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Der Charakter
SUNNAA’ AL-HAYAT
Lebensgestalter
Der Bereich der Technologie
Im Namen
Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Es gibt einen Unterschied zwischen dem Wunsch nach einem
Aufschwung und der tatsächlichen Möglichkeit, einen Aufschwung zu erreichen.
Kennt ihr den Unterschied?
Sich einen Aufstieg zu wünschen, bedeutet, ernsthaft und
beharrlich daran zu arbeiten, um dieses Anliegen zu verwirklichen. Aber wenn wir
von der Möglichkeit reden, dann stellt sich die Frage: Ist es zu dieser Zeit
möglich, unser Anliegen zu erreichen oder nicht? Den Unterschied erkennt man an
zwei Arten von Völkern, denen es ähnlich wie uns ergeht:
Für Völker, die weder den Wunsch noch die Möglichkeit
besitzen, existiert keine Hoffnung. Andere Völker hingegen haben den Wunsch,
aber ihnen fehlt die Möglichkeit. Diese sind fähig, einen Aufschwung zu
erreichen und die Wahrscheinlichkeit, dass sie es schaffen werden, ist groß.
Haben wir jetzt den Unterschied zwischen “Wunsch“ und
“Möglichkeit“ verstanden?
Die Lebensgestalter sagen: Der Wunsch ist vorhanden. Und
auch wenn die Möglichkeit nicht zur Verfügung steht, ist es wichtig, dass wir
anfangen.
Wir sprachen in der letzten Sendung über Kunst und Kultur,
und vorher hatten wir über die Industrie, das Bildungssystem, die Frau usw.
gesprochen. Auch haben wir schon erklärt, dass wir auf jedem Gebiet das Thema
besprechen, und dann bitten wir euch, ins Internet zu gehen, damit wir die
Arbeit gemeinsam gestalten. Das Ziel ist stets, das Mitwirken am jeweiligen
Thema zu fördern. Dann werden die Fachleute diese Themen studieren und uns
sagen, wie wir anfangen sollten.
Unser Thema heute ist ein Wettlauf mit der heutigen Zeit, es
ist die Technologie. Wenn wir da versagen, werden wir überhaupt keine
Fortschritte machen können, und unser Zustand wird so bleiben, wie er ist.
Die Bedeutung der Technologie
Zuerst müssen wir Technologie definieren: Unter Technologie
verstehen wir die Instrumente, die der Mensch erfindet, um seine Umgebung zu
verbessern. Diese Instrumente umfassen die Ideen, die Methoden, die Geräte und
die Maschinen. All diese Dinge entwickelt der Mensch, um seinen Lebensstandard
und sein Umfeld zu verändern.
Wir hören z.B. hin und wieder von einer Medienrevolution. Es
handelt sich dabei tatsächlich um eine Revolution. Sie veränderte den Globus,
und sie veränderte die Art des westlichen Denkens sowie den Lauf der Welt. Aber
was uns angeht, wir sind nicht nur zurückgeblieben, sondern wir sind von diesem
Bereich ausgeschlossen. Und sollte die Situation in den nächsten zwanzig Jahren
so bleiben wie sie ist, wisst ihr, wie unser Zustand dann sein wird? Wir werden
außerhalb der Geschichte sein, wie jemand, der ins Weltall fliegt und von
unserem Leben ausgeschlossen ist. So ähnlich wird es uns gehen, und das, obwohl
die Technologie in unserer Religion vertreten ist. Aber wenn wir die kommenden
zwanzig Jahre so bleiben, werden wir außerhalb des gesamten Erdballs sein.
Unsere Situation ähnelt einem Menschen, der in der Wüste in
seinem Zelt lebt und nicht weiß, was in seiner Umgebung vor sich geht. Er lebt
aber an diesem Ort, er betet und fastet. Er ist also ein Anbeter Allahs, des
Segensreichen und Erhabenen, trotzdem bleibt er von der Welt isoliert. So einer
wird niemals die Entscheidungen auf der Erde beeinflussen können. Irgendwann
wird die Flut kommen und ihn mitnehmen. Und wenn wir nach zwanzig Jahren keinen
Fortschritt in der Technologie erzielen, dann wird es uns so ergehen wie diesem
Menschen, der sich in die Wüste zurückzog. Wir werden am Rande der Geschichte
sein.
Hier möchte ich für jeden, der mich sieht und hört, einen
wichtigen Punkt erklären. Wenn ich von der Technologie rede, dann meine ich
nicht das Wissen. Der Unterschied zwischen Wissen und Technologie ist deutlich.
Wir haben Tausende mit einem Doktor- oder Magister-Titel, die Zahlen sind sehr
groß. Wenn wir diese Zahlen mit vielen anderen Ländern vergleichen, dann stehen
wir gut da. Aber das Wissen ist etwas anderes als die Technologie. Die
Technologie ist das Umwandeln des Wissens in Fähigkeiten, die dem Menschen
nutzen. Wissen bedeutet, Ideen und Theorien zu haben, die aber verborgen bleiben
bis jemand kommt und sie in die Praxis umsetzt. Und die Technologie stellt diese
praktische Anwendung des Wissens dar.
All unsere Länder und viele von den Muslimen glauben, dass
es eine Frage des Wissens wäre, aber es ist eine Frage der Technologie, der
Anwendung dieses Wissens.
Hier einige Beispiele:
Al-Hassan Ibn Al-Heitham hatte eine Theorie entdeckt: Die
Qamra Theorie. Wir sprachen schon einmal darüber. Es ist eine Theorie über die
Lichtreflexion. Später wurde diese Theorie in die Praxis umgesetzt, und das
Ergebnis war die Kamera. Wenn wir uns das Wort “Kamera“ anschauen, dann sehen
wir, dass das Wort vom Begriff “Qamra“ stammt. Al-Hassan Ibn Al-Heitham
entdeckte das Wissen, aber die Anwendung kam später. Und daraus entstanden die
Kamera und das Mikroskop, praktische Anwendungen, die das Leben der Menschen
verbesserten.
Die USA führen die Welt jetzt mit Technologie an, obwohl sie
das Wissen nicht haben. Europa ist diejenige, die es besitzt. Europa verlässt
sich auf das Wissen, trotzdem wird die Welt von den USA geführt. Denn alle
Anwendungen der Wissenschaften und der Technologie finden dort statt, und das
Ergebnis ist die Führung der ganzen Welt.
Die Welt ist heute in zwei Gruppen geteilt: zum einen die
Welt, die eine Technologie besitzt und andere anführt, zum anderen die Welt ohne
Technologie, die geführt wird.
Wenn du auch nur eine einfache Technologie besitzt und
versuchst, sie zu entwickeln, dann bleibst du nicht vollkommen machtlos. Du
führst zwar nicht, aber du kannst trotzdem auf dich stolz sein. Wenn dir diese
Technologie aber vollkommen fehlt, dann wirst du im Stillen beherrscht.
Lasst uns die Bedeutsamkeit und Ernsthaftigkeit des Themas
Technologie besprechen. Wir wollen das Thema verständlich machen. Aber was ist
mein Ziel? Wir haben Fachleute auf dem Gebiet, die natürlich mehr darüber wissen
als ich, aber ich möchte das Thema vereinfachen, damit folgendes unter der
Allgemeinheit bekannt wird:
-
Das
Wissen über die Entstehung der Technologie
-
Die
Rolle der Mutter in der Erziehung ihrer Kinder: Sie sollte ihre Kinder zum
Lernen motivieren. Die Kinder sollten verstehen, dass sie bei den Prüfungen
nicht schummeln dürfen.
-
Das
Lernen nicht nur für das Zeugnis: Wir brauchen eine Generation mit kreativen
Köpfen, die neue Erfindungen und Entdeckungen machen, die der Nation nutzen.
Dann können wir stolz den Kopf erheben, weil wir wie die anderen einen
Aufschwung in der Technologie nachweisen können.
Anwendungsbereiche der
Technologie
1.Die
Kommunikationstechnologie
Lasst uns die Kommunikation betrachten: In der ganzen Welt
finden Buchungen und Flüge statt. Es besteht eine Kooperation zwischen allen
Ländern, die die Erstellung der Flugtickets und der ganzen Termine umfasst, und
es entstehen keine Zusammenstöße. Das alles braucht Technologie.
2.Die Landwirtschaft
Kannst du dir vorstellen, wie der Westen jetzt in der
Landwirtschaft arbeitet? Du wirst das Thema sehr anspruchsvoll finden. Sie haben
große Sensoren, die die Bodenfeuchtigkeit messen, um sicher zu sein, dass das
Wasser die Pflanzen erreicht. Und wenn das Ergebnis dieser Sensoren lautet, dass
der Wassergehalt weniger geworden ist und die Pflanzen nicht mehr ausreichend
bewässert werden, dann werden sofort Signale an Wasserstrahler gesendet, die
sogleich für die Bewässerung riesiger Flächen sorgen. So wird ein zu niedriger
Wasserstand vermieden. Dadurch sind die Ernteerträge erheblich gestiegen. Auch
die Düngemittel und deren Optimierung, all dies wird über den Computer
gesteuert.
3.Die
Bildung
Die Eltern von Schülern in manchen europäischen Ländern
können täglich per E-Mail einen Bericht über die Leistungen ihrer Kinder in
allen Fächern bekommen. Über den Computer und die moderne Technologie läuft auch
das Fernstudium. Du kannst an Vorlesungen, die an der Universität stattfinden,
von zu Hause teilnehmen. Du bekommst die Unterlagen für die Lehrfächer, du
kannst Prüfungen ablegen, diese Prüfungen werden dann benotet, und du kannst mit
dem Professor in Kontakt treten. All das geschieht über den Computer und das
Internet.
4.Die
Gesundheit
Ein Arzt operiert in London, die Operation wird übertragen,
und der Arzt kann Hilfe von einem Kollegen in Australien bekommen, der die
Operation gleichzeitig mitverfolgt. Uns fehlt all das. Ärzte und Wissenschaftler
tauschen auf Kongressen ihre Erfahrungen aus. Sie können ihre Meinungen und
Ideen weitergeben. Sie kommen aus den verschiedenen Ländern zusammen: aus den
USA, Australien, usw. Dadurch wächst die Erfahrung der Teilnehmer, und deren
Fähigkeiten nehmen zu. Auch davon sind wir ausgeschlossen.
Einige komplizierte medizinische Geräte werden über den
Computer konstruiert, zum Beispiel Geräte, die für Diagnosen und Therapien
verwendet werden. Auch Gentherapien werden mithilfe des Computers erarbeitet.
Die Kreuzung, um die Qualität der Nachkommen bei Tieren und
Pflanzen zu verbessern, geschieht jetzt auch mittels Computer. Es entstehen
Pflanzensorten, die sehr robust sind und erhebliche Erträge erbringen. Wir
nehmen an all dem nicht teil.
5. Der
Handel
Jede Firma in Europa hat eine Internet-Seite, und über diese
Seiten werden Produkte an Kunden verkauft. Die Kunden müssen nicht den Weg zur
Firma zurücklegen. Außerdem können sie die Ware auswählen, bewerten und
modifizieren, alles über den Computer.
6.Kultur
und Kunst
Wir haben es bis heute
selten geschafft, für Kinder Zeichentrickfilme anzufertigen, die unserer Kultur
entsprechen. Und alles was unsere Kinder sich anschauen, wird aus dem Ausland
importiert, wo Zeichentrickfilme im großen Rahmen und mit niedrigen Kosten
hergestellt werden. Wollten wir die Filme selber machen, so würden wir eine
Menge Geld dafür benötigen. Und am Ende hätte unsere Arbeit nicht einmal die
Qualität ihrer Filme, weil uns die richtigen Geräte fehlen, die so etwas
ermöglichen.
Im
Westen findet man alle wissenschaftlichen Untersuchungen im Computer. Und wenn
man etwas aus einem bestimmten Gebiet sucht, muss man nur das Thema der
Untersuchung eingeben, und schon findet man alles, was in Amerika, Kanada,
Europa und Australien zu diesem Bereich erschienen ist.
Wenn ich für meine Dissertation ein arabisches Buch brauche,
muss ich mit verschiedenen Bibliotheken Kontakt aufnehmen oder nach jemandem
fragen, der dieses Buch besitzt. In unserer arabischen Welt ist es nicht so
leicht wie im Westen. Aber all diese Erleichterungen finden wir im Westen.
Versteht ihr jetzt, wieso ich diese Folge “Herausforderung der Gegenwart“
genannt habe?
Was ich jetzt sage,
richtet sich an die Frauen. Wenn wir einen Aufschwung erreichen wollen, müssen
unsere Frauen sich dieses Wissen aneignen, damit sie unseren Kindern begreiflich
machen können, was um sie herum passiert. Unsere Frauen müssen beginnen zu
verstehen. Denn es ist nicht nur wichtig, dass die Kinder einen
Universitätsabschluss machen, sondern die Mütter müssen sich ebenfalls
weiterbilden, damit sie bei dem ständigen Fortschritt mithalten können.
Das ist unsere Religion, und ich schreie es laut heraus: Wenn
wir so weitermachen, gibt es keine Hoffnung mehr.
Ich richte mein Wort an die Jugend, dessen einzige Sorge es
ist, das Internet zum Chatten mit Mädchen und Jungs und Anschauen obszöner
Webseiten zu benutzen. Die Gemeinschaft wird sterben, wenn es so weiter geht wie
bisher, und wir werden nur am Rande der Geschichte bleiben.
Allah
sagt im Koran: [Und so machten Wir euch zu einer Gemeinde von redlicher
Gesinnung, auf dass ihr Zeugen seid über die Menschen…] (2:143). Wie werden
wir wohl unser Zeugnis ablegen? Denn wir sind kein Teil der Geschichte, wie
können wir also etwas bezeugen, was wir nicht gesehen haben. Ich fürchte auch,
dass Allah am Tag der Auferstehung die ganze muslimische Gemeinschaft (Ummah)
seit Beginn der Botschaft von Muhammad (s)
zusammenbringt und von ihr verlangt, über die Menschheit zu zeugen. Und wenn Er
dann bei unserer Generation ankommt, sagt Er uns, dass wir nichts bezeugen
können, denn wir sind nicht dabei gewesen. Derjenige, der bezeugen wird - und
unser Herr ist der Gerechte - ist derjenige, der eine kulturelle Gegenwart
besitzt. Wir vermissen beides, und deswegen werden wir es nicht bezeugen können.
Dieses Thema ist das Wesen des Islam, und es müssen Leute
auftauchen, die neue Ideen haben, so dass wir dem Fortschritt folgen können. Es
darf uns nicht genügen, nur Verbraucher zu sein und uns nur über neue
Technologien zu freuen. Wir sind Verbraucher, keine Hersteller.
Wie ist die Situation in der
arabischen Welt?
Ein Bericht der USA im Jahre 2002 besagte, dass nur sechs von
1.000 Menschen in der arabischen Welt Internetnutzer sind und dass 90 Prozent
dieser Internetnutzer das Internet verwenden, um obszöne Seiten zu besuchen. Der
Bericht besagte auch, dass nur 3.1% der Bewohner einen Computer besitzen.
Und nicht nur das: Die Wissenschaftler im Westen sind miteinander verbunden, und
unsere Wissenschaftler sind isoliert und wissen nicht, was in der Welt abläuft.
Unsere Länder sind entschlossen, sich nicht miteinander zu
vereinigen, während die Europäische Union seit ihrer Entstehung so viel erreicht
hat: die technologische Produktion ist größer geworden, viele Wissenschaftler
arbeiten jetzt zusammen, weswegen auch die Produktion gestiegen ist. Sie haben
die Reisevisa zwischen ihren Ländern abgeschafft. Es gibt Züge, die durch ganz
Europa fahren. Die Länder haben sich füreinander geöffnet und haben ihre
Probleme beseitigt. Sie haben sich um Technologie bemüht, für ihren Fortschritt
und um ihr Dasein zu sichern.
Und wie ist die Situation bei uns? Jedes Land ist selbstständig
in seinen Angelegenheiten. Es wird keinen technologischen Fortschritt geben,
wenn uns der Zusammenhalt fehlt, besonders die Kooperation mit den
Wissenschaftlern. Deswegen versuchen wir, in dieser Sendung eine Lösung zu
finden und die Denkenden zusammenzuführen.
Ich erzähle euch etwas Seltsames: In den letzten 20 Jahren
haben pro Jahr 100 Absolventen ihren Abschluss von der Technischen Universität
in Kairo und haben dann anschließend ihren Doktor in Amerika angestrebt. In zehn
Jahren sind das 1.000 Absolventen, die nicht wieder zu ihrer Heimat
zurückkehren, die in Amerika arbeiten und dort beim Fortschritt mithelfen. Ich
kann ihnen keinen Vorwurf machen, aber hat mal jemand an eine Lösung für dieses
Problem gedacht? Oder hat jemand darüber nachgedacht, wie sie für uns während
ihres dortigen Aufenthalts nützlich sein könnten? Das Problem bedarf einer
Lösung.
Kann man ihnen die Schuld geben? Ich weiß es nicht. Ich bitte
sie aber, und ich habe sie schon einmal darum gebeten, dass sie bei uns, bei den
Lebensgestaltern, von ihrem Standort aus mitmachen. Und heute erklären wir noch
einmal, wie sie uns bei unserem Aufschwung von dort aus helfen können.
Ich lege euch zwei Statistiken vor:
1. Statistik über die Anzahl der Forschungsarbeiten in der Welt:
1. Platz: USA (2.747.000
Forschungen)
2. Platz: Japan (1.611.000 Forschungen)
3. Platz: England (585.000 Forschungen)
4. Platz: Deutschland (480.000 Forschungen)
Das
sind die ersten vier Plätze. Indien liegt auf Platz 12 mit 155.000 Forschungen,
Belgien (dieses kleine Land) liegt auf Platz 18 mit 85.000 Forschungen, Israel
81.000 Forschungen, Argentinien 20.000 Forschungen. Ägypten liegt mit 20.000
Forschungen auf Platz 41, während Saudi-Arabien mit 14.000 Forschungen auf Platz
47 liegt.
2. Statistik über
die Zahl der Patente im Technologiebereich:
Im
Jahr 2000 wurden in West-Europa 67% der Patente vergeben.
Mittel- und Ost-Europa: 0,5%
Die Länder des Commonwealth: 0,5%
Nord Amerika: 84%
Australien: 1,4%
Lateinamerika: 0,4%
Diese Zahlen sind nicht von 100 Prozent aus gerechnet, sondern
beziehen sich auf den jeweiligen Kontinent.
Die arabischen Länder 0%, denn als man diese Statistik
errechnet hat, hat man sich bis zum Tausendstel angenähert. Und unsere Zahl war
niedriger, also 0%, weil die Anzahl der Lizenzen nicht gereicht hat.
Wenn ich euch das alles vorzeige, ist es niederschmetternd.
Aber ich will damit erreichen, das wir versuchen, unsere Bildung und unser
Denken zu verändern. Und ich frage jetzt: Liebst du deine Religion, liebst du
dein Land, liebst du den Islam, hast du den Wunsch weiterzukommen, oder soll
alles so bleiben wie es ist?
Versuchen wir, über das alles nachzudenken und Lösungen für
alles zu finden. Gibt es für uns noch eine Hoffnung auf Veränderung? Ich sage,
die Hoffnung ist da, und die Chancen sind auch da. Wir haben nämlich einen
Schatz: Wir haben einen großen Prozentsatz an jungen Leuten in der arabischen
Welt. Wenn wir diesen Schatz gut nutzen und auch richtig führen, können wir
tolle Resultate erzielen.
Korea und Malaysia, wie war deren Stand vor 20 Jahren? Und wie
ist ihr Stand heute? Korea hat angefangen, ihren Studenten Stipendien zu
vergeben, und hat auch darauf geachtet, dass diese Studenten wieder zurückkommen
und dass sie betreut werden. Und es war ihnen eine Ehre. Es wurden Zentren für
wissenschaftliche Forschung errichtet, und die Ausgaben für die Forschung wurden
erhöht. Man hat außerdem über die Medien Werbekampagnen gemacht, um die Leute zu
führen und sie auch zum technologischen Fortschritt zu bewegen. Man hat das
Bildungssystem des koreanischen Volkes mit diesem Thema verbunden. Die Mütter
achten darauf, auf diese Art ihre Kinder zu erziehen. Die Koreaner haben noch
mehr gemacht, sie haben die Angestellten dazu bewegt, einen Teil ihres Gehaltes
für die wissenschaftliche Forschung zu überlassen, anstatt es für die Steuern zu
verwenden. Deswegen haben auch alle dabei mitgemacht, für den Fortschritt und
für die Technologie.
Korea ist über einen Zeitraum von 20 Jahren auferstanden. Das
gibt uns Hoffnung, dass wir den technologischen Fortschritt auch erreichen
können, mit dem wir so spät dran sind. Und im Verlauf der nächsten 20 Jahre
können wir mit Entschlossenheit und einem starken Willen auch erfolgreich sein:
Fortschritt und Bildung mit Technologie.
Die Gefahr des Imports von Technologie
Das ist unsere Wirklichkeit bezüglich der Technologie. Das Ziel
dieser Serie ist, den wissenschaftlichen Erfolg zu verwirklichen. Ich will euch
nun auf etwas Gefährliches aufmerksam machen, etwas, worüber ich in dieser
Sendung noch nicht gesprochen habe: die Gefahr der Import-Technologie. Ich meine
damit nicht, dass wir irgendeine importierte Technologie zerstören sollten. Das
meine ich nicht. Ich denke aber, dass es gefährlich ist und nichts Neues
schafft, Technologie nur zu importieren, egal ob sie nützlich ist oder nicht.
Bei uns werden aber alle Importwaren akzeptiert. Wir sind - ich entschuldige
mich für dieses Wort – damit zufrieden, nur die Menschen mit den „niedrigen
Händen“ zu sein. Die niedrigen Hände sind immer schlimm. Der Prophet (s) sagte:
„Die oberen Hände sind besser als die niedrigen.“
Wir produzieren nicht, wir
importieren nur. Auch wer eine ausgezeichnete Fabrik in unserem Land baut,
importiert deren Maschinen. Er ist stolz auf die Maschinen, die er hat. Er hat
aber vergessen, dass all diese Maschinen im Ausland hergestellt wurden. Wir
können keine Maschine herstellen. Der Besitzer der Fabrik ist stolz auf sein
Produktangebot. Das sind aber keine Produkte, sondern Zusammensetzungen von
Stoffen, die aus dem Ausland importiert wurden.
Der Westen ist erfolgreicher bei der Technologie als wir. Er
exportiert nur das zu uns, was er schon vorher benutzt hat. Er wird uns niemals
die aktuellste Technologie liefern, damit er immer der Führende in diesem
Bereich bleibt.
So wird der Westen auch auf dem Gebiet der Rüstung immer
erfolgreicher als wir sein. Die Waffen, die wir vom Westen kaufen, werden immer
nicht so modern wie seine eigenen sein, damit er über uns siegt, wenn er diese
Waffen benutzt. Das passiert auch auf dem Gebiet der Industrie. Das ist sein
Recht, solange wir noch faul sind und nicht versuchen, selbstständig unsere
Waffen und Industrieerzeugnisse herzustellen. Wir wollen es immer leicht und
alles fertig zur Verfügung haben. Wie ich gesagt habe, wir freuen uns über die
modernen Handys und die anderen Dinge. Das bleibt eine Tatsache.
Versteht ihr die Gefahr des Imports?
Was sind die Nachteile der
importierten Technologie?
Zuerst die erschreckende Ausrottung unserer Lieferquellen.
Früher hat unsere Mutter zum Beispiel Kartoffeln gekauft. Sie hat sie
geschnitten, gebraten und dann den Kindern zu essen gegeben. Was passiert jetzt?
Sie kauft im Supermarkt fertige Kartoffelchips. Die Herkunft dieser
Kartoffelchips sind die Fabriken im Ausland. Sie wurden im Ausland gekocht. Die
Maschinen sind auch aus dem Ausland. Auch die Tüten, in denen die Kartoffelchips
verpackt sind, sind aus dem Ausland. Sie wurden besonders für die westlichen
Länder hergestellt. Sie sind beschichtet mit einem Mittel gegen die Oxidation.
So ein Mittel haben wir nicht.
Ich gebe euch ein anderes Beispiel für die Gefahren
importierter Technologie: Manchmal importieren wir auch eine giftige
Technologie. Alle Systeme, die Bankenrechnungen durchführen, sind aus dem
Ausland. Wenn der Exporteur etwas über unsere Finanzmittel wissen will, wird er
damit erfolgreich sein, weil er über die Basis dieses Systems verfügt. Auch die
Flugzeuge sind aus dem Ausland. Der Exporteur kann die Bewegung der Flugzeuge
kontrollieren, weil er Zugriff auf das Hauptsystem hat. Deshalb kann das
Flugzeug seine Richtung ändern und läuft Gefahr, abzustürzen. Haben wir die
Gefahr schon verstanden?
Mit Technologie wurde noch ein Gerät erfunden, das für uns
unnötig ist. Mit diesem Gerät können berufstätige Frauen bei der Arbeit mit dem
Haus telefonieren. Wenn es klingelt, gibt es dem Ofen ein Signal, um das Essen
warm zu machen. Wenn die Frau nach Hause kommt, ist das Essen schon bereit.
Brauchen wir wirklich diese Technologie? Lasst uns zuerst das Land bebauen und
davon essen.
Der Westen erbringt moderne Technologie, um Arbeitskräfte zu
entlassen. Wir leiden aber an Arbeitslosigkeit. Der
Westen macht das, weil die Arbeitskräfte bei ihnen teuer sind. Bei uns sind sie
aber billig. Das ist nicht hilfreich, diese Technologie von ihren Ländern in
unsere Länder zu bringen. Wir sind nur Nachmacher. Wir begreifen nicht die
Gefahr dieses blinden Imports. Die Technologie wird nur zur Verbesserung des
Lebensstandards der Gesellschaft importiert, die diese Technologie hergestellt
hat. Wir sind noch abhängig von anderen in dem Bestreben, solche Technologie
herzustellen. Ich möchte sagen, wir sollten spezielle Technologie für uns
herstellen. Die Erfinder sollten aus unseren Ländern kommen.
Ihr Jugendlichen aus bedeutenden Fachbereichen, Jugendliche der
Technischen Universitäten, alle Jugendlichen. Ich spreche zu euch. Einige von
euch sollten Erfinder und Erneuerer werden. Das ist das Ziel dieser Sendung. Was
gebraucht wird, sind nützliche Erfindungen für unsere Gesellschaft.
Ich bestätige noch einmal, das ist ein Teil unserer Religion.
Wir beten Allah dadurch an, neue Erfindungen zu schaffen. Wenn wir keine
Erfinder oder Erneuerer haben, sündigt die ganze Gemeinschaft. Es gibt im Islam
eine Pflicht. Sie heißt Genügepflicht. Wenn einer diese Pflicht erfüllt, werden
die anderen darüber keine Rechenschaft ablegen müssen. Aber falls einige das
nicht erfüllen, werden alle am Jüngsten Tag dafür bestraft. Alle Menschen müssen
am Jüngsten Tag dafür Rechenschaft ablegen, dass wir keine nützliche Technologie
für unsere Gesellschaft erfunden haben. Das ist Achtlosigkeit der Mütter, Väter
und Professoren, die die Studenten in den Universitäten ausbilden.
Erfindungen, die die Geschichte verändert haben
Lasst uns die großen Erfindungen anschauen, die die Welt
verändert haben. Wie war die Welt vor dem Papier, dem Druck und seinem Erfinder
Gutenberg? Wie erging es jemandem, der ein Buch schreiben wollte? Es kostete
viel Mühe zu schreiben. Wisst ihr, warum die Bibliothek von Bagdad verloren
ging? Jedes Buch hatte nur eine Kopie. Als die Tataren Bagdad eroberten, warfen
sie alle Bücher ins Meer. Deshalb ging dieser große Schatz der muslimischen
Wissenschaften verloren.
Wenn man ein Buch von Ibn Al-Qayyam liest, steht dort: „…und
wie ich in meinem Buch erwähnt habe…“ Aber sein Buch gab es nicht mehr, weil es
mit den anderen Büchern ins Meer geworfen wurde.
Gutenberg, der Erfinder des Drucks, hat als sein erstes Buch
die Heilige Schrift gedruckt. Er hat gesagt, dass dies das Geheimnis seiner
Erfindung war, denn er war religiös und verstand seine Religion. Lasst uns einen
Vergleich zwischen ihm und unseren religiösen Jugendlichen machen.
Wer denkt daran, seine Universität und sein Studium aufzugeben,
um islamische Rechtswissenschaften zu studieren, damit sie der Gesellschaft
dienen können? Wir haben hunderte Prediger des Islam und auch Hunderte, die sich
für den Islam einsetzen könnten. Wie viele Studenten sind in den
wissenschaftlichen Fakultäten? Wie viele Menschen lieben diese Religion und
wollen ihr nützen?
Eine andere Erfindung: die Pistole. Sie hat den Muslimen
geschadet. Als die Kriegszüge von Napoleon nach Ägypten kamen, hatten die
Muslime keine Pistolen. Sie hatten nur Schwerter, damit sie sich verteidigen
konnten. Die Soldaten von Napoleon hatten aber Pistolen. Das Ergebnis war
natürlich deutlich.
Die Erfindung der Elektrizität, Faraday, war 14 Jahre alt und
verkaufte Bücher in einer Buchhandlung, bis er 20 wurde. Während seiner Arbeit
las er regelmäßig, bis er dann die Elektrizität erfand. Der Erfinder war nicht
maßlos oder übermäßig oder kam von einem anderen Planeten. Ich bin sicher, dass
unsere Jugend dazu fähig wäre. Wenn ihr den Glanz und die Unbeirrbarkeit in
ihren Augen sehen würdet, wäret ihr sicher, dass sie Erfolg haben werden. Das
Wichtigste dabei ist die Industrie.
Warum haben wir keine neuen Mathematiker wie
Al-Chwarizmi?
Er war ein einfacher Mann, aber er liebte seine Religion. Er erfand die Algebra.
Er erfand etwas anderes, das heißt Chawarizmat, und das wird heute in westlichen
wissenschaftlichen Büchern behandelt. Es ist eine Methode, Fragen der Mathematik
zu beantworten. Und er hat noch etwas erfunden, was die Welt verändert hat: die
Null. Wie könnten wir uns heute Mathematik ohne die Null vorstellen? Wie könnte
der Computer ohne die Null rechnen? Als
Al-Chwarizmi
seine Erfindung erklärte, sagte er über die Null: „Die Null ist ein Symbol für
das Nichts“, und er zeigte die Null mit dem Zeichen „0“ und sagte weiter: „Die
Null ist nicht negativ und nicht positiv. Sie ist die Grenze zwischen den
negativen und positiven Zahlen.“ Dann widmete er seiner Erfindung sogar ein
Gedicht. Die Muslime waren damals hoch gebildet. So war
Al-Chwarizmi.
Bei seinem Tod sagte er: „O Allah, ich habe Dich mit meiner Wissenschaft
angebetet. Vergib mir.”
Die vier Bedingungen für Erfindungen
Ich möchte euch nicht länger aufhalten, aber zum Schluss möchte
ich mich noch einmal an die Jugendlichen richten. Aus euch sollen Erneuerer und
Erfinder hervorgehen. Damit dieses Vorhaben verwirklicht werden kann, müssen
vier Bedingungen erfüllt sein:
1. Hohe Entschlossenheit und die Auswahl eines Themas, das
begeistert
2. Es ist nicht notwendig, in diesem ausgewählten Gebiet alle
vorhandenen Forschungen zu studieren. Die Wissenschaft von heute ist nicht mehr
so. Das Wichtigste ist, dass man sich mit einigen Teilgebieten auskennt und sie
beherrscht. Dann entwickelst du eine neue Idee in diesem Gebiet, und so gewinnen
wir eine neue Erfindung.
3. Das Ausprobieren. Wiederhole deine Versuche mehrmals, auch
wenn du Fehler begehst. Als Edison die elektrische Lampe erfand, hatte er 99
erfolglose Versuche und den Erfolg erst beim letzten Versuch erzielt.
4. Geduld. Edison wurde gefragt, wie seine Erfindung erfolgreich
wurde. Er antwortete: „Der Erfolg ist ein Prozent Genie und 99 Prozent
Anstrengung.“
Eine Webseite für die Technik
Wir werden sofort mit der Arbeit beginnen, schon in dieser
Sendung, damit die Arbeit gleich im Einklang mit dem Projekt zur Bekämpfung des
Computer-Bildungsdefizits verläuft. Das Projekt soll uns auch bei diesem Thema
helfen. Wir werden damit beginnen, eine Webseite auf www.amrkhaled.net zur
Verfügung zu stellen, die möglichst viele Spezialisten und Jugendliche für das
Computer-Projekt sammeln soll. Die Seite soll ihnen auch helfen, Erfinder zu
werden. Wir schlagen ihnen unter Schirmherrschaft spezialisierter Professoren
aus diesen Bereichen praktische und wissenschaftliche Schritte vor. Wir
informieren sie außerdem über internationale Technologien. Es wird Dialoge und
Versammlungen geben. So können wir auch im Einzelnen alles erklären und zeigen.
Ein Jugendlicher, den wir euch schon in vergangenen Sendungen vorgestellt haben,
wird euch das alles näher bringen. Er ist auch verantwortlich für die Webseite.
Er heißt Herr Ahmad Muharram. Ich möchte ihn kurz vorstellen:
Er gewann 1997 den Preis der Arabischen Industriegesellschaft
für die beste industrielle Erfindung. Er ist Erfinder, aber so jung wie ihr. Im
Jahre 1999 gewann er, ebenfalls von der Arabischen Industriegesellschaft, den
Preis für das beste Informationssicherungssystem. Dann gewann er den dritten
Preis für seine Webseite. Der Verein der Internationalen Industrie–Webseiten hat
diesem jungen Mann seinen neuesten Preis verliehen. Hiermit versuche ich den
Enthusiasmus in euren Herzen zu entzünden, o ihr Jugendlichen! Ahmad Muharram
ist also derjenige, der die Webseite erstellen wird, und wir werden euch bekannt
geben, wie man ihn kontaktieren kann.
Ansprache von Ahmad Muharram
Tatsächlich haben wir schon bekannt gegeben, dass wir einen
Bereich auf Herrn Amr Khaleds Webseite erstellen werden. Da ähnliche Webseiten
schon in großer Anzahl existieren. Es stellt sich hier eine wichtige Frage:
Warum diese Seite? Was ist das Besondere daran? Zunächst ist diese Seite auf das
technische Fachgebiet spezialisiert und richtet sich an die Lebensgestalter. Das
Wichtigste an dieser Seite sind ihre spezialisierten Foren. Die Technik lässt
sich auf vielfältige Weise unterteilen. Jeder Zweig wird einem entsprechenden
Forum zugeordnet.
Die Foren haben folgendes Ziel: In jedem dieser verschiedenen
Zweige gibt es jemanden, der den entsprechenden Themenbereich gut kennt. Aber
die Erfindungen lassen sich dadurch noch nicht verwirklichen. Die Erfindungen
entstehen, wenn jemand in diesem Fachbereich eine Idee hat und einer Person mit
einer anderen Idee begegnet. Sie treffen sich, diskutieren und kritisieren. Das
Ergebnis ist dann eine neue Idee.
Zusätzlich gibt es ein anderes Forum, das für die Spezialisten
in Themengebieten außerhalb der Technologie ist, wie zum Beispiel Medizin oder
Ingenieurswesen. Sie bekommen eine spezielle Seite, die sie besuchen können und
die ihnen dabei helfen wird, an welche Foren sie sich wenden können. Dort können
sie dann mit den Spezialisten zusammenkommen, die ihnen bei der Technologie in
ihrem Gebiet weiterhelfen können. Dadurch wollen wir einen Ort für Experten
herstellen, nicht nur um die Technologie als solches zu entwickeln, sondern um
alle anderen Gebiete zu fördern, die diese Technologie begünstigen sollen. Zu
den wichtigsten Dingen auf dieser Seite gehört eine Bibliothek, die kostenlose
Bücher und Vorlesungen enthält. Die Verantwortlichen für die Vorbereitung dieser
Bibliothek sind Spezialisten aus der arabischen Welt sowie Leute, die
Erfahrungen in der Entwicklung der richtigen Technologie haben, egal ob sie
innerhalb oder außerhalb der arabischen Welt wohnen. Nicht nur das, es wird
Verbindungen zwischen unseren Seiten und alle anderen Webseiten geben, die ihre
Inhalte auf dieselbe Art und Weise anbieten.
Heute besuchen alle spezialisierten Wissenschaftler das Internet
und durchsuchen eine große Anzahl von Webseiten nach den neuesten Entwicklungen,
um daraus einen Nutzen für ihre Spezialgebiete zu ziehen. Wir sparen ihnen diese
Zeit, in dem wir diese Nachrichtenseite zur Verfügung stellen. Der Spezialist
muss dann nur diese eine Webseite besuchen. Er bestätigt mit seinem Wissen die
Informationen, die ihm zur Verfügung gestellt werden und weist auf Neuheiten in
seinem Gebiet hin. Wir werden ihnen also nicht nur Zeit sparen, wir werden
versuchen, aus ihrer Zeit Nutzen zu ziehen, indem sie anderen helfen und ihre
Erfahrung weitergeben.
Noch ein sehr wichtiger Punkt: Wenn wir uns die Anzahl der
Projekte anschauen, die in den Fakultäten des Ingenieurswesen vorgestellt
werden, finden wir reichlich davon. Diese Projekte werden weggeworfen, nachdem
die Studenten sie ausgearbeitet haben. Das ist aber falsch. Es sollte eine Art
Sammlung dieser Projekte geben. Deshalb wird es einen Bereich auf der Webseite
geben mit der Aufgabe, all diese Projekte, die gehaltenen Referate und die
wesentlichen Erfindungen der Mitglieder dieser Seite, zu sammeln. Damit
erleichtern wir die Suche nach solchen Arbeiten.
Alles, was oben erwähnt wird, ist noch unerreichbar. Wir haben
noch ein gefährliches Problem. Es ist die existierende Kluft zwischen der
Bildungs-, Produktions- und Dienstleistungsschicht sowie zwischen den
Erwachsenen und den Jugendlichen. Die Jugendlichen spezialisieren sich in
Themenbereichen, ohne die Bedürfnisse am Arbeitsmarkt zu studieren und ohne sich
nach Firmen umzuschauen, deren Anliegen zu den eigenen Fähigkeiten passen.
Andererseits fehlt es den meisten Firmen im Allgemeinen an Erfahrung beim
Auswählen der Universitätsabsolventen, die der Firma nützen und weiterhelfen
können.
Außerdem stellt sich die Frage nach der Auswahl der
Bildungsinstitution. In der Realität erfolgt die Auswahl nach dem Ergebnis der
Prüfungen. Wenn die Note für mehr als eine Fakultät reicht, dann wähle ich mir
die Fakultät aus, die meiner Meinung nach die beste ist. Weiß ich aber die
Lehrfächer und die wissenschaftlichen Fächer, die dazu gehören? Wie lautet die
Lösung in diesem Fall? In Wirklichkeit ist das Problem hier ein
Verbindungsproblem. Die Webseite wird das lösen. Der Student kann die Seite
besuchen und seine Informationen und Erfahrungen darlegen: ob er noch studiert,
Erfahrungen hat oder nicht, was er studiert hat oder was er studieren will.
Außerdem brauchen wir folgende Informationen über Firmen und
Bildungsorganisationen, die alle Lebensgestalter-Gruppen in der arabischen Welt
sammeln sollen: ihre Bedürfnisse, ihre persönlichen Kontaktinformationen und
ihre gewünschte Spezialisierung der Angestellten. Wie bereits erwähnt, tragen
sie ihre Bewerbungsinformationen auf der Webseite ein. Auf diese Weise haben die
Jugendlichen bessere Möglichkeiten, nach ihrem Diplom Firmen zu suchen. Dann
stehen ihnen diese Informationen zur Verfügung.
Die Firma dagegen stellt ihm einen passenden Beruf vor. Falls
diesem Jugendlichen eine bestimmte Qualifikation fehlt, die die Firma unbedingt
braucht, greift er auf eine Bildungsinstitution zurück, die ihm das Studium
ermöglicht, bis er für die Arbeit in dieser Firma geeignet ist.
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Nun haben wir das Ende dieser Sendung erreicht. Diese Webseite
wird erstellt. Alle, die mit der Technologie beschäftigt sind, werden die Ideen
erweitern und verbessern, um bedeutende Erfindungen zu ermöglichen. Danach fängt
dann die Arbeit mit der Webseite an. Der erste Schritt ist die Zusammenführung
aller Technologie-Interessenten. Das zweite ist die Behebung des
Computer-Defizits. Das ist sehr, sehr wichtig, denn es ist der Hauptschlüssel zu
allem, worüber wir in dieser Folge gesprochen haben. Ihr müsst geduldig sein.
Unsere Hausfrauen und auch die Kinder müssen sich informieren.
Wir machen weiter mit diesem Projekt. Bemühen wir uns um die
Abschaffung des Computer-Defizits für 20, 30 oder 40 Tausend. Besucht unsere
Seite und schickt uns die Anzahl der Personen, deren Computer-Defizit ihr
beheben konntet.
Zuletzt wollen wir über das Technologie-Thema abstimmen. Wir
bitten Allah, den Segenreichen und Erhabenen, darum, dass wir damit tatsächlich
schon den Weg zum Aufschwung beschritten haben. Mit Allahs Willen werden wir
bestehen. Ich wiederhole meine Worte. Wer eine Idee hat, dabei beharrlich ist
und für sie lebt, wird diese Idee verwirklichen.
Frieden sei mit euch und Allahs Gnade und Segen.
As-salamu aleikum wa rahmatulallahi wa barakatuh.
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