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Übersetzung
der Zusammenfassung der neuen Vortragsreihe von Amr Khaled:
"In Deinem
Namen leben wir"
Folge 13: Der Name Allahs "Al-Hamid" (Der Gelobte, der Gepriesene)
Im Namen Allahs,
des Allerbarmers, des Barmherzigen, Lob sei Allah, dem Herrn der Welten. Allah
segne und schenke dem Propheten und seinen Gefährten Heil.
Friede sei mit
euch!
Um
den größten Nutzen aus der heutigen Folge zu ziehen, möchte ich euch zu Anfang
bitten, Papier und Stift vorzubereiten.
In
der heutigen Folge werden wir den Namen Allahs
"Al-Hamid"
behandeln.
Die Bedeutung
von "Al-Hamid":
Das Nomen "Al-Hamid"
ist abgeleitet vom Verb "hamada", sprich "preisen", das Gegenteil ist "tadeln".
Das Vollkommene wird gepriesen und das Mangelhafte getadelt. Lobenswert für
seine Vollkommenheit, für seine Taten, für seine Gebote und Verbote ist nur
Allah (t).
Der Unterschied zwischen "preisen" und "danken":
Danken ist geringer als preisen. Du dankst den Menschen, aber gepriesen wird nur
Allah (t). Preisen ist auch allgemeiner. Allah (t) wird wegen Seines Selbst
gepriesen, während Danken nur eine Reaktion auf eine bestimmte Aktion ist.
Wir
sollten Allah aus ganzem Herzen preisen und nicht nur mit Worten. Nehmt euch ein
Beispiel daran, wie der Prophet (s)
Allah gepriesen hat:
„Allah, Dir gilt die Lobpreisung, Du bist der König der Himmel und der Erde und
was dazwischen ist, Gepriesen seist Du. Du bist das Licht der Himmel und der
Erde und was dazwischen ist, das Lob gilt Dir. Du bist der Ewige der Himmel und
der Erde und was dazwischen ist, das Lob gilt Dir. Du bist die Wahrheit und
Deine Verheißung ist wahr. Deine Begegnung ist wahr und der Himmel ist wahr und
die Hölle ist wahr und die Propheten sind wahr und Muhammad (s) ist wahr.“
„O
Allah alle Lobpreisung gebührt Dir, für den Segen des Islams, für den Segen des
Korans, für den Segen der Familie und der Kinder.“
„O
Allah, wir loben Dich entsprechend der Würde Deines majestätischen Antlitzes.“
Wenn
wir uns die Gebete des Propheten (s) vergegenwärtigen, wird uns bewusst, dass
wir Allah (t) die ganze Zeit preisen müssten, für alles, was Er uns gibt, für
jede Bewegung, die wir machen können und für jeden Augenblick. [Was ihr Gutes
habt - es ist von Allah. Wenn euch jedoch ein Schaden trifft, dann fleht ihr Ihn
um Hilfe an.] (16:53)
Nun
nimm den Stift und versuch die Gaben und Wohltaten aufzuzählen, die Allah (t)
dir geschenkt hat. Kannst du nur eine Gabe von Allah (t) mit all ihren
Auswirkungen auf dein Leben aufzählen? Nein, das kann keiner: [Und wenn ihr
Allahs Wohltaten aufzählen wolltet, würdet ihr sie nicht restlos erfassen
können. Wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Barmherzig.] (16:18)
Schreib zuerst oben in der Mitte
Allahs Namen:
"Al-Hamid" und denke an den Koranvers [Was ihr
Gutes habt - es ist von Allah. Wenn euch jedoch ein Schaden trifft, dann fleht
ihr Ihn um Hilfe an.] (16:53).
Fangen wir nun mit dem Aufzählen an. Ich werde dir etwas helfen:
Deine Kleidung:
Aus Wolle, Baumwolle, oder Leder. Die Rohstoffe dafür stammen von Allah (t). Er
gab sie dir, damit du dich kleiden und deine Scham bedecken kannst. Deine
Möbel, dein Haus mit seinen Wänden, so luxuriös alles ist, es stammt
ursprünglich aus der Natur, die Allah (t) für uns geschaffen hat. Aber auch
dein Essen und Trinken stammt von Allah (t): [So soll der Mensch
doch seine Nahrung betrachten. Siehe, Wir gossen das Wasser in Fülle aus.
Alsdann spalteten Wir die Erde in wunderbarer Weise und ließen Korn in ihr
wachsen und Reben und Gezweig und Ölbäume und Palmen und dicht bepflanzte
Gartengehege] (80:24-30).
Und
wie ist es mit dem Wasser? Es ist eine der größten Gaben Allahs (t). Es
wird eine Geschichte über einen Mann erzählt, der sich in der Wüste verlaufen
hatte. Er war sehr durstig und sah etwas Glänzendes in der Ferne. Er stürzte
sich darauf in der Vorstellung, dass es Wasser war. Verbittert schrie er auf,
als er entdeckte, dass es kein Wasser war, sondern Gold. Seht ihr, Gold ist
nichts wert, wenn es an Wasser fehlt.
Auch die Fähigkeit unseres Körpers unnötiges Wasser in Form von Schweiß oder
Urin auszuscheiden ist eine Gnade Allahs, für die wir Ihn immer preisen müssen.
Einmal bat Harun ar-Rashid seinen Ratgeber Ibn as-Sammak um Rat: Der fragte ihn:
Was gäbest du für ein Glas Wasser, wenn du unbedingt Wasser brauchst? Er
antwortete: Die Hälfte meines Königreichs. Darauf fragte ihn Ibn as-Sammak
weiter: Und was gäbest du, um dieses Wasser loszuwerden, sollte es aus deinem
Körper nicht mehr herauskommen? Ar-Rashid sagte: Die Hälfte meines Königreichs.
Der weise Mann sagte dann: Siehst du, wie wenig dein Königreich wert ist? Es ist
so viel Wert wie ein Schluck Wasser. [Habt ihr das Wasser betrachtet, das ihr
trinkt? Seid ihr es, die es aus den Wolken nieder senden, oder sind Wir es, die
es nieder senden? Wollten Wir, könnten Wir es bittersalzig machen. Warum also
dankt ihr (Mir) nicht?] (56:68-70)
Eine weitere Wohltat Allahs ist der Schutz: Wir sind im ständigen Schutz
durch Allah (t): [Es gibt Begleiter für ihn, vor ihm und hinter ihm, die ihn
im Auftrag Allahs behüten…] (13:10)
Schaue nun auf dich selbst, auf deinen Körper, schreibe alle Gaben Allahs
(t) auf und preise Ihn. Du kannst sehen, während andere blind sind. Du kannst
sprechen, während andere stumm sind. Du kannst hören, während andere taub sind.
Du bewegst dich, während andere gelähmt sind. Stell dir vor, Allah (t) hätte uns
unsere Körperteile nicht gegeben und wir müssten sie kaufen. Wie viel würdest du
für ein Auge oder eine Niere bezahlen? Was würdest du tun, wenn du deinem
Neugeborenen Augen kaufen müsstest und nicht genug Geld hättest? Nur ein Auge
kaufen und vielleicht nur ein Ohr, statt zwei? Preise Allah für diese Gaben:
[Haben Wir ihm nicht zwei Augen gemacht / und eine Zunge und zwei Lippen? / Und
ihm haben Wir die beiden Wege gezeigt.] (90:8-10). Und wie ist es mit der
Atmung, deine Lunge? Wie wäre es, wenn es deine Aufgabe wäre die Lunge zu
bewegen, damit sie atmet. Du würdest den ganzen Tag nichts anderes tun können.
Merkst du jetzt, was für eine große Gabe Allahs es ist, dass sie von selbst
funktioniert, genauso wie alle deine anderen Organe?!
Hast du alles aufgeschrieben? Hast du auch deine Seele, Ramadan, das Paradies,
und den Islam, die größte Gabe, schon aufgezählt?
Gepriesen sei Allah (t), der in seinem Buch sagt: [Alles Lob gebührt Allah,
Der zu Seinem Diener das Buch herab sandte und nichts Krummes darein legte.]
(18:1) und [Alles Lob gebührt Allah, dem Schöpfer der Himmel und der Erde,
Der die Engel, mit je zwei, drei und vier Flügeln, zu Boten gemacht hat. Er fügt
der Schöpfung hinzu, was Ihm gefällt; Allah hat wahrlich Macht über alle Dinge.]
(35:1)
In einem heiligen Hadith heißt es:
"O,
ihr Diener, ihr seid, alle nackt, außer denjenigen, die Ich bekleide. Bittet ihr
Mich um Kleidung, so bekleide Ich euch. O, ihr Diener, ihr seid alle hungrig,
außer denjenigen, die Ich ernähre. Bittet Mich um Nahrung, so ernähre Ich euch.
O, ihr Diener, ihr seid alle auf dem Irrweg, außer denjenigen, denen Ich den
rechten Weg zeige. Bittet Mich um die Rechtleitung, dann führe Ich euch auf den
richtigen Weg. O, ihr Diener, tagsüber und nachts sündigt ihr und Ich verzeihe
euch alle Sünden. Bittet Mich um Vergebung und Ich verzeihe euch."
Ist
es dir peinlich einem Menschen zu danken, weil er dir ein Geschenk gegeben hat,
oder weil er dir einen Gefallen getan hat? Sicher nicht und das ist nicht
falsch, denn wer den Menschen nicht dankt, der dankt auch Allah (t) nicht. Aber
warum schämst du dich dann Allah zu danken und zu preisen, wo er doch viel mehr
für dich getan hat und dir viel mehr geschenkt hat, als jeder Mensch?! Schämst
du dich nicht, dass das ganze Universum Allah (t) preist, sogar der Sand und
alle anderen Geschöpfe, aber du nicht? [Die sieben Himmel und die Erde und
alle darin lobpreisen Ihn; und es gibt nichts, was Seine Herrlichkeit nicht
preist; ihr aber versteht deren Lobpreisung nicht. Wahrlich, Er ist Nachsichtig,
Allverzeihend.] (17: 44)
Der
Prophet (s) sagt: „Ihr Menschen, liebt Allah (t) vom ganzen Herzen, liebt Allah
(t) für das, womit Er euch segnet.“ Hat dieser Ausspruch des Propheten s dein
Herz ergriffen?
Dein Herz wird bestimmt weich, wenn du erfährst, dass die Lobpreisung Allahs (t)
den Unterschied zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen ausmacht. Der
Ungläubige genießt nur die Gaben Allahs (t), aber der Gläubige wendet sich an
Allah (t), von dem diese Gaben stammen und preist Ihn dafür.
Du
kannst die große Bedeutung der Lobpreisung Allahs (t) auch in der Sure
Al-Fatiha, die „Eröffnende“ feststellen, mit der der Koran beginnt: [Alles
Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten] (1:2)
Auch am Tag der Auferstehung beginnt die Fürsprache des Propheten (s) mit der
Lobpreisung Allahs (t).
Die
erste Frage, die Allah (t) an diesem Tag stellt ist: „Hab Ich dir nicht viele
Gaben geschenkt und Dir meinen Segen gegeben?“ Allah (t) wird dich tadeln, dass
du Ihm nicht gedankt und Ihn nicht gepriesen hast. Stell dir aber vor, wenn du
Ihm sagen könntest: „O Allah, ich habe Dich gepriesen.“ Worauf Allah (t)
antwortet: „Du sprichst die Wahrheit, mein Diener“.
Meine Brüder und Schwestern, die Lobpreisung kann euch vor vielen Qualen
schützen. Allah gefällt Undankbarkeit und Unglauben an Seinen Dienern nicht. Er
ist nicht auf sie angewiesen, sondern wir auf Ihn. Allah (t) sagt: [Wenn ihr
undankbar seid, so ist Allah auf keinen von euch angewiesen. Und Er findet nicht
Wohlgefallen am Unglauben Seiner Diener; doch wenn ihr aber dankbar seid, so
gefällt Ihm das an euch. Und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer
anderen tragen. Danach werdet ihr zu eurem Herrn heimkehren; und Er wird euch
verkünden, was ihr zu tun pflegtet. Wahrlich, Er weiß wohl, was in den Herzen
ist.] (39:7)
Was gibt dir „der Gelobte“, wenn du Ihn oft lobpreist, sowohl in deinem Herzen,
als auch mit deinen Worten?
In
Sure Ibrahim sagt uns Allah (t): [Und als euer Herr ausrufen ließ: “Wenn ihr
dankbar seid, füge Ich euch ganz bestimmt mehr hinzu, und wenn ihr den Glauben
verweigert, -Meine Strafe ist ja bestimmt hart.“] (14:7)
Das
bedeutet, wenn du jetzt, in diesem Moment sagst „Allah (t) ist der Gepriesene“,
dann schickt Allah (t) dir sofort Seinen Segen. Beachte, dass Allah (t) deinen
Dank nicht braucht Er fordert dich nur dazu auf, weil Er dich bereichern möchte.
Im Koran heißt es: [Ich
will keine Versorgung von ihnen, noch will Ich, dass sie Mir Speise geben]
(51:57). Allah (t) lädt uns nur zur Strebsamkeit nach
mehr Reichtum ein!
Noch einen wichtigen Vorteil von der Lobpreisung Allahs erfahren wir vom
Propheten (s): „Die Aussage "Allah (t) ist der Gepriesene" erschwert die Waage
am Tag der Auferstehung.“
Vergiss auch nicht im Ramadan, Allah (t) zu danken und Ihn zu lobpreisen. Lese
den Koran und vollbringe viele gute Taten. Wenn du Allah (t) dankst und preist,
dann wird Er dich mit Laylat Al-Qadr, der Nacht der Bestimmung, belohnen, von
der es im Koran heißt: [Die Nacht von Al-Qadr ist besser als tausend Monate.]
(97:3) und Er belohnt dich mit dem Schutz vor dem Höllenfeuer.
Was sind die Auswirkungen der Unterlassung der Lobpreisung?
1.
Wenig oder kein Segen und keine weiteren Gaben von Allah (t)
2.
Man findet keinen Gefallen mehr an den Gaben Allahs (t)
3.
Die Gaben und der Segen wandeln sich zum Grund für Trauer und Schmerz (so
könnten z.B. dein Sohn oder dein Geld ein Grund für Schmerzen statt Freude
sein!).
4.
Es passiert dir ein Unglück –Gott bewahre-, das durch seine Bitterkeit die
Schönheit des Segens auslöscht.
Wie soll ich du den Gelobten preisen?
1.
Aus ganzem Herzen Allah (t) für Seinen Segen und Seine Gaben danken
2.
Allah (t) sowohl im Herzen als auch mit Worten in der Öffentlichkeit danken.
(Das ist eine höhere Stufe der Lobpreisung).
3.
Danke Allah (t) für Seinen Segen, indem du mit Seinen Gaben dein Leben besser
gestaltest und Rechtschaffenes tust. Das ist eine höhere Stufe des Dankes und
diese gefällt Allah (t) am meisten.
[1]
ta'ala: erhaben. Wird der Erwähnung Allahs beigefügt: Allah, der
Erhabene.
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