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4. Hafsa Bint U'mar Ibn Al-Chattab
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UmMahat Al-Moemenin

Die Mütter der Gläubigen

4. Hafsa Bint U'mar Ibn Al-Chattab (r[1])

Ich nehme meine Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Satan. Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Lob sei Allah, dem Herrn der Welten. Allah segne und schenke dem Propheten Muhammad (s[2]) Heil. Alles Lob gebührt Allah, Ihn loben wir und bei Ihm suchen wir Beistand. Ihn bitten wir um Verzeihung und zu Ihm kehren wir reuig um. Bei Ihm nehmen wir Zuflucht vor unserem eigenen Übel und vor dem Schlechten unserer Taten. Wen Allah rechtleitet, für den gibt es keinen, der ihn fehlgehen lässt, und wen Allah fehlgehen lässt, so gibt es für ihn keinen Rechtleitenden.

Einleitung

Ich begrüße euch in einer neuen Folge von “Begegnungen mit den Lieben“[3]. Heute, so Gott will, wollen wir über Hafsa (r), die Tochter von U'mar Ibn Al-Chattab, reden. Deswegen werden wir mit Sicherheit auch über das Leben von U'mar Ibn Al-Chattab berichten und die Zuschauer werden darüber sehr glücklich sein und es genießen.

Lasst uns jetzt das Bild mit den Namen der Ehefrauen des Propheten (s) noch mal auf die Leinwand holen. Wir fangen in der Reihenfolge der Eheschließung mit dem Propheten (s) an. Kann jemand von den Zuschauern mir die Namen der Ehefrauen des Propheten (s) nennen, ohne auf das Bild auf der Leinwand zu sehen?

Eine Frau unter den Zuschauern erwidert, indem sie kurz auf die Leinwand sieht:

„Unsere Mütter sind:

  • Chadidscha, die Tochter von Chuwailid,
  • Sauda, die Tochter von Sam’a,
  • A’ischa, die Tochter von Abu Bakr,
  • Hafsa, die Tochter von U’mar,
  • Zainab, die Tochter von Chuzaima,
  • Umm Salma, Zeinab, die Tochter von Dschahsch,
  • Dschuwairia, die Tochter von Al-Harith,
  • Safia, die Tochter von Haiyi Ibn Achtab,
  • Umm Habiba,
  • Maria und
  • Maimuna.“

Einer der Zuschauer wiederholt die Namen, ohne auf die Leinwand zu sehen.

Amr Khaled sagt: „Noch einmal erinnere ich euch an die Regel, die ich aufgestellt hatte, dass wir nicht über irgendwelche Frauen reden, sondern vielmehr über unsere Mütter, die wir wie die eigene leibliche Mutter behandeln sollten. Wir wollen euch noch einmal daran erinnern, was Allah (t[4]) gesagt hat: [„Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst, und seine Frauen sind ihre Mütter. …“] (33:6). Deswegen sollten wir seine Ehefrauen als unsere Mütter ansehen.“

Wer war Hafsa Bint U'mar Ibn Al-Chattab (r)?

Die Biografie von Hafsa (r)

Nun sprechen wir über Hafsa, die Tochter von U’mar Ibn Al-Chattab Ibn Nafil. Ihre Mutter hieß Zainab Bint Mazrun und sie war die Schwester von U’thman Ibn Mazrun, einem der engsten Gefährten von Muhammad (s). Wir haben über ihn noch keine Folge gesendet, weil er sehr früh gestorben ist. Er war der Onkel von Hafsa und ich werde euch ein Ereignis erzählen, damit ihr etwas über Hafsas Herkunft erfahrt. Der Onkel von Hafsa hieß U’thman und ihr Vater war U’mar Ibn Al-Chattab: Er gehörte in Mekka zu denen, die eine besondere Stellung hatten und ein hohes Ansehen unter den Leuten genossen. So sagte Al-Walid Ibn Al-Marira zu ihm: “Oh U’thman, du bist in meiner Nähe“, obwohl dieser zum Islam konvertiert ist, in der Zeit, als die Muslime sehr verfolgt wurden. Al-Walid hatte es nicht zugelassen, als U’thman verfolgt wurde, weil dieser bei ihm eine hohe Wertschätzung genoss. U’thman war sehr traurig, weil er sorgenfrei war und nicht so hart verfolgt wurde, wie die anderen Gefährten des Propheten (s). Sehr ihr wie seine Liebe zum Islam war? Dann sagte er: „Oh Allah, ich werde mich nie wohl fühlen, während meine Freunde verfolgt und gefoltert werden.“ Er ging dann zu Al-Walid und sagte: „Ich möchte in deiner Nähe sein.“ Dieser erwiderte: „Hast du niemanden gefunden, der besser als ich ist?“ Er antwortete: „Nein.“ Darauf sagte er: „Hast du niemanden besseren gefunden, dessen Nähe besser ist als meine?“ Er antwortete: „Doch.“ Dann fragte er: „Wen?“ Dann sagte er ihm: „Die Nähe zu Allah, dem Mächtigen und Erhabenen.“ Dann sagte er: „Es wird dich etwas Böses treffen.“ Dann sagte er: „Die Nähe zu Allah ist viel besser.“ Darauf ging U’thman Ibn Mazrun mitten unter das Volk des Stammes Quraisch und wollte mit ihnen streiten, damit ihm das widerfährt, was mit seinen Freunden geschieht. Dort war Lubaid, der seine Verse aufsagte, während das Volk des Stammes Quraisch zuhörte. Es war bekannt, dass man einen Dichtenden nicht unterbrechen darf. Der Dichter sagte: „Ist nicht inakzeptabel, was ohne Allah ist?“ Er sagte ihm: „Du hast recht.“ Der Dichter sprach weiter: „Und jedes Vermögen ist auf jeden Fall vergänglich?“ Er sagte: “Du hast gelogen! Das Hab und Gut im Paradies vergeht nicht.“ Der Dichter schaute in die Zuschauermenge und sagte: „Oh ihr Volk des Stammes Quraisch, seit wann werden die Dichter bei euch erniedrigt?“ Sie sagten: „Lass ihn, er ist mit Al-Walid Ibn Al-Marira zusammen.“ Und U’thman sagte: „Nein, ich bin nicht mehr mit ihm.“ Da standen sie auf, um ihn zu schlagen, bis Blut aus seinem Auge floss. Al-Walid ist dann an ihm vorbeigegangen und fragte: „Oh Allah, du Sohn meines Bruders, du warst sehr angesehen, als du in meiner Nähe warst. Schau, was mit deinem Auge geschehen ist!“ U’thman schaute ihn an und sagte: „Nein, bei Allah, die Nähe zu Allah ist viel mächtiger und erhabener. Mein gesundes Auge ist sehnsüchtig danach, das gleiche zu erleben, was dem anderen Auge für Allah widerfahren ist.“

Hafsas Bruder hieß A’bdullah Ibn U'mar, denn U'mar war mit vielen Frauen verheiratet und er hatte viele Kinder außer ihm. Das Schöne ist, das A’bdullah sie: “Mutter“ nannte, weil sie die Ehefrau des Propheten (s) war und weil sie zweitens eine Mutter für ihn war, und das ist eine sehr schöne Bedeutung. A’bdullah Ibn U'mar war einer der erhabensten Gefährten des Propheten (s) und einer der gottesfürchtigsten. Es wird auch über ihn gesagt, dass kein anderer Gefährte des Propheten (s) sich so stark an die Sunna gehalten hat wie er.

Hafsa (r) wurde fünf Jahre, bevor Muhammad (s) zum Propheten ernannt wurde, geboren. Sie war 35 Jahre jünger als der Prophet (s). Sie heiratete früh, mit zwölf Jahren. Wie wir in der Folge über A’ischa (r) berichteten, war das ganz normal mit jungem Alter eine Ehe einzugehen. Es wurde nicht als Schande angesehen, weil in dieser Zeit und dieser Gegend die Frauen im jungen Alter - schon mit neun oder zehn Jahren - geschlechtsreif wurden. Und nicht nur bei den Arabern war es so, sondern auch bei den Juden. Der Beweis dafür ist, dass Safia Bint Hujai Ibn Achtab auch in diesem Alter geheiratet hat. Die Frauen sind auch früher alt geworden. Wie wir in den westlichen und kalten Ländern sehen, wird das Mädchen sehr spät geschlechtsreif. Wir sehen sogar in unseren Gesellschaften, dass das Erwachsenwerden bei den Frauen im 21. und 25. Lebensalter anfängt. Wenn wir unsere Vorfahren und Großeltern betrachten, werden wir sehen, dass unsere Großmütter auch in ähnlichem jungen Alter geheiratet hatten. Im Gegensatz dazu heiratet das Mädchen heute mit 25 oder 30 Jahren. Es geht hier um die Umgebung, in der die Frau aufgewachsen ist und nicht um das Alter. Sie waren keine Kinder, sondern Erwachsene, und das ist der entscheidende Punkt.

Die erste Ehe von Hafsa war im Jahr 7 der Islamischen Zeitrechnung, als sie zwölf Jahre alt war. Ihr Ehemann hieß Chumais Ibn Huzafa Al-Sahmi und er war der Bruder von A’bdullah Ibn Huzafa, einem der berühmtesten Gefährten des Propheten (s), der als Märtyrer starb, als ihn der Prophet (s) zum römischen Kaiser Heraklius[5] geschickt hatte, und mit einer Nachricht zu Chosroes[6], dem König von Persien.

Chumais wanderte nach Äthiopien und nach Medina aus und nahm an der Schlacht von Badr[7] und Uhud[8] teil. Er war ein Mann, der viele großartige Erlebnisse mit dem Propheten (s) geteilt hatte. Er heiratete Hafsa nach seiner ersten Auswanderung nach Äthiopien. Dort gab es Gerüchte, dass Mekka und die Anhänger des Stammes Quraisch zum Islam übergetreten seien. Daraufhin kehrte er aus Äthiopien zurück, aber die Stamm Quraisch war doch nicht zum Islam konvertiert. Er blieb in Mekka und heiratete Hafsa. Sie bekamen keinen Nachwuchs. Sie lebten neun Jahre zusammen bis zur Schlacht von Uhud im 3. Jahr der Hidschra. Er war einer, der in der Schlacht von Uhud den Propheten (s) sehr stark verteidigte. Er gehörte zu den wenigen, die standhaft geblieben sind, als die Menschen flohen, nachdem das Gerücht aufgekommen war, dass der Prophet (s) getötet worden sei.

Herkunft

Darunter versteht man, die Umgebung, in der Hafsa aufwuchs. Ihr Onkel war U’thman Ibn Mazrun, ihr Bruder A’bdullah Ibn U’mar und ihr Ehemann ein Gefährte des Propheten Muhammad (s), der an zwei Auswanderungen des Propheten Muhammad (s), sowie an den Kämpfen in Badr und Uhud beteiligt war. Der Bruder des Ehemanns war A’bdullah Ibn Husafa, den der Prophet Muhammad (s) mit Briefen zu den Königen der Welt entsandte. Der Vater war U’mar Ibn Al-Chattab.

Die gottesdienstlichen Handlungen von Hafsa (r)

Sie war durch ihr Fasten und ihre Nachtgebete bekannt. Deswegen wurde sie die „Fastende“ und „Nachtbetende“ genannt. Als ich diesen Satz gelesen habe, fragte ich mich, wer von den Frauen oder sogar von den Männern als die oder der „Fastende“ oder als „Nachtbetende“ bezeichnet würde. Mit dem Wort „Nachtbetende“ ist diejenige gemeint, die mitten in der Nacht zum Beten aufsteht. Eigentlich sollte dies eine geheime gottesdienstliche Handlung sein, aber dadurch, dass sie diese Handlung sehr oft wiederholte, ist dieser Charakterzug den Menschen aufgefallen. Allah, der Mächtige und der Erhabene, stellt manchmal seine Diener vor Seinen Gläubigen bloß, weil sie aufrichtig zu Ihm sind, damit alle wissen, was für Gutes sie tun. Diese Bloßstellung ist gut und nicht böse gemeint.

Es wird selten über eine Frau verbreitet, dass sie viel fastet und mitten in der Nacht betet. Es ist jedoch nicht selten, dass so etwas über einen Mann verbreitet wird. Aber, bei Gott, es ist merkwürdig, dass heutzutage die Frauen mehr Gelegenheit haben, Gott anzubeten als die Männer. Denn ihre Herzen sind sensibler. Sie haben mehr Zeit und die Liebe zum Islam verbreitet sich somit unter den Frauen. Deswegen kann es sich ergeben, dass eine Frau oft fastet und viel mitten in der Nacht betet, sodass sie auch die „Fastende“ und „Nachtbetende“ genannt wird.

Die Suche nach einem Ehemann

Ihr Ehemann starb an einer Verletzung durch einen Pfeil im Kriegszug von Uhud. Als er getroffen war, starb er nicht gleich, sondern kehrte nach Medina zurück. Es ging ihm immer schlechter, die Wunde überwältigte ihn, und er starb, Allahs Wohlgefallen auf ihm. Als Hafsa 21 Jahre alt war, wurde sie Witwe. Sie trauerte sehr um ihren Ehemann. Zu Recht, denn sie hatte einen Gefährten des Propheten Muhammad (s) geheiratet, der an den Kämpfen von Badr und Uhud beteiligt war und als Märtyrer gestorben ist. Wie soll sie von seinem Tod nicht zutiefst betroffen sein? Niemand hatte seitdem um ihre Hand angehalten, für eine Dauer von sieben oder acht Monaten. Das ist eine lange Zeit bei den Gefährten des Propheten (s), wo die Frau nach dem Tod ihres Ehemanns gleich danach einen anderen heiratete.

U’mar Ibn Al-Chattab sah seine Tochter trauern und niemand kam, um sie zu heiraten. Er tat den Schritt, den viele Väter nicht wagen, er suchte für sie einen Mann. Ihr fragt mich, ist es richtig, wenn der Vater für seine Tochter einen Mann sucht? Natürlich, es ist sogar besser, wenn er für seine Tochter nach einem Mann sucht. Ist es nicht besser als das, was die heutigen Mädchen machen, nach einem Mann zu suchen? Heutzutage sagt der Vater seiner Tochter: „Gott sei mit Dir, geh heute und such einen Mann und dann stell ihn mir vor.“

U’mar entschied sich, einen Mann für sie zu finden und ihn ihr vorzustellen, ob er ihr gefällt oder nicht. Wir in Ägypten haben eine schöne ägyptische Redewendung, die folgendes besagt: „Finde einen Mann für deine Tochter, aber keine Frau für deinen Sohn.“ Wir sehen, dass viele über diesen Satz lachen, obwohl es eine wahre Redewendung ist. Im Koran steht, wie Schu’aib, der Vater von zwei Töchtern, mit Moses in der folgenden Sure gehandelt hat: [Er sprach: „Ich werde dir eine meiner beiden Töchter zur Frau geben…“] (28:27). Ist das nicht dieser Vers im Koran?

Das Problem ist, dass die Väter die Wünsche ihrer Töchter in Sachen Heirat nicht kennen. Als ob es tabu oder falsch ist, darüber zu reden. Schu’aib ist es geschehen, dass eine seiner Töchter ihm von einem jungen Mann erzählt hat, den sie unterwegs getroffen hatten und er ihnen geholfen hatte, als sie alleine waren, aus dem Brunnen Wasser zu holen. Sie erzählte beeindruckt von einem anständigen Mann, der ihr gefallen hat, und sagt ihrem Vater im folgenden Koranvers: [Eine von beiden sprach: “Vater nimm ihn doch in deinen Dienst! Der Beste, den du anstellen kannst, ist der, der stark und zuverlässig ist.“] (28:26). Sie erkannte seine Kraft, als er das Wasser getragen hatte. Sie erkannte, dass er zuverlässig ist, weil er sich um sie gekümmert hatte. Seht ihr wie eine Frau von den Gesichtszügen eines Mannes erkennt, ob er zuverlässig oder gewissenhaft ist. Auch merkt sie von Natur aus, ob ihr Mann ihr untreu war.

Da der Vater um die Zukunft seiner Tochter bemüht ist und zwischen beiden Verständnis herrscht, hat Schu’aib durch die Erzählung seiner Tochter verstanden, was sie wollte, und hat sie mit diesem Mann verheiratet. Er ist zu diesem Mann gegangen und hat ihm folgendes gesagt: [Er sprach:“ Ich werde dir eine meiner beiden Töchter zur Frau geben“] (28:27). U’mar Ibn Al-Chattab hat gleichermaßen gehandelt.

Ich sage das, weil in der heutigen Zeit die Väter das Gegenteil machen. Sie verschieben die Ehe zwei, drei und vier Jahre, weil sie zu hohe Ansprüche an die Wohnung haben, die der Ehemann noch nicht vervollständigt hat. Warum zahlst du nicht die Einrichtung der Wohnung selbst? Warum lässt du sie nicht heiraten, wie die Umstände es ihnen erlauben mit dem, was sie besitzen, da deine Tochter ihn will, und er ein junger Mann mit gutem Charakter ist und du die Situation der heutigen Zeit kennst? Warum hilfst du ihnen nicht und stehst ihnen nicht bei?

Manchmal sehen wir die Mütter Bedingungen stellen, dass die Hochzeitsfeier auf dem Niveau wie die ihrer Cousine sein solle, auf der man so viel ausgegeben habe, sonst würde er ihren Wert nicht schätzen. Kann man den Wert eines Mädchens dadurch, was für sie ausgegeben wurde, einschätzen?! Ist sie eine Ware, die gekauft und verkauft wird?! Deswegen hat unser Prophet (s) auf diesen Satz aufmerksam gemacht: „Die gesegneteste Frau verlangt am wenigsten Brautgabe.“ Ist ein Mädchen zu kaufen und zu verkaufen da? Es gibt eine berühmte ägyptische Redensart: „Wir kaufen einen Mann“. Doch scheint dieser Spruch nicht mehr der heutigen Realität zu entsprechen. Unser Prophet (s) gibt dir eine Regel: „Wenn zu euch jemand kommt, dessen Religion und Charakter euch gefällt, dann verheiratet ihn, und wenn ihr das nicht macht, dann wird es einen Zwietracht auf Erden geben und viel Schlechtigkeit.“ Du hast Recht oh Gesandter Allahs, es gibt viel Zwietracht und viel Schlechtigkeit.

Meine Brüder und Schwestern im Islam, macht euch frei von Äußerlichem und Materiellem, verheiratet eure Töchter, schützt sie und lasst sie in Häuser einziehen, in denen niemand als Allah (t) angebetet wird. Sorgt, dass die Mädchen und Jungen nicht durch ihre Begierden und Hoffnungen bestimmt werden und abirren. Dann fragen wir uns, wie könnten sie diesen Fehler machen? Ich habe das nicht gesagt, aber ich war überrascht, als ich von den Gelehrten gehört habe: Wer seine Tochter am Heiraten gehindert hat und sie ungehorsam war, ist Mitschuldiger bei ihrer Sünde.

Nicht dass ihr, junge Männer, jetzt denkt, ihr sollt irgendwie heiraten, egal, um wen es sich handelt. Aber nicht, dass ihr sagt, sei vorsichtig, ich werde diese Sünde begehen und du wirst mitschuldig sein! Nein, das ist nicht erlaubt und es ist keine von Gott angenommene Entschuldigung. Er ist zwar dein Komplize bei deiner Sünde, aber du wirst die ganze Sünde tragen. Wir lernen daraus, dass unsere jungen Männer und Frauen Geduld haben müssen und dass die Väter und Mütter ihren Jungen und Mädchen eine finanzielle Hilfe zum Heiraten geben müssen.

U’mar war sehr traurig wegen seiner Tochter, weil sie sieben Monate allein ohne Ehemann geblieben ist. Wir befinden uns jetzt in einer Zeit des steigenden Heiratsalters zwischen den jungen Männern und Frauen. Das sollte aufhören. Wir sollten auf unseren Propheten (s) hören und unsere Söhne und Töchter verheiraten.

U’mar entschied sich, seine Tochter zu verheiraten. Es ist nichts dabei. Er wollt ihr einen frommen Mann finden, der gut ist und den sie schließlich heiraten könnte, wenn er ihr gefiele. Wir haben sehr viele islamische Texte darüber, dass der Prophet (s) es ablehnt, wenn eine Frau gegen ihren Willen und ohne ihre Erlaubnis heiratet. Ein Mann kommt zum Propheten (s) und erzählt ihm, dass seine Tochter zwei Bewerber habe. Der erste arm und der zweite reich. Darauf fragt ihn der Prophet (s): “Für wen hat sie sich entschieden?“ Er sagte: „Sie hat sich für den Armen entschieden.“ Der Prophet (s) sagte: „Ich sehe keine andere Möglichkeit, als die beiden Liebenden zu verheiraten.“ Stell dir vor, unsere Religion und unser Prophet Muhammad (s) diskutieren über einen Punkt, wie diesen! Es gibt keinen Zwang. Was ist das für eine schöne Religion? Aber wir verstehen die Religion falsch. Zuerst fangen wir Liebesgeschichten an, dann heiraten wir. Das bringt den Zorn von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, über uns. Es kommt auch kein Gottes Segen auf diese Art von Ehe. Ihr Väter und Mütter, helft euren Söhnen und Töchtern! Ihr Töchter und Söhne, fürchtet Allah!

Die Heirat

U’mar dachte an die besten der Gefährten des Propheten (s). Er ging zu Abu Bakr El-Seddik (dem Glaubenden), wer sonst wäre doch besser als er? Er ging zu ihm und sagte ihm: “Oh, Abu Bakr, willst du nicht Hafsa heiraten?“ Abu Bakr antwortete ihm nicht und ging weg. U’mar war sehr wütend, weil er ihm nicht geantwortet hatte und weil das nicht Abu Bakrs Charakter war. Da stimmte etwas nicht! Er ging dann zu U’thman Ibn A’ffan. Zu dieser Zeit war dessen Ehefrau Ruqaja, die Tochter des Propheten (s), gestorben und er hatte noch nicht Umm Kulthum geheiratet (er war bekannt als "Der mit den zwei Lichtern" er hatte Ruqaja geheiratet und dann als sie starb, Umm Kulthum). U’mar sagte ihm: “Oh U’thman, willst du nicht Hafsa heiraten?“ Darauf sagte dieser ihm: „Ich muss darüber nachdenken.“ Diese Antwort war hart für U’mar. Sein Anliegen war ja nicht, wie viele dachten, dass er seine Tochter loswerden wollte, sondern bemühte er sich um das Beste für sie. Normalerweise hätte es nicht schwierig sein sollen, da er eine starke Freundschaft zu den Gefährten des Propheten (s) pflegte. „Lass mir ein paar Tage Zeit.“ Dann ging U’mar in die Moschee und sah ihn dort betend. Er setzte sich zum ihm, während er lange betete. U’mar konnte die Antwort kaum erwarten und fragte sich, warum alle nicht seine Tochter Hafsa heiraten wollten. Als er fertig war, schaute er ihn an und sagte: “Oh U’thman, du hast mir nicht geantwortet.“ Darauf sagte dieser: “Oh U’mar, zur Zeit will ich nicht heiraten.“ Er berichtete: “Ich war sehr wütend, dann bin ich zum Propheten (s) gegangen und sagte ihm (s): „Ich bin zu Abu Bakr und zu U’thman gegangen, um ihnen meine Tochter als Ehefrau zu geben, Abu Bakr antwortete nicht und U’thman sagte mir, dass er zur Zeit nicht heiraten möchte.“ Der Prophet (s) lächelte, grüßte ihn und sagte: “Oh U’mar, derjenige, der Hafsa heiraten wird, sollte besser sein als U’thman und U’thman sollte diejenige heiraten, die besser für ihn ist als Hafsa.“ U’mar verstand ihn nicht.

U’mar war sehr weise und intelligent, wie man über ihn berichtet. Er sagte: „Ich habe nachgedacht, wer ist besser als U’thman, der Hafsa heiraten sollte.“ Der Prophet (s) bevorzugt niemanden von seinen Gefährten vor den anderen, d.h. der Gesandte Allahs (s) wird sie heiraten und U’thman wird eine heiraten, die besser ist als Hafsa. Es ist nicht möglich, dass mich der Prophet (s) enttäuschen würde. Es ist bestimmt, dass U’thman die Tochter des Propheten (s) heiraten wird. Er hat herausgefunden, was der Prophet (s) mit den zwei Ehen gemeint hatte, bevor mit ihm jemand geredet hatte. Aber warum haben Abu Bakr und U’thman abgesagt? Weil der Prophet (s) mit ihnen zuvor gesessen war und sagte, dass Hafsa noch nicht verheiratet und die Tochter von U’mar sei und er sie heiraten wolle. Also wussten sie darüber Bescheid und konnten es nicht erwähnen.

U’mar saß neben dem Propheten (s) als er die Sache verstanden hatte und fing an zu lächeln. Dann hat der Prophet (s) zurückgelächelt und sagte: „Ja U’mar, ich werde um die Hand deiner Tochter anhalten und U’thman wird Umm Kulthum heiraten.“ Da ging U’mar voller Freude hinaus, denn welche Ehre wäre besser? Vor ihm stand Abu Bakr Al-Siddik, er schaute ihn an und verstand durch sein Lächeln, dass der Prophet (s) darüber gesprochen hatte. Alle Gefährten des Propheten (s) haben bewundernswerterweise, einen intelligenten Verstand. Sie verstanden, dass U’mar ihn fröhlich anschaute, obwohl er vor kurzem wütend auf ihn war, weil ihm der Prophet (s) Bescheid gesagt hatte. Er sagte: „Oh U’mar, warst du vielleicht wütend auf mich?“ U’mar sagte: „Und wie!“ Darauf sagte Abu Bakr Al-Siddik: „Oh U’mar, ich schwöre bei Allah, nichts hätte mich davon abgehalten, deine Tochter als Ehefrau zu nehmen, wenn nicht der Prophet (s) sie neben mir erwähnt hatte. Ich wollte das Geheimnis des Propheten (s) nicht verraten.“

U’mar Ibn Al-Chattab ging hinaus und begegnete U’thman Ibn A’ffan. U’thman sagte ihm: „Oh U’mar, ich fürchte, dass du auf mich wütend bist, ich war gehindert, Hafsa zu heiraten, weil der Prophet (s) sie vor mir erwähnt hatte.“

Nützliche Lehren

Wir haben hier viele wunderbare Punkte. Der erste Punkt ist, dass es möglich ist, dass ein Problem zwischen U’mar und Abu Bakr wegen seines Benehmens mit ihm passieren kann. Trotzdem hat Abu Bakr das Geheimnis des Propheten (s) nicht verraten. Das Verraten und Behalten der Geheimnisse und besonders zwischen den Frauen ist äußerst wichtig. Wie kann man ein Geheimnis behalten und es nicht verraten?

Habt ihr auch den Wert des Propheten (s) bei seinen Gefährten und sein Geheimnis und sein Benehmen gesehen?

Abu Bakr war sehr vorsichtig, dass er Hafsa nicht heiratet, weil der Prophet (s) sie vor ihn erwähnt hatte. Habt ihr vergessen, wer der Vater von Abu Bakr ist? Er ist der Vater von A’ischa, die Frau des Propheten (s) und er wusste, dass er eine zweite Frau dazu heiraten wollte. Ein anderer Schwiegervater jedoch würde die Frau heiraten, damit er seine Tochter schützt. Aber wir sehen, dass Abu Bakr es leicht macht, dass die Tochter von U’mar heiratet.

Noch verwunderlicher ist es, dass der Prophet (s) dies Abu Bakr verraten hatte, obwohl er sein Schwiegervater ist. Habt ihr gesehen wie einfach die Situation zwischen dem Propheten (s) und Abu Bakr ist? So, warum hat er es Abu Bakr gesagt? Was war der Grund für diese Ehe? Warum hilft er Abu Bakr, diese Hochzeit stattfinden zu lassen? Die Antwort ist, weil der Prophet (s) Hafsa (r) wegen eines bestimmten Grundes geheiratet hat.

Der Heiratsgrund des Propheten (s) von Hafsa (r)

Könnt ihr euch erinnern, was wir gesagt haben, warum der Prophet (s) geheiratet hat? Der Prophet (s) hat aus zweierlei Gründen geheiratet. Er heiratete als Muhammad der Mann, der wie jeder Mann die Heiratsabsicht pflegt, wie z.B. unsere geliebte Chadidscha (r), die einzige Frau, die er aus diesem Grund geheiratet hatte. Während sein zweiter Heiratsgrund die Verbreitung des Glaubens als den Propheten Muhammad (s) war. Die restlichen elf Frauen heiratete er in dieser Absicht, zwecks Verbreitung des Glaubens.

Die Aufgaben der Verbreitung des Glaubens

Was hatte die Verbreitung des Glaubens mit der Heirat von Hafsa (r) tun? Sie diente dazu, die Säulen des Islam und die Basis unserer islamischen Gemeinschaft[9] zu festigen. Nach dem Tod des Propheten (s), sollte ein Nachfolger aus den Weisen und Gelehrten erstehen, damit Bildung und Religion bis zum Tag der Auferstehung erhalten bleiben. Denn die weisen Männer sind in einem hohen Maße wichtig. Das waren z.B. Abu Bakr, U’mar, U’thman und A’li. Der Prophet (s) wollte die Beziehung zwischen ihnen stärken, damit sie das Haus des Propheten (s), wann immer sie wollen, betreten konnten und aus seinen Lebensgewohnheiten (s) zu lernen. Somit würden die Menschen sie lieben und auf ihre glaubwürdigen Worte nach dem Tod des Propheten (s) hören. So hat der Prophet (s) zwei ihrer Töchter geheiratet. Während zwei von ihnen die Töchter des Propheten (s) geheiratet haben. So verheiratete der Prophet (s) seine Tochter Ruqaja und dann nach ihrem Tod seine andere Tochter Umm Kulthum mit U’thman. Er verheiratete Fatima mit A’li und heiratete selbst A’ischa, die Tochter von Abu Bakr und Hafsa (r), die Tochter von U’mar.

Auf diese Art und Weise hat der Prophet (s) die Grundlage für eine gute Beziehung zwischen seinen vier Gefährten gesorgt, die ihm nachfolgen sollten. Er sorgte dafür die Religion zu stärken und die Gemeinschaft zu schützen. So diente die Heirat des Propheten (s) von Hafsa (r) dazu, die Nachfolger der zehn kommenden Jahre zu stärken und zu festigen. Dies war die Zeit des Kalifats von U’mar Ibn Al-Chattab (r).

Der Gefährte Abu Bakr kannte diesen Grund sehr gut. Deswegen hat er geholfen, dass diese Hochzeit so leicht stattfindet. Der Prophet (s) hat geheiratet und U’mar war sehr glücklich, dass er mit dem Propheten (s) verwandt wurde.

Die Persönlichkeit von Hafsa

Hafsa (r) war wegen drei Eigenschaften bekannt, zwei davon waren wunderbar und die dritte lag in ihrer Natur. Die zwei wunderbaren Eigenschaften sind: sie hatte gefastet und die Nacht gebetet, und natürlich ist diese Eigenschaften durch die Heirat mit dem Propheten (s) verstärkt worden, sodass sie mehr fastete und in den Nächten länger betete. Die dritte Eigenschaft, die in ihrer Natur lag, war die starke Eifersucht, die besonders für sie markant war. Auch als sie mit ihrem früheren Mann verheiratet war, bevor er als Märtyrer gestorben ist, war sie für ihre Eifersucht bekannt.

Der Rat ihres Vaters

Ihr Vater ging dann zu ihr und sagte: „Meine Tochter, sei auf den Propheten (s) nicht zu eifersüchtig, lass dich nicht von A’ischa dazu führen, denn sie ist im Herzen des Propheten (s) und er liebt sie mehr als er dich liebt. Sie ist schön und hübsch und er mag ihren Vater mehr als er deinen Vater mag. So sei nicht übertrieben eifersüchtig auf sie. Weil der Prophet von ihr das erträgt, was er von dir nicht ertragen kann, würde er dich von ihm scheiden lassen und Allah wird seinen Zorn auf die Familie von Al-Chattab werfen.

Der Rat und seine Auswirkung

Habt ihr gesehen, wie bescheiden U’mar war? Er und Abu Bakr waren dem Propheten (s) am nächsten befreundet. Trotzdem teilte U’mar seiner Tochter Hafsa (r) mit, dass A’ischas Vater einen höheren Wert als er selbst habe, und dass sie schöner als sie sei. So gab er ihr diese Lehre und daraufhin befolgte sie ihren Rat. Es wird berichtet, dass die Liebe von Hafsa zu A’ischa sehr groß geworden ist. Sie sind sehr gute Freundinnen geworden, so dass sie eines Tages eine Abmachung trafen: Wer ist die Ehefrau, die im Herzen des Propheten (s) A’ischa gleichkommt? Es war Chadidscha (r), doch sie war gestorben und es wird berichtet, dass er (s) A’ischa (r) wie Chadidscha (r) geliebt habe. Doch wen hat der Prophet (s) tatsächlich mehr geliebt? A’ischa (r) oder Chadidscha (r)? Chadidscha (r), obwohl der Prophet (s) in mehreren Hadithen gesagt hat, dass er A’ischa (r) geliebt habe. Dabei meinte er (s) die von seinen Frauen, die zu dieser Zeit noch lebten. Aber die Liebe zu Chadidscha (r) war tief in seinem Herzen. Der Beweis ist, dass der Prophet (s) als A’ischa ihm sagte: „Allah hat dir eine bessere Frau geschenkt (damit hat sie sich gemeint).“ Er erwiderte: „Bei Allah, er hat mir keine bessere Frau als sie gegeben.“ (Der Prophet (s) sagt natürlich immer nur die Wahrheit und was Recht ist.) Nach dem Tod von Chadidscha (r) war A’ischa (r) die beliebteste von seinen Frauen und nach A’ischa (r) kam Zainab Bint Dschahsch (r) am nächsten in der Liebe zum Propheten (s). Das hat natürlich nichts mit der Behandlung seiner Frauen tun. Denn es herrschte Gleichbehandlung zwischen seinen Frauen. Wie der Prophet (s) sagte: „Oh Allah, das ist mein Anteil von dem, was ich besitze….“ Der Prophet (s) liebte A’ischa (r), aber seine finanzielle Versorgung für seine Frauen war für jede Frau gleich.

Hafsas (r) Freundschaft mit A’ischa (r)

A’ischa (r) sagte zu Safia (r): „Siehst du den Propheten (s), wie er immer zu Zainab geht, er mag es, bei ihr Honig zu essen, denn Zainab hat immer süßen Honig bei sich. Daher mag es der Prophet (s) zu ihr zu gehen, um bei ihr Honig zu essen.“ Sie wollten erreichen, dass der Prophet seine Besuche bei Zainab (s) vermindert.

Schaut, wie die Ehefrauen gedacht haben, aber denkt daran, dass sie unsere Mütter sind und dass sie diese Handlungen aus Spaß gemacht haben. Doch was unsere Frauen heute machen, sind Katastrophen, obwohl ihre Ehemänner nicht mit mehreren Frauen verheiratet sind. So sagte A’ischa (r) zu Hafsa (r): „Wenn der Prophet (s) zu dir kommt, sag ihm, dass du den Geruch von Marafir riechst (das ist eine spezielle Blume, die in einer Beduinenwüste zu finden ist und einen stechenden Gestank hat). Und wenn er dir sagt, dass er kein Marafir gegessen hat, dann sag ihm, dass er Honig gegessen hat, den eine Biene aus einem Garten geholt hat, wo Marafir wächst. Und wenn er zu mir kommt, dann sage ich ihm das Gleiche.

Der Prophet (s) mochte immer schöne Düfte und Anas sagte uns: „Ich habe nie einen schöneren Duft gerochen als den Schweiß des Propheten (s).“ Es ging so weit, dass, als er im Schlaf war, eine unserer Mütter zu ihm kam und von seinem Schweiß genommen und in eine kleine Flasche getan hat. Seht ihr, wie viel Wert unser Prophet (s) hat? Was wird dann sein, wenn wir ihn im Paradies treffen?

Der Prophet (s) ist zu Hafsa (r) hinein gegangen, dann sagte sie zu ihm: „Ich rieche bei dir Marafir.“ Er sagte: „Ich habe kein Marafir gegessen.“ Dann sagte sie: „Dann kann es sein, dass du Honig gegessen hast…“ Da hat der Prophet (s) sie verstanden. Dann ist der Prophet (s) zu A’ischa (r) gegangen, sie sagte: „Ich rieche bei dir den Geruch von Marafir.“ Darauf hat der Prophet (s) gelächelt und hat verstanden, was sie damit gemeint haben.

Die Eifersucht

Die Eifersucht bei der Frau, meine lieben Geschwister im Islam, liegt in ihrer Natur. Der Mann, der diese Eifersucht von der Wurzel auslöschen möchte, der versteht die Natur der Frau nicht. Er wird mit ihr zusammenstoßen und sie zerbrechen. Der Prophet (s) sagt: „Sie (die Eifersucht) zu zerbrechen bedeutet ihre Scheidung.“ Deswegen liegt die Lösung in Geduld. Allah, der Erhabene und der Mächtige, hat die Frau so erschaffen, wobei die Eifersucht ein Teil ihrer Schönheit und Weiblichkeit darstellt. Ich meine nicht die Übertreibung, denn das ist nicht akzeptabel. Was unsere Mütter dazu bewegt hat, war ihre Eifersucht. Aber wir Männer, wie sollen wir mit der Eifersucht umgehen? Lernt vom Propheten (s).

Der Prophet (s) hat ihnen gesagt: „Gut, ich werde keinen Honig mehr bei Zainab essen.“ Ist ein Mann dazu fähig, seiner Frau zu sagen, dass er alles tun wird, was sie will, um sie zufrieden zu stellen? Was passiert ist, hat Zainab (r) nicht wütend gemacht, doch wäre der Prophet (s) traurig für sie gewesen, wenn seine anderen Frauen eifersüchtig auf sie wären. Seit diesem Augenblick aß er (s) keinen Honig mehr bei ihr, sondern nahm andere Mahlzeiten bei ihr ein, da dies seine anderen Frauen glücklich machte. Schaut, was der Prophet (s) tat, um seine Frauen zufrieden zu stellen? Er passt sich an ihnen an. Welcher Mann würde sich dafür bereit erklären, auf eine Speise zu verzichten, um seine Frau zufrieden zu stellen? Wenn sie ihm sagt, dass sie den Geruch dieser speziellen Mahlzeit nicht mag, dann wird er diese Mahlzeit trotzdem bringen und ihr sagen, dass sie diese essen soll, weil sie ihrem Ehemann gehorchen müsse! Er würde sie nicht zufrieden stellen und wegen ihr darauf verzichten.

Islamische Gesetzgebung

Im Koran steht der folgende Vers in der Sure At-Tahrim[10], der ein Verbot ausspricht: [„Oh Prophet! Warum verbietest du, was Allah dir erlaubt hat, um deine Frauen zufriedenzustellen? …“] (66:1). Dieser Vers bedeutet: das, was sie getan hat, nicht richtig war. Doch warum hat er (s) es getan? Um seine Frauen zu frieden zu stellen. Das ist eine gute Sache, die wir von ihm lernen sollen. Der Prophet (s) ist der “Gesetzgeber“, und wenn er keinen Honig isst, dann würde die ganze islamische Gemeinschaft keinen Honig mehr essen. Es ist nicht die Angelegenheit von Honig, aber Allah, der Erhabene und Mächtige, kritisiert den Propheten (s), weil er etwas Kleines verboten hat, wie dies. Was ist dann mit den restlichen islamischen Gesetzen? Verbiete dir nichts, sonst wird es die ganze Gemeinschaft nachmachen. Habt ihr gesehen, wie mächtig diese Bedeutung ist?

Ist es somit erlaubt, wenn wir einen Teil der islamischen Gesetze, mit dem Gedanken, dass es nicht wichtig ist, nicht einhalten? Der Sure wurde den Namen „At-Tahrim“ gegeben, damit ihr wisst, was nach 1400 Jahren kommen wird, was nicht erlaubt ist. Und Allah (t) hat den Propheten (s) kritisiert, weil er sich nur den Honig verboten hat. Doch ihr Muslime vernachlässigt sogar das Islamische Recht (Schari’a). Was geschieht dann nach Tausenden von Jahren?

Also ist es laut diesem Vers nicht erlaubt, dass ein Muslim kommt und sagt: „Ich werde das und jenes von der Religion auslassen. Ich werde nicht zum Morgengebet aufstehen. Ich werde kein Kopftuch aufsetzen. Ich werde Verbotenes essen. Ich werde das und jenes machen.“

Hafsas (r) Zuhause

Wir werden jetzt mit Hafsa (r) fortsetzen, wo ist ihr Zuhause? Es ist möglich, dass manche Männer, die in der Stadt sind, ins Haus von Hafsa (r) gehen können und sicher, da wo der Prophet (s) ist. Wenn du den Propheten (s) besuchen gehst und vor seiner Tür oder, der von A’ischa stehst, wo der Prophet (s) begraben wurde und vor dem Ort, wo wir die Segensformel auf dem Propheten (s) aussprechen und sagen: „Friede sei auf dich Gesandter Allahs.“ Genau dieser Platz, wenn du dein Rücken zur Gebetsrichtung drehst und dein Gesicht zum Grab des Propheten (s) wendest und du genau vor dem Zimmer stehst, so bist du auf dem Weg zum Haus von Hafsa (r). Wenn du nach hinten schaust, dann siehst du ein Fenster. Dieses Fenster ist da, wo die Tür von Hafsa (r) war, die in die Straße nach draußen führt.

Hafsas (r) Vorliebe für Diskussionen

Eine der Eigenschaften von Hafsa (r) war auch, dass sie bei Fragen über den Islam immer zum Propheten (s) gegangen ist und mit ihm darüber diskutiert hat. Für Männer und Frauen ist das eine sehr schöner Punkt. Hafsa (r) hat immer mit dem Propheten (s) diskutiert und es war möglich, dass es Themen gab, wo sie sich mit ihm nicht einig war und sie diese nicht verstanden hat.

Einmal saß sie mit dem Propheten (s). Er erwähnte das Volk des Baumes (das Friedensabkommen von Al-Hudaibia[11]). Der Prophet (s) sagte: „Die vom Volk des Baumes, wenn Allah es will, werden nie die Hölle kosten, sie werden ewig im Paradies bleiben.“ Daraufhin sagte Hafsa (r): “[„Keinen Menschen gibt es, der nicht dahin kommt (Die Gläubigen, damit sie sehen und die Ungläubigen, damit sie hineingeführt werden)…“] (19:71) Oh Gesandter Allahs [„… Das ist die Entscheidung deines Herrn, die unbedingt in Erfüllung gehen wird.“] (19:71).“ Natürlich wusste sie nicht, dass nicht jeder in die Hölle kommen wird, und dass die Gläubigen, über den dünnen geraden Weg, der über die Hölle führt, ins Paradies gelangen. Darauf antwortete ihr der Prophet (s) und vervollständigte den Vers: „[„Wir werden dann die Gläubigen erretten und die Ungläubigen auf den Knien in der Hölle sitzen lassen“] (19:72).“ Was soviel bedeutet, dass die Gläubigen von der Hölle gerettet werden, dadurch dass sie über den dünnen geraden Weg gehen und nicht in die Hölle fallen werden.

Die Botschaft

Heutzutage gibt es viele Männer, deren Grundsatz es ist, dass die Frau nichts mehr zu sagen hat, nachdem er gesprochen hat. Doch wie können sie das sagen, obwohl das alles nicht im Haus des Propheten (s) geschehen ist, wobei der Prophet (s) nicht auf diese Art und Weise handelte? Ihr werdet hören, dass sie als Beweis einen Hadith[12] des Propheten (s) benutzen, der aber gelogen und nicht richtig ist. Der Hadith besagt: „Fragt sie, und dann macht das Gegenteil. “ So werdet ihr sehen, dass der Mann seine Frau fragt und dann extra das Gegenteil macht.

Liebe Brüder, denkt mal richtig nach. Das alles ist falsches Gerede. Im Gegenteil der Prophet (s) hat mit seinen Frauen diskutiert, ihre Meinungen gehört und ihnen auch geantwortet. Männer, gebt euren Frauen Freiraum, denn im Hause des Propheten (s) war es so.

Eines Tages sprach U’mar Ibn Al-Chattab mit seiner Frau. Da hinterfragte sie, was er ihr gesagt hatte. Sie diskutierte, indem sie sagte, dass er falsch läge und so weiter. Da meinte U’mar zu ihr: „Du hinterfragst mich?“ Sie antwortete: „Wieso nicht, deine Tochter macht das Gleiche mit dem Propheten (s)!“ Da fragte er sie: „Macht sie das wirklich?“ Sie sagte: „Nicht nur sie, sondern alle Frauen des Propheten tun das. “ Da ging U‘mar schnell zu Hafsa (r) und fragte sie: „Hinterfragst du das, was der Prophet (s) sagt?“ Sie antwortete ihm mit „ja“. Da sagte er ihr: „Meine liebe Tochter, tue das nicht, sonst kann es sein, dass du den Propheten verärgerst, und dann ist Allah böse, weil der Prophet böse ist. Mach nicht A’ischa nach. Wer bist du im Vergleich zu A’ischa? Und was ist dein Vater im Gegensatz zu A’ischas Vater?“ Was für eine Bescheidenheit von U’mar.

Kommentare der Anwesenden

Eine der Anwesenden sagt: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Ich möchte zu zwei Punkten etwas sagen. Der erste Punkt ist, dass das Verhältnis zwischen den Eltern und den Kindern zu jener Zeit sehr stark war. Was wäre also dagegen einzuwenden, dass dieses Verhältnis wieder so wird? Und der zweite Punkte: Als U’mar einen Mann für seine Tochter suchte, suchte er nicht nach Geld, sondern nach guten Eigenschaften.“

Einer der Anwesenden sagt: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Da gibt es einen wichtigen Punkt, der mich aufmerksam gemacht hat. Es sind die Manieren der Gefährten des Propheten, wie Abu Bakr und U’mar, Allahs Wohlgefallen auf ihnen, und wie sie die Geheimnisse des Propheten wahrten, auch die kleinsten. Das ist ein Teil ihrer Manieren gegenüber dem Propheten.“

Eine der Anwesende sagt: „Da gibt es einen wichtigen Punkt, das ist der Wert, den der Islam der Frau gegeben hat, obwohl der Islam unter bestimmten Beweggründen die Heirat von mehreren Frauen erlaubt hat. So hat der Prophet (s) die Eifersucht seiner Frauen respektiert, weil es etwas Natürliches ist. Die andere Sache ist, dass die Frauen hinterfragen, was der Mann sagt. Das ist etwas, was in unserer heutigen Gesellschaft nicht erlaubt ist. Die dritte Sache ist, als U’mar erfahren hat, dass der Prophet (s) um die Hand seiner Tochter angehalten hatte und er sich darüber freute. So wollte er Abu Bakr gleich klar machen, dass er ihm nicht böse ist. Das zeigt die schöne Beziehung, die es zwischen den Gefährten gab. Er hat ihm nicht den Rücken zugewandt, so wie es manch einer heute macht.

Amr Khaled sagt: „Ich schwöre bei Allah, diese drei Punkte sind gut und akzeptabel. Möge Allah eure guten Taten annehmen.“

Einer der Anwesenden sagt: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Leider sehen die Leute mittlerweile die Art von Mutwalli[13] aus der Fernsehserie als Vorbild im Umgang mit Frauen. Wir mit unserem erreichten Fortschritt haben vergessen, was unsere Ahnen, der Prophet und seine Gefährten gemacht haben. Ihre Gesellschaft war fester und stabiler als unsere.“

Amr Khaled antwortet ihm: „Bei allem Respekt für Mutwalli, aber unsere Freude und Worte über den Propheten (s) sind die Basis und unser Vorbild.

Wie sich der Prophet (s) seinen Frauen entzogen hat

Es gibt noch eine andere Geschichte über Hafsa (r). Ich versuche, all ihre Geschichten zusammenzutragen. Es ist eine schöne Geschichte, in der der Prophet (s) eine Rolle spielte sowie U’mar (r) und Hafsa(r). Es geht darum, wie die Frauen des Propheten (s) lange Jahre ein hartes Leben erduldeten. Aber nach den Siegen, dem Sieg von Chaibar[14] z.B., und nachdem das Geld mehr wurde, haben die Frauen angefangen, mehr vom Propheten (s) zu verlangen und mehr auszugeben, wobei sich alle darauf geeinigt hatten. Das hat den Propheten (s) letztendlich geärgert.

Durch diese Geschichte kann man sehen, wie der Prophet (s) die Balance zwischen Barmherzigkeit, Zuneigung und Strenge gehalten hat. Er hat sich dazu entschieden, sich den Frauen zu entziehen, um ihnen eine Lehre zu erteilen. Dies war schließlich eine gute Idee, denn er hatte viel Geduld mit ihnen. Er verwöhnte und liebte sie, er betete viel für sie, und er hatte auch Geduld mit ihrer Eifersucht. Aber nach einer Weile musste er seinen Standpunkt klar machen, aber auch nicht so streng, nur in solch einer Art und Weise, dass sie verspüren, dass er ihnen böse war.

So hat sich der Prophet (s) seinen Frauen entzogen, und es verbreitete sich in Medina ein Gerücht, dass der Prophet (s) sich von seinen Frauen scheiden gelassen hat. U’mar Ibn Al-Chattab erzählte uns folgendes davon: „Zu dieser Zeit war ich nicht in Medina, sondern in den A’wali“ - das war das Ackerland von Medina, das noch heutzutage existiert. Es ist ein schöner Platz, und wer von euch dort hingeht, muss ihn besuchen. Er arbeitete dort an seinem Land. Er hatte eine Vereinbahrung mit seinen Nachbarn, dass sie sich mit der Landarbeit abwechseln. So kam es, dass U’mar einen Tag lang an seinem Land arbeitete und dadurch in seinem Leben erfolgreich war. Am darauffolgenden Tag ging er dann nach Medina und saß dort mit dem Propheten (s) zusammen. Das war der Weg, den U’mar in seinem Leben eingeschlagen hatte. Er saß nicht immer neben dem Propheten (s), sondern er hat auch gearbeitet und sich um sein Land gekümmert. Wenn es Zeit zum Krieg oder zur Verbreitung seiner Religion wurde, war er auch dafür bereit. Aber am wichtigsten war, dass er Erfolg in seinem Leben hatte.

U’mars Versuch

Es wird erzählt, dass U’mar eines Nachts in den A’wali übernachtete, als sein Nachbar bei ihm klopfte. „Ich habe mich erschrocken und sagte zu ihm: „Was ist passiert, wurde Medina angegriffen?“ Da antwortete er: „Nein, es ist schlimmer.“ So fragte ich: „Was?“ Da sagte mein Nachbar: „Der Prophet (s) hat sich von seinen Ehefrauen scheiden lassen.“ Da bin ich heraus und schnell zu Hafsa. Ich habe sie weinend aufgefunden und fragte sie: „Wieso weinst du, hat sich der Prophet (s) von dir scheiden lassen?“ Sie antwortete: „Ich weiß es nicht. Er hat sich uns entzogen.“ Da sagte U‘mar zu ihr: „Meine Tochter, habe ich es dir nicht gesagt? Ich schwöre bei Allah, wenn er sich von dir scheiden lässt, werde ich kein Wort mehr mit dir sprechen.“ Danach bin ich zur Moschee herausgegangen. Dort habe ich die Gefährten des Propheten weinend aufgetroffen. Ich fragte sie: „Wieso weint ihr, hat der Prophet sich von seinen Ehefrauen scheiden lassen?“ Sie sagten mir, dass sie es nicht wissen und dass es aber herumerzählt wird. Da fragte ich: „Wo ist der Prophet?“ Sie sagten mir, er sei in seinem Minarett, und davor stehe Bilal. Da bin ich zu Bilal gegangen und habe um Erlaubnis gebeten, zum Propheten einzutreten. Da ging Bilal herein und kam wieder: „Ich habe den Propheten gefragt und ihm gesagt, dass U’mar um Einlass gebeten hat. Er hat es nicht erlaubt und mir auch keine Antwort gegeben.“ Da bin auch ich zu den Gefährten gegangen und habe mit ihnen geweint. Danach bin ich wieder dorthin gegangen und habe Bilal erneut um Einlass gebeten. Also ging er herein, kam wieder und sagte mir, dass der Prophet ihm keine Antwort gegeben habe. Da bin ich erneut weinend gegangen. Danach kam ich wieder und habe noch einmal um Erlaubnis gebeten, einzutreten und lauter gesprochen, so dass der Prophet mich hörte und sagte: „Ich schwöre bei Allah, dass ich nicht wegen Hafsa hier bin. Und wenn er mir sagen würde, dass ich sie töten solle, so würde ich es machen. Da ging Bilal herein, kam wieder und sagte, dass der Prophet ihm keine Antwort gegeben habe. Und so bin ich enttäuscht wieder zurückgegangen. Danach kam Bilal zu mir und sagte mir, dass der Prophet es erlaubt hätte, dass ich zu ihm gehe. So bin ich zu ihm hin und fand ihn sehr bedrückt vor. Die Matte, auf der er saß, hatte schon ihren Abdruck auf der Seite des Propheten (s) hinterlassen. Da weinte ich und sagte zu ihm: „Oh Gesandter Allahs, du sitzt hier, und Kisra und Qaisar leben in Reichtum.“ Da sagte der Prophet (s): „Oh U’mar, sie wollen das irdische Leben, und wir wollen das andere Leben.“ Da sagte ich zu mir selbst, dass ich herausfinden werde, was ihn bedrückt, und versuchen werde, ihm zu helfen. „Gibt es einen von euch liebe Leute, der dem Propheten (s) eine Freude bereiten möchte, indem ihr zum Morgengebet aufsteht und ihm folgt?““

U’mars (r) Idee

U’mar (r) dachte darüber nach, wie er erkennen kann, ob der Prophet (s) sich scheiden gelassen hat oder nicht und wie er ihn gleichzeitig zum Lachen bringen kann: „Da sagte ich zu ihm: „Oh Gesandter Gottes, in Mekka konnte keine Frau ihren Mann hinterfragen. Und als wir in Medina ankamen, fanden wir Frauen vor, die über die Männer siegten. Das haben unsere Frauen von den Ansar[15] gelernt. Unsere Frauen begannen auch, mit uns zu diskutieren. Da dachte ich mir, damit die Frauen lernen, ihre Männer nicht zu hinterfragen, gehe ich los und reiss Hafsa, der Tochter von U’mar, den Kopf ab.“ Da lachte der Prophet (s).“ U’mar wollte damit etwas ausdrücken, was auch ein ägyptisches Sprichwort besagt: „Schlachte für sie die Katze.“ „Als der Prophet lachte, fragte ich ihn: „Oh Gesandter Gottes, hast du dich von deinen Frauen scheiden lassen?“ Da sagte der Prophet: „Nein.“ Und ich habe gerufen: „Allah ist der größte.“ Die Leute in der Moschee hörten mich und riefen sofort das Gleiche.

Was für eine Gesellschaft, was für eine Liebe, und dieses Mitgefühl.

Der Wert der Frau im Islam

Dies war die Geschichte von Hafsa (r). Es bleibt nur noch ein Punkt, bevor ich zum Ende komme. Als Abu Bakr den Koran zusammentrug, überlegten sie, wo sie die einzige geschriebene Version vom Koran aufbewahren sollten, denn das ist das Gesetz der Nation. Sie haben ihn bei Hafsa (r), der Tochter von U’mar, aufbewahrt. Sie wachte über ihn. Somit wurde die einzige geschriebene Version des Korans bei Hafsa (r) aufbewahrt. Kann es demnach sein, dass jemand Zweifel am Wert der Frau im Islam hat?

Der Prophet (s) ist gestorben, aber siehe da, die Gefährten wollten den Koran bei einer Frau aufbewahren, und das ist keine Schande. Als U’thman eine andere Niederschrift gemacht hatte, verteilte er diese, aber das Original blieb bei Hafsa bis zu ihrem Tod.

Hafsas Tod

Was für eine Ehre für sie. Wie schön ist die Ehrung des Islam gegenüber der Frau. So blieb das Buch des Korans bei Hafsa (r) bis zu ihrem Tode. Sie lebte in der Zeit von Abu Bakr, U’mar und A’li und starb in der Zeit von Mua’wia Ibn Abu Sufian, im Jahre 45 nach der Hidschra. Da starb die Fastende, die Nachtbetende. Ihr Totengebet hat Marawan Ibn Al-Hakam verrichtet, und sie wurde in Baqi’, dem Friedhof von Medina, begraben. Auch die Frauen des Propheten (s) haben ihr nachgetrauert, ihnen voran A’ischa. Sie weinte und sagte: „Sie war die Tochter ihres Vaters. Hafsa war die Tochter ihres Vaters. Hafsa war die Tochter ihres Vaters.“

Als sie im Sterben lag, kam ihr Bruder zu ihr, A’bd Allah Ibn U’mar. Er sagte zu ihr: „Oh Mutter, ich bitte dich um deine Bittgebete, Mutter. Du warst eine Fastende, eine Nachtbetende, ich bitte dich um deine Bittgebete.“ So starb sie. Dies ist ihre Geschichte und was wir daraus gelernt haben. Habt ihr mit ihr gefühlt oder nicht? So Gott will, sehen wir uns in der nächsten Folge.



[1] radya Allahu a’nha: Allahs Wohlgefallen auf ihr. Wird der Erwähnung der Mütter der Gläubigen beigefügt.

[2] Salla-llahu alaihi wa sallam: Allah segne ihn und schenke ihm Heil. Segensformel, die nach koranischer Aufforderung (vgl. 33:56) für den Propheten Muhammad gesprochen werden soll. Nach islamischer Tradition wird dies vor allem regelmäßig bei der Erwähnung des Propheten getan.

[3] arab.: Wa Nalqa Al-Ahebba

[4] ta'ala: erhaben. Wird der Erwähnung Allahs beigefügt: Allah, der Erhabene.

[5] Heraklius I.: Kaiser des oströmischen Reichs 610-641

[6] Chosroës II. (auch Chosrau): Großkönig von Persien 590-628

[7] Badr: Ort, an dem der erste mehrerer Kämpfe zwischen den Muslimen von Medina und den ungläubigen Einwohnern Mekkas stattfand. Die Schlacht von Badr im Jahr 624 endete mit einem Sieg der Muslime über die Mekkaner (3:119).

[8] Uhud: Ort bei Medina, wo 625 der zweite der Kämpfe zwischen Mekkanern und Muslimen stattfand (3:149). Die Muslime erlitten große Verluste, weil manche von ihnen die Anweisungen des Propheten (s) nicht befolgt hatten und ihre Plätze frühzeitig verließen, um Beute zu machen.

[9] arab.: Umma

[10] At-Tahrim: Das Verbot

[11] Ort nahe bei Mekka, wo im Jahre 628 ein zehnjähriger Frieden zwischen den Muslimen und Mekkanern geschlossen wurde und nach dem die Muslime im folgenden Jahr Mekka besuchen konnten. Der Friede wurde 630 von Verbündeten der Mekkaner gebrochen, woraufhin die Muslime in Mekka einzogen (48:18).

[12] Hadith: Bericht, Bezeichnung für die Berichte, in denen die Sunna des Propheten (s) überliefert wurde.

[13] Mutwalli: Beauftragter, Verantwortlicher,

[14] Chaibar: Ansiedlung nördlich von Medina, wo den Muslimen feindliche jüdische Stämme lebten, die 629 den Muslimen im Kampf unterlagen und Chaibar verlassen mussten.

[15] „Die Helfer“: So wurden die Bewohner Medinas genannt, da sie den Muslimen damit geholfen hatten, dass sie sie bei sich aufnahmen.

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