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Verantwortungsbewusstsein - Teil 1: Bekämpfung des Rauchens
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Liebe Brüder und Schwestern im Islam: Seid wieder herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Sunnaa’ al-Hayat (Lebensgestalter). In der vorherigen Folge haben wir über die Disziplin und die Ernsthaftigkeit gesprochen und uns auf einen Plan geeinigt, der uns dabei helfen soll, die Fesseln zu lösen. Dieses Projekt bestand daraus, die Parole: „Respektiert den weiblichen Körper! - Nein zur Freizügigkeit in der Öffentlichkeit!” zu propagieren. Unser Ziel war: Die strikte Ablehnung des Missbrauches des weiblichen Körpers in den Medien.

Wir haben vereinbart, dass, wenn wir ein Produkt, eine Werbung oder einen Videoclip sehen, in dem der Körper der Frau missbraucht wird, wir ein Schreiben an die Verantwortlichen des Herstellers oder des Fernsehsenders richten, um unsere strikte Ablehnung zu bekunden, und dass man dieses Produkt oder den Sender boykottieren werde. Dies war euch anvertraut.

Wir möchten daran erinnern, dass wir nicht die Ersten sind, die mit dieser Kampagne begannen, sondern andere uns bereits vorausgegangen sind und wir uns ihnen anschließen, um so eine Kampagne der öffentlichen Meinung in allen arabischen Ländern zu organisieren.

Was also hat sich in der letzten Woche ereignet?
Ich gebe nur die Ergebnisse der letzten Woche bekannt, nichts weiteres. Es soll dir Hoffnung machen und dir sagen, dass es nichts gibt, das unmöglich ist.

Die Ergebnisse der Kampagne:
  1. Die Anzahl der Zuschriften von jungen Leuten, Kindern und Frauen an die Fernsehsender, welche Videoclips mit freizügigen Darstellungen ausstrahlten, belief sich auf 10.000 Protestbriefe. Auf unserer Webseite befindet sich der Text dieser Schreiben mit den genauen Anschriften der Stellen, an die sich die Leute gewandt haben.


  2. Ich habe Anrufe von sechs karitativen Frauenvereinen bekommen: drei aus Ägypten und 3 aus den Golfstaaten. Sie bekräftigten, dass sie sich der Sache zur Verteidigung der Frau gegen den Missbrauch ihres Körpers in den Medien annehmen und ihre Aktivitäten in ihren Vereinen dieser Angelegenheit widmen werden.


  3. Die arabische Sängerin Asala hat einen Verein mit dem Namen „Verein al-’Iffa” (Tugendhaftigkeit, Keuschheit) in Frankreich gegründet. Er hat sich zum Ziel gesetzt, gegen die Freizügigkeit in den Videoclips der Musikindustrie anzugehen.


  4. Die Zeitung Al-Ahram vom 8. April 2004, arabische Ausgabe, hat einen Erlass veröffentlicht, der die Ausstrahlung von umstrittenen Videoclips verbietet, und zwar auf allen ägyptischen Sendern.


  5. Das ägyptische Parlament diskutiert einen geplanten Erlass, um den Fernsehstationen die Ausstrahlung solcher Videoclips von ägyptischem Boden aus zu untersagen.


  6. Der Vorsitzende des Musikerverbandes hat eine Klage gegen die Künstlerinnen eingereicht, die ihren Körper bei Videoaufnahmen freizügig benutzen.


  7. Der große Gelehrte Abdul-Wahab Al-Meseri hat einen Artikel in der Zeitung „Al- Ahram” vom 8. April 2004, arabische Ausgabe, veröffentlicht, in dem er dazu aufforderte, die Freizügigkeit in den Medien zu bekämpfen.


  8. Die Künstlerin Nadschah Salam hat im Libanon eine Kampagne gegen die Freizügigkeit in den Medien organisiert.


  9. Eine der größten ägyptischen Werbeagenturen hat beschlossen, ihre Strategie zu ändern und nicht mehr den weiblichen Körper, sondern andere Mittel zu benutzen, um Waren zu vermarkten.


  10. Ein junges Mädchen in Großbritannien berichtete, dass sie auf der Straße auf eine anstößige Reklame gestoßen ist. Sie hat dann Unterschriften gesammelt und diese an das für diese Reklame verantwortliche britische Unternehmen mit der Aufforderung geschickt, diese Art der Werbung zu unterlassen, weil sie ihre Gefühle verletze. Zu ihrem Erstaunen schickte ihr diese Firma ein Schreiben zu, in dem sie sich dafür entschuldigte und diese Reklame unverzüglich aus dem Verkehr zog.


Wir hatten eigentlich vorgehabt, unsere Diskussion über den Respekt vor dem Körper der Frau weiter auszuführen. Aber als wir sahen, welch guten Zulauf die Kampagne bekommen und sich auf die breite, öffentliche Meinung ausgedehnt hat, haben wir uns entschlossen, zu einem anderen Thema überzugehen, welches nicht weniger wichtig ist als das der Achtung des weiblichen Körpers.

Wir sind jetzt dabei, drei Fesseln zu lösen durch Proaktivität, Perfektion und Disziplin und Ernsthaftigkeit. Heute machen wir uns daran, die 4. Fessel zu lösen, und das ist eine außerordentlich schlimme Fessel, nämlich Verantwortungslosigkeit. Wir müssen Verantwortung tragen – Verantwortung für unsere Länder, den Islam, unser Heimatland und die ganze Erde.

Du bist verantwortlich für die Erde.
Du bist verantwortlich für die Menschheit.
Du bist verantwortlich für den Islam.
Du bist verantwortlich für die positive Umgestaltung der Erde.
Dies ist das Wort Allahs, des Mächtigen, des Majestätischen.

Dir obliegen sechs Verantwortlichkeiten:

  1. Du selbst,

  2. deine Familie,

  3. deine Arbeit,

  4. dein Land,

  5. der Islam,

  6. die gesamte Erde.


Beim gewaltigen Gott, am Tag der Auferstehung wirst du nach diesen sechs Verantwortlichkeiten gefragt werden.

Nun wirst du vielleicht sagen: „Ich bin noch sehr jung und in der Ausbildung, ich besitze nichts.“ Und du, vielleicht denkst du: „Ich bin noch eine Minderjährige und weiß noch nicht viel.“ Dennoch: Allah, ihm sei Ehre und Preis, wird dich am Tag der Auferstehung nach der Erde fragen: Was hast du zu ihrem Aufbau beigetragen, warum hast du nicht deinen Anteil, der in deinen Kräften stand, zu ihrer positiven Umgestaltung beigetragen? Und wenn du sie mit Erfolg umgestaltet hättest, dann hätte Ich dir noch mehr Verantwortung übergeben, und nach und nach wärst du gewachsen.

Die Großen – die das Leben gestalten – als sie noch Kinder waren, trugen sie bereits eine Idee in sich, ein Ziel, für dessen Verwirklichung sie kämpften, denn ein Lebensgestalter fängt von klein auf an, nicht erst wenn er älter ist.

Allah spricht: „... Ich bin dabei, auf der Erde einen Statthalter einzusetzen ...“ (2:30). Dieser Koranvers besagt, dass du für die Erde verantwortlich bist. Ihr alle werdet nach euren Ländern gefragt, nach eurer Religion, nach der Erde... – nicht nur nach euch selbst und euren Familien.

Hört, ihr Leute aus Ägypten, aus dem Jemen, aus dem Libanon, aus Saudi-Arabien: Ihr alle seid verantwortlich und werdet ohne Zweifel nach eurer Verantwortung bezüglich der Erde gefragt werden. Am Tage der Auferstehung werden die Leute kommen und sich gegenseitig beschuldigen. Jeder wird über den anderen sagen: „O Herr, er hat mich sündigen sehen und mich nicht daran gehindert.“

Und hier kommen wir zu unserer Absicht bezüglich dieser Fessel: Wir müssen uns verantwortlich fühlen gegenüber dem Islam, unserer Heimat und der Erde - und nicht nur gegenüber uns selber und unseren Angehörigen. Wir werden ein Projekt starten, das uns hilft, diese Fessel zu lösen. Und wie ich bereits zuvor gesagt habe: Unser Weg zu Lebensgestaltern besteht nicht nur darin, erbauliche Vorträge und Predigten anzuhören, sondern im Übernehmen von Aufgaben und im verschärften Bestreben nach Aktivität, die ganze Woche über.

Das Ziel: VERANTWORTUNG TRAGEN.

Das Projekt: Ein Projekt, das uns hilft, Verantwortung zu tragen. Dieses besteht in der Bekämpfung von Drogen: Zigaretten, Wasserpfeife, Qat (1), Alkohol und Rauschgifte. Das ist die Verantwortung, die uns Allah, ihm sei Ehre und Preis, anvertraut hat:

„Wir haben ja das Anzuvertrauende den Himmeln und der Erde und den Felsenbergen angeboten, da weigerten sie sich, dass sie es tragen und schreckten davor zurück, und der Mensch hat es getragen, er ist ja unrechthandelnd, unwissend,...“ (33:72).

Führe dir selbst vor Augen: Der Prophet Gottes (s) fragt dich am Tag der Auferstehung, was du für den Islam getan hast. Und du sagst: „Ich habe gebetet und gefastet.” Darauf entgegnet er: „Ich habe mich abgeplagt und keine Mühe gescheut, nur damit du mir sagst: ‚Ich habe gebetet und gefastet’?!”

Stell dir vor, du, junges Mädchen, wenn du die achtbare Sumaya triffst und sie dich fragt, was du für den Islam getan hast. Du wirst sagen: „Ich habe die kleine Pilgerfahrt, die Umrah unternommen.” Dann wird sie dir sagen: „Abu Dschahl stieß mir den Speer in den Unterleib!”

Stell dir vor, du, junger Mann, wenn du dem Märtyrer Dscha’far Abu Talib begegnest und er dich fragt, was du für den Islam getan hast, und du dann zu ihm sagst: „Ich betete und habe den Koran gelesen.” Dann erwidert er: „Meine Arme wurden mir abgeschlagen als ich das Banner hielt und den Islam verteidigte!“

Unser Projekt diese Woche ist die Bekämpfung dieser fünf Drogen, die wie Holzwürmer die Knochen unserer Gemeinschaft aushöhlen. Unser Ziel ist es, die Einwirkungen dieser Drogen auf unsere arabische Gesellschaft zu schmälern. Denn alle Völker, die es zum Aufschwung gebracht haben, haben zuvor erst den Konsum dieser Drogen eindämmen müssen.

Zum Beispiel hat sich China nicht entwickelt, bevor dem Opium der Kampf angesagt wurde. Der Aufschwung Europas hat nicht eher stattgefunden, als bis der Alkoholkonsum auf die freien Wochenenden eingeschränkt wurde, und das Rauchen von Zigaretten ist inzwischen aus der Mode. Viele Länder haben die Wasserpfeife verboten...

Viele werden einwenden, dass es im Westen diese Probleme ebenfalls gibt. Aber die Antwort liegt parat: Europa hat dieses Problem eingedämmt, während wir die Zügel schießen lassen. Unsere Regierungen haben ihre Pflicht im Bereich des Möglichen getan und Gesetze erlassen, die größte Last jedoch liegt auf unseren Schultern.

Lasst uns nun die Einzelheiten dieses Projektes vereinbaren.

Allah, der Erhabene, spricht: „Und so haben Wir euch zu einer Gemeinschaft der Mitte gemacht, damit ihr Zeugen über die Menschen seiet...” (2:143).

Dieser Koranvers belegt, dass wir am Tag der Auferstehung für die Menschheit Zeugnis ablegen werden, aber wie können wir für die Menschheit Zeugnis ablegen, wenn wir außerstande sind, Verantwortung zu übernehmen? Ein Orientalist sagte einmal aufgrund seiner starken Sympathie für den Islam: „Was für eine Religion, wenn sie doch nur entsprechende Männer hätte, die sich für sie einsetzen, wenn...“

Machen wir deshalb unseren Plan für diese Woche:

Das Ziel: Verantwortung übernehmen.

Das Projekt: Bekämpfung der fünf Drogen: Zigaretten, Wasserpfeife, Kat, Alkoholika und Rauschgift.

Der Auftrag: Arbeitsprogramm zur Bekämpfung aller Arten davon.

Wir beginnen diese Folge mit dem Rauchen. Zu Beginn müssen wir uns die Wahrheit vor Augen halten: Ein Volk von Rauchern ist ein erschöpftes Volk, unfähig der Lebensgestaltung...

Die Auswirkungen des Rauchens auf die Gesundheit:

Das Rauchen führt ungefähr zu 25 chronischen bis tödlichen Krankheiten:

  1. Mund- und Rachenkrebs

  2. Kehlkopfkrebs

  3. Speiseröhrenkrebs

  4. Lungenkrebs

  5. Krebs der Pankreas

  6. Nieren-, Blasen- und Harnleiterkrebs

  7. Gehirnschlag

  8. Erkrankung der Herzkranzgefäße

  9. Ausweitung der Schlagadern

  10. Verkalkung der Adern

  11. Chronische Erweiterung der Lungen


Diese Krankheiten befallen nicht nur den Raucher, sondern auch seine Umgebung - die so genannten Passivraucher. Der Passivraucher ist derjenige, der den Rauch um sich herum einatmet. Er raucht zwar nicht, wird aber von denselben Krankheiten befallen, nur in schwächerem Ausmaß.

Die Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besagen, dass sich die Anzahl der Todesfälle auf Grund der vom Rauchen ausgelösten Krankheiten jährlich auf 4 Millionen beläuft, d.h. mehr als die Anzahl der Toten infolge des Abwurfs der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im Zweiten Weltkrieg, die eine Viertelmillion betrug.

Die Zahl der Todesfälle auf Grund von Alkoholika und Rauschgiftkonsum ist bedeutend geringer als die der Todesfälle auf Grund des Rauchens. In den USA sterben jährlich 400.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, hingegen ungefähr 200.000 infolge von Alkoholkonsum. In Großbritannien sterben jährlich 100.000 infolge des Rauchens. All diese Zahlen beziehen sich nur auf die aktiven Raucher.

Der Passivraucher hingegen ist aufgrund der Giftstoffe, die er einatmet, dem plötzlich eintretenden Tod ausgesetzt. Die Folgen für die Kinder sind schlimmer.

Was die Raucherinnen anbetrifft:

  1. 60% höheres Risiko einer Fehlgeburt bei Schwangerschaften.

  2. 40% höheres Risiko von Missbildungen beim Kind als bei Nichtraucherinnen.

  3. 65% höheres Risiko von Erkrankungen der Atmungsorgane und Allergien bei Kindern.

  4. 50% höheres Risiko des plötzlich eintretenden Kindstodes gleich nach der Geburt.

  5. Frühgeburten.

  6. Geburten von untergewichtigen Kindern.

  7. Die Lungen werden nicht voll ausgebildet.

  8. Plötzlich eintretender Kindstod in den ersten Kinderjahren.

  9. Entzündungen der Atemorgane und des Mittelohres.


Um Gottes Willen, kann es wirklich sein, dass wir unsere Kinder derart hassen?!?!

Wo ist die Mutter, die ihre Kinder wie eine Löwin verteidigt? Kann man begreifen, dass eine Mutter dieses Ausmaß an Gleichgültigkeit an den Tag legt?

Wo ist der Vater, der seine Kinder liebt? Oder ist es inzwischen soweit gekommen, dass er nur noch eine gefühlskalte Maschine ist, die das Geld nach Hause bringt? Kann man sich vorstellen, dass ein Vater seine Kinder tötet?

Das Problem des Rauchens liegt im tödlichen Stoff Nikotin, denn beim Verbrennen der Zigarette werden mehr als 4000 giftige chemische Verbindungen freigesetzt. Man hat einmal einen Versuch unternommen, indem man den Stoff Nikotin in Wasser gelöst und es einer Katze zu trinken gegeben hat. Sie war auf der Stelle tot. Aber was den Menschen angeht, so bietet die Zigarettenindustrie den Stoff Nikotin nur in kleineren Dosen an, die sich nicht sofort tödlich auswirken, aber doch langfristig... Das Zigarettenrauchen – ich bitte um Entschuldigung für dieses Beispiel – ist, als ob du deinen Mund an das Auspuffrohr eines Autos hältst. Das ist wirklich ein hartes Beispiel!

Kommen wir jetzt zur schmerzvollen Wirklichkeit in der arabischen Welt:

  1. Im Libanon sterben jährlich 3.500 Menschen infolge des Rauchens.

  2. In den Golfstaaten sterben jährlich 14.000 Menschen infolge des Rauchens.

  3. 26% der ägyptischen Bevölkerung leidet an Raucherkrankheiten.


Die Auswirkungen des Rauchens auf die Wirtschaft:

• Drei internationale Unternehmen besitzen nahezu ein Monopol an der weltweiten Zigarettenproduktion: ein amerikanisches, ein britisches und ein japanisches.
• Im Jahr 1998 beliefen sich die Umsatzzahlen auf 88 Milliarden Dollar.
• In Ägypten werden jährlich 80 Milliarden Zigaretten konsumiert.
• Die ägyptische Regierung gibt jährlich 3 Milliarden Dollar für die Behandlung von raucherbedingten Krankheiten aus. Das bedeutet ohne Zweifel eine körperliche, finanzielle und gesellschaftliche Ausblutung.
• Die saudische Regierung hat in den letzten 25 Jahren nahezu 3 Milliarden Dollar für die Behandlung des saudischen Volkes von raucherbedingten Krankheiten aufgewandt.

Wer ist dafür verantwortlich? Und worin liegt die Lösung? Wir sind verantwortlich und die Lösung liegt in unserer Hand.

Der Weg zur Lösung:

• Im Zeitraum von 1964 – 1988 ging die Zahl der Raucher in den USA um 30 Millionen zurück.
• In Großbritannien gaben in den letzten 20 Jahren 10 Millionen Raucher das Rauchen auf.
• 71% der rauchenden Briten sind dabei, sich das Rauchen abzugewöhnen.

Eine harte Frage, die uns vielleicht in unserer Ehre verletzt: Haben die Amerikaner und die Briten einen stärkeren Willen als wir? Besitzen sie mehr Entschlossenheit als wir??!!

Als die Zigarettenindustrie bemerkte, dass die Zahl der Raucher im Westen ständig abnahm, konzentrierten sie sich auf die arabische Welt. An Stelle jedes Rauchers im Westen, der sich das Rauchen abgewöhnt hatte, traten drei minderjährige Araber, die damit begannen: Ungefähr 52% des Umsatzes wird in der Dritten Welt gemacht, d.h. in unseren Ländern. Sie richten sich gezielt an unter 18-Jährige, denn diese sind am leichtesten zu verführen. Und die Geschäfte verkaufen die Zigaretten ohne jegliches Verantwortungsgefühl an die Kinder, Väter rauchen vor ihren Kindern, Lehrer vor ihren Schülern, alle Vorbilder der Gesellschaft rauchen, wie z.B. der Arzt oder der Schauspieler. Das ist die Quintessenz des Problems.

Was sagen nun die Religionsgelehrten über das Rauchen?

Islamische Rechtsgutachten:

1. Gutachten des „Ständigen Ausschusses für wissenschaftliche Forschungen und islamische Rechtsgutachten im Königreich Saudi-Arabien” von Scheich Abdul-Aziz Bin Baz: „Zigarettenrauchen ist sündhaft, ebenso das Handeln mit Zigaretten, auf Grund des darin liegenden Übels, denn in einem Hadith (Ausspruch des Propheten Mohammed (s)) heißt es sinngemäß: „Füge dir selbst und anderen keinen Schaden zu“. Das Rauchen aber schadet uns, und auch sagt uns Allah, der Erhabene, über den Propheten (s): „... und er gestattet ihnen die guten Dinge, und er verwehrt ihnen die üblen Dinge,...“ (7:157). Und Allah verleiht den Erfolg.“

2. Das Rechtsgutachten Nr. 1407 vom 9. Dhu l-Qa’da, 1396 n.H. (2) vom Ständigen Forschungsausschuss besagt: „Der Handel mit Zigaretten sowie ähnlichem Verwehrten (wie Wasserpfeifen) ist sündhaft, denn sie gehören zu den Übeln auf Grund der damit verbundenen körperlichen, seelischen und finanziellen Schäden. Wenn jemand Almosen geben, die Hadsch verrichten oder für wohltätige Zwecke Geld ausgeben möchte, so darf er dafür nur rechtmäßig erworbenes Vermögen verwenden, denn Allah spricht: ,O ihr die glaubt, gebt aus von den guten Dingen aus eurem Vermögen und von dem, was Wir für euch aus der Erde hervorgebracht haben. Und sucht nicht zum Ausgeben das Schlechte davon aus, während ihr es nicht nehmen würdet, ohne dabei ein Auge zuzudrücken. Und wisst, dass Allah reich, gepriesen ist’ (2:267). Der Prophet (s) sagte: ‚Seid gewiss, Allah ist gut und nimmt nur das Gute an.’ Und Allah verleiht den Erfolg.“

3. Rechtsgutachten vom ehemaligen Mufti von Ägypten Nasr Farid Wasil: „Das Rauchen ist nach islamischem Gesetz verboten.” Das ägyptische Landesamt für die Erteilung von islamischen Rechtsgutachten (Fatwas) - Daru l-Ifta’i l-Misrija - hat eine Fatwa erteilt, nach der das Rauchen vom islamischem Standpunkt aus strikt haram (verboten) ist. Darin stützte man sich auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse unseres Zeitalters, die die schädlichen Auswirkungen auf den Raucher und seine Umgebung unzweifelhaft nachgewiesen haben. Weiterhin argumentiert man damit, dass das Rauchen eine Verschwendung und Geldvergeudung ist, was Allah verboten hat. Allah, der Erhabene, spricht: „ … Und tötet euch nicht selbst. Allah ist gewiss barmherzig gegen euch“ (4:29). Ebenso spricht der Erhabene: „... und stürzt euch nicht mit euren Händen in die Vernichtung, und tut Gutes, Allah liebt ja die Guthandelnden“ (2:195).

Demnach ist also das Rauchen nach allen islamischen Rechtsmaßstäben haram.

Dies ist also, was die Wissenschaft und die Religion besagen, und was sagen wir?

Wir setzen unsere Auffassung in ein großes Projekt um, das wir durchführen wollen, und zwar: Die Auswirkungen des Rauchens in unseren arabischen Ländern zu mindern. Und dafür werden wir alle Verantwortung übernehmen!!

Wie sieht nun dieses Projekt im Einzelnen aus?
Wir wollen die Erfahrungen des Westens, um die Zahl der Raucher zu senken, nutzen. Ich habe eine Studie über die Erfahrungen der USA und Großbritanniens gemacht, wo sich die Zahl der Raucher um 30 Millionen bzw. um 10 Millionen verringerte.

Sie ergab folgendes:

  1. Man hat die Werbung für Zigaretten im Fernsehen verboten. Diesen Weg beschritten auch einige arabische Länder, aber nicht mit dem gewünschten Ergebnis.

  2. 40% der Fläche einer Zigarettenschachtel wurde mit dem Hinweis „Rauchen ist tödlich” oder mit dem Bild eines missgebildeten Kindes versehen, trotzdem ist die Zahl der Raucher nicht gesunken.

  3. Die Zölle auf Zigaretten wurden erhöht, auch da ist der Prozentsatz der Raucher nicht gesunken.


Man fand heraus, dass der Kern der Sache in erster Linie psychologischer und ökologischer Natur ist. Als die Zigarettenindustrie ihre Werbekampagnen begann, gaukelte sie den Männern einerseits vor, dass ihnen das Rauchen mehr Attraktivität verleiht und sie anziehender auf Frauen wirken. Andererseits suggerierte sie den Frauen: „Du bist freier, schöner und attraktiver mit der Zigarette im Mund.“ Das ist also der Grund, warum die Zigaretten jetzt so weit verbreitet sind.

Hinzu kommt noch die verlogene Behauptung, Zigaretten würden die Konzentration und das Denkvermögen fördern, jedoch ist genau das Gegenteil der Fall. Und so hat der Westen einen Gegenfeldzug unternommen – mit Erfolg. Nun sagt man dem Raucher: „Wenn du rauchen willst, so ist das dein individuelles Recht, aber belästige nicht andere mit deinem Qualm.“ So kommt der Raucher allmählich von der Vorstellung ab, die die Zigarettenindustrie ihm eingetrichtert hat, nämlich dass er anziehender wirke. Er bekommt nun das Gefühl, dass alle auf ihn herabsehen, und er fühlt sich isoliert. Im Westen werden Gesetze verabschiedet, die das Rauchen immer mehr einschränken; viele solcher Gesetze gibt es bereits auch in unseren arabischen Ländern.

  1. Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen und dort, wo sich viele Menschen aufhalten. So sieht sich der Angestellte gezwungen, zum Rauchen nach draußen in die eisige Kälte zu gehen, weil ihm das Rauchen innerhalb der Firma untersagt ist.

  2. In den Behörden wird oftmals nur noch in den Toilettenräumen geraucht.

  3. In den Flughäfen gibt es Raucherräume aus Glas, damit die Raucher von allen gesehen werden und sie sich abgelehnt fühlen, als ob sie in einem Käfig eingesperrt wären.

  4. Rauchverbot in Flugzeugen, selbst wenn der Flug bis zu 12 Stunden dauert.
  5. In den Restaurants wurden die Raucherecken in die Nähe der Küche und der Toiletten verlagert.


Das bedeutet also, dass erst die Änderung der Gesetze und Einstellung der Gesellschaft als Schlussergebnis eine Verringerung der Raucher in Großbritannien um 10 Millionen und in den USA um 30 Millionen bewirkte.

Der Westen hat sich bereits bewegt und ist mit dem Problem fertig geworden, weil er einen starken Willen gezeigt hat.
Allah sei Lob und Preis, wir sind doch diejenigen, welche den Islam und den Koran besitzen und dennoch ist unsere Willenskraft schwächer als die ihre?! Allah hat uns einen ganzen Monat im Jahr geschenkt, damit die Muslime ihre Willenskraft trainieren: den Monat Ramadan!

Als ich einmal mit einem Mann aus dem Westen zusammensaß, sagte er zu mir: „Ihr habt eine großartige Religion. Sie bringt euch dazu, eure Willensstärke zu trainieren und zu intensivieren, und ihr besitzt eine Schrift, die euch jedes Mittel aufzeigt, wie man sich in Willenskraft und Verantwortungsgefühl diszipliniert. Aber ihr, ihr setzt nicht um, was da geschrieben steht.“

Und die Zigarettenindustrie hat ihrerseits eine neue Gegenoffensive unternommen, indem sie sich der Prominenz der Gesellschaft bediente: der Ärzte, Schauspieler und Universitätsprofessoren. Jedoch stießen diese Versuche auf Missbilligung, und die Menschen reagierten mit Tausenden von Zuschriften: Sie sollen damit aufhören, weil sie dadurch geschädigt würden, sie seien doch Vorbilder und diese Tatsache dürften sie nicht missbrauchen! So haben die Kinder in den Schulen gelernt, ihren Vätern zu sagen, sie sollen nicht vor ihnen rauchen. Dann sahen sich die Väter gezwungen, im Treppenhaus oder im Bad zu rauchen, aus Respekt vor ihren Kindern. Damit hatten die Kinder Erfolg.

Nun kommen wir auch zu unserem Projekt und seinem Motto:
„NEIN ZUM RAUCHEN, WENN DU ANDERE SCHÄDIGST!“

Das heißt:
Jetzt ist es an der Zeit, dass du als Passivraucher etwas unternimmst! Und das ist dein gutes Recht, aber nicht nur das, auch das Gesetz ist auf deiner Seite: Einige Staaten haben bereits Gesetze erlassen, die das Rauchen auf Behörden und an öffentlichen Orten verbieten, wie Ägypten, Saudi-Arabien und Katar.

In Ägypten:
• Gesetz Nr. 52 aus dem Jahre 1981 verbietet das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen, Behörden und öffentlichen Verkehrsmitteln.
• Nach Gesetz Nr. 137 aus dem Jahre 1981 werden Rauchern an öffentlichen Stellen Strafen angedroht.
• Gesetz Nr. 4 aus dem Jahre 1994 untersagt das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen und sieht für Raucher in öffentlichen Verkehrsmitteln ein Bußgeld von bis zu 50 ägyptischen Pfund vor, und für den Verantwortlichen der Einrichtung, in der das Rauchen erlaubt wurde, ein Bußgeld von 1.000 bis zu 20.000 ägyptischen Pfund.

Also sieht unsere Aufgabe so aus:
• Wir lehnen es strikt ab, als Passivraucher am Rauchen beteiligt zu sein.
• Wir fordern unser Recht auf saubere Luft.
• Wir lehnen es ab, keine Verantwortung zu tragen.

Demnach verläuft unser Plan wie folgt:

Nein zum Rauchen an öffentlichen Plätzen!
• Wir wenden uns an jeden Raucher und setzen ihn von unserem Anrecht auf saubere Luft in Kenntnis.
Nein zum Rauchen des Vaters vor seinen Kindern!

Was also tun wir? Wir nehmen ein Blatt Papier und schreiben darauf den Satz:

„BELÄSTIGE MICH NICHT MIT DEINEM QUALM!”


Unsere Aufgabe ist nun, dieses Schild überall anzubringen: an Arbeitsplätzen, zu Hause, in der Schule, in der Universität, in den Autobussen, an Hauseingängen, auf Hochzeiten etc. Ein Beispiel: Wenn du den Busfahrer rauchen siehst, sag ihm, er soll das sofort einstellen, weil es gesetzlich verboten ist. Und wenn er sich weigert, dann sage ihm, das sei dein gutes Recht und du würdest ihn sonst anzeigen. Im privaten Bereich kannst du freilich nur einen guten Rat erteilen. Die westlichen Regierungen haben die Gesetze verabschiedet, aber diejenigen, die diesen Gesetzen Geltung verleihen, sind die Menschen, die Verantwortungsgefühl besitzen. Unsere arabischen Regierungen haben ebenfalls Gesetze erlassen – was uns nun zu tun bleibt, ist, uns zu bewegen!!!

Wir müssen etwas unternehmen, mit Anstand und mit Durchsetzungsvermögen. Durchsetzungsvermögen bedeutet nicht rohe Gewalt, sondern: Du bist ermächtigt durch das Recht, das Gesetz und durch die Rechtsgutachten der Religionsgelehrten.

• Also, hängen wir das Schild auf mit dem Motto:

„BELÄSTIGE MICH NICHT MIT DEINEM QUALM!”


• Sprich mit wem du kannst und versuche, ihn zu überzeugen, das Rauchen aufzugeben.

An den Firmeninhaber:
Versuche, den Rauchern ein Raucherzimmer in deiner Firma einzurichten. Und wenn das nicht möglich ist, dann verbiete das Rauchen innerhalb der Räumlichkeiten der Firma, und lass die Raucher außerhalb des Firmengeländes rauchen.

Stell dir nun mal vor, die Kinder sähen, wie der Raucher ausgeschlossen wird und sich gezwungen sieht, an menschenunwürdigen Orten seine Zigarette zu rauchen – ihr Bild vom Raucher würde sich vollständig ändern. Dann würden sie mit der Überzeugung aufwachsen, dass das Rauchen eine schlechte und schädliche Angewohnheit ist, ganz verächtlich. Ich empfinde das Wort „verächtlich” als sehr hart, sie sollen lieber das Gefühl entwickeln, dass es unser Wunsch ist, uns vor den negativen Folgen des Rauchens zu bewahren.

Warum entwickeln wir so großen Ehrgeiz, wenn wir den Westen blind nachahmen? Warum eifern wir dem Westen nur in schlechten Dingen nach, warum nicht in den nützlichen?

Unsere Hilfsmittel:

• Auf der Webseite www.amrkhaled.net findest du einen Audiovortrag mit dem Titel „Botschaft an den Raucher”. Lade ihn herunter und verteile ihn in deinem Bekanntenkreis an Leute, die rauchen. Außerdem wollen die Gesundheitsministerien einiger arabischer Länder diesen Audiovortrag zur Aufklärung der Raucher an die Gesundheitszentren verteilen.
• Eine geschriebene Botschaft an die Raucher mit dem Titel: „Appell an jeden Raucher“ ist auch auf der Webseite zu finden. Drucke sie aus und verteile sie in deinem Bekanntenkreis an die Raucher.
• Die in den arabischen Ländern vorhandenen Gesetze zur Bekämpfung des Rauchens sind ebenfalls auf der Webseite angegeben.
• Die islamischen Rechtsgutachten von Religionsgelehrten aus Ägypten und Saudi-Arabien, die das Rauchen als haram einstufen, findet ihr auch auf der Webseite.

Ich glaube, jetzt hast du keine Ausreden mehr.

Jetzt liegt es an euch, meine Brüder und Schwestern, euren Teil der Verantwortung zu übernehmen.

Ebenso hat Hind Bint ’Utba Ähnliches geleistet, um die Muslime am Tag der Schlacht von Yarmuk zu festigen, indem sie sich vor das ganze Heer stellte, weil manche aufgeben und den Rückzug antreten wollten. Und ihrem Gatten Abu Sufian erteilte sie einen scharfen Verweis, dass es seine Pflicht sei, nun für seine Sünden Abbuße zu tun, weil er damals lange gegen den Propheten Allahs (s) gekämpft hatte. Ebenfalls bei der Schlacht von Yarmuk hatte sich unsere verehrte Chawla Bint al-Azwar, nachdem ihr Bruder gefallen war – was für die Schlacht zum Nachteil gereichte – schnell Männerkleidung übergeworfen, sie verhüllte ihr Gesicht, sprang auf ihr Pferd und stürzte sich in den Kampf. Die Muslime hielten sie für Chalid Ibn al-Walid, aber sie fanden Chalid in ihren eigenen Reihen. Nach der Schlacht begegnete ihr Chalid und erfuhr nun, wer sie war. Als er sie fragte, warum sie das getan hatte, antwortete sie: „Der Islam darf nicht fallen, solange ich am Leben bin.” Da sagte einer der Muslime: „Was bin ich doch für ein schlechter Träger des Korans.” Und er gehörte zu denen, die den Koran auswendig konnten. Ähnliches hatte auch schon Abu Bakr seit langem sinngemäß gesagt: „Wie kann die Religion erniedrigt werden, solange ich am Leben bin?!“

Bevor ich schließe, möchte ich betonen, dass das, was ich über die Zigaretten gesagt habe, auch haargenau so auf die Wasserpfeife zutrifft. Der Inhalt eines Wasserpfeifenkopfs entspricht 55 Zigaretten. Die Wasserpfeife bewirkt in starkem Maße Harnleiterkrebs und Krankheiten im Mundraum. Vor noch nicht allzu langer Zeit, ungefähr vor 15 Jahren, wurde derjenige, der Wasserpfeife rauchte, als Mensch mit schlechtem Ruf angesehen, aus den untersten Schichten der Gesellschaft, und es kam niemandem in den Sinn, mit ihm zu verkehren. Aber heutzutage hat sich die Wasserpfeife auf alle Gesellschaftsschichten ausgebreitet, auf Männer wie Frauen. Tatsache ist, dass das eigentliche Problem der Wasserpfeife – abgesehen von den Folgen des Rauchens - darin liegt, dass sich viele Berufsgammler, Faulenzer und Nichstuer die Wasserpfeife zum Lebensmittelpunkt nehmen. Die Wasserpfeife ist oft nicht weit, wenn illegale Dinge geschehen, viele den Mut zu Vergehen finden und auf die schiefe Bahn rutschen. Viele Wasserpfeifenraucher haben später begriffen, dass sie erst nach dem Rauchen der Wasserpfeife drogenabhängig wurden.

Darüberhinaus werden Wasserpfeifenraucherinnen von der Gesellschaft mit schrägen Blicken als Frauen von zweifelhaftem Ruf angesehen. Unmoral im gesellschaftlichen Leben und viele Familienprobleme begannen erst, als der Familienvater begann, Wasserpfeife zu rauchen.

Deshalb:

NEIN ZUR WASSERPFEIFE ALS MITTELPUNKT UNSERES LEBENS!
NEIN ZUR WASSERPFEIFE IN DER FAMILIE!
NEIN ZUR WASSERPFEIFE UNTER FREUNDEN!
Was also sollen wir tun?
Dieselben Methoden, die wir bei den Zigarettenrauchern angewandt haben, gelten ganz genau auch für die Wasserpfeifenraucher. Der Gesandte Allahs (s) hat gesagt: „Hütet euch vor Sünden, die ihr für gering erachtet, denn sie häufen sich an, bis sie den Menschen ins Verderben reißen.“ Die Hilfsmittel zur Bekämpfung des Wasserpfeifenrauchens sind dieselben wie bei der Bekämpfung des Zigarettenrauchens. Zusätzlich gibt es noch ein weiteres Hilfsmittel: einen Fragebogen auf unserer Webseite. Verteile ihn an die Wasserpfeifenraucher, damit du mit ihnen ins Gespräch kommst.

Der Fragebogen:

  1. Glaubst du, dass Wasserpfeifen für die Gesundheit schädlicher sind als Zigaretten?

  2. Glaubst du, dass die Wasserpfeife einen Teil unserer Volkstradition darstellt oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit?

  3. Glaubst du, dass die Wasserpfeife islamisch erlaubt (halal) oder verboten (haram) ist?

  4. Glaubst du, dass sich die Wasserpfeife negativ auf dein Gesellschaftsleben auswirkt?

  5. Glaubst du, dass das Wasserpfeifenrauchen sich bei Frauen auf ihr Ansehen in der Gesellschaft auswirkt?


Und nun haben wir also die Aufgabe, diesen Fragebogen an die Wasserpfeifenraucher zu verteilen, die Ergebnisse zu sammeln und an die Webseite zu schicken, den Audiovortrag und den Appell an die Raucher zu verteilen. Es ist an uns - ihr Jungen und Mädchen, ihr Männer und Frauen, ihr Kinder, ihr, die ganze muslimische Gemeinschaft – die Verantwortung zu übernehmen.

Ich hoffe, die Botschaft kundgetan zu haben.

(1) Qat, Khat oder Quat = milde Kräuterdrogen, die stimulierend wirken. Qat wird aus den Blättern eines Strauches gewonnen, der in Ostafrika und auf der arabischen Halbinsel wächst. Khatblätter werden entweder als Tee zubereitet oder frisch gekaut. Qat macht euphorisch und redselig, kann jedoch auch eine beruhigende Wirkung haben. Längerer und regelmäßiger Gebrauch von Qat kann zu Depressionen und Angstzuständen sowie Reizbarkeit führen. Das Kauen von Khatblättern führt außerdem zu Entzündungen und Infektionen im Mund. Es kann sogar Krebs hervorrufen. (Quelle: http://hausarzt.qualimedic.de/Drogen_kraeuterdrogen_khat.html)
(2) n.H. = nach der Hidschra. Näheres zur islamischen Zeitrechnung erfahren Sie hier: http://www.muslimehelfen.de/wissentun/zeitrechung.htm.

Übersetzt durch: Dar al-Tarjama / Deutsches Team
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