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Dritte Folge: Der Name Allahs "Aschakur", Der Dankbare
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Übersetzung der Zusammenfassung der neuen Vortragsreihe von Amr Khaled:

"In Deinem Namen leben wir"

 

Dritte Folge: Der Name Allahs "Aschakur", Der Dankbare

 

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen, Lob sei Allah, dem Herrn der Welten. Allah segne und schenke dem Propheten und seinen Gefährten Heil.

 

Friede sei mit euch!

 

Der Name Allahs "Aschakur", Der Dankbare, wird dich zum Ramadananfang anspornen mehr zu tun.

Er lädt dich ein, dir mehr Zeit, Mühe und Ehrgeiz zu nehmen, um Allah zu dienen.

"Aschakur" wird im Koran mehrmals erwähnt, u.a.:

[Damit gibt Er ihnen ihren vollen Lohn und noch mehr aus Seiner Huld hinzu; Er ist wahrlich Allverzeihend, Dankbar. ] (35:30)

 

Die Folge heute besteht aus vier Teilen:

1-Was heißt "Aschakur"?

2-Der Zusammenhang zwischen "Aschakur" und anderen Namen Allahs.

3-"Aschakur" und das Paradies

4-Die Auswirkungen des Namens "Aschakur" auf unseren Alltag.

 

1-Was heißt Aschakur?

Sprachlich heißt ´Schakar´ mehr geben. Er gibt dir mehr, egal wie wenig du gegeben hast. Wenn du jemanden seinen Lohn gibst, so bist du noch lange nicht dankbar, weil erst ein Mehr deine Dankbarkeit ausdrückt.

Es gibt einen Spruch in der arabischen Sprache:

Ein dankbares Tier gibst du wenig Futter und es gibt dir viele Erzeugnisse(z.B. Fleisch, Milch).

Oder ein dankbarer Boden, der wenig Wasser verbraucht und trotzdem reichlich Ernte hervorbringt.

Allah, der Erhabene, der Dankbare gibt dir für deine bescheidenen Taten

reichlich viel Belohnung im Diesseits und im Jenseits.

Aschukur besteht aus zwei Teilen: Du vollbringst etwas und darauf wirst du reichlich belohnt. Doch ist es möglich belohnt zu werden, ohne etwas zu vollbringen? Nein! Der Name sagt uns, wir müssen vorher was tun.

 

Egal wie klein deine Tat ist, Allah wird es dir reichlich belohnen:

[Und dem, der eine gute Tat begeht, verschönern Wir sie noch. Wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Dankbar. ] (42:23)

z.B. einen Vogel befreien, die Hand deiner Mutter küssen, ein Lächeln, Gegenstände aus dem Weg räumen. All diese Taten könntest du in deiner Waagschale am Tage des Gerichtes wieder finden. Du magst sie vergessen, doch Allah vergisst nichts.

 

Hadithe des Propheten(s[1]):

„Hüte dich vor dem Feuer, sei es auch nur mit einer halben Dattel.“

„Keine gute Tat geht euch verloren, sei es auch nur ein freundlicher Empfang.“

„Wer einen Fastenden zu essen gibt, dem wird Allah sein Hals vor dem Feuer erretten.“ die Gefährten fragten: „O Prophet, wir haben nicht immer Essen, um es anderen zu spenden.“ Der Prophet(s): „Allah gibt diesen Lohn, auch wenn ihr dem Fastenden einen Schluck Wasser oder Milch gibt.“

 

Es gibt drei Formen: Schakar, Schaker und Schakur, wobei Schakur die

dritte Steigerungsform ist.

Abu Huraira (ra[2]) berichtet, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: >Ein Mann ging seines Weges, und der Durst überkam ihn. Er kam zu einem Brunnen, stieg hinab und trank. Dann kam er (wieder) heraus und traf einen Hund, der lechzte und vor Durst Erde fraß.
Der Mann sagte (zu sich selbst): "Dieser Hund leidet an Durst, gerade wie ich daran gelitten habe."
Dann stieg er (erneut) in den Brunnen, füllte seinen Lederstrumpf (mit Wasser) (stieg heraus) und hielt ihn (dabei) mit den Zähnen und tränkte den Hund. Allah dankte ihm dafür und vergab ihm (seine Missetaten)."
Die Leute sagten: "Allahs Gesandter, wird uns auch für (das Gute, das wir) Tieren (tun) ein Lohn zuteil?"
Er antwortete: "Ja, (es gibt) einen Lohn für (jede gute Tat) an einem jeden Lebewesen."< (Tirmidhi)

 

„Ein Jugendlicher, der eine alten Menschen würdigt und achtet, dem wird Allah jemanden schicken, der ihm im Alter achtet und würdigt.“

Stehst du z.B. im Bus für eine ältere Person auf, so wird es dir Allah im Diesseits und Jenseits danken.

 

Allah belohnt uns auch für unsere guten Absichten:

Der Prophet(s) sagt: „Es gibt Gruppen von Menschen. Die einen haben Geld und Wissen und setzen es für die Sache Allahs ein. Die andere Gruppe hat nur Wissen ohne Geld. Sie sagt: ´Wenn ich Geld hätte, würde ich es für die Sache Allahs spenden. ´

 Beide bekommen den gleichen Lohn.“

Nehme dir doch jetzt vor, dass du den Koran komplett lesen möchtest oder vor der Kaaba sein möchtest. Allah wird dich für deine reine Absicht belohnen.

 

Allah wird dir auch für deine Gutherzigkeit und Edelmut danken:

Umm-Salama[3] (ra) berichtete: ”Die Koraisch trennten mich von meinen Mann und meinen Sohn. Ein Jahr lang ging ich täglich hinaus in die Wüste und weinte dort von morgens bis abends.

Schließlich erlaubten sie mir, meinem Mann zu folgen. Ich machte mich  allein auf den Weg nach Al-Madina. Ich war gerade vier Meilen entfernt, als ich in Tanin ‘Uthman Ibn Talha traf. Er fragte: „Wohin geht die Reise?“ Ich sagte: „Nach Al-Madina.“ Er bemerkte: „Ohne Begleitung?“ Ich sagte: „Ja, ich habe niemanden außer Allah, Der mich begleitet.“ Er nahm die Zügel des Kamels und begann, es zu führen bis wir in Al-Madina bei meinem Mann ankamen. Bei Allah, mir begegnete nie eine edlere Person als ‘Uthman.“

Umm-Salama wusste, dass Allah diesem Mann danken wird. So kam es auch. Er blieb 8 Jahre ungläubig bis zur Eröffnung von Mekka. Dort nahm er den Islam an und Allah dankte es ihm.

 

Seht auch diese Geschichte von Asma bint Abi Bakr(ra). Sie war die einzige Person, die das Versteck des Propheten(s) vor der Hidschra kannte.

Als Abu Dschahl sie danach fragte und sie schwieg, schlug er ihr ins Gesicht, so dass das Blut aus ihrem Ohr und ihren Lippen floss.

Abu-Sufjan(damals ungläubig) hatte Mitleid mit ihr und tröstete sie, bis sie sich beruhigte. Abu-Bakr(ra) betete für Abu-Sufjan, als er davon erfuhr. Allah dankte es ihm und er trat nach 20 Jahren zum Islam über.

 

Auch Chadidscha(ra) kannte "Aschakur", bevor sie den Islam kannte.

Nach dem die Offenbarung zum Propheten durch den Engel Gabriel kam, lief er zitternd nach Hause zu seiner Frau Chadidscha und sagte:

„Bedecke mich, bedecke mich. Verhülle mich. Verhülle mich.“

Chadidscha(ra) versuchte den Propheten zu bestärken und sagte:

„Allah wird dich nicht bloßstellen, du pflegst Verbindung zu den Verwandten, hilfst den Schwachen, bekleidest die Armen, hilfst  den Menschen bei ihren Problemen und ehrst die Gäste.“

 

Hadith: „Gute Taten schützen vor schlimmen Schicksälen.“

Tut Gutes und Allah wird es euch reichlich vergelten:

[Damit gibt Er ihnen ihren vollen Lohn und noch mehr aus Seiner Huld hinzu; Er ist wahrlich Allverzeihend, Dankbar.]       (35:30)

 

Immer wenn von Dank die Rede ist, kommt das Vielfache, Verschönernde hinzu:

 [Und dem, der eine gute Tat begeht, verschönern Wir sie noch.]  

                                                                                             (42:23)

[Denen, die Gutes tun, soll das Beste zuteil sein und noch mehr.]  

                                                                                              (10:26)

[Sie haben darin, was immer sie begehren, und bei Uns ist noch weit mehr. ]                                                                         (50:35)

[Wer ist es, der Allah ein gutes Darlehen gibt, damit Er es ihm um ein Vielfaches verdoppele? ... ]                                            (2:245)

["Das Gleichnis derjenigen, die ihr Vermögen auf dem Weg Allahs ausgeben, ist wie das Gleichnis eines Samenkorns, das sieben Ähren wachsen lässt, in jeder Ähre hundert Körner.

Und Allah vervielfacht es, wem Er will. ]                            (2:261)

[Wahrlich, Allah tut kein Unrecht; auch nicht vom Gewicht eines Stäubchens. Und ist da irgendeine gute Tat, so vervielfacht Er sie und gibt von Sich aus gewaltigen Lohn. ]                            (4:40)

 

Jede gute Tat, sei sie noch so klein, wird von Allah reichlich belohnt.

So heißt es im Hadith:

„Wer nur eine Dattel aus reinem Gewinn spendet und Allah liebt nur das Reine, dem wird Allah es vermehren wie ihr eure Morgengabe vermehrt, bis er am Tage des Gerichtes seine Dattel in der Größe des Berges Uhuds sieht.“

 

Wie sieht es dann mit 10 Datteln aus?

 

Ein Araber ging zum Propheten(s) mit einem Kamel und seiner Leine und sagte: „Dies spende ich für die Sache Allahs.“

Der Prophet(s) antwortete: „Du wirst im Paradies 70 Kamele mit ihren Leinen haben.“

Selbst die Leine wird vervielfacht.

 

Ebenso den bekannten Hadith:

„Der Gesandte Allahs(s) sagte: "Eine Prostituierte sah einen Hund an einem heißen Tag, der um einen Wasserbrunnen umherging und dessen Zunge aus Durst heraushing. Da zog sie für ihn das Wasser mit ihrem Schuh heraus. Für dieses wurden ihr die Sünden vergeben."(Buchârî, Muslim und Ahmad Ibn Hanbal)

 

Seht ihr, wie dankbar Allah, der Erhabene ist? Dazu weitere Hadithe:

„Ist jemand unfähig 1000 Hassanat am Tag zu sammeln?

Dafür müsste man nur 100-mal Tasbih[4] sagen, dafür bekommt man 1000 Hassanat.“

 

„Wer am Tage von Arafat fastet, vergibt ihm Allah das vorige und das kommende Jahr.“

 

Saad Ibn Muaz(ra) kämpfte mit dem Propheten(s) und Allah schickte aus Dank zu seiner Beerdigung 70.000 Engel, die sein Sarg trugen.

Könnt ihr euch erst vorstellen, wie der Propheten(s) und sein treuer Gefährte Abu-Bakr(ra) belohnt werden?

Der Prophet(s) sagte bei seinem Tod:

„Doch ich will zum Erhabenen. Doch ich will zum Erhabenen.“

 

Dschafar Ibn Abi Taleb(ra), der bei Mu´ta[5] seine beiden Arme verlor und trotzdem weiterkämpfte. Der Prophet(s) berichtet über ihn:

„Ich sehe ihn nun im Paradies. Allah hat ihm Flügel aus Saphiren verliehen. Er fliegt im Paradies und ist von ihren Früchten und trinkt aus ihren Bächen.“

Teile deine reine Absicht für Allah nie mit weltlichen Dingen.

Dazu eine lehrreiche Geschichte:

Ahmad ibn Miskin und seine Familie waren sehr arm. Er ging zu seinem Freund Abu Nasr den Fischer, um ihn um Hilfe zu bitten. Dieser erzählte ihn folgendes: Mir ist gestern genau das Gleiche passiert. Auch meine Familie hatte nichts zu essen. Ich ging in die Moschee und bat den Imam um Hilfe. Er ging mit mir zum Ufer und wir beteten zwei Rakaat[6]. Danach sprach er ein langes Bittgebet, ich hatte noch nie zuvor so ein schönes Bittgebet gehört. Dann warf er die Angel ins Wasser. Auf einmal biss ein Fisch an. Wir zogen beide die Angel hoch. Bei Allah, ich habe noch nie in meinem Leben, so einen großen Fisch gesehen. Ich nahm den Fisch und verkaufte ihn auf dem Markt. Mit dem Geld kaufte ich Brot und süßes Gebäck für meine Familie. Meine Frau und die Kinder freuten sich riesig, weil sie tagelang kaum was zu essen hatten. Sie aßen sich satt und tranken, und einiges blieb übrig. Ich dachte mir, dass der fromme Mann auch kaum was zu essen hatte und wollte ihm das Übrige als Dankeschön geben. Als ich zu ihm ging, um ihm das Essen zu geben, lehnte er ab und sagte: „Wenn wir uns so ernähren würden, wäre der Fisch gar nicht herausgekommen.“(mit anderen Worten, wenn wir den Menschen helfen würden und eine Gegenleistung der Menschen erwarten würden, hätte Allah es nicht zugelassen, dass der Fisch herauskommt, weil wir die Tat dann nicht nur für Allah getan hätten, sondern auch um etwas von den Menschen zu bekommen). Hier sind jetzt das Brot und das süße Gebäck. Ich gebe es dir, weil deine Familie hungert. Ahmad ibn Miskin nahm das an, und ging um seiner hungernden Familie das Essen zu geben. Auf dem Weg dorthin begegnete ihm eine arme Frau mit einem weinenden Kind. Das Kind weinte, weil es lange nichts gegessen hatte. Die Frau flehte ihn an, ihr das Essen zu geben. Ahmad zögerte, er dachte nämlich an seine Frau und an seinen kleinen Sohn, die zu Hause auch am Weinen waren, weil sie ja nichts zu essen hatten. Wen sollte er vorziehen, seine Familie oder diese Frau mit ihrem Kind. Er dachte sich, dass seine Familie mehr von Allah belohnt werden würde, wenn sie denn geduldig wäre. Also entschied er sich für dieses Kind und gab der Frau das Brot und das süße Gebäck. Das Kind freute sich und lächelte. Die Mutter weinte vor Freude.
Als die beiden weggingen fragte er sich, was er nun machen sollte. Was sollte er seiner Familie sagen, die zu Hause auf das Essen wartete. Er traute sich gar nicht nach Hause zu gehen, weil er es nicht mehr ertrug seine Familie so zu sehen. Als er noch am Überlegen war hörte er eine Stimme, die nach ihm rief. Es war sein Freund Abu Nasr der Fischer. Er sagte: „Oh Ahmad, alle suchen nach dir. Dieser Mann hier will nämlich mit dir sprechen.“ Der Mann sagte: „Oh Ahmad, ich habe überall nach dir gesucht. Dein Vater hat mir nämlich vor zig Jahren etwas Geld geliehen, da ich damals arm war, konnte ich es ihm nicht zurückzahlen. Dann habe ich angefangen mit dem Geld Geschäfte zu machen, jetzt hat sich das Geld wegen der Geschäfte um ein Vielfaches vermehrt. Da dein Vater jetzt tot ist, steht dir das Geld zu. Ich war bereits bei dir zu Hause, habe dich aber nicht gefunden, also habe ich deiner Frau das Geld gegeben.“

Ahmad ibn Miskin war erleichtert. Also fing er an sehr viel Geld zu spenden, weil er nun reich war. Auf seinen Reisen übernachtete er eines Tages in der Moschee. Dort hatte er folgenden Traum:

In meinem Traum sah ich den jüngsten Tag. Es waren viele Menschen zu sehen, und alle warteten auf ihre Abrechnung. Dann sah ich die Waage, und man wog meine Taten. Zuerst wurden die Hassanat gewogen, es waren so viele, aber alle waren so leicht, als wären sie von Innen hohl. (weil sie nicht aufrichtig genug waren, oder weil sie mit Riyaa[7] vermischt waren)
Dann wurden meine schlechten Taten gewogen. Sie waren so schwer, dass sie die Waage nach unten drückten. Also war die Waagschale mit den schlechten Taten viel schwerer. Da hörte ich eine Stimme, die sagte: „Der Mann kommt in die Hölle, hat er denn keine Hassanat mehr, die ihn retten können?“
Eine andere Stimme sagte: „Doch, da ist noch so ein Stück Brot und süßes Gebäck, dass er einmal einem kleinen Kind gab.“ Das Brot und das Gebäck wurden auf die Waage gelegt, sie wurde schwerer. Sie fragten weiter, es kam noch die Träne des Mutter hinzu, sie wurde schwerer, dann kam noch das Lächeln des Kindes und die Waagschale wurde so schwer, dass sie nach unten sank, und gerade eben mehr wog als die schlechten Taten, so dass er gerettet werden konnte.

 

 

2-Der Zusammenhang von Aschakur mit anderen Namen Allahs:

 Al-Hamid, Al-Ghafur und Al-Alim

 

Al-Hamid und Aschakur ist eine gegenseitige Beziehung zwischen Allah und seinen Dienern. Sie danken Ihn, weil Allah der Preiswürdige ist, dem aller Dank gebührt =Al-Hamid. Er dankt es uns, weil Er uns liebt = Aschakur:

[Sie haben darin, was immer sie begehren, und bei Uns ist noch weit mehr. ] (50:35)

 

Al-Ghafur ist der Verzeihende, der uns auch dankt, wenn wir Fehler begangen haben:

["Und sie werden sagen: "Alles Lob gebührt Allah, Der die Traurigkeit von uns genommen hat. Unser Herr ist wahrlich Allverzeihend, Dankbar.] (35:34)

 

Al-Alim ist der Allwissende, d.h. er weiß über Alles Bescheid, auch wenn ich es vergessen habe. [Und Allah ist Dankend, Allwissend.] (4:147)

 

 

3.Aschakur und das Paradies:

Der beste Beweis für Aschakur ist das Paradies. Womit haben wir das Ewige Leben verdient?

Wir leben im Schnitt 63 Jahre. Davon 13 Jahre vor der Pubertät, d.h. für 50 Jahre sind wir verantwortlich. Davon schlafen wir ein Drittel und sind ein Drittel mit Arbeit und anderen weltlichen Dingen beschäftigt, d.h. es bleiben uns nur 17 Jahre für Ibada (gottesdienstlichen Handlungen) übrig.

Für diese 17 Jahre Arbeit werden wir unendlich belohnt.

Könnt ihr euch das vorstellen?

Allah gibt uns den Ramadan und vervielfacht unsere Taten, damit er uns anschließend danken kann. Ebenso gibt er uns Kraft und Vermögen, damit er uns dankt, wenn wir einen Teil für die Sache Allahs spenden:

[Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft…] (9:111)

Abu-Bakr(ra) weinte, als er diesen Vers hörte. Es ist doch alles Allahs Reich, was wir verwalten dürfen und trotzdem werden wir mit dem Paradies belohnt, d.h. das Paradies gibt es nur, weil Allah Schakur ist.

 

Wie sieht das Paradies aus?

Das Tor des Paradieses ist so breit wie die Entfernung zwischen Mekka und Damaskus. Trotzdem wir es ein Gedränge vor dem Tor geben, denn Allah wird vielen Danken. Hört diesen Vers:

["Und jene, die ihren Herrn fürchteten, werden in Scharen in das Paradies geführt werden, bis dass, wenn sie es erreichen, seine Pforten sich ِöffnen und seine Wächter zu ihnen sprechen: "Friede sei auf euch! Seid glücklich und geht dort ein und weilt auf ewig darin."] (39:73)

Wir werden vor dem Tor warten und diesen Vers rezitieren:

["Und sie werden sagen: "Alles Lob gebührt Allah, Der die Traurigkeit von uns genommen hat. Unser Herr ist wahrlich Allverzeihend, Dankbar.] (35:34)

 

Alle Propheten(s) werden gefragt, ob sie dass Tor öffnen können. Doch nur unser Prophet Muhammad(s) bejaht und sagt: „Ich bin dafür vorbestimmt. Ich bin dafür vorbestimmt.“

Er klopft an das Tor und ein Engel fragt: „Wer ist es?“ „Ich bin es, Muhammad Ibn Abdullah.“ Der Engel antwortet: „Mir ist befohlen worden, nur dir das Tor zu öffnen.“

Der Prophet(s) sagt: „Die Welt und was darin ist, macht bei Allah nicht mal einen Flügel einer Fliege aus.“

 

Wie wird es sein? Wirst du vor Freude weinen, wenn du ins Paradies kommst? Wirst du mit dem Propheten(s) ins Paradies eintreten?

Du kannst es jetzt beeinflussen, denn der Prophet(s) sagt:

„Ich und diejenigen, die die Patenschaft für einen Waisen übernehmen werden im Paradies zusammen sein.“

 

 

Allah wird den Paradiesbewohnern zurufen:

„Vier Sachen verspreche ich euch:

Ihr werdet darin gesund bleiben und niemals krank, ihr werdet darin jung bleiben und niemals alt, ihr werdet darin fröhlich sein und niemals traurig sein und ihr werdet darin ewig leben und niemals sterben“.

 

Der Prophet(s) beschreibt ein Gebäude im Paradies:

„Ein Ziegelstein aus Gold und ein Ziegelstein aus Silber. Ihr Mörtel ist Moschus." Der Mörtel ist aus reinstem Duftstoff. Siehst du den Glanz? Ziegel aus Gold und Silber und Mörtel aus Moschus...? „Und ihr Kies sind Perlen und das Dach ist ein Teil des Thrones des Barmherzigen.“

 

Man fragte den Propheten (s): „Wer ist der Geringste unter den Bewohnern des Paradieses?" Da antwortete er: „Der Geringste unter den Be­wohnern des Paradieses ist derjenige, der seinen Besitz 1000 Jahre lang durchschreitet und ihn dann noch nicht durchquert hat."

„Und wer ist dann der mit der höchsten Stellung?" Da sagte er: „Der mit der höchsten Stellung ist derjenige, der seinen Herrn am Morgen und am Abend anschauen darf."

 

„Wer ist der Geringste im Paradies?“

Der Prophet(s) sagt: „Der Geringste im Paradies ist der Letzte, der aus der Hölle kommt. Er kriecht auf allen Vieren aus dem Höllenfeuer. Jedes Mal, wenn er raus will, wirft ihn eine Feuerlohe wieder zurück. Und so versucht er es wieder und wieder, und immer wirft ihn eine Feuerlohe zurück - bis er es dann schafft! Könnt ihr euch vorstellen, wie schwer das ist? Dann ist er also draußen, schaut auf das Feuer zurück und sagt: „Dank sei Allah, der mich vor dir errettet hat!" Dann spricht Allah zu ihm: „Geh, und tritt in meinen Paradiesgarten ein." Er geht dorthin und blickt auf das Paradies. Da erscheint es ihm, als ob es überfüllt wäre. So kehrt er um und sagt: „0 Herr, ich habe es überfüllt vorgefunden."  Allah spricht zu ihm: „Möchtest du nicht soviel besitzen, wie der größte König auf der Erde?" Da sagt er kleinlaut: „Herr, machst Du Dich lustig über mich, und Du bist doch der Herr der Welten?"

Da sprach Allah zu ihm: „Nein, mein Diener. So sei dein, was der größte aller Könige der Welt besaß, und ein Gleiches davon, und ein Gleiches davon, und ein Gleiches davon, und ein Gleiches davon." Da unterbricht der Knecht und sagt: „O Herr, ich bin schon sehr zufrieden." Dann spricht Allah weiter: „So sei dein, was der größte aller Könige der Welt besaß und noch zehnmal so viel! Und dir sei im Paradies, was deine Seele begehrt und deine Augen sich wünschen, und du sollst darin auf ewig verweilen."

All das für den Geringsten!

 

So was sind unsere Aufgaben, damit wir dem Schakur gerecht werden?

1-Sei freigebig:

Allahs Gesandter (s) hat gesagt: "Ein Muslim ist des (anderen) Muslim Bruder. Er tut ihm kein Unrecht und lässt ihn nicht im Stich. Wer seinem Bruder bei einem (seiner) Anliegen behilflich ist, dem wird Allah bei seinem Anliegen behilflich sein. Wer einem Muslim eine Last abnimmt, dem wird Allah eine von den Lasten des Jüngsten Tages abnehmen, und wer (die Schwächen) eines Muslims verhüllt, dessen Schwächen wird Allah am Jüngsten Tag verhüllen. Und Allah hilft seinem Diener, so lange sein Diener seinen Bruder hilft.“ (Buchari, Muslim)

 

Glaube mir, zu geben ist viel schöner als zu nehmen.

 

2-Viel Ibada (gottesdienstliche Handlungen):

Sei Allah dankbar, Gebete, Tasbih, Rezitation des Koran, Tarawih-Gebet (Nachtgebete), Bittgebete und Allah wird es dir reichlich danken.

 

3-Die reine Absicht zum Schakur

Teile deine Absicht auf keinen Fall. Sie sollte rein sein für Allah.

 

Stell dir vor, in der Gesellschaft würde man Aschakur kennen und verstehen und alle würden für den Aschakur aufrichtig arbeiten.

Wie schnell würde sich die Gesellschaft verbessern?

 

„O Aschakur, lass uns Dir aufrichtig dienen. Amin!“


 

[1] (s): salla-l-lahu alaihi wa sallam: Allah segne ihn und schenke ihm Heil 

 

[2] (ra): radia l-lahu anhu/a: Allah segne ihn oder sie.

[3] Umm-Salama 6.Ehefrau des Propheten(s); ihr erster Ehemann Abu-Salama starb nach Uhud an seinen Verletzungen.

[4] Tasbih:33-mal Subhan Allah(Preis sei Allah), 33-mal Allhamdu lillah(gelobt sei Allah)  

  und 33-mal Allah Akbar(Allah ist größer) und 1-mal La illaha illa Allah (es gibt keinen  

  Gott außer Allah).

[5] Mu´ta: 8 nach Hidschra: Die Schlacht bei Mu´ta: 3000 Muslime gegen 200.000  

  Ungläubige. Rückzug der Muslime

[6] Rakaa: Beugung, Bezeichnung für einen Abschnitt des Gebets. Die Länge der Gebete wird mit der Zahl dieser Beugungen angegeben.

[7] Riyaa: etwas zu machen, um Gesehen zu werden und nicht mit der reinen Absicht für Allah.

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