Der Charakter
SUNNAA’ AL-HAYAT
Lebensgestalter
Die
handwerkliche Tätigkeit
Einleitung
In der letzten Woche haben wir über die Industrie
und die kleinen Projekte gesprochen. Wir haben gesagt, dass es keinen
Aufschwung, ohne Industrie geben kann. Heute werden wir mit diesem Thema
fortsetzen.
Wie wir euch gesagt haben, ähnelt unser Programm
den Teilen eines Puzzlespiels, die zusammengesetzt werden, um am Ende das
vollständige Bild unseres Aufschwungs zu erhalten. Wie gesagt, haben wir in der
vorigen Folge mit der Industrie angefangen. Heute besprechen wir die
handwerkliche Arbeit, die eigentlich ein Teil der Industrie darstellt. Ich weiß,
dass das Hauptproblem dieser Folge, oder allgemein der handwerklichen Arbeit
darin liegt, dass die Leute sie leider gering schätzen. Die Leute in den
arabischen Ländern blicken von oben auf diese Arbeit herab, und verachten sie
möglicherweise. Man meint, was ist das für einen Job, oder das ist ein wertloser
Beruf.
In dieser Folge möchten wir gemeinsam drei
Ansichten verbessern. Bei zwei werden wir unseren Verstand gebrauchen und bei
der dritten unsere Hände. Was ich mit dem Verstand meine, ist die Änderung
zweier fester Überzeugungen gegenüber der handwerklichen Arbeit. Was sind diese
beiden festen Überzeugungen, die wir in unseren Köpfen verbessern werden? Die
erste sagt, dass die handwerkliche Arbeit wertlos ist. Die andere lautet, dass
die handwerkliche Arbeit in unseren Ländern nicht respektiert und nicht richtig
bewertet wird. Diese zwei Einstellungen möchten wir ändern.
In dieser Folge möchten wir zwei Einstellungen
gegenüber der handwerklichen Arbeit durchsetzen:
Die erste ist, dass die handwerkliche Arbeit
respektiert werden soll.
Die zweite Einstellung lautet: kein Aufschwung
kann ohne handwerkliche Arbeit stattfinden.
Es gibt ein Produkt, dieses wir durch
handwerkliche Tätigkeit produzieren werden. Wir werden in dieser Folge
vereinbaren, ein bestimmtes handwerkliches Projekt, vorzunehmen. Also kurz
gesagt, liebe Leute: In unserem Programm "Lebensgestalter" werden viele
Einstellungen und neue Themen dargestellt. Viele Personen glauben, dass die
Änderung der Einstellungen sehr schwierig ist. Ich glaube aber, dass diese Zeit
am günstigsten ist, die Einstellungen der Leute zu ändern. Denn in dieser Zeit
werden die meisten Festlegungen der arabischen Welt geändert. Was in der
arabischen Welt in den kommenden zehn Jahren passieren wird – wie ich am Anfang
der Lebensgestalter-Folgen gesagt habe – ist unvorstellbar. Was in den kommenden
zehn Jahren in der arabischen Welt passieren wird, ist doppelt so viel wie das,
was in den letzten 100 Jahren passiert ist. Und ihr werdet es sehen, liebe
Jungen und Mädchen, ihr Lebensgestalter, die in dieser Zeit, nach 10 oder 20
Jahren, auf der Welt seid. Die neuen Einstellungen, die wir jetzt durchsetzen,
werden in dieser Zeit gültig sein. Das ist die Rolle der Lebensgestalter, neue
Einstellungen vorzustellen, mit denen ihr, liebe Jugendliche nach 20 Jahren
leben werdet. Das ist unsere Rolle als Lebensgestalter, wir legen die Grundlage
einer sehr schweren Sache und versuchen feste Überzeugungen zu ändern. Was die
Sache leichter macht ist, dass es die Zeit der Änderungen ist. Und ihr lieben
Jugendlichen werdet diese Änderungen durchführen. Nach dieser Einleitung, lasst
uns mit der ersten Einstellung beginnen, die geändert werden soll.
Passt auf liebe Leute, diese Folge ist an die
ganze Gesellschaft gerichtet. Die Folge der kleinen Projekte konzentrierte sich
vielleicht auf eine bestimmte Schicht. Heute aber rede ich die Hausfrauen an,
die Väter, die Kinder der Grundschule, ich rede die Jugendlichen der Gymnasien
an, auch die jungen Studenten der Universitäten. Ich richte mein Wort an Jungen
und Mädchen in der ganzen arabischen Welt und die für die Ausbildung zuständigen
Personen in unseren Ländern. In dieser Folge spreche ich die Funktionäre der
Massenmedien in unseren Ländern an, die Prediger der Moscheen, die Handwerker
selbst. In dieser Folge sind alle Schichten angesprochen.
Wenn ich jetzt vor euch dasitze und sage, dass wir
feste Einstellungen ändern möchten, weiß ich, dass es nicht einfach ist, eine
Einstellung, die seit 100 Jahren existiert, in einer einzigen Folge zu ändern.
Nein, das machen wir nicht, denn ihr lieben Jugendlichen werdet diese Folge
aufnehmen und sie in der ganzen Welt verbreiten. Ja wir können das sicherlich –
so Gott will - tun und mit Seiner Hilfe erreichen. Ich spreche von der Änderung
einer festen Einstellung. Könnt ihr euch die Belohnung
Allahs für diese Arbeit vorstellen, wenn wir dabei Erfolg haben, in unseren
Ländern und in der arabischen Welt eine neue Einstellung zu verbreiten, die
Allah und die Muslime zufrieden stellt und womit wir uns bessern. Stellt euch
meine und eure Belohnung vor, wenn ihr diese neue Einstellung überall bei den
Leuten verbreitet. Was für eine große Belohnung kann man dafür bekommen? Könnt
ihr euch vorstellen, wie das Wohlgefallen Allahs sein wird, wenn wir einen
wichtigen Teil in der Gesellschaft verbessern?! Das wird phantastisch, wunderbar
sein, wenn wir erhobenen Hauptes gehen und Allah, dem Segensreichen und
Erhabenen, unsere Arbeit zeigen. Deshalb konzentriert euch bitte gut mit mir und
füllt eure Herzen mit dieser Einstellung. Dann können wir gleich nach der Folge
mit der Arbeit beginnen und die neue Einstellung überall in der Gesellschaft
verbreiten. Welche Einstellung sollen wir verbreiten? Die Einstellung, die
lautet, dass handwerkliche Arbeit wichtig für die Gründung des Aufschwungs ist.
Am Anfang stellt sich die Frage: Was ist
handwerkliche Arbeit? Handarbeit oder Handwerk ist eine technische Arbeit, bei
der geistig als auch körperlich – sprich mit der Hand - gearbeitet wird. Im
Wesentlichen braucht sie praktische Übung. Sie braucht keine große theoretische
wissenschaftliche Grundlage, die der Handwerker studieren muss. Also kurz gesagt
braucht die technische Arbeit, die mit der Hand erledigt wird, das Denken und
die Geschicklichkeit. Diese Geschicklichkeit wird durch praktische Erfahrung
gewonnen, dazu ist es erforderlich, die Arbeit oft mit den Augen zu sehen. Also
kurz gesagt: was ist handwerkliche Arbeit? Ein denkender Kopf, eine arbeitende
Hand und Geschicklichkeit. Diese drei bedeuten handwerkliche Arbeit.
Was gibt es zum Beispiel? Es gibt sehr viele
Bereiche, die wir nennen können: Der Schlosser, der Monteur, der Schweißer. Was
machen sie? Sie stellen die Zahnräder und die Schablonen her, die jede Maschine
in der Welt braucht, ohne die sie nicht arbeiten kann. Jede Industrie braucht
einen Handwerker, der die Arbeitsgänge der Maschinen verrichtet und die
Maschinen einstellt. Was das bedeutet? Seht ihr die Dekorationen, die um uns
sind? Wir sprechen jetzt nicht davon, ob sie euch gefallen oder nicht, das ist
eine andere Sache. Ein Ingenieur hat diese Dekorationen entworfen, aber könnte
er seine Entwürfe zusammensetzen und implementieren? Nein! Auch das schöne Auto,
mit dem du fährst, hat ein Ingenieur entworfen. Wer aber hat die Teile
zusammengesetzt, genau eingestellt und dieses und jenes gemacht? Letzten Endes
ist es ein Handwerker. Deshalb kann keine Industrie erfolgreich sein, ohne dass
es einen Handwerker gibt, der die ganze Arbeit verrichtet. Und so können wir
feststellen, dass unsere Landwirtschaft, unsere Industrie und unser privates
Leben mit handwerklicher Arbeit stark gebunden ist. Ich will damit sagen, dass
hinter jeder Kultur ein hervorragender Handwerker steht. Könnt ihr das glauben?
Seht euch die Kultur der Pharaonen und die Perfektion ihrer Arbeit an. Das Ganze
ist handwerkliche Arbeit, oder? Die Pharaonische Kultur, die bis in diese Zeit
fortlebt, ist nichts Anderes als handwerkliche Arbeit. Seht euch die islamische
Kultur an, und was sie in Ägypten, in Syrien, in Spanien hinterlassen hat. Seht
euch die Kultur Europas in der Zeit der Renaissance an und die wunderbaren
Museen, die wir jetzt vorfinden. Nicht nur die Museen, auch die Gebäude. Wenn du
Frankreich oder Ostdeutschland besuchst, wird dich die Schönheit der Architektur
und die handwerkliche Arbeit beeindrucken.
Das ist noch nicht alles. Wisst ihr was? Diese
handwerkliche Arbeit, die vor hunderten von Jahren ausgeführt wurde, schenkt uns
und unseren Kindern jetzt in der Gegenwart unser Lebensunterhalt. Wie?
Vergesst nicht, dass es einen Wirtschaftszweig
gibt, der dem Lande Milliarden einbringt und an dem Millionen arbeiten. Es ist
der Tourismus. Wisst ihr, worauf sich ein großer Teil des Tourismus stützt? Bei
Touristen handelt es sich um Leute, die von einem Platz zum andern reisen, um
die Sehenswürdigkeiten verschiedener Kulturen zu besichtigen. Auf wen gehen
diese Sehenswürdigkeiten zurück? Wer hat sie gemacht? Ist es so oder nicht? Chan
El Chalili,
Tripolis und die alten Stadtteile, die sie enthält, bei all diesen Plätzen,
liebe Leute, handelt es sich um handwerkliche Arbeit, die schöpferische,
gelernte Handwerker hergestellt haben. Sie konnten ihre Hände auf
außergewöhnliche Art und Weise benutzen. Was will ich damit sagen? Ich will
sagen, dass die großen Kulturen der Welt immer mit handwerklicher Arbeit
verbunden waren. Seht ihr, wie wir handwerkliche Arbeit ohne Respekt behandeln?
Wir können die Wichtigkeit dieser Arbeit nicht schätzen, obwohl die größten
Kulturen der Welt darauf beruhten.
Ich will noch ein anderes Beispiel geben: Als wir
Kinder waren, haben wir in Geschichte gelernt, dass Konstantinopel oder das
osmanische Reich die gelernten Handwerker Ägyptens und Syriens nach
Konstantinopel geschickt hat. Das haben wir in der Schule gelernt. Sie haben die
geschickten Handwerker genommen, um die Kultur des osmanischen Reiches
aufzubauen. Und wie wir auch in der Geschichte gelernt haben, hatte dies eine
negative Auswirkung auf die Entwicklung Ägyptens und Syriens. Wisst ihr warum?
Weil die gelernten Handwerker aus Ägypten und Syrien nach Konstantinopel
gewandert sind, und so sieht die Türkei heute aus. Seht den Tourismus der
Türkei! Man staunt, wenn man sich die Suleiman-Moschee
anschaut. Wie groß und wunderbar ist sie! Wenn man sich diese Moschee vorstellt,
sagt man: Oh wie genial ist dieses Bauwerk! Hier waren sowohl die Ägypter als
auch die Syrer an dessen Bau beteiligt. In der Türkei kann man auch den Markt
der Ägypter sehen, wo die ägyptischen Handwerker damals gelebt haben. Wir
besuchen jetzt diese Plätze und die Touristen kommen aus Europa und aus der
ganzen Welt und bewundern sie. Sie bezahlen bis zu unserer Zeit Milliarden an
die Türkei und bewundern die Kunstwerke, die die ägyptischen und syrischen
Handwerker hergestellt haben.
Die Handwerker, die vor hunderten oder tausenden
Jahren fleißig gearbeitet haben, schenken uns jetzt unseren Lebensunterhalt und
trotzdem sagen wir: Was ist das für ein Beruf! Nein, ich will sagen, dass es
nicht nur um Baukunst geht. Vielleicht haben wir nur Beispiele aus der Baukunst
erwähnt. Ich will aber sagen: Seht euch die Handwerker an und welchen
Fortschritt sie in unseren Ländern bewirkt haben, der ohne sie nicht möglich
wäre. 1963 produzierte Ägypten ein Flugzeug mit dem Namen: Kairo 300. Es war das
erste Flugzeug in der arabischen Welt, das von A bis Z lokal produziert wurde.
Es war ein Prototyp und es konnte fliegen. Ägyptische Ingenieure haben das
Flugzeug konstruiert und alles geplant, aber was dann? Wenn Ägypten in dieser
Zeit keine hochqualifizierten Handwerker gehabt hätte, hätte dieses Flugzeug
nicht ans Licht kommen können. Dieses Flugzeug ist aber gebaut worden und es
flog, aber nach der Niederlage von 1967 ist dieser Traum verschwunden. Trotzdem
sagen wir, dass ohne diese gelernten Handwerker wir dieses Flugzeug nicht sehen
hätten können.
Ein anderes Beispiel: Der Krieg des Jahres 1973.
Wir wissen, dass der Sinai besetzt war. Um zum Sinai zu gelangen, musste man den
Suez-Kanal überqueren, also von einem Ufer zum anderen übersetzen. Dazu brauchte
man dringend eine Schwimmbrücke. Oder wie sonst konnte man zur anderen Seite
gelangen? Man musste eine Brücke bauen! Aber wie konnte das möglich sein, die
Luftwaffe könnte diese Brücke gleich beschießen? Die Brücke sollte also in
wenigen Minuten aufgebaut werden, damit die Armee und die Panzer darauf von
einer Seite zur anderen fahren konnten. Ist das möglich? Liebe Leute wir haben
hohe Fähigkeiten, aber wir müssen die handwerkliche Arbeit gut schätzen. Stellen
wir uns vor, es gäbe keine handwerkliche Arbeit bei diesen Ereignissen, könnte
dann überhaupt ein Aufschwung stattfinden, oder hätte der Krieg von 1973
erfolgreich sein können? Denkt bitte an den hohen Wert der handwerklichen
Arbeit, wenn ihr diesen Film anschaut.
(Vorführung eines Teils der Überquerung im
Krieg von 1973)
Liebe Leute, was wir jetzt
gesehen haben, ist eine Kultur, die die Handwerker aufgebaut haben. Tourismus
und Industrien, die sich auf Handwerker gründeten. Kriege, die durch die
Handwerker erfolgreich waren. Und wie ist es jetzt mit der Lage der Handwerker
selbst? Ihre Arbeit wird als niedrige Arbeit betrachtet, man glaubt, sie sei
wertlos. In der vorigen Folge haben wir über die kleinen Projekte gesprochen.
Wie können die Jugendlichen, die kleinen Projekte ausüben wollen und ihre Arbeit
ohne Handwerker fertigen? Liebe Leute, als ich in der vorigen Folge sagte, wir
sollen damit anfangen, kleine Projekte aufzubauen, habe ich einige Beispiele
gezeigt, die eigentlich nicht verpflichtend sind. Was aber dabei äußerst wichtig
und zu berücksichtigen ist, dass man darauf achtet, dass unsere Produkte
konkurrenzfähig werden. Das ist die Aufgabe der Experten und Spezialisten. Sie
zeigen dem Jugendlichen, wie er besser sein und was ihm mehr Gewinn bringen
könnte, damit er im Konkurrenzkampf der Beste wird. Aber, liebe Jugendliche, was
braucht man wenn man ein Projekt umsetzen will? Ohne die Handwerker kann man
kein Projekt machen.
Leute, es kann keine Industrie
ohne Handwerker existieren und somit auch kein Aufschwung hervorgerufen werden.
Die handwerkliche Arbeit ist das Rückgrat der Industrie und folglich das der
Entwicklung. Denn der Handwerker ist das letzte Kettenglied von Landwirtschaft
und Industrie, ohne die die Wirtschaft sich weder entwickeln noch entfalten
kann. Er ist das Rückgrat! Dies ist daher die erste Auffassung. Ich frage mich,
ob ich dazu beigetragen habe, zu helfen, diese Einstellung zu ändern? Es wird zu
keinem Aufschwung ohne Handwerksarbeit kommen. Wir wollen uns durch diese
Auffassung motivieren lassen, ihr Lebensgestalter, Männer und Frauen!
Es gibt Leute, die sagen, sie
wüssten nicht, wie sie sich an unserem Programm beteiligen sollten, es reicht
wenn ihr für unsere Ideen werbt und sie verbreitet, und schon haltet ihr die
Verpflichtungen, einen Aufschwung zu erreichen, ein, die wir mit Gott und
unserem Propheten (s)
vereinbart haben.
An euch, ihr Frauen, ändert eure
Ansichten, denn es ist Zeit, sie zu ändern. Und die Zukunft gehört euch, ihr
Jugendlichen! Dies ist die erste Auffassung.
Die zweite Auffassung, die wir
ändern wollen, bezieht sich auf den Respekt vor dem Handwerkerberuf, den wir als
einen ehrenwerten Beruf ansehen müssen. Wisst
ihr, warum wir heutzutage die handwerkliche Arbeit so sehr missachten? Weil wir
alle nur an einem Abschluss von Universitäten und Akademien interessiert sind,
ganz egal, ob wir danach eine Arbeit haben werden oder
nicht. Was uns wichtig ist, ist unsere Abschlusszeugnisse an der Wand hängen zu
sehen. Das ist das wichtigste, doch dass ich einen Handwerksberuf ausübe?
Was ist das für unsinniges Geschwätz? … Nein, nein! Niemals! Dies entspricht
weder meinem sozialen Status, noch dem Ansehen meiner Familie. Ich kann mich
nicht zu solch einem Niveau herab begeben. Und heutzutage wirst du sehen, dass
der Mutter die einzige Sorge ist: „Oh Sohn, du musst erst einmal die Uni
absolvieren, um ein gutes, hübsches Mädchen heiraten zu können, aus einer
hochangesehenen Familie. Du wirst zu ihnen gehen müssen mit deinem
Abschluss, wenn sie dich über die Universität
ausfragen, die du absolviert hast. Sie werden dich nur mit einem
Abschluss akzeptieren.“ Somit wird der Junge
weiter studieren, um diesen schließlich zu erlangen, doch hinterher hat er keine
Arbeit und so ist dein Sohn arbeitslos. Und das Mädchen, sie überschreitet die
30, ohne zu heiraten, weil kein Mann mit einer Arbeitsstelle ihr vorgestellt
wurde, weil ihr Vater keinen arbeitslosen Mann akzeptieren würde und im gleichen
Moment kann er seine Tochter nicht mit jemandem verheiraten, der kein
anständiges Abschlusszeugnis vorlegen kann. Nehmen wir mal an, jemand hat ein
Handwerk erlernt und hat ein kleines erfolgreiches Projekt aufgebaut, womit er
eine Menge Geld verdient. Er ist auch sehr gut erzogen. Ich kenne so viele
Leute, die am Benehmen der Handwerker Zweifel haben. Aber stell dir vor – und
wir machen in diesem Programm „Lebensgestalter“ Aufklärungsprogramme – ein
Handwerker, der sehr gut erzogen ist, kommt, um sich deiner Tochter
vorzustellen. Wirst du ihn akzeptieren? Oder wirst du warten, bis sie die 30
überschritten hat, und stattdessen einen Mann, mit einem
Zertifikat in der Hand, vorziehen.
Das ist nicht alles, es gibt noch
etwas! Wir glauben, dass die ideale Mutter diejenige ist, die ihre Kinder so
erzieht und sie unterstützt, bis sie ihre Diplomzeugnisse erhalten. Man
präsentiert sie, wie das Modell der perfekten Mutter und man lädt sie ins
Fernsehen ein, damit sie sagen kann: Allah sei gelobt, ich konnte meine Kinder
gut erziehen, trotz der schlechten Bedingungen, und jetzt ist der eine von ihnen
Ingenieur und der andere Arzt. Doch, arbeiten sie? Das ist egal, dies ist eine
andere Geschichte! Glaubt nicht, dass ich die Mütter und ihre Rolle in unseren
Gesellschaften unterschätze. Im Gegenteil, unsere Mütter stehen über allem. Aber
schließlich und endlich, was ist wichtig? Dass ihr gelitten habt, damit euer
Kind ein Diplom bekommt? Oder, dass es leistungsfähig ist und Vorteile für die
Gesellschaft erbringt?
Aber es gibt Schlimmeres! Man
findet Handwerker, die euch sagen: „Ich werde es nicht zulassen, dass mein Sohn
Handwerker wird. Ich will, dass mein Sohn seine
Schulaufgaben macht, die Universität besucht und sein Diplom bekommt.“
Und all das nur, damit dann der Sohn letztendlich als Arbeitsloser endet!
Habe ich euch nicht gesagt, dass
wir gekommen sind, um die Auffassungen zu ändern? Gebt
Acht, lasst euch nicht täuschen von den Jugendlichen, die jetzt die
Universität abschließen, diese sind nicht alle begabt. Denn wir wissen, dass die
Universität und der Unterricht nicht alle tausende Studenten, die den ganzen
Hörsaal füllen, ausbilden können. Und wir wissen
genau, womit sich diejenigen Studenten, die in den hintersten Reihen im Hörsaal
sitzen, beschäftigen. Diejenigen, die ihre Zeit damit verbringen, Karten
und Schach zu spielen. Nein, nicht mal Schach, denn Schach ist ein Spiel für
kluge Köpfe. Also, glaubt nicht, dass alle unsere Absolventen nützlich und gut
ausgebildet sind.
Bei dieser Gelegenheit werde ich
euch eine bezeichnende Anekdote erzählen. Zwei Jugendliche haben gerade das
Abitur hinter sich und sind nun auf dem Weg zur
Vergabestelle der Ergebnisbewertung. Diese Stelle ist dafür verantwortlich, an
welcher Universität sich die Jugendlichen – je nach Abschlussergebnissen -
inskribieren können. Diese Geschichte ist wirklich wahr und sie geschah
in einem arabischen Land, das ich jetzt aber nicht erwähnen werde. Als sie dann
dort ankamen mit ihren Papieren, um sich einzuschreiben, war die Warteschlange
natürlich sehr lang. Sie erreichten aber endlich das Büro und traten ein. Der
Angestellte sah sich ihre Papiere an und sagte: „Für
welche Universität wollen Sie sich denn bewerben?“ Der eine von ihnen
sagte: „Für die Universität der Naturwissenschaften“.
Der Angestellte sagte: „Tut uns leid, es ist alles ausgebucht.“ Der Junge
antwortete: „Was können wir denn jetzt tun?“ Der Angestellte bat ihn, sich zu
beeilen, da die Schlange noch sehr lang war. Die Jungen überlegten weiter „Na
gut, und was schlagen sie uns vor?“ Der Mann sagte: „Es gibt da noch
die Kunst- und Handelsfachhochschule“. Der
Junge sah seinen Freund an und sagte: „Was werden wir denn jetzt machen?“ Sein
Freund antwortete: „Ich sag dir was, wir inskribieren
einfach an irgendeiner Universität, solange wir zusammen bleiben. Machen
Sie schon, Mann! Tragen Sie sich einfach für die noch vorhandenen
Studienrichtungen ein.“ So gingen sie dann in die Fachhochschule.
Soll ich mit dem Witz fortfahren?
Obwohl es eigentlich kein Witz ist, es ist vielmehr eine Tragödie. Sie gehen
also zur Hochschule. Sie absolvieren Studien, die überhaupt nicht am
Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Sie erhalten ihre Diplome, um sich dann mit 16
Millionen anderen arbeitslosen Absolventen in der arabischen Welt vorzufinden.
Leute, diese Denkweise muss sich
schleunigst ändern. Was heißt das im Klartext?
Sicherlich gibt es da den einen
oder anderen Vater, der uns gerade zusieht und der einen Sohn hat und mir jetzt
sagen wird: „Willst du etwa, dass ich meinen Sohn vom Gymnasium rausnehme und
ihn in irgendwelchen technischen Instituten studieren lasse? Geh, Sohn, schalte
diesen Fernseher aus! Bei Allah, dieser Typ ist …“ Nein bitte, Gott segne dich,
mach es nicht. Wir sind gerade dabei unsere Auffassungen zu korrigieren. Ich
habe ja noch nicht das Projekt erklärt, also schalte
den Fernseher bitte nicht aus. Der Prophet (s) pflegte zu sagen: „Ich
suche Zuflucht bei dir, vor nutzlosem Wissen.“
Denkt darüber und über die
heutige Gesellschaft nach.
Ich flehe dich an, lehre deine
Kinder die Prinzipien dieses Hadiths.
Ich bitte euch um nichts Anderes
als dieses.
„Oh Allah! Ich suche Zuflucht
bei dir, vor nutzlosem Wissen.“ Was ist falsch daran, dein Kind so zu
erziehen, dass es eine Druckerei eröffnet? Sie könnte dann zu einem Verlag
anwachsen. Warum nicht? Was ist falsch daran, wenn eine Frau oder ein Mädchen
lernt, wie man Gebäck zubereitet und dann die größte
Konditorei des Landes
besitzt und berühmt wird? Sind das nicht etwa auch
Berufe und Handwerke?
Diese Auffassung muss sich
ändern. Wir müssen Handwerksberufe respektieren. Wir müssen die Bedeutung des
Handwerksberufes schätzen. Lasst mich euch eine Frage stellen. Wenn ihr diesen
Hadith hier hört: „Oh Allah! Ich suche
Zuflucht bei dir, vor nutzlosem Wissen.“ Woran denkst du da? Wie
wirst du dem Propheten (s) gegenübertreten, wenn er
bei Allah Zuflucht vor dieser Sache sucht? Lasst mich euch etwas sagen.
Was hat unsere Gesellschaft dazu gebracht, so zu werden, wie sie jetzt ist?
Weißt du was? Es ist die Kolonisation. Was meinst du? Als unsere Länder von den
Europäern besetzt waren, waren sie darauf bedacht, die
Handwerksberufe zu zerstören. Ein Mann, namens Dunlop,
setzte Erziehungsrichtlinien in vielen arabischen Ländern durch. Kennst
du das Ziel dieser Richtlinien? Beamte erzeugen! Aber
warum? Warum Beamte und keine Handwerker? Weil die Besatzer im Wesentlichen
gekommen sind, um die Produkte zu vermarkten, die von Handwerkern und Arbeitern
aus ihren eigenen Ländern hergestellt wurden. Liege ich da richtig? Ist das
nicht der Grund, der hinter der Besatzung steckt?
Wir haben unsere eigenen
Industrien. Das heißt also, wenn du Handwerker wirst, wird das keinen
Sinn machen, oder? Natürlich nicht. Erinnerst du dich
an den Film über die Geschichte Gandhis? Seine einzige Veranlassung war, zu
beweisen „Wir sind Handwerker. Wir müssen die Produkte, die wir brauchen, in
unserem eigenen Land herstellen.“ Dunlop hatte
ein brillantes Erziehungssystem aufgestellt, um Beamte auszubilden, deren
geschäftliche Arbeit nur darin besteht, Produkte von außerhalb ihres Landes zu
vermarkten.
Gut, Dunlop ist nun weg und so
auch die Kolonisation. Hundert Jahre sind nun vergangen und das Erziehungssystem
hat sich bis jetzt nicht geändert! Warum haben wir unsere Sichtweisen nicht
geändert? Außer Erziehungssysteme zu ändern, hat Dunlop aber noch mehr Schaden
verursacht. Das ganze Geld des Bildungsetats war der Ausbildung in den
Universitäten gewidmet. Und was ist mit der
beruflichen Ausbildung? Er hat sie völlig
vernachlässigt. Er hat sie nicht nur vernachlässigt, nein, das System hörte auf,
ihnen Allgemeinbildung zu vermitteln und ihren Wissensstand zu verbessern.
Das heißt also, es
wurden Handwerker ausgebildet, die ihre Arbeit nicht
beherrschen und deshalb in Verlegenheit geraten. Sie sind außerdem weder
gebildet noch wohlerzogen. Deshalb beginnt die Gesellschaft sie immer schlechter
anzusehen, bis sich die Handwerker auf der untersten Stufe der sozialen Leiter
befinden. Das alles geht einfach nicht und führt zu keinem Aufschwung.
Das kann nicht funktionieren. All das muss sich ändern.
Und das ist unsere Rolle. Ich weiß, dass das, was ich sage, schwierig ist, aber
die Zukunft soll viele Änderungen mit sich bringen. Du kannst das ändern. Schau
mal, was im Bezug auf das, was wir sagten, in Europa passiert. Du wirst
bemerken, dass sowohl die Universität als auch die
berufliche Erziehung eine große Menge an Aufmerksamkeit bekommen. Warum? Weil
sie sich gegenseitig ergänzen. Es ist, wie ich vorher schon erwähnt hatte, wie
ein Puzzle. Die Einzelteile sind aufeinander abgestimmt, und somit kann keine
Industrie ohne eins von beiden existieren. Deshalb, wenn du auf die Europäer
blickst, wirst du einen stolzen Mann vorfinden, der sagt: „Mein Sohn
absolvierte eine technische Universität. Er
arbeitet jetzt und verdient seinen eigenen Lebensunterhalt.“ Wenn du dir
Talk-Shows in Großbritannien anschaust, ich jedenfalls, wenn ich es tue, wundere
ich mich sehr.
Die Gäste in dieser Talk-Show
sind nämlich Ärzte und auch Handwerker. Beide reden
und diskutieren auf gleicher Bildungsebene. Warum? Weil der Handwerker
finanziell gefördert wurde und die gleiche Erziehungsqualität wie der Arzt
bekommen hat.
Wenn wir in
den nächsten Folgen über die Erziehung sprechen, müssen wir einen riesigen
Schritt in diesem Thema tun, so Gott will, um die Situation zu verbessern. Doch
nun gilt es, diese Auffassung zu ändern. Was war es noch mal? Handwerker zu
respektieren! Was die Tatsachen verschlimmerte, sind die Medien. Was haben sie
gemacht, anstatt Bildung unter ihnen zu verbreiten, sie kulturell zu erziehen
und ihre Probleme zu lösen, um ein gutes Beispiel für die Gesellschaft zu
setzen? Sie fingen an, sich über sie lustig zu machen und sie auszulachen. Sie
redeten über junge Handwerkerkinder und rissen Witze darum. Die Eltern begannen
alsdann zu sagen: „Nein, das will ich nicht.“ Ist nicht genau das passiert in
unseren Ländern? Gut, ich komme heute, um das zu ändern. In dieser Folge müssen
wir diese Auffassung ändern, indem wir den Koran und den Islam dazu nutzen. Hört
her, was der Koran sagt, im Bezug auf Handwerker. Der Koran erwähnt die
Handwerker in einer Art und Weise, dass du sie einfach
lieben wirst. Und der Prophet Muhammad (s), was
hat er über die Handwerker gesagt? Ändere Auffassungen, indem du den
Islam nutzt. Wir haben etwas, die Religion, worauf wir uns beziehen können. Der
Islam ist großartig. Es geht hierbei nicht nur darum, nur zu beten und zu
fasten. Der Islam erzählt uns, wie das Leben
funktioniert. Das ist Gottes Wille. Hör dir diesen Vers an, wo Allah
sagt: [Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und
sandten mit ihnen das Buch und die Waagewerte herab, auf dass die Menschen
Gerechtigkeit üben mögen….] (57:25). Koran und Religion und dann was? Hör
dir den Rest des Verses an: [… und Wir schufen das Eisen, …] (57:25). Das
Buch, die Waage und das Eisen. Er hat beides nebeneinander gesetzt, [… und
Wir schufen das Eisen, worin (Kraft zu) gewaltigem Krieg wie auch zu (vielerlei)
Nutzen für die Menschheit ist, …] (57:25). Wie kann es Vorteile für andere
bringen, wenn es noch ganz neu ist?! Worüber spricht der Koran?! Über die
Formgebung des Eisens. Wie kann da überhaupt ein Nutzen gezogen werden, ohne
Schweißer und Bauschlosser? Kannst du sehen, was dieses Bild uns zeigen will? Es
ist das Eisen!
Allah hat uns noch etwas
befohlen, nämlich den Aufbau und die Bevölkerung der Erde. Betrachte den
Koranvers, in dem Allah seine Gaben an die Menschen aufzählt; unter diesen Gaben
war:
[Und
gedenkt (der Zeit), da Er euch zu Erben der Ad
einsetzte und euch eine Stätte im Land anwies; ihr erbaut Paläste in seinen
Ebenen und grabt Wohnungen in die Berge. Seid also der Gnaden Allahs eingedenk
und treibt im Land nicht (euer) Unwesen, indem ihr Unheil anrichtet.]
(7:74).
Allah hält es also für eine
Gnade, dass Er den Menschen im genannten Koranvers handwerkliche Berufe
beigebracht hat. Seht ihr, wie diese Berufe im Koran als Gunst und Huld von
Allah betrachtet werden.
Nun höre diesen Vers; ein
Handwerk war der Grund dafür, dass das ganze Volk des Jemens sich zum Islam
bekannt hat.
Welches Handwerk war das denn?
Die Glasindustrie!
Wie..?
Der Vers (27:44) sagt:
[…„Tritt
ein in den Palast.“]
Als die Königin des Jemen
zu Salomo ging, lud er sie ein, um einzutreten.
Dies war ein Palast, auf dem
Wasser gebaut. Deshalb, als sie den Palast sah, dachte sie, dass dies nicht der
Palast sei, sondern lediglich ein Wasserweg, der zum Palast führen sollte.
[… Und da sie ihn sah, hielt
sie ihn für einen Wasserspiegel …]
Daraufhin hat sie ihr Gewand
hochgezogen
[… und entblößte
ihre Beine.]
Insgeheim dachte sie „Ich soll
durch das Wasser gehen, wie merkwürdig! Jedoch ist er ein König, und ich kann
ihn nicht widersprechen.“ Als sie aber eintrat, bemerkte sie, dass der Boden
unter ihren Füßen fest war. Da begriff sie, dass die Wasserfläche mit Glas
bedeckt war. Könnt ihr euch dies vorstellen.
Wer hat dies denn gebaut?
Die Handwerker!
[… Er (Salomo) sagte: „Es ist
ein Palast, getäfelt und gepflastert mit geglättetem Glas.“]
Er sagte ihr dann: „Fürchte dich
nicht; das ist kein Wasser sondern Glas!“
Sie war überwältigt: Oh,
können die Gläubigen wirklich so gute Handwerker sein!!
So sagte sie:
[… „Mein Herr, ich habe
wahrlich gegen meine eigene Seele gesündigt, und
ich ergebe mich mit Salomo Allah, dem Herrn der Welten.“]
Ein Handwerk war also der
Grund für die Konvertierung zum Islam!!
Seht ihr, wie der Koran einen
großen Wert auf die Handwerke legt.
Ein weiteres Beispiel:
Wie wurde Noahs Volk vor der
Flut gerettet?
Durch den Bau eines Schiffes! Die
Geschichte Noahs fängt mit dem Bau eines Schiffes an:
[„Und baue das Schiff unter
Unserer Aufsicht und nach Unserer Anweisung, und lege bei Mir keine Fürsprache
für diejenigen ein, die gefrevelt haben; denn diese werden ertrinken.“]
(11:37)
Wer hat also das Schiff gebaut?
Waren es nicht die Handwerker?
Pass auf, es gibt eine Stelle, an
der Noahs Volk über die Handwerker gespottet hat. Dies zeigt der folgende Vers:
[Die Vornehmen seines Volkes,
die nicht glaubten, sagten: „Wir sehen in dir nur einen Menschen
unseresgleichen, und wir sehen, dass dir keine als jene gefolgt sind, die aller
äußeren Erscheinung nach die Niedrigsten unter uns sind, noch sehen wir in euch
irgendeinen Vorzug vor uns; nein, wir erachten euch für
Lügner.“] (11:27)
Noahs Volk – leider wie wir –
verachtete die Handwerke. Sie sagten Noah, dass nur die Handwerker ihm gefolgt
sind, die niedrige Tätigkeiten ausübten. Allah hat jedoch gesagt:
[Baue das Schiff unter Unserer
Aufsicht und nach Unserer Anweisung.]
Also die Handwerker haben unter
Allahs Anweisung und mit Seiner Hilfe das Schiff gebaut. Seht ihr also, was der
Koran von den Handwerkern hält?!
Darüber hinaus haben wir eine
Sure im Koran, die ungefähr sechs oder sieben Arten von Handwerken enthält,
worüber in fünf oder sechs Versen gesprochen wurde. Betrachtet Zul Qarnain. Zul
Qarnain war ein gerechter König, der aber die handwerkliches Können beherrschte.
Dies war der Hauptfaktor seines Erfolges.
Wie??
Zul Qarnain ging eines Tages bei
einem Volk vorbei. Dieses Volk war ziemlich arm und unterdrückt, denn es gab ein
anderes stärkeres Volk, das es ständig angegriffen hat. Das stärkere Volk hieß
Gog und Magog. Als das schwache Volk Zul Qarnain und seine Stärke sah, sagte es:
[„O Zul-Qarnain, Gog und Magog
stiften Unheil im Lande; sollen wir dir nun Tribut zahlen unter der Bedingung,
dass du zwischen uns und ihnen einen Wall errichtest?“] (18:94)
Gog und Magog befanden sich
zwischen zwei Bergen. Daher hat das schwache Volk Zul Qarnain Geld angeboten,
unter der Bedingung, dass er sie zwischen den zwei Bergen einsperrt, indem er
eine Mauer zwischen den Bergen baut. Zul Qarnain hat aber das Geld abgelehnt und
stattdessen sagte er:
[„Die Macht, die mein Herr mir
gegeben hat, ist besser. So helft mir denn mit all eurer Kraft, damit ich
zwischen euch und ihnen einen Damm errichten kann.“]
(18:95)
Er hat also abgelehnt, alleine zu
arbeiten. Er wollte, dass alle ihm helfen und mit ihm am Bau des Dammes
arbeiten.
Warum wollte er es denn so
haben, obwohl er über ein starkes Heer verfügte, und obwohl er Geld für seine
Arbeit bekommen hätte?
Seine Strategie war, dass sie
selbst arbeiten müssen, damit sie dabei auch etwas lernen können.
Es steht nicht im Widerspruch,
dass du einen Universitätsabschluss hast und trotzdem ein Handwerk ausübst. Die
meisten denken, dass man entweder einen Universitätsabschluss hat oder
ein Handwerk üben kann, nicht aber beides!! Ich sage aber, es geht! Man muss ein
Handwerk erlernen und ausüben, vorausgesetzt, dass man es respektiert.
Zul Qarnain hat etwas sehr
Erstaunliches gemacht, um einen Damm zwischen den beiden Bergen zu bauen und
somit Gog und Magog darin (bis zum heutigen Tag) einzusperren. Man konnte sie
bis heute nicht finden, denn der Ort, an dem diese Ereignisse abgelaufen sind,
ist uns nicht bekannt. Außerdem kann man die zwei Berge nicht erkennen, weil Zul
Qarnain einen Damm dazwischen gebaut hat.
Wie hat er das geschafft?
Stellt euch vor, er hat
angefangen, Löter, Schweißer, Monteure und Facharbeiter zu sammeln, um das Eisen
in gleichmäßige Stücke so zu schneiden, dass sie für die Strecke zwischen den
beiden Bergen reichten. Dann haben sie die Kluft zwischen den Bergen mit diesen
Eisenstücken ausgefüllt, bis die Stücke die Bergspitzen erreichten. Seht, was
die Koranverse darüber sagen:
[„Bringt mir Eisenstücke.“
Als er die Kluft zwischen den beiden Bollwerken ausgefüllt hatte, sagte er:
„Blast!“ Als er es (das Eisen) feurig gemacht hatte, sagte er: „Bringt mir
geschmolzenes Kupfer, ich will es darüber gießen!“]
(18:96)
Mit dem geschmolzenen Kupfer hat
er die Lücken zwischen den Eisenstücken gefüllt, woraus ein ziemlich solider,
fester und sehr glatter Barren entstand. Der Koranvers sagt über diesen Barren:
[So vermochten sie es nicht,
sie (die Dämme) zu erklimmen, noch konnten sie sie durchbrechen.] (18:97)
Gog und Magog konnten also nicht
über die Dämme klettern, weil sie ziemlich glatt waren. Und weil sie aus Eisen
und Kupfer waren, konnten sie sie auch nicht durchbohren. Stellt euch ihre
Geschicklichkeit vor; die Schmelzgrade des Eisens und des Kupfers sind nämlich
verschieden, trotzdem gelingt es ihnen, das geschmolzene Kupfer genau zu dem
Zeitpunkt, an dem das Eisen feurig geworden ist, zu gießen. Was für ein
Handwerk!!
Zul Qarnain hat auch die Menschen
in Gruppen geteilt; eine Gruppe für das Schneiden des Eisens, des Kupfers, das
Gießen, das Eisenmessen, das Bauen, usw. Er bestand sogar darauf, dass die
Menschen aus der oberen Schicht, die kein Handwerk beherrschten, ebenfalls
mitarbeiteten.
Bis heute – wie der Koran sagt –
sind Gog und Magog noch zwischen den Bergen eingesperrt dank Zul Qarnains
äußerst geschicktem Handwerk.
Bei Gott, was ist schwieriger und
größer als die Pyramiden oder der Damm von Gog und Magog? Die Wolkenkratzer oder
Gogs und Magogs Damm? Welches ist fester und dauerhafter? Dies war eine
koranische Lehre zur Verehrung der Handwerke. Das Volk, das um Zul Qarnains
Hilfe gebeten hatte, war ein schwaches Volk, das sich vor seinem Feind
fürchtete. Sie dachten, dass das Geld die Lösung für das Problem gewesen wäre.
Zul Qarnain hat ihnen jedoch dabei geholfen, ein Handwerk zu erlernen, denn
handwerkliche Fähigkeiten können dir in der Not helfen und dich sogar retten und
zum Erfolg führen. Diese Lehre galt für dieses Volk, aber sie gilt genauso gut
für uns. Arbeite mit deiner Hand und sei erfolgreich, das ist nichts Schlimmes.
Der Koran ist stolz auf Zul Qarnain, der die Erde mit Gerechtigkeit erfüllte,
die auf eine handwerkliche Fähigkeit, die er beherrschte, zurückzuführen war.
Die Muslime müssen den Koran ganz
im Bewusstsein darüber und nachdenklich lesen. Deshalb lesen wir die Sure
„Al-Kahf“
jeden Freitag, damit man begreift, was man die ganze Woche tun soll. Die ganze
Woche muss von Erfolg, wie der von Zul Qarnain, und Leistung gefüllt sein.
Deswegen empfiehl uns der Prophet Muhammad (s), die Sure Al-Kahf jeden Freitag
zu lesen, um diese Bedeutungen zu lernen und verinnerlichen.
Der Prophet Muhammad (s) sagt:
„Allah mag den professionellen
Gläubigen.“
Seht ihr, wie wichtig dieses
Thema ist. Es geht nicht, dass ein guter Gläubiger sich als Handwerker schlechte
Manieren leistet.
Worauf bezieht sich denn der
Begriff „professionell“?
Obwohl dieser Begriff häufig in
Verbindung mit Fußballern, Sportlern oder Sängern gebracht wird, ist er
ursprünglich vom „Beruf, Tätigkeit oder Handwerk“ abgeleitet.
Habt ihr vergessen, dass unsere
Völker früher auf die verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten und deren Namen
so stolz waren, dass die Familien nach den in ihnen ausgeübten Handwerken
genannt wurden? Es gab damals Familien, die z. B. die Schmiede-Familie, die
Arbeiter-Familie in Kuwait, die Dachbauer-Familie, die Tischler-Familie …
hießen. Sind das nicht die Namen der Familien in unseren arabischen Ländern? Die
Familien waren so stolz auf ihre Handwerke, dass sie sich selbst nach denen
nannten, auch weil diese Handwerke von den Tätigkeiten, deren Ausübung und
Pflege der Prophet Muhammad (s) uns empfohlen hat;
„Allah mag“, hört
ihr, „mag“! Gibt es etwas Besseres zu wünschen, als Allahs Liebe und
Wohlgefallen?!
Seid also stolz auf die
Handwerke. O ihr Frauen, Mädchen, Väter, Mütter
versucht euren Kindern eine handwerkliche Tätigkeit beizubringen, die sie dann
beherrschen und ausüben, damit Allah sie mag. Dies ist doch der Islam.
Darüber hinaus, als der Prophet
Muhammad (s) jemanden sah, dessen Hände vom Arbeiten rau waren, hielt er (s)
seine Hände und strich sie und sagte:
„Das sind Hände, die Allah und
sein Gesandter mögen.“
Heutzutage, wenn wir einen
Handwerker mit rauen Händen sehen, geben wir ihm ganz schnell die Hand und
ziehen sie angewidert gleich zurück, denn seine Hände sind für unsere glatten
Hände zu rau. Seht ihr aber, wie der Prophet (s) mit diesen Menschen und diesen
Händen umging? Er hielt sie in seinen Händen und strich sie, denn diese Hände
mögen Allah und sein Gesandter. Das ist doch der Islam!!
Jedoch, wenn die handwerklichen
Tätigkeiten euch nicht gefallen, und wenn ihr sie verachtet und für niedrige
Tätigkeiten haltet, dann halte du, Handwerker, deinen Kopf hoch, und lass es dir
genügen, dass Allah und sein Gesandter dich mögen; da gibt es nichts Besseres!!
Wir alle müssen also auf die Handwerke stolz
sein!!
A’mr Ibn Al-A’s
war Metzger, Chabbab Ibn Al-Art war Schmied, Sa’d Ibn Al-Waqas,
der Führer der Schlacht von Kadissija,
auf den wir alle sehr stolz sind und nach ihm wir unsere Söhne nennen, was war
er? Er hat Bogen zum Schießen hergestellt. Ein weiteres Beispiel ist der Prophet
(s), dessen Sohn Ibrahim von einer Frau gestillt wurde, deren Mann ein Schmied
war; und der Prophet (s) war ziemlich stolz darauf, als wollte er uns damit
etwas lehren. Seht ihr, wessen Sohn diese Amme stillte!!! Außerdem, woher kommt
die Idee mit der Kanzel? Diese Idee stammte weder vom Koran noch von der Sunna.
Ein Zimmermann kam eines Tages zum Propheten (s) und sagte: „ O Allahs
Gesandter, es wäre gut, wenn du auf etwas sitzt, damit die Menschen dich sehen
können.“ Und daraufhin hat er die Kanzel hergestellt, und durch sein Handwerk
den Islam einen großen Verdienst erwiesen.
Das sind die handwerkliche
Tätigkeiten und deren Wert im Islam, und das ist unsere Religion und unsere
Sichtweise. Wir wollen, dass die Menschen ebenso denken und entsprechend erzogen
werden.
Der ehemalige US-Präsident Nixon
hielt eine Rede am Tag seines Rücktritts, in der er sehr beachtenswerte Worte
sagte; er sagte: „Dass ich von der Präsidentschaft zurücktrete, bedeutet nicht,
dass ich meinem Land nicht mehr dienen werde. Die Vereinigten Staaten brauchen
einen Zimmermann, Elektriker und Klempner genauso wie sie einen Präsidenten
brauchen; wir alle sind ehrenhafte und großartige Menschen, egal was wir tun,
solange wir unserem Land dienen.“
Dies ist einer der Hauptgründe
für den Erfolg des Westens. Wir betrachten bei ihnen diese Einstellung,
versuchen aber nicht, uns ein Beispiel an ihnen zu nehmen. Solange wir unsere
Einstellung nicht ändern, werden wir keinen Aufschwung erzielen können.
Der jetzige Präsident von
Brasilien hat ebenfalls eine sehr erstaunliche Geschichte. Er war Drechsler und
ging zur Berufsschule als er 14 Jahre alt war. Als er älter wurde, wurde er
Vorsitzender der Gewerkschaft. Dann gründete er die Arbeiterpartei. Er
kandidierte bei den nationalen Wahlen, und nun ist er Präsident des ganzen
Landes. Es machte den Brasilianern nichts aus, dass ihr Präsident vom Beruf her
ein Handwerker war. Es ist also nicht schlecht oder erniedrigend, ein Handwerker
zu sein.
Als Handwerker kannst du sogar
sehr viel Geld verdienen. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Habt ihr von der
Geschäftskette Chanel gehört? Diese Geschäfte bringen jährlich Milliarden von
Pfund. Wer ist denn Chanel? Chanel war eine Schneiderin. Sie besaß eine
Nähmaschine, mit der sie ihr Handwerk ausübte, und nun hat sie viele Geschäfte
mit ihrem Namen.
Also Leute, sucht euch
Arbeitsmöglichkeiten und verdient euer Brot, und wartet nicht, bis ihr vom Staat
eingestellt werdet.
Sagt ihr denn nicht, dass wir
das Arbeitslosenproblem lösen wollen? Hier biete ich
euch die Lösung an: Wendet euch handwerklichen Tätigkeiten zu, neben dem
Universitätsabschluss. Beherrscht ein Handwerk und seid darin erfolgreich, dann
seid ihr frei zu entscheiden, in welcher Richtung ihr arbeiten möchtet.
Habt ihr von einer Frau in
Ägypten gehört, die A’zza Fahmy
heißt? Sie hat eins der größten Schmuck- und Juweliergeschäfte in Ägypten. Sie
absolvierte das Universitätsstudium, konnte jedoch keinen Job für ihren
Abschluss finden. Deshalb begann sie, Juwelierläden zu besuchen und die Schmiede
während der Arbeit drei Jahre lang zu beobachten. Als sie selbst mit der Hand
arbeitete, brachen ihre Nägel und ihre Hand wurde rau. Nun besitzt sie eins der
größten Schmuck- und Juweliergeschäfte in Ägypten. Wir wollen darüber wegen des
Neids und der Steuern, ihr wisst schon, nicht weiter erzählen!! Sie verkauft
wunderschöne Schmuckwaren, die unsere Kultur und deren Kunst widerspiegeln.
Leute! Es gibt einen Friseur, der
heute unter uns sitzt, sein Name ist Hussam. Als der Bürgerkrieg im Libanon
anfing, ist er, wie viele andere junge Leute, nach England gereist. Die
Jugendlichen, die keinen Beruf gelernt haben, waren dort verloren, denn sie
fanden keine Arbeit. Aber Hussam war ein guter Friseur, er hat es geschafft, in
England zu arbeiten, und hat dabei auch genug Geld verdient. Während des Krieges
haben viele als Friseur gearbeitet. Heute besitzt Hussam einen großen
Rasiersalon mitten in Beirut. Und es ist keine Schande, dass er Friseur ist.
Ganz im Gegenteil! In den Ländern des Arabischen Golfs gibt es viele
Arbeitslose, deswegen haben diese Länder auch angefangen, ebenso zu denken,
davon will ich heute sprechen. Wir werden euch einen Film zeigen, diesen Film
hat eine Filiale der Firma Toyota gemacht, die Filiale in Saudi-Arabien, und
Allah möge sie dafür belohnen. Sie waren an dieser Angelegenheit interessiert,
und deshalb haben sie nach Geschäftsleuten Ausschau gehalten, die an ihr Land
denken. Wir brauchen euch, Geschäftsleute, wir brauchen euch sehr, ihr müsst uns
bei den Lebensgestaltern helfen.
Lasst uns jetzt diesen Film
ansehen. Der Film heißt „Ich bin stolz“. Es ist ein toller Film. Der Film sagt
aus: Ich bin stolz darauf, dass ich einen handwerklichen Beruf habe. Wir danken
der Firma, dass sie uns diesen Film geschenkt hat. Jetzt lasst uns den Film
ansehen.
(Der Film.)
Ich schenke euch diese Idee, na
was meint ihr? Haben sich eure Überzeugungen schon geändert? Diese Folge kann
man auf unserer Webseite (www.amrkhaled.net) finden, die ganze Folge mit dem
Film. Man kann sie auch als Text zum herunterladen finden. Wir wollen, dass man
uns überall hören und sehen kann. Aber wir möchten, dass wir erst bei uns selber
anfangen, wir wollen ein Handwerk lernen. Frauen und Mütter haben sich bei uns
gemeldet und gesagt, dass die Kleinproduktionen zu schwierig für sie seien.
Dieses Projekt ist für alle geeignet. Ich meine damit die Idee, dass wir stolz
sind. Und übrigens, wenn du ein Handwerk erlernt hast, und damit aufgewachsen
bist, dann wirst du mit der Zeit, und wenn du auch viel daran arbeitest, auch
ein Meister darin.
Es gibt jemanden, der Zarqany
heißt, der Handwerker war. Er hat damit angefangen, die Entwürfe der großen
Wissenschaftler nachzubauen, er versuchte, es ihnen nach zumachen. Und er hat so
lange weiter gemacht, bis er selber eine eigene Schule errichtet hat. Er wurde
einer der größten muslimischen Wissenschafter, und nicht nur das, er hat als
Handwerker angefangen, und ist mit seinem Handwerk gewachsen und ist darin ein
Meister geworden. Er hat sogar was Großartiges erfunden, er ist nämlich
derjenige mit der Idee zum Astrolabium. Das Astrolabium ist das Gerät, dieses
man in der Astronomie benutzt damit man die Bewegung der Sterne beobachten
kann.
Das Astrolabium ist eine
islamische Erfindung, die Muslime waren es, die es erfunden haben. Und wisst ihr
auch was das Astrolabium noch ist? Es ist das Motto von den Lebensgestaltern.
Alle sehen sich das Logo an, und fragen sich was es wohl bedeutet? Es ist unser
Motto, die Erfindung von Zurgany. Wir wollen damit sagen, dass wir einmal sehr
erfolgreich und groß waren, obwohl wir klein angefangen haben.
Nun lasst uns schnell den Film
vom Zurgany ansehen, wo wir sehen können, dass er als kleiner Handwerker
angefangen und gearbeitet hat, bis er es zu einem großen Wissenschaftler wurde,
der etwas Großartiges erfunden hat.
(Der Film.)
Wir brauchen ein wenig Stolz. Wir
brauchen aber auch ein wenig Ehrgeiz, dass wir stolz über diese Geschichte und
auch stolz auf handwerkliche Arbeit sind. Ich gebe euch ein Beispiel, ich zeige
euch etwas, etwas das euch sagen lässt: „Wieso arbeiten wir nicht daran, dass es
in Ägypten mehr Städte wie diese gibt?“ Diese Stadt hat die geringste
Arbeitslosenrate in Ägypten, und es ist ja wohl bekannt, wie die
Arbeitslosenrate in Ägypten ist. Aber wieso ist in dieser Stadt die
Arbeitslosenquote niedriger? Weil dort alles auf handwerklicher Arbeit aufgebaut
ist. Zum Beispiel Möbel: der Schüler kommt aus der Schule und geht in die
Werkstatt. Der Vater arbeitet dort, und die Mutter auch. Das ganze Volk
produziert, alle haben eine handwerkliche Arbeit. Lasst uns die Stadt Damiette
ansehen, die jahrhundertealte Stadt, worauf wir alle stolz sind, denn es ist die
Stadt mit der niedrigsten Arbeitslosenrate, weil alle Bewohner produzieren,
lasst sie uns im folgenden Film ansehen.
(Der Film.)
Alles, was bis jetzt war, die
erste und die zweite Unterbrechung, war, damit wir uns auf zwei Sachen einigen
können. Die erste Unterbrechung war dafür, dass wir verstehen, dass die
handwerkliche Arbeit die Grundlage des Aufschwungs ist und das Rückgrat der
Industrie. Es gibt keinen Aufschwung ohne handwerkliche Arbeit.
Die zweite Unterbrechung war,
um darauf hinzuweisen: „Ich bin stolz darauf, einen handwerklichen Beruf zu
haben, und ich werde ihn auch nicht gering ansehen. Ich werde in der
Gesellschaft verbreiten, dass die handwerkliche Arbeit die Grundlage des
Aufschwungs ist, und dass sie anzuerkennen ist“. Ich möchte, dass die Väter und
Mütter es zu ihren Kindern sagen. Das Projekt kommt in der dritten Unterbrechung
vor. Macht euch bereit, nachdem wir uns darauf geeinigt haben, unsere
Überzeugungen zu ändern. Wir brauchen euch, und wir müssen uns auf das Projekt
einigen.
Das ist es, worauf wir uns
geeinigt haben, und das sind die Einstellungen, die wir – so Gott will – auch
geändert haben, und die sich auch weiterhin noch ändern werden, wenn ihr euch
die Kassette und den Film, die wir gemacht haben, anseht und anhört. Ihr könnt
es euch auch vom Internet herunterladen. Wir haben also unsere Einstellung zu
der handwerklichen Arbeit geändert, was bleibt danach noch übrig? Danach bleibt
noch eine Sache übrig, die wir eigenhändig machen können. Das Projekt heißt „Wir
gehen nicht unverrichteter Dinge fort“. Ihr werdet sagen: „Was wird verlangt?
Was willst du noch von uns nach allem, was schon gesagt wurde?“. Ich verlange
ein Projekt, worauf wir uns einigen. Dieses Projekt ist für alle machbar. Als
erstes möchten wir, dass alle mithelfen, Väter, Mütter und Kinder. Alle, auch
die Schüler in der Grundschule, sollen mir zuhören. Einfach alle sollen mit mir
an diesem Projekt arbeiten. Was will ich eigentlich von euch? Ich will von jedem
Vater, und schon ab morgen, dass er darauf achtet, dass die Kinder unbedingt ein
Handwerk erlernen müssen. Aber wie soll das Kind ein Handwerk erlernen? Ich sage
es euch: Bringt ein paar Tische, und einen guten Handwerker. Sucht euch einen
Platz im Haus oder auf dem Dach, und sammelt die Kinder aus eurer Nachbarschaft,
damit alle zusammen anfangen können, ein Handwerk zu erlernen, gleichgültig
welches. Sucht nach einem guten, anständigen Handwerker mit guten Sitten, von
dem ihr wisst, dass er gut in seinem Gebiet ist, und schickt ihm eure Kinder.
Ich kenne einen Mann der in Heliopolis
wohnt. Jeden Feiertag und jeden Freitag sagt er zu seinem Sohn: „Gehe und spiele
ein wenig im Klub, und dann gehe zu dem Mechaniker, dem wir vertrauen, damit du
bei ihm etwas lernst“. Ich kenne auch einen Universitätsprofessor, der seinen
elfjährigen Sohn im Sommer nach Deutschland schickt, damit er dort ein Handwerk
lernt. Wir möchten diese Sichtweise in der Gesellschaft verbreiten. Wir wollen
uns darauf einigen, dass wenn dein Kind Zeit hat, um bis 13:00 zu schlafen, um
mit seinen Freunden zu spielen oder mit ihnen fort zu gehen, oder du darauf
bestehst, dass es schwimmen oder Fußball lernen muss, du auch darauf bestehen
musst, dass es Zeit hat, ein Handwerk zu erlernen. Und so geht das Kind ein bis
zwei Stunden in der Woche zu einem Handwerker, bis der Sommer kommt. Wir warten
nicht erst ab bis der Sommer kommt.
Mädchen sagt zu euren Schwestern,
dass sie auch ein Handwerk lernen sollen, zum Beispiel Nähen oder was auch
immer. Zu den Eltern möchte ich sagen, dass sie schon ab jetzt darauf bestehen
sollen. Ich verlange sogar einen Schritt mehr von euch, der viel größer ist, und
ich verlange ihn von euch allen Vätern, Müttern, Schülern, Jungen und Mädchen.
Wisst ihr, dass die Regierungen in den arabischen Ländern gemerkt haben, wie
wichtig handwerkliche Berufe für das Land sind. Wusstet ihr, dass deswegen in
den Lehrplan der Schulen drei oder vier Fächer aufgenommen wurden, um
handwerkliche Arbeit zu üben? Im Libanon, in Ägypten und in den Golfländern
haben sie in den Schulen ein paar handwerkliche Arbeiten aufgenommen, damit die
Jugend sie erlernt. Wisst ihr auch, dass es ein Fach gibt, das „Technologie“
heißt? Und ein Fach, das „Renovierung“ heißt? Ein anderes, das „Erhaltung“
heißt? Und auch eines namens „Handarbeit und Hauswirtschaft“? Wusstet ihr es
oder nicht? Wissen die Eltern, dass es in den Schulen dank der Regierungen
solche Fächer gibt?
Das alles wurde gemacht, weil es
keinen Aufschwung ohne handwerkliche Berufe geben wird. Aber was ist dann
passiert? Was passiert ist, dass wir Eltern, wir Schüler, wir Schulen, wir
Lehrer und wir Schulleiter uns auf die theoretischen Fächer konzentriert haben,
und die praktische Arbeit vernachlässigt haben, die Arbeit, die den Aufschwung
macht.
Könnt ihr euch vorstellen, was
passiert ist? Die Eltern sagen zu ihren Kindern, lernt den Prüfungsstoff aus
euren Büchern, lernt nicht das andere Zeug, es hat ja keine Auswirkungen auf
eure Noten. Und wenn du dir ihre Schulhefte von diesen praktischen Fächern
ansiehst, ist nichts drin geschrieben, aber was machen sie dann in den
Prüfungen? Sie mogeln! Aber wer mogelt? Die Schule, die Schüler und sogar die
Eltern. Wir sind alle Mittäter. Und wie mogeln sie? Der Junge hat eigentlich
nichts gelernt, aber er muss etwas in der Prüfung schreiben, also nimm mein
Junge nimm und schreib. Und so gehen die Nation und die Gemeinschaft zu Grunde.
Ihr werdet wieder sagen: „Was
willst du eigentlich?“. Heute, in einer englischen Zeitschrift, war auf der
ersten Seite das Bild eines Mädchens. Es ist ein pakistanisches muslimisches
Mädchen, das einen Prozess gewonnen hat. Es hat einen Prozess gewonnen, und
deswegen wird ihm erlaubt, weiterhin das Kopftuch zu tragen, die Richter haben
ihr Recht gegeben, nachdem die Schule von ihm verlangt hat, das Kopftuch
abzunehmen. Wisst ihr, wieso es diesen Prozess gewonnen hat? Dieses Mädchen hat
ihn gewonnen, weil die Muslime bereit sind, für ihre Angelegenheiten bis zum
letzten Atemzug zu kämpfen. Genau wie der Fall mit dem Kopftuch. Manchmal
verlieren sie und manchmal gewinnen sie. Aber sie sind bereit, dafür zu kämpfen
und auch dafür zu leben. Aber es gibt andere Fälle, die für den Aufschwung
wichtig sind, für die aber keiner bereit ist zu kämpfen, und auch keiner bereit
ist, sie zu verteidigen. Ich meine nicht damit, dass ihr jetzt zu der Schule
gehen sollt und mit dem Schulleiter streitet, und ihm mit einer Klage droht. Ich
will damit zu den Eltern und den Schülern sagen, dass sie morgen mit diesem Band
zu dem Schulleiter gehen sollen. Und ihr werdet finden, dass er, genau wie du
und ich, viel Nationalgefühl besitzt und sein Land und seine Religion liebt. Er
wird auch gehört haben, dass Allah den berufstätigen Gläubigen mag. Und er wird
auch verstanden haben, dass der Aufschwung handwerkliche Arbeit braucht. Du
sollst zu ihm gehen und ihn freundlich darum bitten, dieses Fach in den
Unterricht aufzunehmen.
Also liebe Eltern, ihr habt
morgen früh einen Termin. Ihr werdet folgendes sagen: „Ich möchte, dass mein
Sohn dieses Fach lernt.“ Der Leiter wird dir sagen, dass sie keinen haben, der
es unterrichtet. Ihr werdet dann sagen: „Ihr seit verpflichtet Lehrer
herzuschaffen. Wir werden aber auch dabei helfen, den Passenden zu finden“.
Deutschland hat einige Techniker und Handwerker hierher geschickt, damit sie in
den technischen Instituten Unterricht geben, als Unterstützung. Du musst dem
Leiter sagen, dass er Leute bringen muss, und dass man die Guten aussuchen soll.
Die Leute, die den Unterricht geben, müssen anständig sein und gute Sitten
haben, damit sie unseren Kindern diese Fächer beibringen. Die Kinder müssen
dieses Fach lernen, ich habe sie in diese Schule gebracht, damit sie dieses Fach
lernen. Genau wie unsere Tochter für ihre Sache gekämpft hat, müssen wir für
unseren Aufschwung kämpfen. Die Schule muss darauf achten, dass sie dieses Fach
unterrichtet. Und falls du hingegangen bist, und der Schulleiter aber gesagt hat
„mal sehen“, dann gehst du ein zweites und drittes Mal hin, und die Woche darauf
gehst du noch einmal hin, bis dein Sohn dieses Fach auch im Unterricht hat. Auch
wenn die Eltern nicht in die Schule gehen, geht das Kind und macht das Gleiche.
Die Kinder in der Grundschule, die mir heute zuschauen, werden mir zuhören, und
auch alles in die Tat umsetzen, was ich sage. Die Jugendlichen, die mir heute
zuschauen, werden selber nach einem Handwerk suchen, keiner von uns weiß woher
unser Lebensunterhalt kommt, den unser Herr sagt: [... wandert also auf ihren
Wegen und genießt seine Versorgung ...] (67:15), du wirst Seine Versorgung
genießen wenn du auf ihren Wegen gehst, und damit ist gemeint, von Anfang bis
Ende. Bewege dich, suche nach einer Arbeit, löse das Arbeitslosenproblem.
Zu den Eltern möchte ich sagen,
dass wir unsere Überzeugungen geändert haben, also fangt an zu arbeiten. Ihr
habt gesagt, dass ihr ein Projekt wollt, an dem alle arbeiten können, ein
Projekt für die ganze arabische Welt. Also legt los, wir haben jetzt unser
Projekt.
Wir fangen alle – Väter, Mütter
und Kinder – ab heute an, an diesem Projekt zu arbeiten. Wir haben uns auf das
Projekt mit den Schulen geeinigt. Was ist aber, wenn die Schule nicht mitmachen
will? Kein Problem, dann suchen wir eben außerhalb der Schule ein Handwerk, das
die Kinder lernen können, denn die Hände müssen lernen zu arbeiten, damit auch
der Kopf arbeitet.
Das ist das erste Projekt, werden
wir wohl Erfolg haben? Ich weiß, dass das, was ich sage, schwierig ist, aber es
gibt nichts Schwieriges mehr in der arabischen Welt, seitdem es junge Männer und
Frauen gibt, die arbeitswillig sind.
Die älteren Damen sind unsere
Hoffnung, denn wenn sie sich etwas in den Kopf setzen, dann werden sie neue
Generationen hervorbringen, die diese Einstellungen mit sich tragen, sie werden
ihre Kinder nach diesen Überzeugungen erziehen, wir werden durch sie
erfolgreich sein. Das ist unser erstes Projekt.
Das zweite Projekt ist an jeden
gerichtet, dem es möglich ist, in der arabischen Welt die Öffentlichkeit zu
erreichen. Wir wollen eine bessere Einstellung zu den handwerklichen Berufen
erreichen. Wir wollen die Handwerker besser ausbilden, damit man ihnen mehr
Respekt entgegenbringt. Dieses Projekt ist an alle Schauspieler, Künstler,
Drehbuchautoren und Liederschreiber gerichtet. Es ist auch an die Prediger vor
dem Freitagsgebet und an die Medieninteressierten in den arabischen Ländern
gerichtet. Ich verlange von den Lebensgestaltern, dass sie diese Folge allen
vorspielen. Sagt ihnen, wir wollen erreichen, was in dieser Folge gesagt wird.
Nehmt euch dieses Band, oder ladet es vom Internet herunter und verteilt es an
die ganze Welt. Es ist eine Botschaft an die Öffentlichkeit. Über die Medien
sage ich allen Leuten, die uns jetzt nicht hören: „Lasst unsere Kinder einen
handwerklichen Beruf erlernen.“
Das dritte Projekt braucht die
Hilfe der Geschäftsleute. Wir brauchen eure Hilfe sehr bei den Lebensgestaltern.
Wir wollen von euch, dass ihr die jungen Leute bei euch in den Fabriken
ausbildet. Wenn einer von euch eine Keramikfabrik besitzt, was ist dann das
Problem dabei, dass er die Jugendlichen bei sich in der Fabrik ausbildet oder,
dass er eine Ausbildungszentrale eröffnet? Wieso tun sich die Geschäftsleute
nicht zusammen? Auf unserer Webseite
www.amrkhaled.net haben wir eine E-Mail-Adresse eingerichtet unter dem Namen
Businessmen@amrkhaled.net. Wir wollen von den Geschäftsleuten wissen, ob sie
bereit sind, Personen auszubilden oder nicht? Und wenn ja, wie viele Personen
sind sie bereit auszubilden? Seid ihr bereit mit jemandem zusammenzuarbeiten, um
eine Ausbildungszentrale zu errichten? Wir bei den Lebensgestaltern werden
helfen und zwischen euch vermitteln. Wir werden Zentren eröffnen, damit wir die
Jugendlichen ausbilden, und somit werden Leute ausgebildet, die euren Fabriken
von Nutzen sind. Ihr habt dabei auch zu gewinnen. Genau wie es Toyota gemacht
hat, und die Firma von A’bdel Latif Al-Dschamil in Saudi-Arabien. Wir brauchen
euch bei den Lebensgestaltern.
Es ist ein Projekt für Väter,
Mütter und Studenten. Es ist ein Projekt, um die Öffentlichkeit zu informieren.
Denn die Öffentlichkeit zu informieren, macht schon die Hälfte unserer Arbeit
aus bei den Lebensgestaltern, auf diese Weise können wir die Überzeugungen
ändern. Deswegen danke ich hier den Lebensgestaltern von Jordanien, denn sie
haben eine Anzeige in die Zeitschriften gesetzt, die drei Wochen lang jeden
Dienstag erscheint, um an die Sendezeit der nächsten Folge der Lebensgestalter
zu erinnern. Und ich danke den Lebensgestaltern im Sudan, dass sie unsere Folge
im sudanesischen Fernsehen zeigen. Denn sie haben sich mit dem sudanesischen
Fernsehen in Kontakt gesetzt, und sich mit ihm geeinigt. Unsere Botschaft an die
Öffentlichkeit ist sehr wichtig. Und wenn jemand nicht bei uns mitmachen kann,
dann soll er unser Programm und unsere Ideen weiterverbreiten. Ich danke auch
den Lebensgestaltern in Ägypten für die Arbeit, die sie machen. Auf unserer
Webseite findet ihr einen Bericht, in dem alles steht, was in Jordanien, Sudan,
Saudi-Arabien und Ägypten in den letzten zwei Wochen gemacht wurde. Es macht uns
Ehre. Seht es euch an und macht es ihnen nach, und lasst uns sagen, wir machen
auch so eine Botschaft.
Die Folge von heute ist
eigentlich hier fertig, wir haben uns auf das Projekt geeinigt. In der heutigen
Folge haben wir zwei neue Einstellungen und ein Projekt vorgestellt. Die erste
Einstellung ist: Die handwerkliche Arbeit ist wichtig für den Aufschwung. Und
die zweite Einstellung ist: Man muss handwerkliche Tätigkeiten schätzen und sie
auch mit Respekt begegnen. Auch unsere Religion spricht dafür.
Also wir haben uns mit euch
Eltern darauf geeinigt, dass ihr zu den Schulen geht, und ihr werdet sehen, auch
die Schulleiter werden mitarbeiten. Und mit den Schülern haben wir uns auch
darauf geeinigt, dass sie in Schulen gehen und verlangen, dass man ihnen diese
Fächer unterrichtet.
Und noch etwas, wir müssen auch
zu Hause lernen. Also sagt euren Eltern, dass ihr etwas lernen wollt. Auch die
Studenten, lernt ein Handwerk! Und wir fangen schon morgen an mit der Umsetzung.
Schreibt uns im Internet, was ihr gemacht habt. Schreibt uns auch an unsere
Postadresse oder ruft uns an. Gebt uns zu verstehen, dass ihr euch bewegt habt,
und dass unser Projekt Erfolg hat.
Stellt euch mal unsere Belohnung
vor, wenn wir dieses Projekt ins Leben gerufen haben. Stellt euch vor, wie viel
Allah uns dafür belohnen wird. Und ich wiederhole das Wort unseres Propheten:
„Allah liebt den erfahrenen Gläubigen. Dies ist eine Hand die Allah und sein
Gesandter lieben.“
Einverstanden! Werden die
Geschäftsleute uns helfen?
Wir sind fertig, und wir haben euch alles gegeben, was wir haben.
Übrig bleibt noch ein Geschenk, das wir für euch haben, zum Muttertag. In der
Folge von Kunst und Kultur haben wir euch Sami Yussuf vorgestellt, wir haben
euch damals gesagt, wir mögen die Art von Musik, die er macht. Er hat uns ein
Geschenk gegeben, ein Lied, zu dessen Produzenten die Lebensgestalter gehören,
ein Lied für die Mütter. Mit diesem Lied wollen wir unsere Folge beenden. Und es
ist vielleicht ein netter Zufall, dass heute die Hochzeit von Sami Yussuf ist,
und wir gratulieren ihm auch herzlich.
Und somit beenden wir die Folge. Wir warten auf eure Arbeit. Ich
danke euch und hoffe, dass wir uns wieder im Guten treffen werden.
As-salamu aleikum wa rahmatulallahi wa barakatuh.
arabisch Dumyât,
unterägyptische Stadt im östlichen Nildelta, 121 000 Einwohner; Möbel-,
Textil- und Schuhindustrie, Wärmekraftwerk; im Mittelalter bedeutende
Handelsstadt.
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