8. Dschuwaireya Bint Al-Harith



UmMahat Al-Moemenin

Die Mütter der Gläubigen

8. Dschuwaireya Bint Al-Harith

Ich suche Zuflucht bei Allah, dem Hörenden und Allwissenden vor dem gesteinigten Satan. Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen, Lob sei Allah, dem Herrn der Welten. Allah segne und schenke dem Propheten (s) [1] Heil. Alles Lob gebührt Allah, Ihn loben wir und bei Ihm suchen wir Beistand. Ihn bitten wir um Verzeihung und zu Ihm kehren wir reuig um. Bei Ihm nehmen wir Zuflucht vor unserem eigenen Übel und vor dem Schlechten unserer Taten. Wen Allah rechtleitet, für den gibt es keinen, der ihn fehlgehen lässt, und wem Allah in die Irre gehen lässt, so gibt es für ihn keinen Rechtleitenden.

Wer war sie?

Heute erzählen wir eine Geschichte über Dschuwaireya Bint Al-Harith (r)[2]. Eigentlich ist das nicht ihr echter Name, sondern der Name, den ihr der Prophet (s) gegeben hatte. Sie hieβ Sunbura bzw. Burra. Der Prophet (s) aber nannte sie Dschuwaireya, da ihr Name nicht gut war. Sie kam aus dem Stamm Bani Al-Mustaliq.

Kriegerische Auseinandersetzung mit dem Propheten (s)

Die Bani Al-Mustaliq bereiteten sich für den Krieg gegen den Propheten (s) vor. Sie rüsteten eine groβe Armee aus, die unter der Herrschaft von Dschuwaireyas Vater, das Oberhaupt des Stammes, aufbrechen sollte. Sein Name war Al-Harith. Als der Prophet (s) von dieser Armee hörte, kam ihm der Prophet mit seiner Armee zuvor. Siehst du wie der Prophet (s) die Initiative ergriff? Bevor sich die Armee von Bani Al-Mustaliq bewegte, stand die Armee des Propheten (s) vor ihnen. Das bedeutet, dass der Prophet (s) gute Beobachter hatte. Die Gefährten des Propheten (s) hatten alle Geschehnisse nicht aus den Augen gelassen. Sie waren keine so genannten Derwische, die ihre ganze Zeit sich der Anbetung widmeten, sondern sie waren ganz wach und befolgten, was um sie geschah. Sie arbeiteten gut und waren gute Auskundschafter.

Der Prophet (s) erreichte mit seiner Armee die Wasserstelle Muraisi’. Auf diesem Platz fand die kriegerische Auseinandersetzung mit der Armee von Bani Al-Mustaliq statt. Der Prophet (s) besiegte sie ruhmreich und nahm hundert Familien, bestehend aus Frauen und Kindern, von Bani Al-Mustaliq, gefangen. Dann wurde der ganze Stamm gefangen genommen. Ein außergewöhnlicher, glorreicher Sieg.

Die Gefangennahme

Der Prophet (s) verteilte die Kriegsbeute an seine Armee. Sie kehrten anschließend nach Medina zurück. Das Oberhaupt des Stammes, Al-Harith, konnte wegflüchten. Seine Tochter Dschuwaireya Bint Al-Harith wurde von Thabit Ibn Qais gefangen genommen. Sie schlug ihm vor, ihre Freiheit gegen Geld zu erkaufen. Sie einigten sich auf 100 Unzen Gold. Damals war dies eine sehr groβe Summe.

Sie dachte dann nach, wie sie an diese beträchtliche Summe kommen könnte, während ihr ganzer Stamm gefangen genommen wurde.

Der Prophet (s) war mit der Gefangennahme des Stammes unzufrieden, denn er wollte diese Menschen nur zum Islam überzeugen. Sein Ziel war nicht weltlich geprägt. Sie aber wollten ihn bekämpfen, deshalb kämpfte er gegen sie. Auch gehörte es zu den damaligen militärischen Gefechtsregeln, sich Gefangene anzueignen.

Ihre Heiratsgeschichte

Der Prophet (s) wollte eine Lösung für die Gefangennahme des Stammes finden. Er wollte, dass die Menschen die Liebe zum Islam entdecken.

Zur gleichen Zeit überlegte sich Dschuwaireya (r), zum Propheten (s) zu gehen, um ihn zu bitten, sie von Thabit Ibn Qais zu befreien. Sie ging zum Propheten (s) und sagte: „Friede sei mit Euch[3], Allahs Gesandter.“ Der Prophet (s) erwiderte: „Du sagst Allahs Gesandter?“ Sie sagte: „Ja, ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass du Allahs Gesandte bist. Ich wünsche, dass du mir dabei hilfst, mich von Thabit Ibn Qais zu befreien.“ Der Prophet (s) antwortete: „Wünschst du dir Besseres als dies?“ Daraufhin fragte sie ihn hoffnungsvoll: „Und was soll das sein?“ Der Prophet (s) antwortete: „Ich nehme dich als Ehefrau und befreie dich.“ Sie fragte: „Willst du das wirklich?“ Der Prophet (s) sagte: „Ja.“

Edelhafte Situation

Der Prophet (s) heiratete Dschuwaireya (r). Seht ihr wie groβartig der Prophet (s) war und welchen Einfluss diese Heirat hatte? Der Prophet (s) hatte zwei Möglichkeiten. Entweder hätte er seinen Gefährten den Befehl erteilt, die Gefangenen freizulassen und sie über den Islam zu unterrichten, oder mit Liebe und ohne Zwang die Menschen dazu zu bringen, zum Islam zu konvertieren. Habe ich euch nicht gesagt, dass sich diese Religion auf Liebe beruht? Der Prophet (s) wollte aber nicht, dass er gegenüber den Gefährten befehlerisch wird, sondern wollte, dass sie die Gefangenen freiwillig freilassen, deshalb heiratete er Dschuwaireya (r). Die Gefährten fingen dann an, es nicht zu mögen, dass die Familie der Ehefrau des Propheten (s) unter ihrer Gefangenschaft zu halten. Sie sagten: „Bei Allah, das darf niemals sein!“ Habe ich euch nicht gesagt, dass jede Ehe des Propheten (s) ein bestimmtes Ziel hat?“

Eintreten des Stammes zum Islam

Am nächsten Tag nach der Eheschließung, begannen die Gefährten, die Gefangenen des Stammes freizulassen und ihnen ihr Geld innerhalb eines Tages zurückzugeben. Daraufhin meinte der Stamm, dass dies nur ein Prophet (s) zu tun vermag und bezeugten daraufhin, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und dass Muhammad Allahs Prophet und Gesandter ist. Der ganze Stamm von Al-Harith ist zum Islam übergetreten. An einem Tag verwandelten sie sich zu einem Stamm, der den Propheten (s) verteidigte.

Seht ihr, wie unsere Religion ist? Könnte man jetzt behaupten, dass die Gefährten nach Geld zielten? Sie nahmen zwar den Stamm am Anfang gefangen, jedoch galt dies als Regel damals. An einem Tag, lieβen sie sie frei und gaben ihnen ihr Geld zurück.

Wegen der Heirat des Propheten (s) mit Dschuwaireya (r) wurde der ganze Stamm zu Muslimen. Die Wissenschaftler sagen, dass Dschuwaireya (r), wie keine andere Frau, ihrem Stamm groβen Segen brachte. Sie befreite sie von der Gefangenschaft, gab ihnen ihr Geld zurück und führte sie zum Islam.

In all meinen Folgen über die Mütter der Gläubigen, könnt ihr die hohe und besondere Stellung der Frauen in unserer Religion sehen. Konnte sich vorher von euch jemand diese besondere Stellung der Frauen im Islam vorstellen?

Die Konvertierung ihres Vaters zum Islam

Der Vater von Dschuwaireya (r) wusste nicht, dass der ganze Stamm zum Islam konvertierte. Er wollte seine Leute mit 100 Kamelen, als Lösegeld, freikaufen. Er glaubte, wenn er 2 Kamele verstecken würde, dann würde niemand von den 2 fehlenden Kamelen etwas merken, denn sie waren viele an der Anzahl. Tatsächlich band er 2 Kamele außerhalb Medinas an, ohne dass jemand ihn dabei sah. Er dachte, dass man das Fehlen der beiden Kamele nicht bemerken würde.

Als er beim Propheten (s) eintrat, fand er den Stamm Bani Al-Mustaliq in Frieden und in Ruhe um den Propheten (s) sitzen, obwohl sie Gefangene wären. Er wunderte sich sehr darüber.

Er bat den Propheten, (s) um den Freikauf seiner Tochter mit 100 Kamelen, die er dafür mitgebracht hatte. Da fragte der Prophet (s): „Und wo sind die 2 verbleibenden Kamele?“ Er fragte erstaunt: „Welche Kamele?“ - „Die du in der folgenden Nacht und am folgenden Ort angebunden hast.“, erwiderte er. Da sprach der Vater von Dschuwaireya (r) das Glaubensbekenntnis und konvertierte somit zum Islam. Er sagte: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und, dass du Sein Gesandter bist.“

Dschuwaireyas (r) Tod

Das war Dschuwaireya Bint Al Harith (r). Wir haben keine weiteren Informationen über sie. Sie starb in der Regierungszeit von Mu’auia Ibn Abu Sufian und wurde im Ort Al-Baki’[4] begraben. Allahs Wohlgefallen sei auf unserer lieben Mutter Dschuwaireya Bint Al Harith.

Kommentare der Anwesenden über Zainab Bint Dschahsch und Dschuwaireya

Einer der Anwesenden sagte: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Ich möchte darauf hinweisen, dass es nicht nur wichtig ist, dass die Ehefrauen des Propheten (s) Mütter für uns sind, sondern dass dies vielmehr eine großartige Ehre für sie darstellt. Allah, der Erhabene erwählte, insbesondere sie für Seinen Propheten, und zwar für besondere große Zwecke, zweifelsohne.

Zainab Bint Dschahsch (r) erlebte sehr schwierige Tage, als sie einen Sklaven heiratete, obwohl sie einer edlen und hohen Familie angehörte. Sie akzeptierte es nur um Allahs und um Seines Propheten Willen. Wie sehr fiel ihr das schwer! Anderseits fiel es dem Propheten (s) schwer, als Allah ihm befahl, Zainab (r), die ehemalige Frau seines Sklaven, zu heiraten. So entnehmen wir daraus, dass die göttlichen Befehle uns manchmal schwer fallen. Denn da muss man sich als Gläubige erweisen und sich dem göttlichen Willen unterordnen, damit man Allahs Wohlgefallen erlangt. So war es Muhammad (s) und Zainab schwer gefallen. Doch der Wille Allahs schenkte ihnen mehr Bedeutung, und sie ordneten sich somit Seinem Willen.“

Amr Khaled kommentierte: „Mir ist gleich eingefallen, dass die Beziehung zwischen dem Propheten (s) und Said (seinem Sklaven und der ehemalige Ehemann von Zainab Bint Dschahsch) enger und liebevoller geworden war, erst nach der Eheschließung des Propheten (s) mit Zainab, sodass der Prophet (s) um ihn viel weinte, als er in einer Schlacht den Märtyrertod erlitt. Der Prophet (s) liebte auch seinen Sohn Osama Ibn Said.“

Einer der Anwesenden sagte: „Als Dschuwaireya beim Propheten (s) eintrat, um ihn um Geld zu bitten, damit sie sich freikauft, wusste der Prophet (s) selbst nicht, dass sie bereits Muslimin wurde. Als Folge ihrer Entscheidung heiratete er (s) sie, was dazu führte, dass alle Prophetengefährten, auf den Befehl des Propheten, (s) den ganzen Stamm von Dschuwaireya frei ließen. Da bekannte sich der ganze Stamm auch zum Islam.“

Ein anderer Anwesender sagte: „Die Heirat des Propheten (s) mit Zainab Bint Dschahsch, sowie die Rückgabe des Vermögens des Stammes Bani Al Mustaliq von den Prophetengefährten sagen wichtige Botschaften aus, die wir zur Zeit sehr vermissen.“

Amr Khaled kommentierte: „Die Prophetengefährten (s) waren damals arm, als sie diesem Stamm ihr Vermögen zurückgaben. Sie besaßen wirklich edle Gefühle.“

Eine der Anwesenden meinte: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Ich bewundere Dschuwaireya Bint Al-Harith sehr. Welchen starken Glauben und Mut hatte sie, der zur Konvertierung ihres ganzen Stammes zum Islam führte! Hätten wir doch so einen starken Glauben, der uns beim Aufruf unserer Geschwister zur Religion verhilft!“

Amr Khaled sagte: „Hier ist ein weiterer Grund dafür, warum Dschuwaireya (r), bevor sie den Propheten (s) traf, Muslim geworden war. Der Grund ist, dass die Frauen von Natur aus, aufgrund ihrer zärtlichen Gefühle, mehr zur Religion neigen und stärker davon beeinflusst werden. Deswegen war sie die Erste in ihrem Stamm, die sich zum Islam bekannte. Anderseits, wenn die Frauen religiös sind, dann beeinflussen sie ihre Umgebung mehr als die Männer. So war Dschuwaireya der Anlass zur Konvertierung ihres Stammes zum Islam.

Wenn die Frauen sich mit ihren zärtlichen Gefühlen mit der Religion und mit Allah beschäftigen, dann ist es eine große Errungenschaft. Ich wiederhole immer, dass die Frau das wundersamste Wesen der Welt ist, denn wenn sie eine gute Beziehung zu Allah hat, dann ist sie stärker als hundert Männer, oder umgekehrt, wenn sie weit entfernt von Allah ist, dann ist es leichter Berge zu versetzen, als an ihr Herz heranzukommen. Welche Typen gehören wohl unseren Frauen an?“

Eine andere Anwesende sprach: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Der Prophet (s) sagte: „Wenn einer zu euch kommt, (um einen Heiratsantrag zu machen), mit dessen Religion und Anstand ihr zufrieden seid, dann lasst ihn heiraten!“ Aber wenn die Ehe zwischen Mann und Frau aus verschiedenen sozialen Schichten geschlossen wird, entstehen viele Probleme.“

Amr Khaled kommentierte: „Du meinst wohl, dass dieser Hadith der Tatsache widerspricht, dass es Klassenunterschiede gibt. Der Hadith weist zwar auf den Aspekt der Religion von den Werbern um die Eheschließung hin, aber das bedeutet nicht, die anderen sozialen Aspekte zu vernachlässigen. Der Hadith weist in erster Linie daraufhin, dass die Heirat nicht die Sache des Geldes ist. Die Familien sollen z.B. bei den Brautgaben nicht übertreiben. Die Klassengleichheit muss aber in Betracht gezogen werden. Ich sage die Klassengleichheit, aber nicht die Gleichheit im Vermögen, denn der finanzielle Stand kann mit der Zeit verändert werden. Die Klassengleichheit ist erforderlich, damit eine Art Verständigung zwischen beiden Familien entsteht. Man soll also erst den religiösen Ehepartner suchen, dessen Klasse auch mit seiner Klasse übereinstimmt. Wenn man ihn findet, dann soll man die finanzielle Seite nicht übertreiben. Also ist es sehr wichtig, die Klassengleichheit zu berücksichtigen neben der Religion.

Einer der Anwesenden sagte: „Unglaublich, dass das Heer von Bani Al-Mustaliq, das kurz vor seiner Gefangennahme Nichtmuslim war, wobei es sich nach der Gefangenschaft zum Islam bekannte. Sie hatten das bestimmt nicht erwartet. Ich bestaune auch die edle Kriegsmoral der Prophetengefährten, als sie die Gefangenen von Bani Al-Mustaliq frei ließen und ihnen ihr Vermögen zurückgaben!“

Amr Khaled kommentierte: „Der Ausdruck "Kriegsmoral" ist erstmals mit dem Islam erschienen. Erst nachdem die Atombombe auf Hiroschima abgeworfen wurde, sprach man von dieser Kriegsmoral. Davor wich man davon aus, sie zu erwähnen. Der Krieg bedeutete für viele Menschen überhaupt keine Moral. Aber bei unseren muslimischen Vorfahren erforderte der Krieg die Moral, da die Religion ihr Leben bestimmte, und nicht sie selbst.

Ausschnitt aus dem Leben von Safia (r)

Möge Allah euch mit dem Guten belohnen für all die Kommentare. Ich möchte kurz von unserer Mutter Safia Bint Hujai Ibn Al-Achtab sprechen. Beim nächsten Mal werden wir - so Gott will - ihre Geschichte fortsetzen.

Hujai Ibn Al-Achtab war das Oberhaupt der Juden. Die Heirat des Propheten (s) mit seiner Tochter war von großer Bedeutung. Der Prophet (s) wollte uns damit eine Lehre erteilen. Wenn sich ein Feind zu eurer Religion bekennt, dann gehört er zu euren Geschwistern im Islam. Er hat dieselben Rechte, sogar kann man ihn heiraten.

Die Prophetengefährten dachten, dass Safia eine Jüdin war und zur Tochter des Judenoberhaupts, der damals ihr Feind war, angehörte. Der Prophet (s) wollte dieses Gefühl aufheben. Seht ihr, wie unsere Religion die Herzen im Inneren reinigt?

Ich erwähne euch jetzt eine kurze, interessante Geschichte über Safia (r), die Safia (r) selbst erzählte. In dieser Geschichte wird gezeigt, dass sie sich lange vor dem Zusammentreffen mit dem Propheten (s) zum Islam bekannte. Als der Prophet (s) aus Mekka nach Medina auswanderte und Medina erreichte, waren ihr Vater Hujai Ibn Achtab, das Judenoberhaupt vom Stamm Bani Al-Nadir, und ihr Onkel Yasser Ibn Achtab, Rabbiner, die sich gut mit der Thora auskannten, zusammen.

Ihr Vater ging zum Propheten (s), um ihn zu betrachten und sicherzustellen, ob er wirklich ein Prophet war. Er betrachtete ihn und bemerkte das Prophetensiegel auf seiner Schulter. Dann fragte er ihn, ob sein Vater noch am Leben wäre. Er erkannte, dass alle Informationen, die in der Thora über den kommenden Propheten vorhanden waren, ganz mit ihm übereinstimmten. Er ging zu seinem Bruder zurück und erzählte ihm alles. Dabei hörte Safia (r) zu. Yasser fragte: „Ist er wirklich der kommende Prophet?“ - „Ja“ erwiderte er. „Was hast du also vor?“ Hujai antwortete: „Von nun an befeinde ich ihn.“ Seht ihr, wie sie die Wirklichkeit leugneten? Safia (r) hörte dieses Gespräch. Eines Tages träumte sie, dass der Mond aus dem Himmel herunter stieg und sich auf ihren Schoß setzte. Sie erzählte ihrem Vater diesen Traum. Da ohrfeigte er sie und sagte: „Möchtest du, dass du den Propheten, einen Araber heiratest?“

Das war nur die Einleitung über die Geschichte von Safia Bint Hujai Ibn Achtab. Mir bleibt leider nicht genug Zeit, um ihre Geschichte jetzt fortzusetzen. Ich wollte mit dieser kurzen Geschichte das Interesse bis euch bis zur nächsten Folge wecken.

Wir sehen uns in der nächsten Folge, so Gott will. Friede sei mit euch.



[1] Salla-l-lahu alaihi wa sallam: salla-llahu 'alaihi wa sallam: Allah segne ihn und schenke ihm Heil.Segensformel, die nach koranischer Aufforderung (vgl. 33:56) für den Propheten Muhammad gesprochen werden soll. Nach islamischer Tradition wird dies vor allem regelmäβig bei der Erwähnung des Propheten getan.

[2] radya Allahu a’nhu/a’nha: Allahs Wohlgefallen auf ihm/ihr. Wird der Erwähnung der Namen der Gefährten, Nachfolger des Propheten (s) und der Mütter der Gläubigen beigefügt.

[3] Assalamualaikum: Grußformel

[4] Al-Baqi`: Friedhof in Medina, auf dem die meisten Gefährten und Prophetenfrauen (r) begraben wurden.

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