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UmMahat Al-Moemenin
Die
Mütter der Gläubigen
10.
Umm Habiba (r)
Ich suche Zuflucht bei Allah, dem Hörenden und Allwissenden vor
dem gesteinigten Satan.
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des
Barmherzigen, Lob sei Allah, dem Herrn der Welten. Allah segne und schenke dem
Propheten (s)
Heil. Alles Lob gebührt Allah,
Ihn loben wir und bei Ihm suchen wir Beistand. Ihn bitten wir um Verzeihung und
zu Ihm kehren wir reuig um. Bei Ihm nehmen wir Zuflucht vor unserem eigenen Übel
und vor dem Schlechten unserer Taten. Wen Allah rechtleitet, für den gibt es
keinen, der ihn fehlgehen lässt, und wen Allah fehlgehen lässt, so gibt es für
ihn keinen Rechtleitenden.
Einleitung
Bis jetzt haben wir
die Rede über unsere Mutter Safia Bint Hujai Ibn Achtab (r) abgeschlossen und
wir werden jetzt über unsere nächste Mutter, Umm Habiba (r), reden. Ihr echter
Name war Ramla Bint Abi Sufian und ihr Vater war Abu Sufian.
Die Rückkehrer aus Äthiopien
Im siebten Jahr der
Hidschra
war der Kampf in Chaibar zu Ende und der Prophet (s) war auf dem Rückweg nach
Medina. Das war dasselbe Jahr, in dem seine Ehen mit Safia (r) und mit seinen
vier letzten Frauen geschlossen wurden. Dass all diese Ehen in einer Kriegszeit
stattfanden, beweist, dass sie nicht in privatem Genuss begründet waren, sondern
dass es dafür andere Ziele gab.
Als der Prophet (s)
vom Kampf in Chaibar zurückkam, kamen zwei Schiffe aus Äthiopien in Medina an.
Diese brachten die Muslime mit, die im siebten Jahr ausgewandert waren, als der
Prophet (s) in Mekka zum Islam einlud. Der Prophet (s) war erst im 13. Jahr
seiner Gesandtschaft ausgewandert. Daraus folgt, dass sie 13 Jahre lang im
Ausland gewesen waren. Ihr Führer, Dscha’ffar Ibn Abi Talib (r), kehrte mit
ihnen zurück.
Nach dem Sieg in
Chaibar sagte der Prophet (s) schöne Worte: „Bei Gott, wir wissen nicht, worüber
wir uns mehr freuen sollten, über unseren Sieg in Chaibar oder über die Rückkehr
von Dscha’ffar.“ Denn der Prophet (s) hatte Dscha’ffar (r) sehr gerne gehabt
und hatte für ihn gesorgt. Er war derjenige, der dem Propheten (s) vom Aussehen
und auch vom Verhalten her am meisten ähnelte. Als der Prophet (s) die
Rückkehrer besichtigte, genoss eine Person die besondere Aufmerksamkeit des
Propheten (s), denn er hatte sie vor fünf Jahren zu seiner Frau erklärt und
wollte mit ihr jetzt die Ehe schließen. Diese Person war Umm Habiba Bint Abu
Sufian (r).
Umm Habiba (r) konvertierte zum Islam
Damit wir die
Geschichte ihrer Ehe mit dem Propheten (s) erfahren, müssen wir fünf Jahre
zurück an die vier Tanten des Propheten (s) väterlicherseits denken: Safia Bint
Abdel-Mutalib (r), 'Atika Bint Abdel-Mutalib (r), Araua Bint Abdel-Mutalib und
Umaima Bint Abdel-Mutalib.
Umaima, die Tante des
Propheten (s), hatte zwei Söhne und zwei Töchter: Zainab Bint Dschahsch (r), die
der Prophet (s) heiratete, Henna Bint Dschahsch (r), verheiratet mit Mus'ab Ibn
'Umeir, 'Abdullah Ibn Dschahsch (r), der in Uhud
zum Märtyrer wurde. Er hatte damals Allah (t)
gebeten, im Kampf zu sterben, nachdem sein Bauch aufgeschlitzt, sein Ohr und
seine Nase abgeschnitten worden waren und er zwei Feinde getötet hatte. So würde
er, wenn ihn Allah (t) am Tage der Auferstehung darüber fragt, antworten: „Für
dich mein Gott", und dann würde ihm Allah (t) sagen: „Du sagst die Wahrheit.“
Der Prophet (s) hatte gesehen, wie er wirklich auf diese Weise, mit zwei toten
Feinden neben sich, starb. So sagte der Prophet (s): „Er hat Allah (t) geglaubt,
so hat Allah (t) ihm geglaubt.“
Dies war eine
außerordentliche Familie, deren Mitglieder alle in Mekka zum Islam übergetreten
sind. Der vierte Bruder war 'Ubeidullah Ibn Dschahsch, der mit Ramla Bint Abi
Sufian (Umm Habiba) (r) verheiratet war. Da seine Familie zum Islam übergetreten
war, trat er ebenfalls zum Islam über, auch seine Frau, die Tochter von Abu
Sufian, dem größten Feind des Islams, ist übergetreten. Als der Prophet (s) den
Gefährten die Auswanderung nach Äthiopien erlaubte, gingen sie mit. Umm Habiba
(r) war damals schwanger.
Ihr Leben in Äthiopien
Der König von
Äthiopien war Negus.
Er trat zum Islam über, verbarg dies jedoch. Er sorgte für die Gefährten,
schützte sie und schickte dem Propheten (s) in Medina die Botschaft, dass er mit
ihm eine Vereinbarung über den Islam abschließe, worüber sich die Christen
aufregten.
Umm Habiba (r) gebar
Habiba in Äthiopien und so wurde sie "Umm Habiba" genannt. Merkwürdigerweise
wandte sich ihr Mann ‘Ubeidullah vom Islam ab und trat zum Christentum über und
wurde alkoholsüchtig. Er verlor allmählich seinen Verstand und starb dann. Man
sagte, dass er von den Bergen hinunterfiel, oder, dass ihn der Alkohol tötete.
Versucht euch
vorzustellen, wie es Umm Habiba (r) und ihrer Tochter ging, mit einem Großvater,
dem größten Feind des Islams, und mit ihrem sich von seiner Religion
zurückziehenden Vater, der schlecht aussah wegen seiner Sucht und seines
Irrtums. Wie wird die arme Tochter unter solchen Lebensbedingungen aufwachsen?
Umm Habiba (r) war
also eine mutige Frau, die trotz ihrem Vater zum Islam übergetreten und nach
Äthiopien ausgewandert war. Seht ihr? Frauen erhalten eine außergewöhnliche
Kraft, wenn sie den Islam so sehr lieben.
Wo soll Umm Habiba
(r) jetzt hin? Würde sie nach Mekka zurückkehren, so würde sie unter
Erniedrigung und Bosheit leiden. Was würde ihr Abu Sufian außerdem antun? Er
würde ihr bestimmt sagen, dass dies Folge ihres Übertritts zum Islam sei. Nach
Medina kann sie nicht alleine mit ihrer Tochter gehen. So war Umm Habiba (r)
voller Kummer und Gram. Sie schloss sich in ihrem Haus mit ihrer Tochter ein.
Sie hatten Essen und Trinken, sie aßen, tranken, schliefen und weinten. Diese
Geschichte ist allen Frauen, die in ihrem Leben gelitten haben, gewidmet. Sie
sollen keine Angst haben, wenn ihre Männer sie unterdrücken oder wenn das Leben
sie erschöpft oder wenn ihre Männer sterben und sie mit Kindern zurücklassen,
oder wenn es keinen Ausweg zu geben scheint. Dies passiert vielen Frauen, denn
Frauen sind schwach und manchmal, wenn die Welt grausam ist, sind sie hilflos
und ihre Nerven brechen zusammen. So habt keine Angst, Gott wird euch nicht
verlassen! Er hat die geduldige Umm Habiba (r) nicht verlassen, so seid geduldig
und gehorcht Gott!
Die Geschichte der Heirat
Seht
euch mal an, was Allah (t) mit ihr gemacht hat und merkt euch, wie großartig
unser Prophet (s) war. Denn Abu Sufian (r) merkte was mit seiner Tochter
passiert war und hatte zwei Möglichkeiten. Entweder er gönnte es ihr oder er
hatte Mitleid mit ihr, er wusste nicht wie er reagieren sollte, aber der Prophet
(s) wusste, was er zu tun hatte. Deswegen seht ihr, dass wir eigentlich stolz
sein sollten auf die Ehen unseres Propheten (s) und uns davor nicht schämen
sollten.
Der
Prophet (s) sprach zu den Muslimen in Äthiopien durch Dscha’far Ibn Abi Taleb
(r), seinen Cousin und einen seiner engsten Freunde. Dieses Mal aber war es
nicht so, denn der Prophet (s) sprach direkt zu Negus um sie zu ehren. Denn
diese Ehre sollte direkt von ihm kommen, damit es auch alle mitbekommen würden.
Er hat sie auch nicht mit Irgendjemandem verheiratet, um ihr ihre Seele und ihre
Freude wieder zu geben. Nein, der Prophet (s) schrieb an Negus folgende Worte:
„Ich möchte von dir, dass du für mich um die Hand von Ramla Bint Abu Sufian (r)
anhälst.“ Eine Barmherzigkeit und eine Geste von unserem Propheten (s) der
nichts gleicht. Gibt es jetzt noch irgendeinen Platz für Zweifel, oder jemand
der an den Ehen unseres Propheten (s) zweifelt?
Negus schickte eine seiner Sklavinnen zu Umm Habiba (r), um ihr zu sagen, dass
der arabische Prophet (s) ihn geschickt habe, um bei ihr um ihre Hand für ihn
anzuhalten, und Negus wird das Brautgeld geben.
Die
Sklavin klopfte an der Tür von Umm Habibas (r) Haus. Vor lauter Kummer wollte
sie aber niemandem die Tür öffnen. So kehrte die Sklavin zu Negus zurück. Er
sagte ihr dann, dass sie an der Tür klopfen, und mit lauter Stimme rufen sollte,
dass der Gesandte Gottes sie zu ihr geschickt habe. Das tat die Sklavin dann
auch, und sofort öffnete Umm Habiba (r) die Tür. Die Sklavin sagte zu ihr: „Ich
bin die Sklavin von Negus. Der Gesandte Gottes schickte Negus die Botschaft, um
bei dir um deine Hand anzuhalten.“ Umm Habiba (r) sagte ihr: „Wiederhole das,
was du soeben gesagt hast!“ Die Sklavin wiederholte es ein zweites Mal, dann
noch einmal und noch einmal, vier Mal wiederholte sie es insgesamt. Umm Habiba
(r) nahm einen Goldreifen von ihrer Hand und gab ihn der Sklavin, sie sagte zu
ihr: „Dies ist für deine gute Nachricht.“ Die Sklavin sagte: „Ich schwöre bei
Allah, ich weiß nicht, ob sie weinte oder lachte, aber die Tränen haben sie
daran gehindert, überhaupt zur Tür zu gelangen.“
Allahs Entschädigung
Oh
ihr Frauen, seht euch mal an, wie die göttliche Entschädigung aussieht! So eine
große Barmherzigkeit. Sei also nie traurig, wenn das Schicksal dich einmal
schlägt, oder du einen strengen Ehemann hast. Denn Allah (t) muss dich dafür
entschädigen, er weiß nämlich alles über dich. Sei aber geduldig und folge Ihm
immer. Denn Allah (t), der Erhabene, ist sehr gnadevoll. Die Entschädigung wird
auch sehr hoch sein, aber es ist eine Probe für deine Treue zu Ihm.
Umm
Habiba (r) hatte die Möglichkeit wieder zurück nach Mekka zu gehen und zu sagen,
dass das was ihr an Kummer zugestoßen ist nur durch den Islam entstand. Aber sie
tat es nicht. Sie wusste, dass wenn ein Muslim ihr etwas Schlechtes antut, dies
nicht die Schuld des Islam ist. Zum Beispiel, einer geht in die Mosche um zu
beten, und da werden ihm draußen seine Schuhe gestohlen, was tut er? Er schwört
nie wieder in eine Moschee zu gehen. Wieso aber? Urteilt nicht über den Islam,
weil es schlechte Menschen gibt. Wenn ihr eine Frau mit Kopftuch einen Fehler
machen seht, oder einen Mann, der bei der Pilgerreise einen Fehler begeht, dann
führt dies nicht auf den Islam zurück.
Umm
Habiba (r) war geduldig trotz all dem, was ihr geschah. Denn sie war Muslimin
und überzeugt davon, was sie tat, und weil sie so geduldig war wurde sie auch
entschädigt.
Allahs (t) Entschädigung ist in dem weltlichen Leben und auch nach der
Auferstehung. Wenn du eine Liebe verloren hast, so wird Er dich mit einer
anderen Liebe entschädigen. Wenn du Geld verloren hast, so wird Er dich mit Geld
entschädigen. Wenn deine Tochter Waise ist und die Leute ihren verstorbenen
Vater als schlechten Menschen ansehen, so wird der Prophet (s) sie erziehen.
Seht ihr, wie ehrenvoll das für sie ist, was das für eine großartige Religion
ist und wie menschenfreundlich und barmherzig unser Prophet (s) war?
Die Vorbereitungen für die Heirat
Negus befahl, dass die Gefährten sich bei ihm treffen und auch Dscha’far kam. Er
fragte sie dann: „Umm Habiba (r), wen möchtest du als Bevollmächtigten haben?“
Sie antwortete: „Khaled Ibin Sa’id.“ (einer ihrer Verwandten). Negus sagte: „Ich
gebe dir anstatt des Propheten deine Brautgabe, und zwar 400 Dirham.“
Dies war auch die höchste Brautgabe, die für eine der Ehefrauen des Propheten
(s) gezahlt wurde. Der Prophet (s) konnte sich nicht so eine hohe Summe für
seine Frauen leisten. Aber Allah (t) wollte Umm Habiba (r) entschädigen.
Die
Gefährten wollten gehen, doch Negus bat sie zu warten. Er sagte: „Es ist eine
Gewohnheit der Propheten, dass wenn sie heiraten, ein Festmahl gegeben wird. Und
ich gebe dieses Festmahl anstatt des Propheten.“ So wurde für dieses Mahl
geschlachtet, so viel wie für keine andere Ehefrau des Propheten (s) zuvor.
Umm
Habiba (r) blieb dabei, die Sklavin, die ihr die gute Nachricht überbrachte, zu
beschenken, wann immer sie die Sklavin sah. Negus gab Umm Habiba (r), als sie
nach Medina aufbrach, Geschenke und viele Parfüms mit. Es wird auch berichtet,
dass bis zu ihrem Tode der Duft der Parfüms ihr Haus nicht verlassen hatte. Sie
starb im Jahr 51 nach der Hidschra.
Also seit dem siebten Jahr nach der Hidschra bis zu ihrem Tod hatte sie diese
Düfte aufbewahrt. Es ist als ob Allah (t) sie an Seine Entschädigung für sie
erinnern möchte, befreit von Tränen und Kummer und zu einer großen Ehre
gebracht.
Ihre Rückkehr
Abu
Sufian (r) hörte von ihrer Heirat. Glaubt ihr mir, wenn ich sage, dass er sich
über diese Heirat gefreut hat, trotz seiner Feindschaft zum Propheten (s)? Aber
er freute sich, weil der Prophet (s) seine Tochter heiratete. Abu Sufian (r)
sagte: „Das erste, was mein Herz zum Islam erwärmt hat, war die Heirat des
Propheten (s) mit meiner Tochter.“ Merkt ihr den Verstand und das Vorausdenken
des Propheten (s)? Was mich anbelangt, ich liebe Umm Habiba (r) sehr und ich
spüre, dass sie in ihrem Leben sehr gelitten hat und dass Allah (t) sie dafür
reichlich entschädigt hat, genau wie viele andere Frauen in ihren Leben. Umm
Habiba (r) blieb nach ihrer Heirat mit dem Propheten (s) noch 5 Jahre in
Äthiopien, weil der Prophet (s) den anderen Muslimen, die auch in Äthiopien
lebten, nicht das Herz brechen wollte, indem er sie alleine zurückholte. So
entschied er sich so lange zu warten, bis alle zusammen zurückkehrten.
Ihre Sorge um den Propheten (s)
Umm
Habiba (r) lebte mit dem Propheten (s) zusammen bis eine schwierige Situation
entstand und zwar waren die Väter aller Ehefrauen des Propheten (s) bereits
verstorben oder schon zum Islam übergetreten. Sie war jedoch die einzige, deren
Vater noch lebte und der zu dem noch ein Feind des Propheten (s) war. Stell dir
vor, dass der Schwiegervater des Propheten (s) einer seiner ärgsten Feinde war,
doch der Prophet (s) akzeptierte es einfach. Da fingen die Gefährten sich zu
fragen ob Umm Habibas (r) Herz mehr an ihrem Vater oder an ihrem Ehemann hinge?
Diese Frage blieb offen bis Abu Sufian (r) nach Medina kam, um die Vereinbarung
von Hudaibija
zu verlängern, nachdem er und die Nichtmuslime diese Vereinbarung gebrochen
hatten. Abu Sufian (r) kannte niemanden in Medina außer seiner Tochter, die er
seit 14 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sicher vermisste er sie auch schon.
Also fragte er als er in Medina ankam nach ihrem Haus, was natürlich auch das
Haus des Propheten (s) war. Er fand das Haus, sie aber war nicht dort. Er ging
hinein und fand dort ein Bett, worauf er sich setzte, gleichzeitig kam Umm
Habiba (r) ins Haus herein. Eigentlich sollte es ja so sein, dass sie ihn nach
dieser langen Zeit umarmen sollte, aber sie ging zu ihm und zog die Decke auf
der er saß unter ihm weg. So sagte Abu Sufian (r) zu ihr: „Meine Tochter, magst
du ihn mehr als mich oder möchtest du mich nicht in seiner Nähe wissen?“ Sie
antwortete: „Ich möchte dich nicht in seiner Nähe wissen, du bist kein Muslim
und unrein und dass ist das Bett des Gesandten Allahs.“ Da wussten die Menschen,
dass ihr Herz ganz dem Islam und den Muslimen gehöre. Es war eine schwierige
Situation, sich gegen ihren Vater und für den Islam und die Muslime zu
entscheiden.
Ich
sage das nicht, damit jeder, dessen Vater ihn nicht zum Gebet auffordert,
anfängt mit ihm zu streiten. Wehe ihr macht das nach! Dies war eine Situation,
in der ein Nichtmuslim sehr verfeindet mit einem Muslim war. Umm Habiba (r)
fürchtete, dass ein Nichtmuslim auf dem Bett des Propheten (s) saß, auch wenn
dieser ihr eigener Vater war.
Ihr Tod
Umm
Habiba (r) liebte den Propheten (s) sehr, und sie war ihm auch sehr ergeben.
Kurz vor dem Tod des Propheten (s) ging Umm Habiba (r) zu ihm und sagte:
„Gesandter Allahs, die Skalvin von Negus schickt dir ihre Grüße (sie meinte die
Sklavin, die ihr die gute Nachricht überbracht hatte), sie ist zum Islam
übergetreten und schickt dir ihre Grüße.“ Man sagt auch, dass dies das erste
war, was sie zum Propheten (s) gesagt hat, nachdem sie aus Äthiopien zurückkam.
Der gleiche Satz: „Gesandter Allahs, die Sklavin von Negus schickt dir ihre
Grüße.“
Zwischen Umm Habiba (r), A’ischa (r) und Umm Salama (r) war ein wenig Eifersucht
aufgekommen. Deswegen hat Umm Habiba (r) vor ihrem Tod A’ischa (r) zu sich
gerufen und sagte zu ihr: „A’ischa, zwischen uns ist vieles geschehen, was
zwischen den Ehefrauen so geschieht, verzeih mir A’ischa, ich habe dir
verziehen. Ich möchte nämlich den Gesandten Allahs treffen ohne, dass zwischen
mir und einer seiner Frauen irgendeine Kleinigkeit steht. So, vergib mir, falls
ich mich dir gegenüber falsch verhalten habe.“ A’ischa (r) antwortete ihr dann:
„Ich vergebe dir, und möge Allah (t) uns beiden vergeben.“ Umm Habiba (r) sagte:
„Du hast mich damit glücklich gemacht, möge Allah (t) dich auch glücklich
machen.“ So starb sie, und dies waren ihre letzten Worte. Sie wurde in Al-Baqi`
begraben, und ihr Grab gibt es bis heute noch.
So
endet die Geschichte von Umm Habiba (r). Mehr wissen wir nicht von ihr. Ich
widme ihre Geschichte den Frauen, die in ihren Lebzeiten gelitten haben. Allah
(t) ist mit euch, habt keine Angst! Mit Geduld und Standhaftigkeit wird euch
Allah (t) entschädigen und belohnen. Die Frau, die keine Kinder bekommen hat,
diejenige deren Kinder sie anstrengen, diejenige deren Mann sie nicht gut
behandelt, diejenige die nicht so viel Geld hat oder diejenige die viele
Probleme zu Hause hat. Hab Geduld und Liebe und mache es deiner Mutter Umm
Habiba (r) nach!
Damit ende ich und möge Allah (t) uns, mir und euch vergeben, und so Gott will,
werden wir uns in der nächsten Folge wieder sehen.
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