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6. Umm Salama
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UmMahat Al-Moemenin

Die Mütter der Gläubigen

6. Umm Salama (r)[1]

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen, Lob sei Allah, dem Herrn der Welten. Allah segne und schenke dem Propheten Heil.

Reihenfolge der Ehefrauen des Propheten (s)[2]

Herzlich Willkommen mit einer neuen Folge unserer Sendung „Begegnungen mit den Lieben”. In dieser Folge führen wir unser Gespräch, das wir vor einigen Wochen begonnen haben, von den Frauen des Propheten (s) fort. Wir haben ein Motto dieser Folgen bestimmt, und zwar dass die Frauen des Propheten (s) keine gewöhnlichen Frauen, sondern unsere Mütter sind. Wie schon vorhin erwähnt, ist unser Ziel dieser Folgen, das Gefühl zu haben, dass die Frauen des Propheten (s) unsere Mütter sind, wenn wir von ihnen sprechen.

Dieses Motto stammt aus dem folgenden Vers: [Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selber, und seine Frauen sind ihre Mütter…] (33:6) Laut dieses Verses ist die Frau des Propheten (s) deine Mutter, ob du es willst oder nicht. Solange du Muslim bist, musst du dich immer fühlen, dass A’ischa (r) und Hafsa (r) deine Mütter sind.

Unsere Pflicht gegenüber ihnen

Wir fühlen uns beschämt, unsere Töchter nach den Müttern der Muslimen zu benennen, und behaupten, dass sie veraltete, volkstümliche Namen seien. Manchmal findest du auch eine Frau, die sich schämt, ihre Tochter A’ischa oder Chadidscha zu nennen. Stattdessen nennt sie ihre Kinder dann Susu oder Tutu.

Nein, es handelt sich um deine Mütter. Du musst sie sehr lieben, genau wie du deine eigene leibliche Mutter liebst. Du musst auch dein Herz zwingen, Chadidscha (r) zu lieben. Ich war sehr ergriffen während der Folge von Chadidscha (r), weil beim Gespräch von ihrem Tod einige Leute sehr traurig waren. Die meisten Leute waren sehr ergriffen und weinten. Vielleicht weinen sie genauso, wenn ihre eigenen Mütter sterben.

Der Prophet (s) ist unser Vater

Aus diesem Grund nannten die Gefährten die Mütter der Gläubigen “meine Mutter” nicht “meine Dame”. Zum Beispiel nannte A’bdullah Ibn U‘mar Ibn Al-Chattab (r) seine Schwester Hafsa Bint U‘mar Ibn Al-Chattab (r) “meine Mutter” und nicht “meine Schwester“ oder “Frau des Propheten (s)”, obwohl er älter als sie war. Jedoch sagt Allah (t[3]) im Koran “seine Mütter”. Wenn sie unsere Mütter sind, wer ist dann der Prophet für uns? Ist er nicht unser Vater? O Muslime, fühlt ihr nicht, dass der Prophet (s) euer Vater ist? Wenn wir nach Medina gehen und ihn begrüßen, haben wir das Gefühl, dass er unser Vater ist, dass wir mit ihm sprechen wollen, immer Sehnsucht haben, ihn zu besuchen, dass wir ihn aus Liebe begrüßen, und dass er unser Prophet (s) ist und durch ihn Allah (t) uns aus der Dunkelheit ans Licht geführt hat. Man sollte annehmen, dass all diese Gefühle im Herzen jedes Muslims vorhanden sind.

Das Ziel der Folgen

Meine Brüder und Schwestern, unsere Religion bezieht sich nicht nur auf das Gebet und das Fasten, sondern sie beruht vielmehr auf der Liebe und das schöne Gefühl im Herzen, gegenüber Allah (t), dem Propheten (s) und der Frauen des Propheten (r). Von hier aus erzähle ich von den Frauen des Propheten (r). Darüber hinaus möchte ich von ihnen auch aus anderen Gründen erzählen.

  1. Möchtet ihr über die Einzelheiten des Lebens des Propheten (s) Bescheid wissen? Ihr werdet sie genau kennenlernen, wenn ihr wisst, was der Prophet (s) in seinem Haus tat.
  2. Auch wenn Frauen sich Jemanden zum Vorbild in ihrem Leben nehmen, können sie niemanden besseren als die Frauen des Propheten (s) finden. Dann werden die Mütter der Gläubigen das Vorbild unserer Töchter sein.
  3. Außerdem werden unsere Töchter sie nachahmen und ihre Lebensgeschichten kennenlernen. Deswegen erzähle ich euch diese Geschichten.
  4. Die glückliche Ehe findet heute selten in unseren Häusern statt. Wir hoffen, dass die Liebe nochmals zurückkehrt. Seht mal, wie der Prophet (s) seine Frauen behandelte. Seht die Liebe, die schönsten Gefühle und die Barmherzigkeit gegenüber den Frauen. Dann wisst ihr, wie sehr unsere Religion die Frau achtet und unsere Häuser schützt. Wir sprechen von den Frauen des Gesandten Allahs (r), um diese Ideen festzustellen.

Die Namen der Mütter

In früheren Folgen haben wir ihre Namen anhand der Projektionswand aufgezählt. Lasst sie uns dieses Mal ohne Projektionswand wiederholen. Wer von den Anwesenden kann sich an die Namen der Ehefrauen des Propheten (s) in der richtigen Reihenfolge erinnern?

Einer der Anwesenden sagte: Im Namen Allahs, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen: „Unsere Mütter sind Chadidscha Bint Chuwailid, Sauda Bint Zama’a, A‘ischa Bint Abu Bakr, Hafsa Bint U‘mar, Zainab Bint Chuzaima, Umm Salama (Hind Bint Abu Umaima), Zainab Bint Dschahsch, Dschuairia Bint Al-Hareth, Safia Bint Hujai Ibn Al-Achtab, Umm Habiba (Ramla Bint Abu Sufian), Maria Bint Scham’un, Maimuna Bint Al-Harith (r).

Herr Amr Khaled antwortet: Herzlichen Dank. Möge Allah dich mit Gutem dafür belohnen. Das ist die Rheinfolge der Ehefrauen des Propheten (s). Heute versuche ich die Geschichte von Umm Salama (r) und Zainab Bint Dschahsch (r) zu beenden. Wir beginnen mit Ummu Salama (r).

Die Phasen des Ehelebens des Propheten (s)

Ich möchte ein wichtiges Detail besprechen, nämlich die irreleitende Behauptung vieler Feinde des Islam, dass der Prophet (s) zwölf Frauen aus Lust geheiratet habe.

Unsere Antwort auf diese Behauptung ist sehr realistisch und rational. Wir teilen das Eheleben des Propheten (s) in mehrere Phasen auf und zeigen, dass für keine seiner Eheschließungen die Lust ein Motiv sein kann.

Eine Zuschauerin kam zu Wort: „Im Namen Allahs (t) des Allerbarmers des Barmherzigen. Als unser Herr Muhammad (s) Chadidscha (r) heiratete war er 25 Jahre alt. Er lebte mit ihr 25 Jahre zusammen. Als sie starb, war er 50 Jahre alt. Nach ihr blieb er zwei Jahre aus Trauer und Treue unverheiratet. Danach heiratete er Sauda (r) für ein Jahr und acht Monate, denke ich. Dann heiratete er A’ischa (r) mit 54. Alle anderen Eheschließungen erfolgten nach seinem 61. Lebensjahr. In den letzten beiden Jahren wurde ihm verboten, andere Frauen zu heiraten.

Amr Khaled erwiderte: Möge Allah (t) dich mit Gutem belohnen. Wir haben schon vorher gesagt, dass das Eheleben des Propheten (s) zeitlich in 5 Phasen wie folgt aufgeteilt wurde:

Von 0 bis 25: Von seiner Geburt bis zum Alter von 25 war er (s) ledig.

Von 25 bis 50: war er mit einer einzigen Frau verheiratet, die um 15 Jahre älter als er war. Diese Frau, Chadidscha (r), war vor ihm zweimal verheiratet. Es ist also unmöglich, dass danach Lust aufkam, nachdem sie ihm sieben Kinder gebar.

Von 50 bis 52: lebte er nach dem Tod von Chadidscha (r) unverheiratet. Er lebte danach elf Jahre.

Von 52 bis Anfang 54: heiratete er eine einzige Frau, die älter als er war, nämlich Sauda Bint Zama’a (r). Er heiratete sie, weil sie die erste Witwe im Islam war. Sie war eine sehr alte Frau, so dass sie kurz nach der Heirat sagte, dass sie kein Verlangen nach Männern mehr habe. Er hat sie also nur aus Erbarmen geheiratet, um an ihrer Seite zu stehen.

Von 54 bis 61: heiratete er elf Frauen in einer Zeit voller Kriege und Auseinandersetzungen. Eine Auseinandersetzung folgte der Nächsten: Badr dann Uhud und dann die Grabenschlacht Al-Chandak. Er heiratete A’ischa (r) nach Badr. Badr war bekanntlich im zweiten Jahr nach der Auswanderung. Der Prophet (s) starb im zehnten Jahr nach der Auswanderung. Diese Phase hat also nur acht Jahre gedauert. Der Grund für diese Phase ist sicherlich ein anderer als die Lust. Denn die Lust kommt nicht erst mit 54. Diese Aussage akzeptiert jeder unparteiische Verstand und findet sie logisch.

Die Motive der Ehen des Propheten (s)

Die verehrten Zuschauer sollen Vertrauen gewinnen, und sich nicht leicht verunsichern lassen. Die Ehen des Propheten (s) hatten unterschiedliche Gründe. Einmal heiratete der Gesandte (s), damit die Gemeinschaft diese Religion vollständig bis zum jüngsten Tag erbt. Denn nach dem Tod des Propheten (s), in den kritischen vierzig Jahren, musste diese Religion übertragen werden. Deswegen die Ehe mit der jungen A’ischa (r) und Hafsa (r), die keine Kinder bekamen, und die der Prophet (s) sehr liebte. Habt ihr jetzt verstanden, warum sie keine Kinder bekamen? Damit sie diese Aufgabe erfüllen. Die Ehe des Propheten (s) mit zwölf Frauen ist also keine Beleidigung sondern eine Ehrung der Frau. Denn sie hat die Verantwortung für den Islam getragen. A’ischa (r) hat uns die Hälfte des Wissens übermittelt, nämlich die praktische Sunna, und teilte uns mit, wie sich der Prophet (s) in seinem Haus verhalten hat. Deswegen heiratete sie der Gesandte (s) so jung, und deswegen bekam sie keine Kinder. Deswegen liebte sie der Prophet (s) auch so sehr. Denn es war notwendig, dass die Gemeinschaft dieses Wissen erbt.

Ein weiterer Grund, weshalb der Gesandte (s) heiratete, war den Zusammenhalt des islamischen Staates nach seinem Tod zu festigen. Denn sehr oft brach die Gemeinschaft nach dem Tod ihres Propheten zusammen. Die Gemeinschaft war außerdem in einer Aufbauphase, so dass es notwendig war, dass die vier rechtgeleiteten Kalifen eine äußerst starke Beziehung zum Propheten (s) haben mussten. Deswegen heiratete er zwei Töchter von zwei von ihnen, und die beiden anderen heirateten wiederum von seinen Töchtern. Der Prophet (s) heiratete die Töchter von Abu Bakr (r) und U’mar (r), A’ischa (r) und Hafsa (r). U’thman (r) heiratete zwei Töchter des Propheten (s) Ruqayya (r) und danach Umm Kulthum (r), und A’li (r) heiratete Fatima (r). Eine außergewöhnliche Planung für die Zukunft, denn der Prophet (s) festigte damit die Grundlagen des Staates, so dass er lange Jahre überdauerte.

Zum weiteren heiratete der Gesandte (s) Witwen, die sonst keiner geheiratet hätte. Er heiratete außerdem Frauen von Märtyrern, die Kinder hatten und alt waren, so dass sie keiner heiraten würde. Hätte er von seinen Gefährten verlangt, diese Frauen zu heiraten, wäre dies ein großes Opfer von ihnen. Der Prophet (s) heiratete sie selber, nicht weil er sie haben wollte, sondern, um sie zu beschützen, obwohl er sich dabei überwinden musste. So war es bei seiner Ehe mit Sauda (r), deren Vater Nichtmuslim war. Sie nahm aber den Islam an und wanderte mit ihrem Ehemann aus, der unterwegs starb. Sie hatte dann niemanden, der sich um sie kümmerte. Umm Habiba (r) war Tochter des Führers der Ungläubigen Abu Sufian (r). Ihr Mann starb und sie hatte auch niemanden. Umm Salama (r), wie wir in der heutigen Sendung sehen werden, hatte vier Kinder und war eine alte Frau.

Ein weiterer Grund für die Eheschließung des Gesandten (s) war die bis zum jüngsten Tag geltende Rechtsbestimmung wie bei seiner Ehe mit Zainab Bint Dschahsch (r).

Ein weiterer Grund ist, dass die Ehe mit einer Frau dazu führte, dass die Familie ihres ganzen Stammes den Islam annahm.

Das waren die zwölf Ehen des Propheten (s). Entweder dienten sie dem Islam, oder waren mit dem Erbarmen mit einer Frau, Mitleid mit einer Witwe oder mit der Ehrung eines Märtyrers begründet.

Wir wiederholen die sehr berühmte Aussage, dass der Prophet (s) auf zwei Arten heiratete. Nämlich als Mann und als Gesandter. Muhammad (s) als Mann wollte, wie jeder andere Mann, heiraten und heiratete eine einzige Frau nämlich Chadidscha (r). Alle anderen Frauen heiratete er als Muhammad (s) der Gesandte.

Das bisher gesagte war eine Wiederholung. Wir fangen heute mit einer weiteren Frau des Propheten (s) an. Wir haben schon über Chadidscha (r), Sauda (r), A’ischa (r), Hafsa (r), und Zainab Bint Chuzaima (r) gesprochen. Heute sprechen wir über Umm Salama (r).

Umm Salama (r) – Ihre Herkunft

Ihr wahrer Name ist Hind Bint Abi Umaya Al-Machzumya Al-Quraschiya (r). Sie gehört dem Stamm Bani Machzum an. Sie wurde Umm Salama (r) wegen ihres Sohns Salama genannt, den sie von ihrem Mann bekommen hatte, bevor sie den Propheten (s) heiratete. Ihr werdet auch bei ihr die Zärtlichkeit der Mutter bei ihren außergewöhnlichen Handlungen spüren.

Sie war mit A’bdullah Ibn A’bd Asad Al-Machzumi verheiratet, welcher der Milchbruder des Gesandten (s) war. Der Prophet (s) hatte mehrere Milchbrüder, darunter Hamza Ibn A’bd Al-Muttalib (r) der zugleich sein Onkel war, Abu Sufian Ibn Haris Ibn A’bd Al-Muttalib (r), Al-Schaymaa und andere.

Ihr Vater

Ihr Vater hatte neben seinem eigentlichen Namen noch den Beinamen: "Zadur-Rakab". Was das bedeutet? Und warum ihm dieser Name gegeben wurde? Mit diesem Namen wird auf seine Groβzügigkeit hingewiesen. Er trug diesen Namen, weil er auf Reisen darauf bestand für die Nahrungsmittel für sich und seine Begleiter aufzukommen. Wenn er auf einer Reise war, durfte keiner auβer ihm das Essen bringen bis die Reisenden zurückkehrten. Mit dieser besonderen einzigartigen Groβzügigkeit war Umm Salamas Vater bekannt. "Zad" bedeutet "die Nahrungsmittel" und "Ar-Rakab" bedeutet "die Reisenden".

Ich beharre auf diesem Punkt, weil wir daran gewöhnt sind, faul zu sein, wenn uns jemand besucht. Wir sind faul, dem Gast eine Tasse Tee anzubieten. Mehrmals hören wir von Frauen, die mit ihren Männern streiten, weil sie ihre Freunde eingeladen haben. Denn sie möchten dem Gast kein Mittagessen vorbereiten.

Zadur-Rakab war zwar Nichtmuslim, aber er war ein edler Mann. Sein Benehmen war sehr gut. Man könnte sagen, dass Allah (t) ihn für dieses Verhalten beehrt hat, indem Er seinen Propheten (s) seine Tochter heiraten lieβ. Denn meine Lieben, das Gute wird ewig bleiben. Es wird niemals ein Ende haben und ist niemals umsonst. In Ägypten sagt man dieses Sprichwort: ,,Mach das Gute und wirf es ins Meer" (=auch wenn du dafür nicht belohnt wirst, oder auch wenn es niemanden nützen wird). Das ist aber ein falsches Sprichwort, denn es gibt kein Gutes, dass ins Meer geworfen wird. Ganz im Gegenteil: Das Gute bleibt immer auf der Erde.

Umm Salamas (r) Haus

Sie war mit Abu Salama (r) verheiratet. Er war einer von den ersten, die den Islam annahmen. Man sagt sogar, dass das erste Haus, nach dem Haus des Propheten (s), das den Islam annahm, das Haus von Umm Salama (r) und ihrem Mann Abu Salama (r) war. Die Gefährten des Propheten (s) merkten sich die Muslime und wie sie den Islam annahmen: Diejenigen, die alleine den Islam annahmen und die, die mit ihren Familien Muslime wurden. Es wurde festgestellt, dass achtzig Prozent der Muslime in dieser Zeit Familien waren, ganze Familien. Da die Beziehungen in den Familien sehr stark waren, konnte man selten einen Mann finden, der alleine ohne seine Frau Muslim wurde. Stattdessen nahm die ganze Familie den Islam an.

Seht euch aber unsere Lage jetzt an, wie zersplittert wir sind. Manchmal sehen wir, dass der Vater fromm ist, seine Familie aber nicht. Oder wir finden, dass die Mutter alleine religiös ist und der Rest der Familie nicht. Manchmal ist der Sohn religiös. Er hat aber mit dem Rest der Familie nichts zu tun. Wer von uns kann seine Familie zusammen sammeln und ihr helfen? Lieber Jugendlicher, wenn du findest, dass deine Eltern, dein Vater oder deine Mutter nicht gläubig sind, versuche mit ihnen mit Liebe und Barmherzigkeit, was Symbol unserer Religion ist, den Weg zu Allah (t) zu zeigen. Denke daran, wie du deine Mutter zur Liebe der Frömmigkeit führen kannst. Die Frau soll nachdenken, wie sie ihren Mann zur Liebe des Islam führt? Diesen Punkt können wir uns aus dieser Stelle in der Geschichte von Umm Salama (r) gut merken. Denn wir erzählen nicht nur einfach eine Geschichte.

Auswanderung nach Abessinien

Die ganze Familie nahm den Islam an und wanderte nach Abessinien aus. Somit ist es die zweite Familie, die die erste Auswanderung nach Abessinien unternahm. Die zweite Emigration im Islam war nach Medina. Die erste Familie ist die Familie von U'thman Ibn A'ffan (r) und seine Frau Ruqayya (r), die Tochter des Propheten (s).

Nach der Emigration nach Abessinien gebar sie ihren Sohn Salama danach noch drei weitere Kinder: U'mar, Durra und Zainab, die noch sehr jung war, als ihr Vater starb.

Als sie in Abessinien waren, ging das Gerücht um, dass die Einwohner Mekkas den Islam annahmen. Man erzählte, dass der Prophet (s) die Verse von Sure An-Nadschm (53) seinem Stamm Quraisch vortrug. Als sie den folgenden Vers hörten: [So fallt denn vor Allah anbetend nieder und dient (Ihm)] (53:62), fielen sie gleich nieder, da sie vom Koran so stark beeinflusst waren. Sie sind aber nicht zum Islam konvertiert. Stellt euch mal vor: Dies ist der Koran, den wir jeden Tag lesen. Er hatte diesen starken Einfluss auf die Nichtmuslime von Quraisch, wobei wir ihn einfach lesen, als sei er ein normaler Text. In unseren Häusern könntest du ihn sogar staubig vorfinden, weil er nicht gelesen wird.

Trennung der Familie

Als die Emigranten in Abessinien dieses Gerücht hörten, dachten sie, dass die Quraisch den Islam angenommen hätten, deshalb kehrte eine Gruppe nach Mekka zurück. Unter ihnen war Abu Salama (r), Umm Salama (r) und ihr Sohn Salama. Sie waren schockiert, als sie sahen, dass die Mekkaner noch nicht zum Islam konvertiert waren. Sie blieben dort bis zur zweiten Auswanderung nach Medina, erst dann beschlossen sie nach Medina auszuwandern.

Die Gefährten des Propheten (s) zogen nach Medina auf zwei Weisen: Entweder insgeheim oder öffentlich. Wer öffentlich auswanderte, wie U'mar Ibn Al-Chattab (r), wollte zeigen, dass er keine Angst hat, weil er auf dem rechten Weg ist. U'mar (r) stand vor seinem Stamm Quraisch und rief: ,,Wer von seiner Mutter durch den Tod beraubt werden will, seinen Sohn zu einem Waisenkind machen will, der folgt mir morgen hinter diesen Berg, weil ich morgen auswandern werde. Ihm folgte keiner auβer den schwachen Muslimen, die ihn bei seiner Reise begleiteten.

Suhaib (r) und Abu Salama (r) waren auch wie U'mar (r) von denen, die öffentlich auswanderten. Denn Abu Salama Ibn A’bd Asad (r), aus dem Stamm Bani Machzum, war ein ehrenhafter und mächtiger Mann, der sich nicht scheute.

An dem Tag, als Abu Salama (r), Umm Salama (r) und ihr Sohn Salama abreisen wollten, begegneten sie einer Gruppe von dem Stamm seiner Frau, die ihm folgendes sagte: „O Abu Salama, es ist diese, deine Person, gegen die wir nichts tun können. Nun siehst du aber diese Frau (sie meinten Umm Salama), warum soll sie mit dir reisen? Bei Allah wir lassen diese nicht mit dir reisen.“ Abu Salama (r) versuchte sie zu überzeugen, seine Frau zu lassen, aber vergebens. Umm Salama (r) wurde von ihrem Mann weggenommen. Gleich danach kam der Stamm von Abu Salama (r) und nahm ihr ihren Sohn Salama weg, der damals erst zehn Jahre alt war. Seht ihr, was dieser liebvollen Familie passierte? Sie konnte diese Situation mit nur einem Wort beenden, dass sie lieber zusammenbleibe und nicht auswandere. Aber nein, es gibt ein gröβeres Ziel: dem Islam beizustehen und ihn zu unterstützen. Sie hätten sagen können, dass sie immer noch Muslime sind, auch wenn sie nicht auswandern würden und das es schon reichen würde, aber dann hätten sie die Gegenwart des Propheten (s) und die Gefährten vermisst.

Viele von uns wissen nicht wie wichtig die Begleitung der Religiösen ist. Die Familie Abu Salama (r) wollte die Begleitung des Propheten (s) und die Belohnung der Emigration nicht verlieren. Das war ihr lieber und wichtiger als miteinander zu bleiben, weil diese Lage ihr noch neu war. Wir aber führen ein ruhiges, stabiles Leben und unsere Familien halten im Gegensatz dazu nicht zusammen. Wir können sagen, dass Allah (t) jeden von uns in eine Situation bringt um ihn zu prüfen. Die Familie von Umm Salama (r) hatte zwei Möglichkeiten aus der sie wählen sollte: Entweder den Familienzusammenhalt oder dem Islam beizustehen. Sie wählten die zweite Möglichkeit. Die Lage war aber sehr schwer. Beide Stämme stritten sich um das Kind Salama. Sie zogen ihn von der einen Seite zur anderen, bis sie ihm einen Arm aus dem Gelenk rissen. Könnt ihr euch vorstellen wie dieser Streit aussah und welche Wirkung es bei dem Kind hinterlieβ?

Die Familie wurde getrennt. Die Mutter ist bei ihrer Familie gefangen geblieben, der Sohn bei dem Stamm seines Vaters und beide durften sich nicht treffen. Das letzte Mal, als sie zusammen waren, war als dem Sohn sein Arm ausgekugelt wurde. Meine Lieben, der Islam hat uns nicht auf einfachem Weg erreicht. Diese Menschen haben viel gelitten. Es ist wirklich unrecht, wenn der Islam uns so unwichtig wird. Manche möchten wegen ihres Aussehens nichts gegenüber der Religion leisten. Liebt den Islam und halt euch eng daran, wie Umm Salama (r) und ihre Familie es getan haben.

Seht ihr, wie sie ihre Religion liebten und damit standhaft waren? Abu Salama (r) ging zu der Familie seiner Frau und versuchte mit ihnen das Problem zu lösen, aber vergebens. Dann ging er zu seiner Familie und versuchte dasselbe, aber auch erfolglos. Was hat er dann getan? Ist er passiv geblieben? Nein, er reiste nach Medina ab.

Umm Salama (r) erzählte: „Ich bin jeden Tag hinausgegangen, an dem Platz, wo ich meinen Mann und meinen Sohn verloren habe, um zu weinen bis die Nacht kam, Tag für Tag, ein ganzes Jahr habe ich das getan, bei Allah meine Tränen waren immer noch da.“ Es wäre einfach für sie, ihre Religion zu verlassen und mit ihrer Familie zu sein. Aber nein, für den Islam war sie immer geduldig. Sie schickte ihren Mann keinen Brief um ihn zu fragen, zurückzukehren und ihr beizustehen. Sie ging nicht zum Propheten (s) und erzählte ihm, was passiert ist, um eine Lösung zu finden. Nein, der Islam war ihr wichtiger. Seht ihr unsere Mutter? Wie sollen wir sie jetzt lieben?

Liebe Frauen, die Probleme zu Hause haben, habt bitte Geduld wie Umm Salama (r). Diejenigen, denen ihre Kinder genommen wurden, seid geduldig. Ich erzählte euch diese Geschichte damit ihr lernt geduldig zu sein. Vielleicht gibt es Frauen, die von ihren Männern hart und schlecht behandelt werden und somit Probleme mit ihren Kindern haben. Seid bitte wie Umm Salama (r) geduldig. Sie weinte ein ganzes Jahr lang. Sie ist eine Gefährtin (Sahabeya). Wenn du oder irgend eine andere Frau, ein ähnliches Problem hast (wirst von deinem Mann schlecht behandelt oder hast deine Kinder verloren) so kannst du am Jüngsten Tag kommen und nach Umm Salama (r) fragen, um sie zu begleiten und ihr zu sagen: „Oh meine Mutter, mir ist dasselbe passiert wie dir.“

Die Auswanderung von Umm Salama (r)

Ein Jahr verging, die Familie war zerrissen und Umm Salama (r) weinte jeden Tag, bis ein Mann von ihrem Stamm bei ihr vorbeiging und ihr sagte: „Warum sehe ich dich weinen?“ Sie sagte: „Ich habe meinen Sohn und meinen Mann verloren." Er sagte: „Bist du nicht die Tochter von Zad Al-Rakab?“ Sie sagte: „Ja.“ Er sagte: „Das sollte der Tochter von Zad Al-Rakab nicht geschehen. Ich verlasse dich nicht." Er ging zu ihrem Stamm und sagte: „Habt ihr kein Mitleid mit dieser Armen?“ Sie sagten: „Wir lassen sie machen, was sie möchte." Dann ging sie zum Stamm ihres Mannes und beanspruchte ihren Sohn. Die Leute im Stamm ihres Mannes hatten Mitleid mit ihr und ließen ihr ihren Sohn.

Was passierte, kam nicht von ihnen, sondern von Allah, dem Segensreichen und Erhabenen. Warum musste sie denn dieses Jahr warten? Das war eine Prüfung der Geduld. Sei geduldig und wir erhöhen deinen Stellenwert! Liebe Geschwister: Ihr sollt bei den Katastrophen des Lebens geduldig sein, weil sie Prüfungen von Allah, dem Segensreichen und Erhabenen, sind. Er liebt Seine Diener, aber Er prüft ihre Art. Seid geduldig, dann werdet ihr von Gott belohnt. Da Umm Salama (r) geduldig war, wurde ihr Problem in einem Tag gelöst. Egal wie kompliziert das Problem ist, Gott löst es an einem Tag und kann das Herz eines Menschen ändern. Gepriesen sei Gott, Der die Herzen beherrscht. Gott gab ihr einen Grund für die Lösung ihres Problems, und zwar dass ihr Vater viel Gutes hatte. Aber auf jeden Fall hätte Gott ohnehin ihr Problem gelöst.

Umm Salama (r) nahm ihren Sohn und entschloss sich, alleine von Mekka nach Medina ohne Kamel, sonder zu Fuß zu reisen, und zwar eine Strecke von 500 km. Das alles, damit sie ihren Mann, den Propheten (s) und seine Freunde erreicht und ihre Familie wieder zusammenbringt. Ich spreche die Leute an, die ihre Frauen, Kinder und Familien fünf und sechs Jahre lang verlassen, um in anderen Staaten zu arbeiten. Die Kinder werden entfremdet und wachsen auf, ohne ihre Väter zu kennen. Das alles, damit die Väter Geld sammeln. Braucht ihr es so dringend? Was hat eine höhere Priorität? Passt auf eure Kinder auf!

Es wurde gesagt, dass Umm Salama (r) die erste war, die zu Fuß auswanderte um Gottes und ihrer Religion Willen. Auf dem Weg erreichte sie einen Ort namens Al-Tana'im[4]. Dieser Ort befindet sich außerhalb von Mekka. Dort traf sie U’thman Ibn Talha, der Nicht-Muslim war. Er fragte sie: „Wohin möchtest du Umm Salama?“ Sie antwortete: „Ich wandere nach Medina aus, um meinen Mann dort zu erreichen.“ Er fragte weiters: „Alleine? Bist du nicht die Tochter von Zad Al-Rakab?“ Sie sagte: „Ja.“ Er erwiderte: „Du solltest nicht alleine reisen." Dann ließ er sein Kamel sitzen, um sie bis Medina zu begleiten. Er begleitete sie eine Strecke von 500 km lang und kehrte zurück. Gibt es jemanden, der das heutzutage machen würde? Habt ihr von einem solchen Edelsinn gehört? Er war Nicht-Muslim.

Umm Salama (r) stieg auf das Kamel und U’thman Ibn Talha ging die ganze Strecke zu Fuß. Sie sagte: „Ich habe von den Arabern keinen gesehen, der edelmütiger als U’thman Ibn Talha ist." Ihr jungen Leute, wie ist es mit eurem Edelsinn? Wie ist es mit dem Edelsinn in der Islamischen Gemeinschaft (Umma)? Falls ein Mädchen sich in einer solchen Lage befindet, woran werden die Jungen denken? Wie sie das Mädchen ausnutzen können und es kennenlernen und sich mit ihm anfreunden, oder werden die Jungen Edelsinn haben, ohne auf eine Gegenleistung zu warten?

Umm Salama (r) erzählte: „Als U’thman aufbrechen wollte, zog er das Kamel herunter und sagte: „Tochter von Zad Al-Rakab, steigst du nicht auf?" Sie sagte weiter: „Er sah gar nicht zu mir und als er sich ausruhen wollte, sagte er: „Verrichte, was du gedenkst zu tun.““ Sie sagte: „Bis wir in der Nähe von Kibaa ankamen.“ Da sagte er: „Ist nicht dein Mann in diesem Dorf?“ Sie antwortete: „Ja.“ Er hielt das Kamel zurück. Dann ließ er es frei, so dass es mich schnell ins Dorf brachte, und kehrte selbst zu Fuß zurück."

Er ließ ihr sein Kamel, das nach heutigem Wert den eines Autos hat. Was für ein Edelmut? Was glaubt ihr, blieb U’thman Ibn Talha Nichtmuslim oder konvertierte er zum Islam? Gewiss wurde er Muslim. Die Großzügigkeit und der Edelmut von Zad Al-Rakab sind auf seine Tochter zurückgekommen und haben sie gerettet. U’thman Ibn Talha blieb Nichtmuslim bis zur Eroberung von Mekka im achten Jahr nach der Auswanderung. Er wurde somit erst acht Jahre nach diesem Vorfall Muslim. Es wurde gesagt, dass Gott ihn vielleicht zum richtigen Wege führte wegen seiner Tat an Umm Salama (r).

Wenn wir das Gute in den Seelen der Leute berühren und unterstützen, wächst dieses Gute. Die Leute sind nicht völlig schlecht und böse. Wichtig ist, dass man nach dem guten Kern in den Leuten sucht und ihn berührt, sodass dann das Gute heraus entspringt.

Kommentare vom Publikum

Jetzt möchte ich eure Bemerkungen über den Vorfall von Umm Salama (r) und ihrer Auswanderung und über U’thman Ibn Talha hören, weil das ein wichtiger Verfall ist, der nicht so einfach übergangen werden soll.

Einer vom Publikum sagte: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Unser Prophet Muhammad (s) sagt im Hadith „Wenn Gott einen Diener liebt, dann prüft er ihn.“ Von hier aus erinnern wir uns an die Prüfung von Gott, dem Segensreichen und Erhabenen, für unsere Mutter Umm Salama, Allahs Wohlgefallen sei auf ihr, und für unsere Mütter in Palästina und ihre Standhaftigkeit in ihrer Lage um den Sieg des Islams Willen und wegen der Erhöhung des Wortes “Es gibt kein Gott außer Allah“. Sie opfern ihre Kinder und ihre Männer um Gottes und der Religion Willen.

Amr Khaled antwortete: „Vielen Dank, dass du uns an unsere Mütter in Palästina erinnert hast. Ich widme die Lage von Umm Salama (r) unseren Müttern in Palästina. Wir sagen ihnen: „Seid geduldig und, so Gott will, wird Er großzügig mit euch sein, Er wird euch ins Paradies einlassen und wird über euch wachen.““

Eine vom Publikum sagte: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Ich möchte die Idee der Moral betonen. Der Muslim ist eine Verknüpfung aus göttlicher Verehrung und Moral. Es geht nicht nur um das Fasten und das Beten, weil die gute Moral das ABC des Islam ist, und manchmal zieht sie die Aufmerksamkeit der Leute mehr als die göttliche Verehrung. Daher ist es sehr wichtig, dass der Muslim Empfindungsfähigkeit, gute Moral und Treue hat, weil das manchmal die Welt anzieht. Man kann dadurch die Religion lieben. Wenn man die gute Moral des Muslims sieht, fragt man nach seiner Religion.

Herr Amr antwortete: „Möge Gott es dir mit dem Guten vergelten und dich edelmütig behandeln. Das Thema “Verknüpfung der göttlichen Verehrung mit der Moral“ und dass beides eine Sache in unserer Religion ist, ist sehr wichtig. Es geht nicht, dass ich Gott verehre, während ich eine schlechte Moral habe. Es geht auch nicht, dass ich eine gute Moral habe, ohne dass eine Verbindung zwischen Gott und mir besteht. Das Beispiel von U’thman Ibn Talha zeigt, dass seine gute Moral ihn zum Islam führte und dass Gott großzügig mit ihm war wegen seiner Tat. Umm Salama (r) sagte: „Ich habe niemanden gesehen, der edelmütiger ist als U’thman Ibn Talha!““

Das ist eine sehr wichtige Lehre, die man aus dem Charakter von U’thman Ibn Talha ziehen kann, obwohl er Nichtmuslim war. Wir respektieren die Ethik der Leute, selbst wenn sie Nichtmuslime sind. Selbst wenn U’thman als Nichtmuslim gestorben wäre, und Gott sei Dank, dass dies nicht der Fall war, hätten wir diesen Vorfall nicht vergessen. Denn als Umm Salama (r) diesen Vorfall erzählte, war er noch Nichtmuslim. Trotzdem schämte sie sich nicht, von einem Nichtmuslim zu erzählen. Wir sind eine gemäßigte, neutrale Gemeinschaft. Wir schämen uns nicht, die Wahrheit über denjenigen zu sagen, der es verdient.

Einer aus dem Publikum sagte: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Unsere Mutter Umm Salama (r) war ein Jahr lang geduldig. Deshalb belohnte Gott, der Herr der Welten, sie damit, dass Allahs Gesandter (s) sie heiratete. Uns wurde versagt, Allahs Gesandten (s) zu sehen. Das heißt, wenn wir in unserem Leben Opfer bringen, wird Gott großzügig mit uns sein und uns damit belohnen, dass wir mit unserem Propheten (s) im Paradies sein werden, so Gott will.

Der Tod von Abu Salama (der Mann von Umm Salama (r))

Umm Salama (r) wanderte aus, lebte mit ihrem Mann ein ruhiges, stabiles Leben und sie bekamen ihre weiteren Kinder. Das Leben im Diesseits ist aber voller Prüfungen, ohne Ruhepause. Abu Salama nahm am Feldzug von Uhud teil und wurde schwer verletzt. Der Prophet (s) pflegte ihn selber während seiner Krankheit, weil er sein Milchbruder und gleichzeitig sein Freund war.

Ein paar Monate nach dem Feldzug von Uhud vergingen, aber die Wunden von Abu Salama waren dennoch sehr schlimm. Die Augenblicke des Todes begannen und er fing mit dem Bittgebet an. Er sagte: „Allah, gib meiner Familie das Gute als Nachfolge.“ Seht ihr, wie er seine Familie liebte? Habt ihr jemanden gesehen, der im Augenblick des Todes für seine Frau und Kinder betet, dass ihnen Gott nach seinem Tode das Gute gibt?

In welchem Maß werden sein Bittgebet und seine Wünsche im Augenblick des Todes von Gott erfüllt? Der Prophet (s) wischte ihm den Schweiß vom Gesicht ab und betete für ihn voller Zuneigung, Güte und Freundlichkeit. Er (s) ließ seine Pflichten ruhen und machte sich für ihn frei. Meine Geschwister, das ist eine Religion der Liebe und Zuneigung!

Abu Salama starb und Umm Salama (r) weinte viel mehr als das letzte Mal. Aber die Gegenleistung war viel größer. Der Prophet (s) ging zu ihr, um sie zu trösten. Einige fragen sich: „Tröstet der Prophet (s) eine Frau?“ Die Antwort ist: „Ja, wie ihr seht.“ Der Prophet (s) sagte ihr: „Umm Salama, der Diener, dem eine Katastrophe geschieht und folgendes sagt: „Wir gehören Gott und wir kehren zu ihm zurück. Gott rette mich in meiner Katastrophe und bringe mir das Bessere als Nachfolge“, dem gibt Gott das Bessere als Nachfolge.“

Meine Geschwister, lernt dieses Bittgebet! Wer es sagt, dem gibt Gott einen besseren Gegenwert als das, was er verloren hat. Der Prophet (s) sagte das als Bittgebet und ich sage es denjenigen, die von Katastrophen befallen werden. Sie sollen es wiederholen. Gott wird euch einen besseren Gegenwert geben als das, was verloren ist.

Die Heirat des Propheten (s) mit Umm Salama (r)

Umm Salama (r) sagte: „Der Prophet (s) hat mich dieses Gebet gelehrt. Dann habe ich mir gesagt: „Wie kann Allah (t) mich mit einem Mann, der besser als Abu Salama (r) ist, entschädigen? Er ist ein Mann, der die Feldzüge von Badr und Uhud erlebt hat, nach Abessinien und von Mekka nach Medina ausgewandert ist. Dann ist er als Märtyrer um Allah (t) Willen gestorben.“ Dann hat sie das Gebet nachgesprochen.

Manchmal geschieht das auch bei uns und wir sagen: „Wie kann Allah (t) mich für mein Unglück mit etwas Besserem belohnen?“ Oder: „Nichts könnte mich dafür entschädigen.” Hier sage ich euch: Wir wissen es nicht und Allah (t) ist der Inhaber aller Reichtümer. Hört, was ich sage, und wiederholt das Gebet!

Nachdem ihr Mann starb und eine gewisse Zeit vergangen war, hat der Propheten (s) U’mar Ibn Al-Chattab (r) zu ihr geschickt, um ihr mitzuteilen, dass der Prophet (s) sie heiraten möchte. Jetzt ist es klar: „Allah (t) hat mich mit einem Mann, der besser als Abu Salama (r) ist, ausgezeichnet.” Also, wer ist besser als Abu Salama (r) außer dem Propheten (s)?

Umm Salama (r) war eine sehr vernünftige Frau. Sie sagte zu U’mar (r): „Teile dem Gesandten (s) mit, dass es nicht sein kann!“ Kann eine Frau ablehnen, den Propheten (s) zu heiraten?! (Es gab jedoch drei Gründe für Umm Salama): Sie sagte: „Ich bin eine alte Frau und habe Kinder. Außerdem bin ich sehr eifersüchtig.“ Deswegen wollte sie den Propheten (s) damit nicht belästigen.

Dann ist U’mar (r) zum Propheten (s) zurückgekehrt und hat ihm das mitgeteilt. Der Prophet (s) sagte: „Gehe nochmals zu ihr und sage: „Wenn du alt bist, bin ich älter als du. Wenn du Kinder hast, sind deine Kinder meine und ist ihr Vater mein Bruder und wenn du eifersüchtig bist, werde ich Allah (t) bitten, dich von dieser Eifersucht zu befreien.““

Der Prophet (s) hat darauf bestanden, sie aus Barmherzigkeit zu heiraten, denn sie ist die Frau eines Märtyrers. Außerdem wollte er ihre Kinder erziehen. Wer steht der Witwe oder den geschiedenen Ehefrauen in unserer Gesellschaft bei? Nur derjenige, der von ihnen profitieren möchte oder sich bei ihnen mit böser Absicht anbiedert. Wo ist die Verwandtschaftsbande der Witwe oder der geschiedenen Frau? Wer ist gegenüber diesen Frauen barmherzig und wer steht in unseren Gesellschaften ihnen bei? Wer ist wie der Prophet (s)?

Umm Salama (r) war dann für die Heirat. Von diesem Augenblick an wurde sie unsere Mutter. Der Prophet (s) hat sie im vierten Jahr nach der Auswanderung im Monat Schawwal nach dem Mondkalender geheiratet und kümmerte sich um ihre Kinder. Meine Brüder und Schwestern, es tut mir leid, das Folgende zu sagen. Wenn heute die Mutter einer Frau alt wird, bittet die Frau ihren Mann darum, dass ihre Mutter mit ihnen leben kann, aber der Mann lehnt ab und umgekehrt. Wenn die Mutter eines Mannes alt wird, bittet er seine Frau, dass seine Mutter mit ihnen leben kann, aber die Frau lehnt ab und fordert ihn auf, sie bei einer seiner Schwestern oder einem seiner Brüder unterzubringen.

Die Sorge für Umm Salamas (r) Kinder durch den Propheten (s)

Seht, wie der Prophet (s) die Kinder von Umm Salama (r) umarmte. Immer warf Zainab (r) sich in die Arme von Umm Salama (r), als der Prophet (s) bei ihr eintrat. Das Mädchen mochte ihre Mutter sehr. Als der Prophet (s) ins Haus eintrat, fragte er immer: „Wie geht es Zenab?“ (der Kosename von Zainab; Fragt mich nicht warum, aber das war damals die Verniedlichung). Sie antwortete: „Gut, Gesandter Allahs (r)“ und fügte hinzu: „Der Prophet (s) hat mich viel gelehrt (Zainab, die Tochter von Umm Salama (r), wurde später eine der gebildetesten Frauen ihrer Zeit und lehrte die Leute den Islam, wie sie es vom Propheten (s) zu Hause gelernt hat.)

Weil der Prophet (s) Zainab (r) sehr liebte, spaßte er immer mit ihr. Eines Tages kam der Prophet (s) auf sie zu und bespritzte sie mit Wasser, nachdem er die rituelle Waschung vollzogen hatte. Einige Leute sagen, dass sie nicht alt geworden ist, sondern in der Blüte ihrer Jugend starb, als Folge der Besprengung mit Wasser vom Propheten (s).

Der Prophet (s) also kümmerte sich um ihre vier Kinder. Hatte der Gesandte (s) Zeit dafür? Wie hat er das getan? Habt ihr gesehen, wie sehr wir danach streben, den Propheten (s) zu treffen?! Könnt ihr euch vorstellen, wie froh wir wären, wenn wir den Gesandten (s) treffen, nicht um unsere Gesichter mit Wasser zu bespritzen, sondern um uns Wasser aus dem Fluss von Al-Kawthar[5] durch seine Hand zu geben, um einen Schluck zu trinken. Damit werden wir unseren Durst für ewig stillen. Deswegen sage ich euch: Seid anhänglich an euren Propheten (s) und liebt ihn!

Umm Salamas (r) Verhalten in verschiedenen Situationen

Eines Tages trat der Prophet (s) bei Umm Salama (r) nach dem Morgengebet ein. Er bemerkte, dass sie Gott mit Hilfe von Steinen in ihrer Hand lobpreiste, wie wir den Rosenkranz heute dazu verwenden. Der Prophet (s) ging aus und kehrte nach einer Stunde zurück. Da fand er sie genau so vor, wie zuvor. Gibt es heute eine Frau, die nach dem Morgengebet Allah (t) lobpreist? O meine Schwestern, lernt von eurer Mutter! Jedes Mal, wenn der Gesandte (s) ausging und dann zurückkam, fand er sie vor wie zuvor, bis die Sonne aufging. Der Prophet (s) erleichterte ihr die Sache und sagte: „Ich aber sage vier Wörter dreimal mit der gleichen Belohnung deiner Lobpreisung „Gepriesen sei Allah (t) und alles Lob gebührt Ihm sooft wie die Zahl Seiner Geschöِpfe und bis Er zufrieden ist und in dem Gewicht Seines Throns und soviel wie die Tinte für Seine Worte.“ Diese sind herrliche Lobpreisungen. Deswegen ist das Aussprechen dieser Wörter der Lobpreisung von der Zeit der Morgendämmerung bis zum Sonnenaufgang gleich.

Umm Salama (r) war eine sehr barmherzige Mutter gegenüber den Muslimen. Eines Tages hat ein Muslim einen groben Fehler begangen, nämlich Abu Lubaba (r). Der Prophet (s) hat ihn zu den Juden, denen er vor dem Islam in gute Beziehung gestanden hatte, geschickt. Als er auf sie zukam, fragte sie ihn, was der Prophet (s) ihnen gegenüber tun sollte. Der Prophet (s) hatte ihm anvertraut, dass sie getötet werden sollten, da sie ihn verraten hatten. Abu Lubaba (r) hat das Geheimnis des Propheten (s) verraten, was er aber danach bereute. Deswegen ist er zur Moschee des Propheten (s) gegangen und hat sich mit einem Seil an eine Säule gebunden und hat gesagt: „Bei Allah (t) werde ich das Seil nicht aufbinden, sondern ich warte, bis der Prophet (s) mich davon freimacht.“ Bemerkt ihr sein Verhalten, obwohl er einen Fehler begangen hat?! Die Säule ist nach wie vor vorhanden. Wenn ihr euch in die Gebetsrichtung stellt, findet ihr sie ein wenig links. Auf der Säule steht oben Abu Lubaba (r) oder die Reue geschrieben, denn der Vers von der Reue (Al Tauba) wurde dort hinabgesandt.

Der Prophet (s) sagte aber: Wäre er zu mir gekommen, um Allah (t) zu bitten, ihm zu verzeihen, hätte ich Allah (t) um Verzeihung gebeten. Solange er aber das getan hat, werde ich ihn bei Allah (t) nicht losbinden, bis Allah (t) ihm verzeiht. Dort blieb er dann sechs Tage. Seine Tochter band ihn los um das Gebet zu verrichten, zu essen und seiner Notdurft nachzukommen, dann ließ er sich wieder freiwillig anbinden. Niemand hat ihn gezwungen, das zu tun. So blieb er dort, bis der 102. Vers von der Sure Al-Tauba “die Reue” herabgesandt wurde, in der Allah (t) sagt: ]Und es gibt andere, die ihre Schuld bekennen. Sie vermischten eine gute Tat mit einer anderen, schlechten. Allah möge Sich ihnen mit Erbarmen wieder zuwenden. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig.[ (9:102) Der Vers wurde im Hause von Umm Salama (r) nach dem Morgengebet offenbart. Seht ihr die Stellung der Frauen in dieser Zeit? Warum sagen einige Leute, dass der Islam Frauen verachtet? Der Vers wurde im Hause einer Frau hinabgesandt, nämlich im Hause unserer Mutter Umm Salama (r). Der Prophet (s) war bei ihr und der Vers wurde ihm offenbart.

Umm Salama (r) hat diesen Vers gehört und sagte: „O Gesandter Allahs (r), lass mich ihm die frohe Botschaft bringen.“ Dann sagte der Prophet (s): „In Ordnung, überbringe sie ihm.“ Sie kam hinter dem Vorhang hervor und sie rief innerhalb der Moschee: „Abu Lubaba (r), Allah (t) hat dir verziehen.“ Dann kamen die Leute in der Moschee auf ihn zu, um das Seil aufzubinden. Jedoch sagte er: „Nein, lasst mich. Bei Allah (t) bindet niemandem das Seil außer dem Propheten (s) auf.” Der Prophet (s) kam auf ihn zu und band das Seil auf. Geht dort hin, um die Säule zu sehen und euch daran zu erinnern, dass ein Mann dieser Situation ausgesetzt war, weil er einen Fehler beging. Jedoch wollte Allah (t) ihm verzeihen.

Das heißt nicht, dass ihr das Gleiche tun sollt. Ihr müsst aber durch eure Herzen Buße tun, vorausgesetzt, dass ihr die Bedingungen der Buße erfüllt: die Reue zu empfinden, die Sünde nicht mehr zu begehen und die Absicht zu haben, die Sünde nicht mehr künftig zu begehen. Dann verzeiht euch Allah (t).

Ihre Rolle beim Friedensabkommen von Hudaibiya

Als der Prophet Muhammad (s) im 6. Jahr der Hidschra auf dem Weg nach Mekka, um das Ritual der Umschreitung der Ka'ba durchzuführen, die Ortschaft Hudaibiya erreichte, wurde er von dem Stamm Quraisch daran gehindert weiterzureisen. Der Prophet Muhammad (s) verhandelte mit den Quraisch und es kam zum Friedensabkommen von Hudaibiya, in dem abgemacht wurde, dass der Prophet (s) in diesem Jahr zurückkehre und erst im folgenden Jahr die Pilgerfahrt[6] unternehme. Die Gefährten (r) des Propheten (s) waren schon im Weihezustand[7] und sehnten sich sehr nach der Pilgerfahrt und dem Besuch von Mekka, wo sie sechs Jahre lang nicht mehr waren. U'mar (r) regte sich besonders auf und sagte: „Warum müssen wir Muslime nachgeben, wo es doch unser Recht ist weiterzugehen, Gesandter Gottes?“

Doch der Prophet (s) hoffte auf eine Friedenszeit, denn am besten kann man den Islam verbreiten, wenn Frieden und Entspannung herrschen; in Kriegszeiten sind die Menschen verwirrt und unentschlossen, aber lässt man sie in Ruhe mit entspannten Köpfen vom Islam hören, dann kann man sie leichter überzeugen. Ein Beweis dafür ist, dass die Anzahl der Leute, die während des Friedensabkommens von Hudaibiya zum Islam übertrat, bedeutend größer war, als seit der Verkündung des Islam, wobei zu beachten ist, dass dieses Abkommen 16 Jahre nach der ersten Verkündung erfolgte.

Das war die Absicht des Propheten (s), doch seine Gefährten (r) waren anderer Ansicht; sie wollten um jeden Preis Mekka betreten, wenn nicht friedlich, dann mit Gewalt, ihre Pilgerfahrt wollten sie auf jeden Fall vollbringen. Als U'mar (r) sich besonders darüber ärgerte, erwiderte der Prophet (s): „Ich bin Gottes Gesandter und Er wird mich nie im Stich lassen.“ Somit nahm der Prophet (s) das Abkommen an und beschloss, Mekka nicht zu betreten und zurückzureisen. Inzwischen waren seine Gefährten sehr erschöpft, doch der Prophet (s) wollte ihnen mitteilen, dass sie alle ihre Pilgerfahrt erfolgreich vollbracht und den Verdienst dafür von Gott erworben haben. Er bat sie daher, ihren Weihezustand durch Scheren oder Stutzen des Haars aufzuheben, und sagte:

„Erhebt euch und hebt euren Weihezustand auf, eure Pilgerfahrt ist vollbracht.“ Er wiederholte es dreimal, jedoch niemand antwortete ihm. Natürlich war dies ein falsches Verhalten, doch der Islam war ihnen so wertvoll, sodass sie sich in dieser Situation derartig verhielten mussten, wie wir im Folgenden sehen werden. Der Prophet (s) wunderte sich und ging mit seiner Frau Umm Salama (r), unserer Mutter, die die Muslime im Folgenden retten wird, in sein Haus.

„Die Leute gehen zugrunde, der Prophet (s) befiehlt und keiner gehorcht", sagte der Prophet (s) zu Umm Salama (r). Da antwortete Umm Salama (r): „Das taten sie aus Liebe zur Pilgerfahrt, Gesandter Gottes (s). Darf ich dich beraten, Gesandter Gottes (s)?“

Der Prophet (s) erwiderte: „Berate mich, Umm Salama!“ Darauf sagte sie (r): ,,Wenn du willst, dass sie ihr Haar scheren, dann gehe einfach hinaus, ohne ein einziges Wort zu sagen, rufe deinen Scherer und lass dir als Erster das Haar scheren. Sobald sie dich sehen, werden sie es alle tun.“ - „Du hast vollkommen Recht“, antwortete er (s). Lässt sich der Prophet (s) in einer solch kritischen Situation von einer Frau beraten und folgt sogar ihren Rat? Das ist doch von großer Bedeutung für die Stellung der Frau im Islam. Hat die Frau das Recht, dem Propheten (s) zu sagen, was er tun oder lassen soll, sodass mit ihren Worten, die Muslime gerettet werden?

Wer kann nach all dem behaupten, dass der Islam die Frau nicht respektvoll ansieht?

Der Prophet (s) ging hinaus und ohne ein Wort befolgte er, was Umm Salama (r) geraten hatte, er setzte sich unter seine Gefährten (r), rief seinen Scherer und ließ sich die Haare scheren. Als seine Gefährten sahen, dass er, ihr Vorbild, der Prophet (s), den Weihezustand aufhebt, erhoben sie sich und taten das Gleiche mit solch einem Enthusiasmus, dass sie sich beinahe gegenseitig verletzten.

Unser Prophet (s) folgte dem Rat einer Frau. Ist unter euch einer, ihr Männer, der seiner Frau Recht gibt, in dem, was sie sagt, und es befolgt, oder lasst ihr eure Ehefrauen einfach reden, ohne ihre Worte ernst zu nehmen? So handeln wir alle, mehr oder weniger, schaut euch aber unseren Propheten (s) an, wie er mit einer Frau umgeht, die die Gefährten (r) mit ihrem Rat rettet und ohne den sie alle zugrunde gegangen wären.

Umm Salamas (r) Tod

Der Tod trennte den Propheten (s) von Umm Salama (r) in Zufriedenheit mit ihren Taten.

Unter der Herrschaft von A'li Ibn Abi Talib (r) schickte Umm Salama (r) ihren Sohn und gab ihm folgende Worte mit auf den Weg: „Geh hin und bleibe in der Nähe von A'li Ibn Abi Talib. Ich wünsche, dass aus dir ein Märtyrer wird.“ Umm Salama (r) lebte bis nach dem Tod von A'li Ibn Abi Talib (r) und starb als letzte der Ehefrauen des Propheten (s), sogar nach A'ischa (r), obwohl sie bei ihrer Heirat mit dem Propheten im Alter ziemlich fortgeschritten war. Der Auslöser ihres Todes war außergewöhnlich: Als sie von der Ermordung Husseins Ibn A'li erfuhr, konnte sie es nicht ertragen. Welch eine liebevolle Mutter! Sie erbittet den Tod ihres Sohnes als Märtyrer, aber als sie von der Ermordung des Lieblingsenkels des Propheten (s), Hussein, dem vorzüglichsten aller Jugendlichen im Himmel, hörte, konnte sie es nicht ertragen und starb infolgedessen. Für sie betete Abu Huraira (r), der bekannte Gefährte und sie wurde auf dem Al-Baqi' Friedhof begraben neben den anderen Ehefrauen des Propheten (r). Ihr Grab befindet sich heute noch am selben Ort.

Nach ihr überlebte nur ihre Tochter, Zainab, die vieles vom Propheten (s) berichtete[8] und ihr Wissen an viele Männer weitergab, die das wiederum weitergaben und von ihr viel Wissen erwarben, unter anderem schrieben Al-Buchari und Muslim von ihr.

Dies war die Geschichte unserer lieben Mutter, Umm Salama (r), die ich sehr liebe und ihr gegenüber starke Gefühle empfinde. Sie war immer da, wenn sie gebraucht wurde. In kritischen Situationen zeigte sie viel Geduld und Opferbereitschaft, sie verlor ihren Mann und ihre Kinder, heiratete dann den Propheten (s) und rettete mehrmals die Muslime mit ihrer Bedachtsamkeit. U'mar Ibn Al-Chattab (r) berichtete von ihr: „Ich schwöre, ich bin noch nie einer Frau mit Umm Salamas Verstand begegnet.“ Ihr Verstand war großartig.

Wir bitten Allah, den Segensreichen und Erhabenen, dass wir sowohl ihr, so Gott will, im Himmel begegnen, als auch unserem Propheten (s).

Und nun bis zur nächsten Sendung vom "Begegnungen mit den Lieben ", so Gott will.



[1] radya Allahu a’nhu/a’nha: Allahs Wohlgefallen auf ihm/ihr. Wird der Erwähnung der Namen der Gefährten, Nachfolger des Propheten (s) und der Mütter der Gläubigen beigefügt.

[2] salla-l-lahu alaihi wa sallam: Allah segne ihn und schenke ihm Heil. Segensformel, die nach koranischer Aufforderung (vgl. 33:56) bei der Erwähnung des Propheten Muhammad gesprochen werden soll. Nach islamischer Tradition wird dies vor allem regelmäßig bei der Erwähnung des Propheten getan.

[3] ta'ala: erhaben. Wird der Erwähnung Allahs beigefügt: Allah, der Erhabene.

[4] Das ist der Ort, an dem sich die Einwohner von Mekka vor der Pilgerfahrt vorbereiten. Dort ziehen sie die Kleidung der Pilgerfahrt an.

[5] Fluss im Paradies

[6] arab.: Omra

[7] arab.: Ihram

[8] arab.: Hadith

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