Er erkannte,
dass alle Informationen, die in der Thora über den kommenden Propheten vorhanden
waren, ganz mit ihm übereinstimmten. Er ging zu seinem Bruder zurück und
erzählte ihm alles. Dabei hörte Safia (r) zu. Yasser fragte: „Ist er wirklich
der kommende Prophet?“ - „Ja“ erwiderte er. „Was hast du also vor?“ Hujai
antwortete: „Von nun an befeinde ich ihn.“ Seht ihr, wie sie die Wirklichkeit
leugneten? Safia (r) hörte dieses Gespräch. Eines Tages träumte sie, dass der
Mond aus dem Himmel herunter stieg und sich auf ihren Schoß setzte. Sie erzählte
ihrem Vater diesen Traum. Da ohrfeigte er sie und sagte: „Möchtest du, dass du
den Propheten, einen Araber heiratest?“
Das war nur die
Einleitung über die Geschichte von Safia Bint Hujai Ibn Achtab. Mir bleibt
leider nicht genug Zeit, um ihre Geschichte jetzt fortzusetzen. Ich wollte mit
dieser kurzen Geschichte das Interesse bis euch bis zur nächsten Folge wecken.
Wir sehen uns in der
nächsten Folge, so Gott will. Friede sei mit euch.