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"Ein Aufruf zum
friedlichen Miteinander"
Folge 2
Im Namen Allahs,
des Allerbarmers, des Barmherzigen, Lob sei Allah, dem Herrn der Welten. Allah
segne und schenke dem Propheten und seinen Gefährten Heil.
Friede sei mit
euch!
Willkommen zur
zweiten Folge unserer Sendung: "Ein Aufruf zum friedlichen Miteinander"!
Bevor wir weiter
machen, möchten wir uns noch einmal an die Bedeutung von Koexistenz erinnern.
Sie bedeutet einander zu verstehen, miteinander zu kommunizieren und einander zu
respektieren, selbst wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Friedliches
Miteinander bedeutet also Brücken bauen und keine Barrieren.
Unsere Absicht ist
es, die Zahl der Scheidungen zu reduzieren, das Elend zu beseitigen, Dialoge zu
fördern, uns den Jugendlichen zu nähern und sie vor Sucht und Extremismus zu
schützen.
Wir zielen zum
Einen darauf, diesen Vers zu erfüllen:
[Darum fürchtet Allah und ordnet die
Dinge in Eintracht unter euch ...]
(8:1). Unser Wunsch ist, dass ALLE Muslime liebevoller und verständnisvoller
miteinander umgehen. Wir folgen somit dem Koran, in dem es heißt: [Die
Gläubigen sind ja Brüder. So
stiftet Frieden zwischen euren Brüdern
...] (49:10).
Zum Anderen ist
unser Ziel, dem Islam überall auf der Welt Anerkennung zu verschaffen. Die
gegenseitige Respektlosigkeit mancher Muslime hat den Eindruck vermittelt, dass
alle Muslime unzivilisierte Menschen seien, die miteinander nicht kommunizieren
können. Das ist jedoch nicht wahr, denn unsere Religion und unser Koran fordern
uns zum friedlichen Miteinander und zum Dialog mit den Anderen auf.
Noch einmal:
Koexistenz steht nicht für Assimilation! Das friedliche Miteinander bedeutet
nicht die "Auslöschung" der eigenen Identität! Unsere lieben Geschwister, die in
Europa oder Amerika leben, sollten sich in diesen Gesellschaften integrieren,
ohne ihre eigene islamische Identität zu verlieren. Sie sollten ein lebendiges
Beispiel für die Großartigkeit des Islam sein.
Ich habe intensive
Nachforschungen betrieben, um Erzählungen über Koexistenz in unserer Geschichte
zu finden. Warum sollten wir Beispiele aus anderen Ländern oder Kulturen
heranziehen, wenn wir in unserer eigenen Gesellschaft und Kultur Beispiele
haben? Es spricht sicher nichts dagegen von Anderen zu profitieren, aber lasst
uns zuerst die Gelegenheit wahrnehmen, um Tatsachen über den Islam und aus der
islamischen Geschichte aufzuzeigen.
Ich habe mich
dabei für die vier bekannten islamischen Gelehrte (arab. Imame)
entschieden. Warum?
Ihr mögt euch
vielleicht wundern, was die vier Imame mit Koexistenz zu tun haben, aber ihr
werdet sehen, sie sind "die Meister" auf den Gebieten Koexistenz, Kommunikation
und Zivilisation nicht nur in der islamischen Geschichte, vielleicht sogar in
der menschlichen Geschichte überhaupt.
Ein weiterer Grund
für diese Wahl ist, dass die vier Imame in einer ähnlichen Zeit, wie unserer
heutigen, gelebt haben. Es war eine Zeit des technischen Fortschritts und der
Entwicklung in allen Bereichen.
Während ihrer Zeit
gab es einen kulturellen Ansturm auf die Muslime, genau wie in unserer heutigen
Zeit.
Wie konnten die
vier Imame koexistieren, ohne sich zu assimilieren, als viele andere Kulturen,
wie die griechische, römische und persische sich mit der islamischen gerade
vermischten?
Es war auch eine
Zeit, die sich durch Konflikte auszeichnete, wie zum Beispiel nach der Krise
(arab. Fitna) zwischen Aliy Ibn Abi Talib (r[i])
und Muawiya Ibn Abi Suffyan (r). Wir werden sehen wie sie dieses Problem
bewältigt haben.
Die vier Imame
und die islamische Rechtswissenschaft:
Die vier Imame
lebten zu einer Zeit, als sich die islamische Rechtswissenschaft entwickelte. Zu
ihrer Zeit waren der Prophet (s)[ii]
und seine Gefährten bereits verstorben. Sie haben uns den Koran mit seinen edlen
6236 Versen und die Sunna, die Lebensweise des Propheten Muhammads (s)
hinterlassen. Die Vorfälle sind jedoch grenzenlos im Laufe der menschlichen
Geschichte. Wie konnten sie mit ihren relativ begrenzten Ressourcen Lösungen für
alle Fragen finden?
Genau dies ist es,
worum es in der islamischen Rechtswissenschaft geht. Sie bedeutet Lösungen zu
finden für die Probleme der Menschen in allen Bereichen: Heirat, Scheidung,
Handel, menschliche Beziehungen, Beziehungen zwischen Muslimen und
Nicht-Muslimen, die Aufgaben der Führer gegenüber dem Volk, gottesdienstliche
Handlungen, usw. auf der Grundlage von Koran und Sunna. Die Rechtswissenschaft
ist eine der großartigsten und wichtigsten islamischen Wissenschaften.
Die vier Imame
sind Pioniere auf diesem Gebiet. Jeder von ihnen hatte seine eigene Denkweise
und seine eigene Philosophie. Sie waren sich in vielen wichtigen Angelegenheiten
uneinig, und trotzdem liebten und respektierten sie einander.
Bemerkt ihr nun,
warum ich die vier Imame ausgesucht habe? Es ist, weil sie ein einzigartiges
Beispiel für Koexistenz darstellen. Sie konnten miteinander diskutieren,
einander zuhören und einander trotz ihrer Meinungsunterschiede akzeptieren.
Was sind die
charakteristischen Merkmale der vier Imame?
Es gab andere
Rechtsgelehrte, die auch erfahren waren und viel Wissen hatten, wie die vier
Imame, aber die Schulen der vier Imame überlebten sie alle. Der Grund für diesen
Erfolg war, dass sie friedlich miteinander leben konnten. Die vier Imame waren
in der Lage in Frieden mit der jüngeren und älteren Generationen zu leben. Sie
gaben ihr gesamtes Wissen an die nächste Generation weiter und ihre Studenten
verbreiteten es. So war ihr Wissen ausersehen zu bestehen. Im Gegensatz zu Abu
Hanifa, haben andere Gelehrte dies nicht getan, wie zum Beispiel Al-Laith Ibn
Saad in Ägypten. Das ist der Grund warum ihre Lehren uns nicht erreicht haben.
Imam Al-Schafi’i sagte über ihn, dass er gelehrter war als Malik, doch seine
Schüler haben sein Wissen nicht weitergegeben und so hat es uns nicht erreicht.
Abu Hanifa wählte
vier seiner Studenten, von denen er annahm, dass sie ausgezeichnet sein würden
und gab ihnen "Stipendien", damit sie sich ganz auf die Wissenschaft
konzentrieren konnten. Ihr seht er hat das Stipendiensystem eingeführt, lange
bevor es in Europa und Amerika bekannt wurde. Unter seinen Studenten war Abu
Yusuf, der später oberster Richter in der islamischen Welt wurde.
Heute sind viele
Staaten leider weit davon entfernt, gleiches zu tun und das ist der Grund warum
viele ausgezeichnete Jugendlichen auswandern.
Wir sollen den
kommenden Generationen zum Erfolg verhelfen. Anstatt manche qualifizierte, junge
Arbeiter in unseren Firmen zu schikanieren, sollten wir sie ermutigen und ihnen
eine reale Chance geben.
Ein weiterer Grund
für ihren Erfolg ist, dass die vier Imame sehr flexibel waren. Flexible Menschen
wissen wie man mit den Anderen leben kann. Sie sind viel gereist und haben viele
Menschen getroffen. Darüber hinaus haben sie in wichtigen Hauptstädten gelebt.
Wenn du isoliert
bist, kannst du keinen Erfolg erzielen. Der Prophet (s) hat uns gelehrt, dass
ein Muslim, der mit anderen Menschen umgeht (co-existiert) und in Geduld ihre
ständigen Verletzungen erträgt, besser ist, als ein Muslim, der keinen Kontakt
zu anderen Menschen hat und dem somit kein Leid widerfährt.
Wenn die vier
Imame manchmal uneinig mit den damaligen Herrschern waren, so steigerte sich
dies nie zu einem großen Konflikt. Ihr Wissen wurde deswegen nicht verbannt. Sie
waren aber keine Heuchler und haben ihre Meinung immer offen gesagt.
Überall auf der
Welt profitieren viele Millionen Menschen von dem Wissen der vier Imame. Wie?
Imam Al-Schafi’i etablierte nämlich damals eine neue Methodik: Jede Wissenschaft
muss auf festen Regeln aufbauen. Er führte außerdem die Methode des logischen
Denkens ein. Später hat Ibn Ruschd im Andalusien (Spanien) diese Methode
übernommen. Wissenschaftler in Europa profitierten später von Ibn Ruschds Wissen
und folglich indirekt von Al-Schafi’is. Er hätte den Nobelpreis bekommen, weil
er der Erste war, der die wissenschaftliche Denkenweise eingeführt hat.
Die vier Imame
konnten die Menschen ständig Neues lehren. Tausende von Studenten kamen zu den
Vorträgen Ibn Hannbals in Bagdad und das zehn Jahre lang. Imam Malik starb im
Alter von 78 Jahren und hat 60 Jahre lang Vorträge gehalten! Wie kam das? Wenn
einer, eine bestimmte Botschaft weitergeben möchte, so werden doch irgendwann
seine Ideen ausgehen, oder?. Alle vier Imame hatten jedoch besondere
Fähigkeiten, um mit ihren Mitmenschen friedlich umzugehen- mit anderen Worten zu
koexistieren.
Eine kurze
Einführung über die vier Imame:
Wir werden nun
einen "Steckbrief" der vier Imame darstellen:
Erstens:
Geburts- und Wohnort:
Zwei der Imame
wurden im Irak geboren: Abu Hanifa in Kufa und Ahmed Ibn Hannbal in Bagdad.
Malik wurde in Medina geboren und Al-Schafi’i in Palästina, aber mit drei Jahren
kam er nach Mekka. Wir sehen also alle vier lebten in Großstädten.
Zweitens:
Herkunft:
Zwei Imame sind
arabischer Abstammung: Al-Schafi’i natürlich, dessen Abstammung auf den
Propheten (s) zurückgeht und Ibn Hannbal, der aus den Banu-Schayban abstammt.
Die anderen Beiden sind nicht von arabischer Abstammung. Abu Hanifa ist
persischen Ursprungs und Maliks Vorfahren waren Sklaven, die zu Beginn des Islam
freigelassen wurden.
Dies ist ein
wichtiger Aspekt in der Koexistenz. Wie konnte die arabische Gesellschaft Leute
als islamische Rechtsgelehrte akzeptieren, die nicht arabischen Ursprungs waren?
Ihr seht, wie sehr der Islam die Denkweise der Menschen verändert hat.
Heutzutage können in einigen Gesellschaften z.B. zwei verschiedene
Gesellschafts-schichten nicht friedlich miteinander leben. Die Menschen werden
unter anderem nach ihrer Herkunft, ihren Reisepässen und ihrem Vermögen
klassifiziert.
Drittens:
Zeitliche Abfolge:
Als erstes kommt
Abu Hanifa, dann Malik, dann Al-Schafi’i und als letztes Ahmed Ibn Hannbal.
Jeder von ihnen
war ein Student bei dem Anderen. Ahmed Ibn Hannbal war ein Schüler von
Al-Schafi’i. Al-Schafi’i war Schüler von Malik. Al-Schafi’i und Ibn Hannbal
waren Schüler bei den Studenten von Abu Hanifa. Der Erste war ein Student von
Muhammad Abul-Hassan und der zweite von Abu Yusuf. Alle vier hatten verschiedene
Denkweisen und trotzdem haben sie einander akzeptiert, toleriert und geliebt.
Viertens:
Finanzieller Stand:
Zwei von ihnen
waren reich und zwei waren arm. Dies soll zeigen, dass Koexistenz nicht nur
innerhalb einer Gesellschaftsschicht stattfindet, sondern auch zwischen den
verschiedenen Schichten.
Abu Hanifa war
sehr wohlhabend; er war ein erfolgreicher Händler. Er trug immer teuere
Kleidung. Malik liebte es auch, sich elegant zu kleiden. Jedoch waren Abu Hanifa
die armen Studenten am liebsten. Ibn Hannbal und Al-Schafi’i waren zwar arm,
doch waren sie von Königen und Prinzen umgeben und waren in der Lage mit allen
Gesellschaftsschichten zu verkehren.
Fünftens: Aussehen:
Alle vier waren gut aussehend und groß.
Malik hatte blondes Haar und blaue Augen. Al-Schafi’i war dunkelhäutig.
Sechstens:
Bücher verfassen:
Drei von den vier
Imamen haben Bücher geschrieben und einer nicht. Al-Schafi’i hat seine Methodik
in einem Buch mit dem Titel "Ar-Risala" verfasst. Ibn Hannbal hat "Al-Mussnad"
geschrieben und Malik schrieb "Al-Muwattaa". Abu Hanifa hatte eine ganz andere
Vorgehensweise: Während der Diskussionen mit seinen Studenten, wurde das
aufgeschrieben, worüber sich die Mehrheit einigte.
Eine ganze Reihe
von großen Gelehrten stoppten ihre Vorträge und schlossen sich Abu Hanifa an, um
ihm zu helfen, da sie es als vorteilhafter für den Islam betrachteten. Wenn ihr
also an Konzepte für Teamarbeit (Team work) denkt, wie zum Beispiel
Fokusgruppen, Brainstorming, dann erinnert euch daran, dass Abu Hanifa diese
Konzepte im Jahr 80 nach der Hidschra bereits eingeführt hat!
Nicht vergessen!
Unser Hauptthema ist das friedliche Miteinander.
Vielleicht können
wir mit unseren Worten eine Seele im Irak retten. Vielleicht entscheidet sich
jemand im Libanon, mit den verfeindeten Landsleuten Frieden zu schließen.
Vielleicht erinnert sich jemand in Darfur an den Propheten (s) und seine Lehren,
welche besagen, dass alle Muslime Geschwister sind und zusammenhalten sollen und
dass alle Menschen gleich sind und die gleichen Rechte haben- selbst der
Schwächste unter ihnen. Viele der Lehren des Propheten (s) werden heute von uns
leider nicht umgesetzt.
Wir dürfen aber
die Hoffnung nie aufgeben und sollen dran bleiben! Der Islam ist nämlich eine
komplette Lebensweise!
Setzen wir nun unser Gespräch über die
vier Imame fort:
Siebtens: Wie lange haben sie gelebt?
Sie haben lange gelebt. Der einzige, der
jünger gestorben ist, war Al-Schafi’i im Alter von 54 Jahren. Imam Malik hat 60
Jahre lang Vorträge in der Moschee des Propheten (s) in Medina gehalten. Er
begann bereits mit 17 und starb im Alter von 77 Jahren.
Wie haben sie all
diese Zeit den Respekt der Leute verdient und ihr Interesse geweckt? Wissen ist
zwar wichtig, kann aber nicht der einzige Grund gewesen sein. Andere Faktoren
haben bestimmt auch zu diesem Erfolg geführt, wie zum Beispiel Ausstrahlung, die
Fähigkeit andere Meinungen zu tolerieren, mit Menschen friedlich umzugehen,
anderen zuzuhören und von ihnen zu lernen. Abu Hanifa schrieb einmal: „Ich
lernte von einem Frisör fünf Sachen in der Rechtswissenschaft, die ich
vorher nicht kannte.“
Achtens: Ihr Efolg:
Eines der
Geheimnisse ihres Erfolges liegt darin, dass sie selbst vorbildhaft waren. Sie
praktizierten selbst was sie lehrten. Sie waren aufrichtige Gläubige. Tausende
kamen zu Maliks Vorträgen in Ar-Rawda in der Prophetenmoschee in Medina. Er
unterrichtete Schüler aus drei verschiedenen Kontinenten und aus drei
verschiedenen Generationen. Wo immer Al-Schafi’i hinging, versammelten sich
Tausende von Menschen um ihn. Es wurde gesagt, dass niemand in ihrer Zeit so
berühmt gewesen sei wie Al-Schafi’i und Ibn Hannbal.
Alle vier mussten
schwierige Phasen durchmachen: Sie wurden manchmal geschlagen und
gefangengenommen. Im Gefängnis sagte Ibn Hannbal: „Meine Beerdigung und eure
wird den Unterschied zwischen uns aufzeigen.“ Und wahrlich bei seiner Beerdigung
waren Tausende von Menschen anwesend. Viele Straßen waren blockiert. Abu Hanifa
wurde gefangengenommen und gefoltert, weil er den Posten als höchster Richter
ablehnte zu der Zeit des Kalifen Al-Mannsur. Dies war, weil Al-Mannsur manchmal
die Urteile der Richter für seine eigenen Interessen beeinflussen wollte. Abu
Hanifa war überzeugt, dass ein Richter frei sein muss!
Neuntens: Die
Frau im Leben der vier Imame:
Ibn Hannbals
Mutter war eine 25 jährige Witwe, die sich weigerte, nach dem Tod ihres Mannes
wieder zu heiraten. Al-Schafi’is Mutter sagte ihm, dass sie ihn der Wissenschaft
verschworen hat, damit er die Islamische Nation vereinigte. Maliks Mutter führte
ihn zu dem Weg, den er gegangen ist. Seine Tochter spielte auch eine wichtige
Rolle in seinem Unterricht: Sie hat die Schüler während der Vorträge verbessert,
da sie den Inhalt des Buches ihres Vaters sehr gut beherrschte.
Unter Maliks
Lehrern war eine Frau, Aisha Bint Saad Ibn Abi Waqqas, die Tochter des bekannten
Gefährten und Feldherren, der den Islam im Irak verbreitete. Als Al-Schafi’i
nach Ägypten kam, ging er zur Sayyida Nafisa, eine der Enkelinnen des Propheten
(s), um von ihr zu lernen. Abu Hanifa hatte einen speziellen Platz für Frauen
unter seinen 30 Schülern, damit sie ihm bei seinen rechtlichen Entscheidungen
helfen.
Abu Hanifas Mutter
sah in ihm immer nur ihr kleines Kind. Sie leistete einmal einen Schwur und
wollte dann wieder ihre Meinung ändern. Sie fragte Abu Hanifa, dem großen
Gelehrten, nach seiner Meinung, aber sie weigerte sich dann seinem Urteil zu
folgen. Sie wollte zu einem Gläubigen gehen namens Zurraa Al-Qass, der noch
nicht mal ein Rechtsgelehrter war. Abu Hanifa gehorchte ihr und bot ihr sogar
an, sie zu begleiten. Er schickte dem Mann eine Botschaft, wie er die Frage
seiner Mutter beantworten konnte. Zurraa antwortete ihr und machte ihr das
Unrteil von Abu Hanifa klar. Die Mutter akzeptierte es diesmal!
Seht ihr wie Abu
Hanifa mit seiner Mutter umging? Er hat sie sehr gewürdigt und geliebt.
Zehntens: Ihre Talente:
Neben der
Rechtswissenschaft hatten die vier Imame auch andere Talente. Ibn Hannbal hatte
eine wunderschöne Handschrift. Al-Schafi’i war ein talentierter Dichter.
Zum Schluss
möchte ich alle auffordern, sich in der Gesellschaft zu integrieren und stolz
darauf zu sein, Muslime zu sein.
Ich fordere die
Geschwister im Irak, im Libanon und in Palästina auf, aus unserer Geschichte zu
lernen.
Lasst uns alle
in Frieden miteinander leben!
Ich habe noch eine
Bitte. Lasst den Aufruf zur Koexistenz keinen Monolog werden: Schickt bitte eure
Kommentare und Erfahrungen an unsere Internetseite
www.amrkhaled.net
Allahs Friede sei
mit euch!
[ii]-
salla-l-lahu 'alaihi wa sallam:
Allah segne ihn und schenke ihm Heil. Segensformel, die nach koranischer
Aufforderung (vgl. 33:56) für den Propheten Muhammad gesprochen werden
soll. Nach islamischer Tradition wird dies vor allem regelmäßig bei der
Erwähnung des Propheten getan.
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