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3. A’ischa Bint Abu Bakr
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UmMahat Al-Moemenin

Die Mütter der Gläubigen

3. A’ischa Bint Abu Bakr (r[1])

Die Biografie von A’ischa (r)

A’ischa (r) war die dritte Ehefrau des Propheten (s[2]) und seine Lieblingsfrau zugleich. Sie war die Einzige seiner Ehefrauen, die nicht verheiratet war, als der Prophet sie zur Frau nahm. Sie war die Tochter von Abu Bakr El-Seddik, der Lieblingsgefährte des Gesandten Allahs (s). Die Mutter von A’ischa (r) hieß Umm Rumman. Sie nahm den Islam an und wanderte mit dem Propheten (s) nach Medina aus und starb. Muhammad (s) verrichtete das Totengebet für sie und begrub sie mit eigenen Händen. Er betete zu Allah (t[3]) und sagte: „O Allah, Du weißt, was Umm Rumman Deiner Religion und Deines Gesandten Willen tat und erlitt!“ Der Bruder von A’ischa hieß A’bdel Rahman Ibn Abu Bakr, der später zum Islam konvertierte. Die Stiefgeschwister von A’ischa waren Asmaa und A’bdullah.

Die meiste Überlieferung der Hadithe[4] stammte von A’ischa. Allah (t) erklärte sie für schuldlos nach dem Lügenskandal. Sie war einer der gebildesten Frauen, die sich in der Lyrik, Epik und Koraninterpretation und -wissenschaften auskannte. A’ischa wurde im 5. Jahr nach der Offenbarung des Koran geboren. Sie verlobte sich mit dem Propheten (s) im Alter von sieben Jahren und war im Alter von neun Jahren mit ihm verheiratet. Der Prophet (s) starb, als sie im Alter von 18 Jahren war. A’ischa starb am 17. Ramadan im Jahre 57 nach Islamischer Zeitrechnung (Hidschra) im Alter von 66 Jahren.

Die Ehe mit dem Propheten (s)

Nach dem Tod von Chadidscha (r) ging Chaula Bint Hakem zum Propheten (s) und sagte: „Möchtest du dich nicht verehelichen, o Gesandter Allahs?“ Da weinte der Prophet (s) und sagte: „Soll ich etwa nach Chadidscha eine andere Frau heiraten?“

Sie antwortete: „Ja, oh, Gesandter Allahs. Wer sorgt denn für das Haus und für die Kinder?“ Der Prophet (s) erwiderte: „Also, wen?“ „Entweder ehemals verheiratet, oder noch nicht verheiratet, wie du willst“ antwortete sie. Er sagte: „Wer ist die, die ehemals verheiratet war?“ „Sauda Bint Zama“ antwortete sie. Sauda (r) war die Frau, die Muhammad (s) vor A’ischa (r) heiratete. Dann fragte er: „Und wer ist die, die noch nicht verheiratet ist?“ „Die Tochter des dir liebsten Menschen; A’ischa Bint Abu Bakr El-Seddik“ sagte sie. Er sagte: „Gehe zu ihren Eltern und sag ihnen Bescheid über mein Werben um A’ischa!“ Chaula ging daraufhin in das Haus von Abu Bakr. Sie sagte zu Umm Rumman: „Oh Umm Rumman, sei erfreut über die beste Nachricht in deinem Leben!“ Sie fragte: „Und welche?“. Chaula antwortete: „Der Gesandte Allahs schickt mich, um A’ischa für ihn zu werben:“ Umm Rumman sprach: „Warte noch, bis Abu Bakr Bescheid weiß! Wir müssen ihm erst die Nachricht mitteilen“. Als Abu Bakr heimkehrte und sie ihm diese Nachricht mitteilten, bat er sie um Geduld und sagte: „Ich kann dir keine Antwort erteilen; Mus’ab Ibn Udai hat nämlich für seinen Sohn um A’ischa geworben.“

Abu Bakr ging dann zu Mus’ab Ibn Udai. Als er das Haus betrat, überraschte ihn die Frau von Mus’ab mit den Worten: „O, Abu Bakr, willst du, dass unser Sohn deine Tochter heiratet, damit du ihn von seinem Glauben abbringst und stattdessen in deinen Glauben hineinbringst? Bei Gott lassen wir euch nicht unseren Sohn!“

Abu Bakr blickte dann zum Mann und fragte: „Das war die Meinung deiner Frau, was sagst du dazu?“ „Ich sage, was sie gesagt hat“ erwiderte er. So erklärte er die Zurücknahme seines Werbens um A’ischa (r) für seinen Sohn. Als Abu Bakr nach Hause zurückkehrte, sprach er zu Chaula und sagte: „Gehe nun zum Gesandten Allahs und sage ihm, dass er gerne zu uns kommen kann, damit er um die Hand von A’ischa anhält.“ Somit verlobte er sich mit A’ischa, als sie noch sieben Jahre alt war.

A’ischa war für ihr Alter körperlich reif, aufgrund dass die Frauen in warmen Ländern frühzeitig körperlich wuchsen. Die jungen Frauen wurden damals im jungen Alter verheiratet. Das lässt sich dadurch beweisen, dass Mus’ab Ibn Udai A’ischa für seinen Sohn vor dem Propheten (s) umworben hatte. A’ischa war nicht die einzige, die jung verheiratet war. Hafsa Bint U’mar wurde im Alter von 12 Jahren verheiratet. Auch die Tochter von Hujai Ibn El-Achtab, jüdischer Abstammung, wurde im Alter von 11 Jahren verheiratet.

A’ischa (r) war auch nicht die einzige, die einen Mann von großem Altersunterschied heiratete. A’bdel Muttaleb, der Großvater des Propheten (s), heiratete Hala, die Cousine von Chadidscha (r), obwohl es einen großen Altersunterschied zwischen den beiden gab.

Ein englischer Orientalist sagte einmal: „A’ischa wurde trotz ihres jungen Alters körperlich reif, was die arabischen Frauen natürlich veranlagte, und was oft dazu führte, dass sie erst ab dem zwanzigsten Lebensjahr begannen, älter zu werden. Einige Geschichtsschreiber befassten sich lange mit der Ehe von Muhammad (s) und A’ischa (r). Sie betrachteten diese Ehe unter einem bestimmten Gesichtspunkt und konnten nicht glauben, dass diese Art von Ehe eine asiatische Gewohnheit war bzw. ist. Sie übersahen, dass diese Gewohnheit bis heute noch in Osteuropa vorhanden ist. In Spanien und in Portugal war früher diese Gewohnheit üblich. Bis heute wird sie in den fernen gebirgigen Orten in den USA nicht als ungewöhnlich betrachtet.“

Der Sinn der Ehe des Propheten (s) mit der jungen A’ischa (r) war es, die Muslime über das persönliche Leben des Propheten (s) zu belehren, da er für die Muslime ein Vorbild darstellt. Seine Ehe mit den jungen Frauen diente dazu, sie mit ihren verschiedenen persönlichen und religiösen Fragen zu belehren, z.B.: Welches Gebet man während der Nacht der Bestimmung (Qadr Nacht) sprechen sollte. Der Prophet (s) antwortete: „O Allah, Du liebst Vergebung, so vergib mir!“. Er lehrte z.B. seinen Frauen, wie die muslimischen Frauen sich von der Menstruation rituell reinigen können. A’ischa (r) erzählte auch davon, wie sich der Prophet (s) mit ihr verhielt während der Menstruationsdauer, damit die Muslime ihn in all ihren Gelegenheiten zum Vorbild nehmen.

A’ischa (r) spielte auch eine große Rolle beim Schützen der Überlieferungen vom Propheten (s), da sie 47 Jahre nach dem Tode des Propheten lebte. So überbrachte sie den Muslimen alle Überlieferungen des Propheten (s), die sie während ihrer Ehe mit dem Propheten (s) von ihm gehört hatte. Sie hatte keine Kinder, damit sie sich dem Schützen der Überlieferungen widmete. Die Hauptsache war, dass die Ehe des Propheten (s) mit A’ischa (r) um Allahs Willen war. Der Prophet (s) sagte zu A’ischa (r) nach der Eheschließung: „Weißt du A’ischa, ich habe dich dreimal vor unserer Eheschließung im Traum gesehen. Der Engel Dschebril kam zu mir im Traum und gab mir ein Stück Seide. Als ich das Stück ausbreitete, fand ich dein Bild und der Engel sagte: „Das ist deine Frau im Diesseits und im Jenseits.“

Der Prophet (s) heiratete A’ischa (r) nach der Schlacht von Badr im Schawwal im zweiten Jahr nach der Auswanderung (Hidschra). A’ischa war stolz darauf, denn es war ein gesegneter Monat bei den Arabern. Sie sagte: „Der Gesandte (s) hielt um meine Hand in Schawwal und heiratete mich dort. Vor meiner Heirat mit dem Propheten (s) war ich dünn und meine Mutter sorgte dafür, dass ich viel aß. Am Tag der Heirat saßen meine Freundinnen und ich auf Schaukeln. Da rief mich meine Mutter zu ihr her. Ich rannte so schnell zu ihr, dass die Luft mir beinahe ausgeblieben war. Sie führte mich an der Hand und wir gingen in ein Haus von den Häusern der Al-Ansar[5], wo uns Frauen empfingen. Sie schmückten mich und kämmten mein Haar. Dann kam der Prophet (s). Während ich im Haus war, wurde eine Mahlzeit aufgestellt. Der Prophet (s) servierte die Milch und das Essen und bot es den kleinen Mädchen an, jedoch waren sie zu schüchtern und sagten: „Wir wollen nichts.“ Der Prophet (s) sagte zu ihnen: „Verbindet keinen Hunger mit Lügen.“ Daraufhin nahmen sie das Essen vom Propheten (s) an. Nach der Mahlzeit blieb niemand mehr im Haus außer dem Propheten (s), A’ischa (r) und Asmaa Bint Seid. Der Prophet (s) saß neben A’ischa (r) und reichte ihr ein Becher Milch. A’ischa (r) war verlegen und bewegte schweigend den Kopf auf die Seite. Asmaa sagte zu ihr: „Nimm vom Propheten (s)!“ Daraufhin nahm A’ischa (r) die Milch und trank etwas davon.

Die Brautgabe von A’ischa (r) betrug 500 Dirham. Dies war sehr wenig, denn der Prophet (s) sagte: „Die gesegneteste Frau verlangt am wenigsten Brautgabe.“ Das Haus von A’ischa (r) war sehr einfach ausgestattet. In dem Haus war ein Kissen, eine Matratze, ein Wasserkrug aus Ton und ein kleiner Teppich.

Al-Hassan sagte: „Wenn ich die Häuser des Propheten besuchte, konnte ich die Decke mit der Hand erreichen.“

Sa’id Ibn Al-Musayyab sagte: „Ich wünschte ihr hättet die Häuser des Propheten gesehen, dann würdet ihr mit der Ausstattung eurer Häuser nicht übertreiben. Ihr hättet gelernt wie der Gesandte (s) mit dem Wenigsten vom Leben zufrieden war, obwohl er vom Leben alles hätte nehmen können.“

Die Liebe des Gesandten (s) zu A’ischa (r)

Masruq Ibn Masruq, ein Nachfolger der Gefährten, sagte, wenn er von A’ischa (r) erzählte, dann sagte er: „Die Geliebte des Geliebten Allahs erzählte mir: „....

Anas Ibn Malek sagte: „Die erste Liebe im Islam war die Liebe des Gesandten Allahs zu A’ischa.“ Aber Anas Ibn Malek kannte die Liebe des Gesandten Allahs zu Chadidscha nicht, denn er war in Medina geboren.

Einmal hörte A’mmar Ibn Yasser wie jemand schlecht über A’ischa (r) sprach. Er schimpfte mit dem Mann und sagte: „Sei still! Wie kannst du so über die Geliebte des Gesandten Allahs (s) sprechen!“

A’mr Ibn Ala’s kam vom Krieg “That Assalasel“ als Sieger zurück. Der Prophet (s) empfing ihn sehr herzlich. A’mr Ibn Ala’s glaubte der Liebling des Propheten (s) zu sein und fragte ihn (s): „Wen liebst Du am meisten?“ Der Prophet (s) antwortete: „A’ischa.“

Einmal wollte A’ischa (r) den Propheten nach seiner Liebe zu ihr fragen. Sie fragte: „Wie ist deine Liebe zu mir? Der Prophet (s) antwortete: „Wie der Knoten in einem Seil. Seitdem fragte A’ischa (r) den Propheten (s) von Zeit zu Zeit: „Wie geht es dem Knoten? Jedes Mal antwortete er, dass er (s) noch im selben Zustand wäre.

Die Muslime in Medina wussten über die Liebe des Propheten (s) zu A’ischa (r) bescheid. Sie machten ihm (s) Geschenke, immer wenn er bei A’ischa (r) war. Die anderen Frauen des Propheten (s) wurden darauf neidisch. Sie gingen zu Umm Salamah und baten sie mit dem Propheten (s) darüber zu reden. Umm Salamah ging zu dem Propheten (s) und sagte: „Deine Frauen wollen, dass du den Menschen sagst, sie sollen die Geschenke auf die Tage verteilen und nicht auf jenen Tag, an dem du bei A’ischa bist, beschränken. Der Prophet (s) sagte: „O Umm Salamah, Allah warf ihre Liebe in mein Herz und ich habe bei keiner von euch eine Offenbarung bekommen außer bei A’ischa. Das Haus von A’ischa wurde der Ort der Offenbarung genannt.“

Umm Salamah kehrte zu den Frauen zurück und erzählte ihnen, was der Gesandte Allahs (s) ihr sagte. Die Frauen gingen dann zu Fatima, der Tochter des Propheten (s), damit sie mit ihm darüber reden konnte. Fatima ging zu ihm und der Prophet (s) antwortete ihr: „Meine Tochter, liebst du mich? Fatima sagte: „Ja das tue ich.“ Er fragte sie: „Liebst du diejenigen, die ich liebe?“ Sie sagte: „Ja.“ Er sagte: Dann liebe A’ischa.“

Fatima kehrte zu den Frauen zurück und sagte zu ihnen: „Ich schwöre bei Allah ich rede nie wieder mit ihm über A’ischa.“ Fatima behielt ihre Liebe zu A’ischa bei. Sie teilte A’ischa (r) als Einzige mit, was der Prophet (s) ihr bevor er starb erzählt hatte, dass er in der Nacht sterben sollte und Fatima ihm als Erste von seiner Familie folgen würde.

Wie der Prophet (s) A’ischa (r) behandelte

Zum Festtag wollte A’ischa eine Gruppe von spielenden Äthiopern in der Moschee zuschauen. Sie legte ihr Kinn auf die Schulter des Propheten (s), um sie zu beobachten, wie sie spielten. Der Prophet (s) fragte sie immer wieder, ob sie genug hatte und sie verneinte dies. A’ischa (r) erzählte nachher: „Ich schwöre bei Allah es war mir fad, aber ich wollte wissen, wie sehr der Prophet (s) mich liebte. Erst als ich sagte, dass es mir genug war, ließ er das Spiel beenden.“

Der Prophet (s) ging mit A’ischa (r) jede Woche spazieren. Einmal sagte der Prophet (s) zu ihr: „Lauf mit mir um die Wette.“ A’ischa (r) erzählte, wie sie ihn besiegt hatte. In der Woche darauf gab sie dem Propheten (s) Fleisch zum essen, dann forderte er sie zu einem Wettlauf auf und er siegte. Der Prophet (s) rief seine Frau mit den Namen “A’isch“.

Einmal während sie ihre Periode hatte, erzählte A’ischa (r), dass sie Wasser aus einem Krug trank. Der Prophet (s) nahm den Krug und suchte die Stelle wo ihre Lippen den Krug berührten und trank von der selben Stelle.

Die Zeiten als A’ischa (r) wütend war

Eines Tages bereitete Hafsa Essen aus Fleisch und Brot in einem großen Behälter aus Ton vor. Der Prophet (s) freute sich über das Essen und lud seine Gefährten zum Essen ein. A’ischa (r) wurde neidisch auf Hafsa. Sie schlug den Behälter mit ihrem Fuß. Der Behälter brach und das Essen fiel heraus. Der Prophet (s) kniete nieder und sammelte das Essen in den Behälter und sagte: „Eure Mutter wurde neidisch.“ Er ging dann zu A’ischa (r) und sagte zu ihr: „A’ischa du hast Hafsas Behälter zerschlagen. Bring ihr einen Neuen. Daraufhin sagte A’ischa (r): „Bitte für mich um Vergebung Gesandter Allahs.“

Einmal hatte der Prophet (s) eine Auseinandersetzung mit A’ischa (r). Er fragte sie: „Wer soll zwischen uns richten? Abu U’beidah Ibn Al-Dscharrah?“ Sie antwortete: „Nein, Abu U’beidah ist ein gutherziger Mann.“ Er fragte weiter: „Abu Bakr Assiddiq?“ Sie war mit diesem Vorschlag einverstanden. Der Prophet (s) holte Abu Bakr und sagte zu A’ischa (r): „Sprich.“ Sie sagte: „Erzähl du aber nur die Wahrheit.“ Abu Bakr wurde wütend und sagte zu ihr: „Tochter von Umm Rumman! Sagt er denn etwas außer der Wahrheit? Er wollte sie schlagen. A’ischa (r) versteckte sich hinter dem Propheten (s). Der Prophet (s) rückte vor Abu Bakr und sagte zu ihm: „O Abu Bakr, wir haben dich nicht deswegen geholt.“ Abu Bakr ging fort. Der Prophet (s) sagte zu A’ischa (r): „Hast du gesehen, wie ich euch auseinander hielt?“ Daraufhin lachte A’ischa (r) . Abu Bakr hörte ihr lachen und kehrte zurück. Er sagte: „Lasst mich an euer Friede teilnehmen, wie ihr mich an eueren Krieg teilnehmen ließet.“

Der Prophet (s) sagte einmal zu A’ischa (r): „Ich weiß, wann du mit mir zufrieden bist und wann du auf mich nicht zufrieden bist. Er sagte: „Wenn du mit mir zufrieden bist, dann schwörst du und sagst “Bei Muhammads Gott“ und wenn du nicht zufrieden mit mir bist, dann schwört du bei Abrahams Gott. Sie sagte: „Das stimmt Gesandter Allahs, das mache ich so, aber ich wende mich nur von deinem Namen ab.“

Die Liebesbeziehung zwischen dem Propheten (s) und A'ischa (r)

Als der Prophet (s) mit seiner Frau A'ischa (r) zu Bett ging, bat er sie, ihm eine Stunde zu geben, um das freiwillige Nachtgebet (Qiam Al-Lajl) zu vollziehen. Sie sagte: „In deiner Nähe zu sein, ist mir am liebsten, aber ich bevorzuge das, was dir am liebsten ist.“ Er (s) stand daraufhin auf und betete während seine Frau A'ischa (r) zwischen ihm und der Gebetsrichtung[6]lag, sodass ihre Füβe in Richtung der Gebetsrichtung lagen. Bei der Niederwerfung machte er ihr ein Zeichen, damit sie ihre Füsse zu sich zieht. Wenn er (s) mit der Niederwerfung fertig wurde, streckte sie wieder ihre Füsse aus.

  • A'ischa (r) sagte: „Der Prophet (s) und ich vollzogen gemeinsam in einem Becken gemeinsam die Ganzwaschung[7].
  • Der Prophet (s) verbrachte lange Nächte mit A’ischa (r), um zu hören, was sie zu erzählen hatte. In einer ihrer sehr langen Erzählungen erzählte sie dem Propheten (s), die Geschichte von elf Frauen und er hörte zu. Sie erzählte die Geschichten der ersten 10 Frauen. Als sie die Geschichte der elften Frau erzählte, sagte sie: „Die elfte Frau hieβ Umm Zar'. Ihr Mann Abu Zar' hatte sie sehr geliebt, aber nach einer Zeit änderte sich ihre Beziehung und er verließ sie.“ A'ischa (r) war sehr traurig und berührt als sie diese Geschichte erzählte. Der Prophet (s) merkte, wie sie von dieser Geschichte berührt war und sagte ihr: „Ich war zu dir wie Abu Zar' zu Umm Zar', ich aber werde dich niemals verlassen.“
  • Über die Lebensweise des Propheten (s) erzählte A'ischa (r), dass der Prophet (s) ein hartes Leben führte. Sie sagte: ,,Der Halbmond konnte dreimal vorbeigehen, ohne dass im Haus des Propheten ein Herd angezündet wurde.“ (= drei Monate lang wurde im Haus nicht gekocht). U'rwa Ibn Az-Zubair fragte: „Und wie habt ihr gelebt.“ Sie antwortete: „Unsere Haupternährungsmittel waren Datteln (arab.: Tamr) und Wasser. Der Prophet (s) hatte einige Nachbarn von den Ansar. Sie schickten manchmal dem Propheten (s) Milch. Als die finanzielle Lage der islamischen Gesellschaft besser wurde und es mehr Geld gab, baten die Frauen des Propheten ihn darum, ihnen mehr Geld zu geben, um das Leben etwas bequemer zu gestalten. Ihre Wünsche belästigte den Propheten (s) so sehr, dass er sich von allen seinen Frauen zurückzog, bis der folgende Koranvers, der sie vor die Wahl stellte, offenbart wurde:

["O Prophet! Sprich zu deinen Frauen: ""Wenn ihr das Leben in dieser Welt und seinen Schmuck begehrt, so kommt, ich will euch eine Gabe reichen und euch dann auf schöne Art entlassen. Doch wenn ihr Allah und Seinen Gesandten und die Wohnstatt des Jenseits begehrt, dann wahrlich, hat Allah für die unter euch, die Gutes tun, einen herrlichen Lohn bereitet.""] (33:28-29)

Als dieser Vers offenbart wurde, ging der Prophet (s) zu seinen Frauen und ließ sie wählen. Er fing mit A'ischa (r) an und sagte ihr: „O A'ischa, es gibt eine Sache, die ich dir vorlegen möchte. So nimm dir Zeit und lass dich von deinen Eltern beraten. Er las dann den Koranvers vor. A'ischa (r) sah ihn (s) an und sagte: „Sollte ich mich in dieser Sache von meinen Eltern beraten lassen? O Allahs Prophet, ich wähle Allah, seinen Gesandten und die Wohnstatt des Jenseits.“ Der Prophet (s) freute sich sehr auf ihre Entscheidung.

A'ischa (r) und die letzten Minuten des Propheten (s)

Als das Leben des Propheten (s) sich dem Ende näherte, fragte er seine Frauen, bei welcher seiner Frauen er sich heute aufhalten solle. Der Aufenthalt sollte bei seiner Frau Maimuna (r) sein. Er sagte: „Ruft mir all meine Frauen.” Als sie alle anwesend waren, sagte er: „Erlaubt ihr, dass ich bei A'ischas Haus in meiner Krankheit betreut werde?“ Sie antworteten: „Ja wir erlauben es.” A'li Ibn Abi Talib und Al-Fadl Ibn Al A'bbas trugen den Propheten (s) zu A'ischas Haus, während er in Schweiβ ausbrach. A'ischa (r) erzählte: „Der Prophet (s) sagte: ,,Es gibt keinen Gott auβer Allah. Der Tod hat sehr schwere Pein." A'ischa (r) nahm die Hand des Propheten (s) und strich damit auf sein Gesicht (s), da seine Hände besser und ehrwürdiger sind als ihre Hände. In den letzten Minuten vor dem Tode des Propheten (s), kam A'bdel Rahman Ibn Abi Bakr, der Bruder von A'ischa (r) herein. Er hielt ein Suak[8] (Hölzchen) in der Hand. Der Prophet (s) schaute den Suak an. A'ischa (r) verstand, dass der Prophet (s) seine Zähne damit putzen möchte, um Gott mit reinem Mund zu treffen. Sie nahm den Suak von ihrem Bruder und gab es dem Propheten. Jedoch war er (s) zu schwach ihn zu benützen. So nahm A'ischa (r) den Suak, kaute es weich und gab es ihm (s) wieder. Der Prophet (s) rieb seine Zähne damit. A'ischa (r) sagte: „Eine von Allahs Gnaden, die Er mir gab war, dass das letzte was der Prophet im Mund hatte, mein Speichel war.

Der Prophet (s) bat dann alle, die im Raum waren hinauszugehen, auβer A'ischa (r), die bleiben durfte. Sie beschrieb die letzten Momente seines Todes folgendermaßen: „Der Prophet (s) streckte seine Hände zum Himmel und sagte: ,,Nun auf zu dem höchsten Begleiter.“ A'ischa (r) wusste, dass ihm die Wahl gestellt wurde, und dass der Todesengel anwesend ist. Dschibril kam herein und begrüβte den Propheten (s). Der Prophet erwiderte seinen Gruß. Dschibril sagte: „Der Todesengel bittet um Erlaubnis. Erlaubst du seinen Einlass? Er hat keinem Menschen vorher um Erlaubnis gebeten und wird keinem nachher um Erlaubnis bitten.“ Der Prophet (s) gewährte ihm den Eintritt. Der Todesengel trat herein und begrüβte den Propheten (s). Der Prophet (s) erwiderte ihm den Gruß. Da sagte der Todesengel: ,,Allah hat mich geschickt, um dir die Wahl zu geben, ob du am Leben bleiben möchtest oder Allah, den Überwältigenden und Hocherhobenen, treffen möchtest?“ Der Prophet (s) antwortete: ,,Ich entscheide mich für den Höchsten aller Höchsten." So stand der Todesengel auf dem Kopf des Propheten (s) und sagte: „Du edelhafter Geist, den Geist Muhammads Ibn A'bdullah, komm heraus zum Wohlgefallen und zur Zufriedenheit Allahs.“

A'ischa (r) sagte: „Die Hand des Propheten fiel hinunter und ich fühlte, dass sein Kopf schwerer auf meiner Brust (Schoss) wurde.“

Von diesem Zeitpunkt an, wusste sie, dass er (s) gestorben ist. Sie öffnete die Tür ihres Zimmers, lief zu den Leuten in der Moschee und rief: „Allahs Gesandter ist gestorben! Allahs Gesandter ist gestorben!“

Daraufhin füllte sich die Moschee mit weinenden Menschen. Als der Prophet (s) starb, war A'ischa (r) 18 Jahre alt. Sie lebte dann 47 Jahre nach dem Tode des Propheten, um ihr Wissen zu verbreiten.

Die Persönlichkeit von A'ischa (r)

Ihr Wissen

Man kann sagen, dass A'ischa (r) die gröβte Anzahl von den Hadithen[9] überliefert hatte. An die 2250 Hadithe bekam sie direkt vom Propheten (s) übermittelt. Wir sprechen also von einer direkten Überlieferung, wobei sie (r) die einzige Überlieferin derer darstellt.

Zu ihrem Wissen gehörte auch, dass sie die erste Schule für das Erlernen der Islamischen Rechtswissenschaften[10] und Hadithe eröffnete. Die Anzahl der Überlieferer, die nach ihr die Hadithe weitergaben, betrugen 100 Personen, unter denen waren U'mar Ibn Al-Chattab, A’bdullah Ibn U'mar, Abu Huraira, U'rwa Ibn Az-Zubair, Sa'id Ibn Al-Mussaiab und die Mutter von Al-Hassan Al-Basry.

A’ischa (r) war auch Diejenige, die den Muslimen die praktische Sunnah überliefert hatte. Sie übermittelte, wie der Prophet (s) die Gebetswaschung (Wudu) vollzog. Ihr haben wir zu danken, dass der Tayammum[11] angewendet wurde. Als sie einmal mit dem Propheten (s) und seinen Gefährten auf eine Wanderung waren, gab es nicht genügend Wasser für die Gebetswaschung. A'ischa (r) fragte den Propheten (s), was sie machen sollte. In dieser Zeit wurde der Koranvers vom Tayammum offenbart. Es wird gesagt, dass das Anwenden des Tayammums eine der ersten Segnungen der Familie Abu Bakrs sei.

A'ischa (r) berichtete vieles den Gefährten des Propheten (s), sodass Abu Mussa Al Ascha'ry sagte: ,,Wenn uns eine Sache im Islam schwer fiel, fanden wir immer die Lösung bei A'ischa(r). Sie wurde “A'ischa des Wissens“ genannt. U'rwa Ibn Az-Zubair sagte zu A´ischa: „Liebe Mutter, bei Allah, ich wundere mich nicht über dein Wissen über die Genealogie[12], denn ich sage, dass du die Tochter von Abu-Bakr bist. Mich wundert auch nicht dein Wissen über die Religionswissenschaft und Politik, denn der Prophet lehrte dich über diese Sachen. Was mich aber wundert, ist dein Wissen im Bereich der Medizin. Woher hast du Medizin gelernt liebe Mutter? A'ischa (r) antwortete: „In der Zeit vor dem Ableben des Propheten (s), war er (s) meistens krank und viele arabische Ärzte besuchten uns und gaben uns verschiedene Rezepte für den Propheten (s). Dadurch habe ich vieles über die Medizin gelernt.“

Ihr meistes Wissen bezog sich auf das Erlaubte, das Verbotene, die Pflichten und freiwilligen gottesdienstlichen Handlungen[13] im Islam.

Die Redegewandtheit von A'ischa (r)

Mua'weya Ibn Abi Sufyan behauptete, dass der Redebegabteste unter den Arabern A'ischa (r) war. Abu Musa Al-Ascha’ry sagte: ,,Ich sah Abu Bakr, als er eine Rede hielt und auch habe ich U'mar, Uthman, A'li und Mua'weya gesehen, als sie Reden hielten. Aber bei Allah, keiner ist so redegewandt wie A'ischa."

Die gottesdienstlichen Handlungen von A’ischa (r)

A'ischa (r) fastete und betete viel. U'rwa Ibn Az-Zubair erzählte, dass er eines Nachts seine Mutter A’ischa (r) besuchte. Als er hereinkam, war sie in ihrem Gebet. Sie las folgenden Vers: [doch Allah ist uns Gnädig gewesen und hat uns vor der Pein des sengenden Windes bewahrt. Wir pflegten vormals zu Ihm zu beten. Er ist der Gütige, der Barmherzige.] (52:27,28)

Sie las diese Verse in ihrem Gebet weinend und sagte: ,,Oh Allah sei bitte Gnädig zu mir und bewahre mich vor der Pein des sengenden Windes". U'rwa sagte, dass er auch geweint habe, als er ihr Bittgebet hörte. Er ging anschließend weg und kam nach einer Stunde wieder. Er sah, dass sie noch immer betete und dasselbe Bittgebet vortrug.

Ihr Fasten:

Als sie 65 Jahre alt war, fastete sie den Tag von A'rafa[14]. Da das Wetter sehr heiβ war, wurde sie ohnmächtig. U'rwa Ibn Az-Zubair ging zu ihr und sagte: ,,Liebe Mutter, nimm es nicht so schwer. Du hast viele gute Taten in deinem Leben getan, bitte brich dein Fasten." Als A'ischa (r) diese Worte hörte, war sie wieder auf den Beinen und sagte: ,,Wie soll ich mein Fasten an dem Tag brechen, in dem Allah die Missetaten des vorigen und kommenden Jahr vergibt? Bei Allah das mache ich nie".

Ihre Freigebigkeit

Wenn wir über ihre Freigebigkeit sprechen, staunen wir über jemanden, der fastet und kein Essen für sein Fastenbrechen (Iftar) behält. Eines Tages gab A'ischa (r) alles, was sie im Haus hatte, aus, sodass ihre Dienerin sagte: „Du hast nichts für dein Iftar gelassen.“ A'ischa(r) antwortete: ,,Hättest du mich nur daran erinnert." A'ischa (r) legte immer das Geld, das sie den Armen geben wollte, in einem parfümierten Topf. Denn Allah (t) wird das Geld erst in die Hand bekommen, bevor es die Armen erreicht.

A'ischa (r) und die Bemühungen um den Islam (Dschihad)

A'ischa (r) nahm an vielen Kämpfen teil,wie z.B. in Badr[15], Uhud[16] und El-Chandaq[17]. Bei der Schlacht von Uhud versorgte sie die Verletzten mit Wasser und bei der von Al Chandaq fand sie U'mar Ibn Al-Chattab mitten im Schlachtfeld. Er sagte ihr: ,,Wie mutig (kühn) du bist." Sie schämte sich seiner Worte. Sa'ad Ibn Mua'z sagte zu ihm: ,,Lass sie in Ruhe U'mar.“

A'ischas (r) Wunsch

A'ischa (r) bevorzugte am meisten U'mar Ibn Al-Chattab und ließ ihn neben dem Propheten (s) begraben. Kurz vor U'mars Tod wurde jemand zu A’ischa (r) geschickt und bat sie um Erlaubnis, U’mar neben dem Propheten (s) zu begraben, da U’mar dies wünschte. Sie antwortete: „Bei Allah ich wollte in diesem Platz begraben werden, aber heute bevorzuge ich U'mar vor mir. Nach der Begrabung von U'mar gab es noch einen Platz für A'ischa (r), um neben dem Propheten begraben zu werden. Sie lehnte jedoch ab und sagte: ,,Begrabt mich neben meinen Gefährtinnen, die Frauen des Propheten(s), damit ich nicht als besonders erscheine. Und damit die Leute mich nicht in einer hohen Stellung setzen, die ich vielleicht nicht verdiene.

Ihre Scham

Nachdem U'mar neben den Propheten (s) in A'ischas Zimmer begraben wurde, bedeckte A'ischa (r) immer ihren Körper sorgfältig, wenn sie ihr Zimmer betrat, weil sie sich vor U'mar schämte.

Die letzten Momente ihres Lebens

Vor ihrem Tod wurde sie von Ibn Al-A'bbas besucht. Er sagte: „Freue dich liebe Mutter.“ Sie fragte ihn: „Worüber Ibn Al-A'bbas?“ Er antwortete: „Es fehlt nur, dass deine Seele hinaus kommt, damit du deinen geliebten Muhammad (s) triffst. Bei Allah, denn du warst die Geliebte unseres Propheten (s). Du bist Diejenige, die vom Himmel in Hadith Al-Ifk (Lügenskandal) für schuldlos erklärt wurde. Bei Allah, unter den Frauen des Propheten (s) bist du die Liebste für ihn gewesen. Du hast die Wissenschaft gelehrt.” A'ischa (r) antwortete: „O Ibn A'bbas, lass mich in Ruhe. Wäre es doch so, dass ich völlig in Vergessenheit geraten sei. Wenn ich auf etwas stolz sein dürfte, dann ist es, dass der Prophet (s) in meinem Schoss (in meinen Armen) gestorben ist.“

In der Nacht an einem Dienstag, der 17. Ramadan im Jahre 57 nach der Hidschra starb A’ischa (r) im Alter von 66 Jahren. Sie wurde neben den Frauen des Propheten (s) begraben. Über sie betete Abu Huraira. A'bdulaah Ibn Az-Zubair stieg in ihrem Grab hinunter. Vorne in ihrem Trauerzug gingen die Frauen des Propheten (s) und sagten: „Die Geliebte des Propheten ist gestorben.“



[1] radya Allahu a’nha: Allahs Wohlgefallen auf ihr. Wird der Erwähnung der Mütter der Gläubigen beigefügt.

[2] salla-l-lahu alaihi wa sallam: salla-llahu 'alaihi wa sallam: Allah segne ihn und schenke ihm Heil. Segensformel, die nach koranischer Aufforderung (vgl. 33:56) für den Propheten Muhammad gesprochen werden soll. Nach islamischer Tradition wird dies vor allem regelmäßig bei der Erwähnung des Propheten getan.

[3] ta'ala: erhaben. Wird der Erwähnung Allahs beigefügt: Allah, der Erhabene.

[4] Hadith: Bericht, Bezeichnung für die Berichte, in denen die Sunna des Propheten (s) überliefert wurde.

[5] Al-Ansar: die medinensischen Anhänger Muhammads (s), die ihn nach der Hidschra aufnahmen

[6] Die Beachtung der Gebetsrichtung (Qibla) ist Voraussetzung für die Gültigkeit des Gebets. Der Muslim betet in Richtung der Ka'ba in Mekka, gleich wo er sich auf der Erde befindet (2:139,145).

[7] Rusl: Ganzwaschung zur Herstellung der rituellen Reinheit nach folgenden Verunreinigungen: Menstruation, Entbindung, Beischlaf, Samenerguβ.

[8] Hölzchen, dessen Spitze vor dem Gebrauch weichgekaut oder gekloppt wird. Es wird zum Reinigen und Polieren der Zähne benutzt.

[9] Hadith: Bezeichnung für die Berichte mit den Aussagen des Propheten (s), in denen die Lebens- und Handlungsweise (Sunnah) des Propheten (s) überliefert wurde.

[10] Fiqh: Bezeichnung für Islamische Rechtswissenschaften, das sowohl religiöse Fragen als auch weltliche Fragen einschließt.

[11] Beabsichtigte Waschung mit Sand oder Staub, die statthaft ist, wenn kein Wasser zur Gebetswaschung (Wudu') oder Ganzwaschung (Rusl) verfügbar ist.

[12] Stammbaumwissenschaft

[13] arab. Nafela /Nawafil (Pl.)

[14] A’rafa: Name einer Ebene bei Mekka, wo das Stehen (wuquf) während der Pilgerfahrt (Hadsch) vollzogen wird (2:194). An jenem Tag gedenkt man Gottes.

[15] Badr: Ort, an dem der erste mehrerer Kämpfe zwischen den Muslimen von Medina und den ungläubigen Einwohnern Mekkas stattfand. Die Schlacht von Badr im Jahr 624 endete mit einem Sieg der Muslime über die Mekkaner (3:119).

[16] Uhud: Ort bei Medina, wo 625 der zweite der Kämpfe zwischen Mekkanern und Muslimen stattfand (3:149). Die Muslime erlitten große Verluste, weil manche von ihnen die Anweisungen des Propheten (s) nicht befolgt hatten und ihre Plätze frühzeitig verließen, um Beute zu machen.

[17] El-Chandaq: Graben; Bezeichnung für die Schlacht um Medina im Jahr 625, in der sich die Muslime hinter einem Graben gegen die Mekkaner verteidigen konnten (33:13).

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