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Der Charakter
SUNNAA’ AL-HAYAT
Lebensgestalter
Der Zeitwert
Im
Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Alles Lob gebührt Allah, dem
Herrn der Welten. Friede und Heil auf Muhammad (s),
den Gesandten Allahs, auf seine Familie und all seine Gefährten.
Wir sind
jetzt gerade dabei, die erste Phase der Lebensgestalterfolgen zu beenden. Wir
haben bereits über die Fessel geredet, und haben schon damit angefangen, uns von
diesen Fesseln zu befreien. Viele Menschen haben bereits die Verantwortung
übernommen, und die Ergebnisse waren sehr positiv.
Ich will noch einmal die Ziele der Sendung
wiederholen:
-
Eine
Generation zu finden, die eine einflussreiche Rolle beim Wiederaufbau der
Gesellschaft aufweisen kann.
-
Die
Hoffnung und den Optimismus unter den Jugendlichen zu wecken.
-
Mehr
Energie zu haben, religiöser zu werden und sich den Sünden widerzusetzen.
Das zweite Ziel ist besonders sehr
wichtig, um die Frustration durch Hoffnung zu ersetzen, weil es unmöglich ist,
einen Wiederaufbau der Zivilisation durch frustrierte und hoffnungslose Menschen
hervorzurufen. Aus diesem Grund sind die Hoffnung und der Optimismus zwei
wichtige Faktoren, die berücksichtigt werden sollten.
Der Prophet Muhammad (s) hatte sehr auf
diesen Punkt geachtet.
Ich werde euch nun ein sehr schönes
Beispiel erzählen:
In der Schlacht von „Al-Chandak“ waren die
Muslime durch 10 000 Kämpfer der Nichtmuslime umzingelt. Die Stadt war von allen
Ecken sehr gut mit Befestigungen gesichert, sowohl mit landschaftlicher Natur,
mit den Bergen, als auch mit einem - von den Muslimen gefertigter -
Schützengraben. Nur eine Seite blieb unbefestigt, die von den Juden, von
„Abu-Kuraitha“, besiedelt war. Denn dort hatte es zuvor eine Vereinbarung
zwischen dem Propheten (s) und den Juden von „Abu-Kuraitha“ gegeben. Die
Kooperation lautete, die Stadt vor jeglichen Außenangriffen zu beschützen.
Aber der Stamm Quraisch vereinbarte mit
den Juden ein Abkommen, die Muslime von ihrer Seite aus anzugreifen. Aus diesem
Grund wurde ein Verrat ausgeübt, woraufhin sich die Muslime in einer echten
Gefahrenzone befanden. Die Befestigungen waren deswegen unzureichend und die
Muslime wurden ängstlich und unruhig. Die Frustration begann.
Was hat der Prophet (s) eigentlich in
diesem Moment getan ?
Der Prophet (s) hat Saad-ibn-Muaaz gerufen
und ihm gesagt: „O „Saad-ibn-Muaad“ geh zu „Banu-Kuraitha“, und überprüfe mal,
ob sie wirklich unser Abkommen halten werden oder ob ein Verrat ausgeübt wird.
Wenn sie das Abkommen halten werden, dann komm zu mir in die Moschee und sag mir
vor den Leuten „O Gottesgesandter, sie werden das Abkommen halten,
und sag das ganz laut, damit sich die Leute motivierter und hoffnungsvoller
fühlen. Aber wenn sie das Abkommen nicht halten werden, dann sag mir das
nicht vor den Leuten, doch deute mir diese Verneinung mit einem Zeichen,
das nur mir und nicht den anderen bewusst sein wird.“
Seht ihr, wie der Prophet darauf geachtet
hat, die Hoffnung in der islamischen Gesellschaft (umma) auszubreiten?
Der Prophet (s) hat Saa’d zu jenem
Zeitpunkt geschickt, während sich die Muslime wegen der Umzingelung ängstlich
gefühlt haben. Saa’d hingegen war sich sicher, dass man sich nicht an das
Abkommen halten werde. Er ist zum Propheten (s) gekommen und teilte ihm vor den
Muslimen mit: „Oh Gottesgesandter, Udal und Alqara.“ Dies waren zwei Stämme, die
in der Vergangenheit bei der Quelle Mauna, ein Abkommen mit dem Propheten (s)
nicht gehalten hatten.
Die Menschen haben das natürlich nicht
verstanden, was Saa’d sagte.
Sobald der
Prophet (s) gewusst hat, dass man sich nicht an das Abkommen halten werde,
schaute er die Leute an und sagte mit lauter Stimme: „Oh Leute, Gott ist der
größte. Seid erfreut über den Sieg von Allah!“
Die Leute sind aufgestanden, und haben
gesagt: „Allah ist der größte.“
Dadurch hat der Prophet (s) es geschafft,
den Muslimen wieder Hoffnung zu geben, weil er genau wusste, dass der Sieg
nur mit der Hoffnung verursacht wird.
Wenn wir uns
weltweit die Nationen anschauen, so merkt man, dass die meisten es geschafft
haben, die Hoffnung und den Optimismus in der Gesellschaft wieder zu beleben:
China litt
Anfang des 20. Jahrhunderts sehr unter der Unwissenheit, der Armut und dem
Rückstand. In den 20er Jahren verschlimmerte sich die Lage drastischer wegen der
Überschwemmungen und Erdbeben. Deswegen war es der Niedergang von China.
In den 40er
Jahren brach ein Bürgerkrieg aus, der Tausenden von Chinesen das Leben kostete.
In den 50er
Jahren waren die Chinesen dann fest entschlossen, ihre Zivilisation
wiederaufzubauen. Zu jener Zeit, wo auch viele von unseren Ländern auch
angefangen haben, dies zu tun, was zum Ergebnis führte, dass China in den 30er
Jahren die stärkste Weltmacht geworden ist. Der Führer Mao
Zedong schaffte es, den Aufstieg von China mit der Parole „Nein zur
Verzweiflung“ zu bewirken.
Japan ist
auch innerhalb der 30er Jahre sehr mächtig geworden, ebenso Deutschland.
Vor all
diesem Aufstieg hat der Prophet (s) und seine Gefährten innerhalb von 25 Jahren
eine der größten Zivilisationen in der Geschichte erschaffen.
Aus diesem
Grund sehen wir, dass die Fessel, die wir heute zu lösen versuchen, unsere
kostbare Zeit richtig auszunützen und nicht zu verschwenden ist.
Zuerst
erinnere ich euch an die früheren Projekte, und die dadurch erzielten
Ergebnisse:
-
Die Bekämpfung von Suchtstoffen,
und der Wettbewerb um ein Logo für das Projekt „BELÄSTIGE MICH NICHT MIT
DEINEM QUALM!” zu kreieren.
1000
Personen haben sich dafür beworben. Die Kommission, die aus Professoren und
Spezialisten der Fakultät der Schönen Künste in Ägypten besteht, hat die ersten
drei besten Logos ausgesucht.
Diese sind
bereits im Internet zur Verfügung gestellt worden, damit ihr davon das beste
Logo auswählen könnt. Wir hoffen, dass die Jugendlichen im Sommer damit beginnen
werden, dieses Logo in der ganzen arabischen Welt zu verteilen.
Der erste
Preis für den Sieger ist ein Flugticket, um die kleine Pilgerfahrt (Umra) zu
verrichten.
Der zweite
und dritte Platz ist die Teilnahme an Graphikdesignseminaren für Anfänger, deren
Kosten von einem Bruder übernommen wurden.
2. Der
Schutz der Zukunft und die Bekämpfung der 5 Suchtstoffe:
Wir haben
gesagt, dass wir in jeder Schule und in jedem Verein vier oder fünf Freiwillige
haben wollen, die für die Aufklärung von Suchtstoffen zuständig sein werden. Die
Überraschung war, dass viele Experten uns diesbezüglich kontaktiert haben, und
uns mitteilten, dieses Projekt auf internationaler Ebene austreiben zu wollen,
zugleich bereit wären, die Beteiligten zu den besten weltweit zu trainieren.
3. Sammeln
und Verteilen von Kleidung:
Möge Allah
euch mit allem Guten bescheren, weil ihr das Versprechen gehalten habt,
Kleidungen zu sammeln. Möge euch Allah am Jüngsten Tag stattdessen mit einer
Bekleidung beschenken.
Bei der
Verteilung der Kleidung müssen wir zwei wesentliche Punkte beachten:
-
Wir werden das nicht akzeptieren, dass als Gegenleistung für die
Kleidung ein Preis entgegengenommen wird, auch keine symbolischen Preise. Die
Leute haben die Kleidung gespendet, damit diese kostenlos von den Bedürftigen
benutzt werden können.
-
Ich sage denjenigen, die ihre Kleidung für die arabische Welt
spenden wollen: „Sucht erst einmal in euren Aufenthaltsländern nach Bedürftigen
(auch wenn es keine Muslime sind), die diese Kleidung nötig haben. Wir wollen,
dass unsere guten Taten die ganze Welt erreichen.
Kehren wir
nun zu unserem Hauptthema zurück „Die Fessel der Zeitverschwendung“.
Der
Geschwindigkeitsunterschied zwischen uns und den westlichen Ländern ist mit
zwei Autos vergleichbar, wobei das eine mit voller Geschwindigkeit rast und das
andere sich sehr langsam fortbewegt.
Die Zeit im
Westen bedeutet Geld, Gold und Leben, wohingegen bei uns überlegt wird: „Wie
könnten wir die Zeit verschwenden und sie loswerden.“ Deswegen ist das
angemessenste Projekt gegen diese Fessel anzukämpfen: „Das Projekt der
fruchtbaren Woche“.
Das
Projekt der fruchtbaren Woche:
Die Idee
des Projektes:
Das Projekt
ist dafür gedacht, dir dabei zu helfen, wie du den Tag, die täglichen 24
Stunden, am effizientesten ausnützen kannst, wie du die Zeit mit vollem Elan und
Leistungen umgestaltest. Dieses Projekt kannst du von zu Hause aus, von deinem
Zimmer und auch während du lernst, umsetzen.
Und hier
sind die praktischen Schritte des Projektes:
Wir haben
vier Aspekte, worauf wir innerhalb der Woche zu achten haben. Wir müssen darauf
achten, unsere Freunde immer zu motivieren, in dem wir ihnen zum Beispiel Sms
verschicken, um sie daran zu erinnern.
Die
Gelehrten haben gesagt: „Wenn du dich schon für etwas entschieden hast, dann
fang bedingungsweise an, setze mit deiner Arbeit fort und evaluiere.“
Und jetzt
möchte ich, dass ihr damit anfangt, unter gewissen Bedingungen den Tag zu
gestalten:
An diesen
Bedingungen solltest du dich täglich halten:
1.
An der Arbeit: Jeden Tag haben wir Arbeit zu leisten.
2. An
den gottesdienstlichen Handlungen: Jeden Tag haben wir unsere gottesdienstlichen
Handlungen zu verrichten.
3. An
den sportlichen Aktivitäten: Jeden Tag haben wir Sport zu treiben.
4. Am
geselligen Zusammensein: Jeden Tag sollten wir an der Gesellschaft teilhaben.
Die erste
Bedingung ist für dich, die zweite für deine Seele, die dritte für deinen Körper
und die vierte für deine Familie. Wir müssen auf all jene Bedingungen achten,
weil diese zur Grundlage unseres Lebens zählen.
Wir haben
die Idee des Projektes von der Lebensgeschichte des Propheten (s) entnommen. Wir
haben bereits das Alltagsleben des Propheten (s) einstudiert, und uns
angeschaut, wie der Prophet (s) seinen Alltag verbrachte. Davon haben wir diese
vier Aspekte ausgesucht, worauf der Prophet (s) in seinem Alltagsleben immer
achtete.
Wir wollen
den Propheten (s) in seinem Alltagsleben imitieren. Wir haben zwar den Propheten
(s) nicht gesehen, aber wir wissen, wie er seinen Tag verbracht hat, und wir
wollen ihm sagen, wenn wir ihn treffen: „O Gottesgesandter, wir haben dich
imitiert. Auch wenn wir das nur für eine Woche getan haben.“
In folgenden Koranvers
heißt es:
[Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten Allahs ein schönes Vorbild ...] (33:21)
Ein
anderer Koranvers besagt:
["Sprich: „Wenn ihr
Allah liebt, so folgt mir. Lieben wird euch Allah...“] (3:31)
Wir werden
den Propheten (s) imitieren, und dementsprechend belohnt werden, auch werden wir
diese Fesseln der Zeitverschwendung lösen.
Die 4
Aspekte des Projektes:
1.
Arbeit:
Wir müssen
täglich sechs Stunden eine reine Beschäftigung ausüben, entweder durch Arbeit
oder Studium.
Betrachten
wir nun mal die unterschiedlichen Arbeitszeiten des Westens und der arabischen
Länder:
Durchschnittlich betragen in den westlichen Ländern die Arbeitsstunden zwischen
6 bis 7 Stunden pro Tag, während die Arbeitszeit einer - in den arabischen
Ländern - lebenden Person 27 Minuten beträgt. 6 Stunden reine Beschäftigungszeit
bedeutet die Ausübung einer Tätigkeit ohne jegliche Unterbrechungen durch
Telefonate oder das Tätigen von PC-Spielen.
Dies ist ein
guter Vorschlag besonderes für die Studenten an Prüfungstagen, für die
Angestellten bei der Arbeit, oder für die Hausfrauen bei den Hausarbeiten und
bei der Erziehung ihrer Kinder.
Ich bitte
euch darum, euch in dieser Probewoche anzustrengen. Es handelt sich um ein
Training. Auch haben wir noch nicht erwähnt, dass wir dies ein ganzes Leben lang
praktizieren werden. Habt keine Angst, ihr werdet das Gleiche ausüben, was ihr
bisher schon getan habt, aber wir sagen trotzdem: Lasst es uns mal ausprobieren,
vielleicht gefällt euch dieser Versuch, womöglich wird er erfolgreich, sodass
ihr euch damit zufrieden gebt.
Der Prophet
(s) hat bei Tag und bei Nacht durchgearbeitet. Deswegen schaffte er es in 23
Jahren eine Gesellschaft zu errichten, wo die Religion für 1000 Jahre sehr tief
eingeprägt worden ist. Üb deswegen diese Punkte aus, damit du jenen Weg des
Propheten einschlägst.
Lasst
uns die Gefährten des Propheten (s) anschauen. Der zweite Kalif der Muslime
Umar-Ibn-Alchatab (r)
sagte: „Wann ist es mir erlaubt zu schlafen? Wenn ich nachts schlafe, werden mir
meine religiösen Pflichten gegenüber Allah entgehen. Und wenn ich tagsüber
schlafe, kann ich die Pflicht gegenüber der islamischen Gemeinschaft nicht
erfüllen.“
2.
Gottesdienstliche Handlungen:
Der Prophet
(s) achtete stets auf jene vier gottesdienstliche Handlungen, die er immer zu
praktizieren pflegte:
1.
Das Verrichten des Nachtsgebetes
2.
Das Gedenken Allahs
3.
Das Rezitieren aus dem Koran
4.
Das Sprechen der Bittgebete
Versuch in
der Nacht aufzustehen und tätige auch wenn nur zwei Gebetsbeugungen (Rakaa’),
und lies nur eine Seite aus dem heiligen Koran und gedenke Allahs, dann
verrichte Bittgebete, auch wenn es nur für eine Minute wäre. Damit würdest du
alle vier Handlungen praktizieren, die unser Gesandte, niemals außer Augen ließ.
Und hier ist ein Vorschlag, wie du all jene gottesdienstlichen Handlungen in die
Praxis umsetzen könntest:
Stehe eine
Viertelstunde vor dem Morgendämmerungsgebet (Fajrgebet) auf – zu jener liebsten
Zeit Allahs - und bete zwei Gebetsbeugungen während du den Koran hältst und
daraus eine Seite liest. Dann verrichte Bittgebete, denn jene würden vor allem
zu jener Zeit erhört. Danach verrichte das Morgendämmerungsgebet. Somit hast du
in 25 Minuten schon alle vier gottesdienstlichen Handlungen getätigt, die der
Prophet (s) immer praktizierte.
Damit bist
du aufgestanden und hast alle um dich herum aufgeweckt, zugleich ist die ganze
Welt aufgrund deines Aufstehens aufgewacht.
3. Sport
:
Es ist sehr
wichtig, dass du täglich eine halbe Stunde lang entweder zu Hause oder in einem
Verein Sport treibst. Auch die Damen sollten in einer Halle oder irgendwo im
Inneren Sport treiben.
Der Prophet
(s) war niemals dick. Er hatte sogar im Alter von 60 Jahren mit seiner 18
jährigen Frau A’ischa mehrmals Laufwettbewerbe unternommen.
Und wie
schaut einmal die derzeitige Lage in unseren Ländern aus? Die Menschen leiden
unter der Beeinflussung der Zigaretten und ermüden von den geringsten
Anstrengungen.
4.
Geselliges Zusammensein:
Setz dich
jeden Tag für eine halbe Stunde entweder mit deinen Eltern oder deinen
Verwandten, deiner Frau oder deinen Kindern, oder besuch deine Nachbarn oder
deine Geschwister. Und wenn du dich nicht persönlich mit ihnen treffen kannst,
dann telefoniere mit ihnen.
Stell dir
vor, wie dies die Beziehungen zu deinen Mitmenschen verbessern würde?! Doch
unter der Bedingung, dass du in dieser halben Stunde dich dem anderen widmest
und Zeit für ihn/ihr aufbringst, also nicht während du dich zum Beispiel mit
deiner Frau aufhältst gleichzeitig mit jemandem telefonierst.
Stell dir vor, wenn alle
Menschen dies tun würden. Stell dir vor, dass während Allah (t)
diese Woche auf die islamische Gesellschaft blickt, es sieht, wie jene vier vom
Propheten (s) praktizierte unerlässliche gottesdienstliche Handlungen, ausgeübt
werden.
Auch stell
dir vor, wie deine Beziehung zu Allah sein wird. Stell dir mal vor, wie deine
Beziehung zu deiner Frau sein wird, zu deinen Vorgesetzten bei der Arbeit, und
wie du deine sportliche Kondition fit hältst.
Und all
jenes würde weniger als 8 Stunden dauern:
-
6 Stunden Arbeit (oder Studium)
-
25 Minuten gottesdienstliche Handlungen
-
30 Minuten Sport
-
30 Minuten gesellschaftliches Zusammensein
Þ Die Summe
= weniger als 8 Stunden
Und den
Rest des Tages kannst du so ausnützen, wie du willst. Probiere es aus,
vielleicht wirst du damit glücklich werden.
Dieses Mal
werden wir nicht unsere eigenen Taten zählen, sondern werden diese Aufgabe nur
den Engeln überlassen dies für uns zu tun.
Wir wollen,
dass folgendes für uns gut geschrieben wird: „Er/sie verrichtete das
Nachtsgebet, übte die gottesdienstlichen Handlungen aus, kam Gott näher, war
gütig zu seinen/ihren Eltern und war für Allah erfolgreich in seinem/ihrem
Leben.“
Sendet uns
dieses Mal auf unsere Homepage nur eure Empfindungen, wenn ihr wollt. Jedoch
wollen wir diese nicht aufzählen, da wir diese für Allah tun.
Dies ist
eine neue Strategie!!! Am Anfang haben wir immer darauf geachtet, die Hoffung
hoch zu halten, das war auch sehr wichtig. Jedoch ist dies nicht die einzige
Methode. Wir haben schon bereits damit angefangen, uns von unseren Fesseln zu
befreien, doch muss jeder von sich selber sagen: „Ich werde Erfolg haben, und
ich werde den Mitmenschen helfen, auch erfolgreich zu werden. Das Ergebnis wird
am Tag des Jüngsten Gerichts verkündet und nicht jetzt.“
Stellt euch
die Freude am Tag des Jüngsten Gerichts vor, wenn wir vor Allah, der Erhabene
und Mächtige, stehen und gerufen werden: „Dieser und jener von der islamischen
Gemeinde kommt hierher, ihr habt eine Woche lang genau das getan, was der
Prophet (s) praktiziert hatte. Ihr wart schon zusammen, ohne euch untereinander
zu kennen, und habt euch gegenseitig aufgeweckt....“
Stellt euch
mal die Belohnung und die Freude des Propheten (s) vor, wenn wir zu ihm sagen:
„Wir haben eine Woche lang genau das getan, was du auch getan hattest.“
Werfen wir nun einen Blick auf die
Statistiken, die unsere Lage darstellen:
In den arabischen Ländern
verbringt eine Person durchschnittlich 60% des Tages vor dem Fernseher, 28 % des
Tages befasst sie sich mit unwichtigen Aktivitäten, geht um 2 oder 3 Uhr morgens
ins Bett und wacht gegen 10 Uhr früh auf.
In den westlichen Ländern
hingegen wacht eine Person um 6 Uhr morgens auf, legt sich um 22 Uhr schlafen
und amüsiert sich nur an Wochenenden.
Im Westen liest eine
Person während sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt oder beim
Aufenthalt im Warteraum eines Arztes.
In den arabischen Ländern
verschwendet eine Person die Zeit an Computerspiele, Chats, zielloses
Autofahren, Essen, stundenlanges Telefonieren oder in Kaffeehäusern. Und das
Ergebnis ist, dass wir somit ein Viertel unserer Energie aufbrauchen, sodass es
uns unmöglich ist, mit dem Westen Schritt zu halten, auch wenn wir Allah, der
Erhabene, darum bitten.
Es könnte unmöglich eine
Änderung auftreten, solange wir so bleiben und uns nicht zu ändern versuchen.
Und das obwohl alle unsere gottesdienstlichen Handlungen zeitgebunden sind: Das
Verrichten des Gebets, das Entrichten der Almosensteuer (Zakat) und die
Pilgerfahrt nach Mekka.
In
einem Koranvers heißt es: [... „Wahrlich, das Gebet zu bestimmten
Zeiten ist für die Gläubigen eine Pflicht.“] (4:103)
Ferner
heißt es in einem Hadith:
„O Gottes Gesandter, welche Taten sind die
besten? … Das Gebet zur vorgeschriebenen Zeit.“
Und das Fasten …
[Es sind nur abgezählte Tage
...] (2:184) „Fastet, wenn ihr ihn (den Mond) seht[4]
und endet den Fastenmonat, wenn ihr den Neumond erblickt.“
Für
das Verrichten der Pilgerfahrt ist eine vorgeschriebene Zeit dafür vorgesehen …
Die Almosensteuer … Es
müsste ein ganzes Jahr vergehen, um sie verrichten zu können.
Und
der Koran erinnert uns immer an Verse, die in Verbindung zur Zeit stehen:
[Und Wir machten die Nacht und den Tag zu zwei Zeichen, indem Wir das Zeichen
der Nacht gelöscht haben, und das Zeichen des Tages haben Wir sichtbar gemacht,
damit ihr nach der Fülle eures Herrn trachtet und die Zählung der Jahre und die
Rechenkunst kennt.] (17:12)
Bei vielen Koranversen
wird ein Schwur in Verbindung mit einer Zeit geleistet, wie zum Beispiel:
Beim Vormittag (93:1), beim Nachmittag (103:1) bei der Morgendämmerung
(89:1), bei der Nacht (89:4). Und Allah leistet nur Schwur
bei sehr wertvollen Sachen. Es ist als ob Er uns sagen würde: „Gebt Acht Ihr
Muslime, das (die Zeit) ist etwas sehr Wichtiges und Kostbares!“
All das, und trotzdem
sagen die Jugendlichen: „Wir töten die Zeit!“ Und sie erkennen nicht, dass die
Zeit das Leben darstellt, und dass sie sich selbst damit umbringen.
Ist das Muhammads Volk??
Was ist das für eine Leere?? Ist das dein Leben und bist du damit tatsächlich
glücklich und zufrieden?!
Frankreich
hat sogar einen Minister für Jugend und Sport ernannt,
um die Jugendlichen stets zu beschäftigen und sie keine verlorene Zeit verspüren
zu lassen.
Allahs
Gesandter (s) sagte:
„Ergreift die Initiative der Tätigkeiten auf sieben Weisen…“ „Nützt fünf
Tätigkeiten vor anderen fünf aus…“
Und im Koran heißt es:
[Und wetteifert nach der Vergebung eures Herrn…] (3:133)
So wetteifert miteinander in guten Werken…
Seht ihr wie kostbar und
wertvoll die Zeit im Islam ist?
Die islamischen
Wissenschaftler äußerten Worte über die Zeit, welche man im Westen nicht zu
sagen pflegte. Deswegen war es ihnen auch damals möglich einen Aufschwung zu
erzielen und eine Kultur zu bilden.
Hasan
Al-Basri
sagte: „Es gibt keinen Tag, dessen Morgendämmerung aufbricht, wo nicht ein Engel
vom Himmel auf die Erde herabkommt und sagt: „O du Adams Sohn, ich bin ein neuer
Tag, und bin Zeuge deiner Taten, so nütz mich aus, denn ich kehre nicht vor dem
Tag des Jüngsten Gerichts zurück.“
„O du Adams Sohn, du bist
nur ein Atem, und wenn du ihn verlierst, dann ist ein Teil von dir
entschwunden, und wenn ein Teil von dir entschwindet, so ist es kurz davor, dass
alles entschwindet.“
Ibn Al-Kayem
sagte: „Jeder Atemzug und Schweißtropfen, der im Leben nicht für Allah
eingesetzt wurde, wird am Tag des Jüngsten Gerichts leid- und reuevoll sein.“
Ferner sagte er auch: „Für Allah zählt jene verlorene Zeit, die nicht nutzvoll
in Anspruch genommen wurde, zu den Zeichen Seiner Abneigung, denn somit verliert
der Mensch die Chance ins Paradies zu gelangen. Und zu den Zeichen der Zuneigung
Allahs zu seinem Diener ist, wenn man innerhalb kurzer Zeit viele Tätigkeiten
ausübt, als ob die Zeit kürzer als die Tätigkeiten wäre.“
Denn Satan beherrscht den
Diener, der keine Beschäftigung hat.
Wenn du wissen willst, ob
Allah mit dir zufrieden ist oder nicht, dann betrachte deinen gestrigen Tag.
Hattest du da nichts zu tun oder übtest du eine nützliche Arbeit aus?
Al-Muhassibi sagte: „Bei
Allah, ich wünschte, die Zeit wäre käuflich. Ich würde dann Zeit von den
Beschäftigungslosen und Ahnungslosen kaufen. Ich würde diese für Allah
ausgeben.“
Ibin
Mesu’d sagte: „Nichts
habe ich wie jenen Tag bereut, an dem die Sonne unterging, wo meine Taten sich
nicht mehrten.
Ibin Akil,
der das Buch „Die Künste“ (Al-Funun) in 800 Bändern schrieb, sagte immer: „Ich
esse nicht, wie ihr esst, sondern ich gebe das (harte) Brot ins Wasser, damit
es weich wie Teig wird. Erst dann esse ich es, um auf diese Weise Zeit zu
sparen.“
Du solltest wissen,
wann du spazieren gehst, wann du Sportsendungen verfolgst. Du solltest wissen,
wann deine Zeit wertvoll ist und diese vernünftig einteilen. Anstatt sechs
Sportspiele zu verfolgen, verfolge nur eins.
Abu
Jusuf, der Schüler von
Abu Hanifa, sagte: „Abu Hanifa lag am Sterbebett und verlangte ein Blatt Papier
und einen Stift, um eine Aufgabe zu lösen und sagte: „Wenn eine Sekunde vom
Leben noch bliebe, würde ich diese nutzen, um etwas Nützliches für die Muslime
zu tun, um damit vor Allah treten zu können.“
Ein Mann sagte zu
Ibin Aldschauzi: „Setz dich zu uns und nimm an der Unterhaltung
teil.“ Er antwortete: „Ja, aber lass (zuerst) die Sonne ruhen.“
Und deshalb kamen
Generationen, die vieles innerhalb kürzester Zeit erreicht haben. Möge Allah
ihre Taten segnen. Sie haben in einer Stunde das erreicht, wofür du
möglicherweise Jahre brauchen würdest.
Usama
Bin Zaid (r)
führte die Armee der Muslime im Alter von 16 Jahren. In der Armee waren Abu Bakr
(r), U’mar (r) und andere Gefährten des Propheten (s). Er ging, um das größte
Imperium seiner Zeit zu bekriegen: Die Römer. Der Gesandte Allahs (s) sagte über
seine Führung: „Bei Allah, sie passt zu ihm.“ Er führte die Armee und siegte.
Man sagte: „Bei Allah, keine Armee war so erfolgreich wie die von Usama, bei der
keiner der Muslime getötet oder gefangen genommen wurde.“
Eine erfolgreiche
Person arbeitet sogar auch in den Ferien. Und wenn sie keine Arbeit findet, so
soll sie auf eine ehrenamtliche Tätigkeit Ausschau halten.
Saa’d Bin
Mua’th konvertierte mit
30 Jahren zum Islam und starb im Alter von 37 Jahren, d.h. er lebte 7 Jahre als
Muslim. Wegen seines Todes bewegte sich der Thron des Gnädigen,
und 70 Tausend Engel kamen herab, um seinem Begräbnis beizuwohnen.
Mustafa
Kamel
leistete den Engländern Widerstand und versetzte England in Angst. Er starb im
Alter von 33 Jahren.
U’mar
Al-Muchtars Kämpfe
ereigneten sich im Alter zwischen 60 und 70 Jahren.
Muhammad
bin Al-Kassim Al-Thakafi
eröffnete Indien und Indus im Alter von 17 Jahren. In einem Jahr nahm er an 12
Schlachten teil und besiegte sie alle.
Zaid
Bin Thabit konvertierte
mit 10 Jahren zum Islam, mit 12 lehrte ihn der Prophet (s) den Koran, mit 14
lernte er Hebräisch, mit 16 wurde er der Dolmetscher des Propheten (s), mit 17
wurde er Koranschreiber der Propheten (s). Schließlich wurde er mit 19 für die
Erben verantwortlich und sammelte den Koran mit 21.
Meine Geschwister, ich
rede so besorgt, weil es mir weh tut, den jetzigen Zustand unserer Jugend zu
sehen. Habt ihr diese Menschen gesehen, wie sie all das in kurzer Zeit erreicht
haben? Und was macht ihr, muslimische Frauen? Wie verbringt ihr, muslimische
Jugendendliche, eure Zeit ? Ich bitte euch darauf hinzuweisen, dass eure Zeit
sehr wertvoll ist. Deshalb heißt unser Projekt diese Woche „Die fruchtbare
Woche“. Wir machen keinen Spaß, ich bitte euch, führt es aus, nützt jede Minute
mit voller Kraft in dieser Woche aus.
Bei uns ist die
verlorene Zeit erstaunlich: 8 Stunden Schlaf, 8 Stunden Essen und biologische
Bedürfnisse. 8 Stunden, was soviel ein Drittel des Lebens ausmacht. Es bleibt
ein Drittel, und dies ist die fruchtbare Woche.
Stell dir vor, dass
jeder von dir stammende Atemzug in ein Safe gerät, dieses erst am Tag des
Jüngsten Gerichts geöffnet wird. Stell dir vor, wenn du deine Safes eines nach
dem anderen an jenem Tag aufmachst und alle leer oder bloß mit sinnlosen Taten
versehen vorfindest?
Nun stell dir vor,
diese Safes wären mit der Erwähnung Allahs überfüllt, mit Produktivität,
Erfindungen für die Muslime oder Reformen?
Stell dir einen Mann
vor, der im Besitz von 100 Tausend Pfund ist, der dieses ins Meer wirft. Wir
würden ihn für verrückt erklären und ihn entmündigen. Und dein Kapital sind
deine Atemzüge. Wer seine Zeit vergeudet ähnelt jener Person, die ihr Geld
vergeudet. Er nimmt sein Leben und wirft es schlechthin ins Meer. Deswegen ist
es unsere Aufgabe ihn zu entmündigen.
5.
Die praktische Aufgabe
Ich fasse sie in
den folgenden Punkten zusammen:
1-
Bestimme dein Lebensziel:
Es ist nämlich nicht
möglich, auf deine Zeit Acht zu geben, ohne bereits ein Lebensziel vor Augen zu
halten. Du wirst dadurch merken, wie wichtig deine Zeit für dich ist, du teilst
sie dann in Einheiten ein, wobei jede Einheit für jede Lebensphase bestimmt
wird. Deshalb war die Folge vom „Zeitwert“ nach der „Zielbestimmung“ vorgesehen.
2- Schreib
eine Tabelle für deine Zeit wie folgt auf:
|
Uhr |
Tätigkeit |
Gebrauchte Zeit |
|
4:00 |
|
|
|
4:15 |
|
|
|
4:30 |
|
|
3-
Füll die
Tabelle aus, du wirst überrascht sein, welches Entsetzen du vorfindest. Du wirst
sehen, dass 60% deiner Zeit verloren ist .
Falls du jedoch bereit
bist, dies zu korrigieren, dann werden dir folgende Punkte hilfreich sein:
(1)
Schreib täglich auf, was du für den
folgenden Tag beabsichtigst oder wünschst zu erreichen.
(2)
Schreib dann in Punkten auf, was du dazu
machen musst.
(3)
Konzentriere dich auf jede Tätigkeit, die
du ausübst, und unterbrich sie nicht. Es sind nämlich die vielen
Unterbrechungen, die Tätigkeiten der Personen in den arabischen Ländern
verzögern. Wie zum Beispiel etwa ein Student, der gerade mit dem Lernen beginnt,
dann unterbricht er es mit einem Telefonat oder einem Sportspiel im Fernsehen,
woraufhin die Zeit vergeht. Somit hat er praktisch nichts gemacht und wird
demotiviert. Streng dich an und du wirst sehen, wie die Produktivität sich
mehrfach ersteigern lässt.
(4)
Verringere deine Schlafstunden, wenigstens
eine Stunde täglich, d.h. 365 Stunden jährlich. In dieser Zeit kannst du an
deiner Dissertation schreiben oder Suren aus dem Koran auswendig lernen.
(5)
Mach die beschäftigungslosen Personen nie
zu deinen Freunden.
(6)
Mach Sachen parallel: z.B. lies ein Buch
während du in einem Wartezimmer auf den Arzt wartest oder im Bus sitzt. Denn
Ibin Al-Kayem schrieb sein Buch „Zad Al-Maad“ während der Reise auf einem Kamel
zur Pilgerfahrt.
(7)
Vermeide in den Sommerferien nichts zu
tun. Beschäftige dich mit irgend einer Tätigkeit, auch wenn diese ehrenamtlich
wäre.
(8)
Stell dir jede Nacht folgende Fragen: Was
habe ich heute erreicht? Du wirst Freude mit deinem Erfolg haben. Berechne die
Erfolgsquote prozentuell in der „fruchtbaren Woche“ aus. Heute habe ich 30%
erreicht, aber ich sollte 80% erreichen. Du wirst sehen jeden Tag wird es mehr.
(9)
Nimm immer einen Terminkalender mit.
Schließlich glaube
ich, wenn wir die „fruchtbare Woche“ richtig bewerten und wenn wir erkennen,
dass unsere Religion der Zeit großen Wert beimisst, und dass wir das tun, um
Allahs Wohlgefallen zu erlangen und seinem Propheten (s) zuliebe, dann wird
unsere Betrachtungsweise zur Zeit sich ändern und damit auch unser ganzes Leben.
Ich bitte Allah, den Segenreichen und
Erhabenen, dass Er uns dabei hilft.
Und der Friede Allahs sei mit euch und Seine Barmherzigkeit und Seine Gnaden
As-salamu
aleikum wa rahmatulallahi wa barakatuh.
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