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SUNNAA’ AL-HAYAT
Lebensgestalter
Die Ausbildung - Teil 2
Im Namen Allahs, des Allerbarmers,
des Barmherzigen. Lob sei Allah, dem Herrn der Welten, und Allahs Segen und Heil
auf seinem Gesandten
Ich heiße euch herzlich willkommen
zu einer neuen Folge der Lebensgestalter. In dieser Folge geht es um die
Ausbildung, aber bevor ich mit diesem Thema beginne, werden wir erst einmal über
unsere Erfolge reden, die Erfolge, die wir seit Beginn der dritten Phase der
Lebensgestalter vor 4 Monaten erreicht haben. Was ist alles in den letzten 4
Monaten passiert? Wir sind sehr glücklich und auch sehr stolz auf unsere
Jugendlichen. Ich will aber damit nicht prahlen oder uns damit rühmen, ich will
auch nicht mit den Projekten prahlen, die damals nur auf dem Papier standen und
mittlerweile realisiert wurden. Denn im Endeffekt sterben wir alle, und wer sich
selber rühmt, der wird natürlich auch sterben und am Tag der Auferstehung nichts
vorfinden. Allah ist unser Zeuge, Er kennt unsere Absicht. Unsere Freude über
unsere Jugendlichen, die ein Projekt gemacht haben und damit ihren Abdruck im
Leben hinterlassen haben, ist sehr groß. Unsere Absicht und unsere Freude ist
es, unserem Herrn am Tag der Auferstehung zu begegnen, wenn er in unsere
Waagschale der guten Taten die Belohnung dafür legt, dass ein junger Mann ein
Projekt für den Aufschwung gestartet hat, oder es werden die guten Taten eines
anderen jungen Mannes in die Waagschale gelegt, der beim Aufschwung mitgemacht
hat.
Seit
dem Beginn der dritten Phase haben wir 5 Bereiche besprochen: Arbeitslosigkeit,
Landwirtschaft, Industrie, Gesundheit und in der letzten Folge haben wir mit dem
Bereich der Ausbildung begonnen. Für jeden Bereich haben wir ein Projekt
vorgeschlagen, von dem wir denken, dass, wenn wir dieses Projekt verwirklichen,
werden wir auch einen Aufschwung in ungefähr 20 Jahren schaffen.
Im
Bereich der Arbeitslosigkeit haben wir die Gründung von kleinen Projekten
vorgeschlagen, damit die Jugendlichen Arbeit finden. In der Industrie haben wir
ebenfalls Kleinbetriebe vorgeschlagen. In der Landwirtschaft haben wir das
Projekt "Bepflanzen der Dächer" vorgeschlagen. Im Bereich Gesundheit haben wir
vorgeschlagen, gesundheitliche Aufklärungsgruppen einzurichten und noch ein
anderes Projekt genannt: die Beschützer der Zukunft. Dieses Projekt dient dazu,
die Menschen aufzuklären und ihnen die Gefahren von Drogen vor Augen zu führen.
Zusätzlich haben wir noch ein Projekt, das sich mit Wasser beschäftigt,
vorgeschlagen. Im Bereich Ausbildung werden wir heute ein Projekt vorschlagen
und in der nächsten Folge auch, es gibt somit 5 Bereiche mit 5 Projekten, was
ist also in den letzten 4 Monaten passiert?
Es
ist das Recht der Jugendlichen, dass wir sie erwähnen, und es ist das Recht der
Leute, die uns zusehen und die bis jetzt noch nichts gemacht haben, dass wir
ihnen sagen, dass sie aufwachen sollen. In den letzten 4 Monaten hat sich sehr
viel bewegt in der Welt, und weil das Logo unseres Programms folgendes ist:
„Gemeinsam gestalten wir das Leben“ muss ich euch erzählen, was wir gemacht
haben.
Wir
beginnen mit den Themen Arbeitslosigkeit und Industrie: Es wurden bis jetzt 3
Sachen erreicht: Wir haben das Beratungsbüro eröffnet, um den Jugendlichen
beizubringen, wie sie kleine Projekte auf die Beine stellen können. Vor 3
Monaten wurde bekannt gegeben, dass das Beratungsbüro eröffnet wurde. Die Zahl
der Personen, die sich für dieses Beratungsbüro registriert haben, um zu lernen
wie man kleine Projekte aufbaut, ist mehr als 13000 Personen und die Zahl der
freiwilligen Berater ist 6000. Darüber hinaus wurden Produkte hergestellt, die
mittlerweile verkauft werden.
Der
zweite Punkt ist, dass die Jugendlichen in den Schulen und Universitäten
angefangen haben, Ausstellungen zu veranstalten, um ihre Produkte vorzuführen.
In den letzten 2 Monaten wurden mehr als 20 Ausstellungen veranstaltet, von
denen waren alleine 10 in Ägypten. Das Team der handwerklichen Arbeiten hat eine
Ausstellung im Club der Lebensgestalter in Kairo gemacht. Die
Lebensgestalterclubs haben auch Ausstellungen in den Universitäten mehrerer
Städte veranstaltet. Dort haben sie auch ihre Produkte vorgestellt um sie zu
verkaufen, nachdem sie die Erlaubnis der Dekane der Fakultäten bekommen haben.
Ein anderes Beispiel ist die Ingenieursfakultät der Universität Ain Schams in
Kairo. Diese hat eine Woche mit dem Namen „die Aufschwungswoche“ veranstaltet.
Die
Studenten der Universität Al-Sarkaa’ in Jordanien haben eine Ausstellung
eröffnet, die 2 Monate dauern sollte. An dieser Ausstellung haben 235 Studenten
teilgenommen und ihre Produkte vorgestellt. Die Ausstellung ist zu Ende gegangen
und sie haben eine Feier veranstaltet, an der auch die Dozenten teilgenommen
haben. Das ist ein Beweis, dass unsere Jugend das Gute noch in sich trägt.
Unsere Jugend ist nicht teilnahmslos, nein, sie braucht nur eine Chance. Schaut
euch doch unsere Erfolge in den letzten drei Monaten an. Im Oman haben die
Studenten der Sultan-Kabus-Universität in Maskat eine tolle Ausstellung über die
kleinen Projekte veranstaltet. In Marokko stellen die Jugendlichen jeden Tag
ihre Produkte im Internet vor.
Die
dritte Sache, die im Bereich der Arbeitslosigkeit erreicht wurde, ist die
Umfrage, die wir unter die Leute gebracht haben. Wir haben die Jugendlichen
aufgefordert, uns ihre Meinung zu schicken, ob sie bereit sind, Kleinbetriebe zu
gründen oder nicht. Ich danke hiermit den Jugendlichen, die angerufen haben, um
ihre Meinung zu sagen und uns die Ergebnisse der Umfragen mitzuteilen. Unser
Team konnte die Menge der Faxe, die bei uns eingegangen sind, nicht mehr
bearbeiten. Und damit wir auch sicher sind, dass wir die richtigen Ergebnisse
haben, haben wir verboten, dass eine Person mehr als 99 Umfragen auf einmal
schickt, um die Glaubhaftigkeit zu wahren. Danach wurde mit jeder Person, die
uns Antworten geschickt hat, Kontakt aufgenommen, um zu wissen, wie er oder sie
die Ergebnisse der Umfragen gesammelt hat.
Im
anderen Bereich, dem Bepflanzen der Dächer, waren unser Ziel und unser Projekt,
die Dächer der Häuser zu bepflanzen. Mittlerweile werden aber auch die Dächer
der Schulen, Universitäten und Organisationen bepflanzt. Bis jetzt wurden 150
Schulen in der arabischen Welt bepflanzt. Das könnt ihr auch auf unserer
Webseite finden. Ich bitte die Schulen, hiermit auch im Sommer weiterzumachen.
Innerhalb von nur 2 Monaten haben 150 Schulen ihre Dächer bepflanzt. Es haben
auch 12 Fakultäten und eine Universität ihre Dächer bepflanzt, beginnend mit der
Ingenieursfakultät der Universität Kairo, nachdem der Dekan seine Erlaubnis
erteilt hat. Es wurde uns auch über Hunderte von Häusern berichtet, wo die
Dächer bepflanzt wurden. Das alles innerhalb von nur anderthalb Monaten.
Wir
bei den Lebensgestaltern öffnen eine Tür, und Allah öffnet uns diese Tür in all
ihrer Weite, es wurden 150 Versammlungen in der arabischen Welt veranstaltet, um
zu erklären, wie die Dächer bepflanzt werden. In Alexandria, Kairo, Algier und
in Oran hat ein Experte den Leuten beigebracht, wie sie das bewerkstelligen
können. 150 Versammlungen in anderthalb Monaten.
Vor
anderthalb Monaten haben 4 arabische Regierungen das Thema ausgeweitet, als sie
gemerkt haben, wie interessiert die Leute daran sind. Als ich dieses Projekt
vorgeschlagen habe, war ich mir nicht sicher über die Reaktion der Menschen,
aber als die Regierungen gemerkt haben, dass das Projekt ernsthaft und
nutzbringend ist, haben sie angefangen, es zu verbreiten. Der ägyptische
Minister für Bildung und Erziehung hat von den Schulen verlangt, dass das
Bepflanzen der Dächer ab nächstes Jahr Pflicht wird. Und in der Zeitung Al-Ahram
stand, dass der Gouverneur von Kairo sich entschieden hat, die Dächer seines
Bezirkes zu bepflanzen. Dies sind unsere Erfolge in den Bereichen Landwirtschaft
und Bepflanzen der Dächer.
Im
Bereich Gesundheit hatten wir Erfolg mit den gesundheitlichen
Aufklärungsgruppen. Wir hatten die Aufgabe, die Leute über gesundheitliche
Risiken aufzuklären. Denn da gibt es die nichtansteckenden Krankheiten, die
verbreitet sind wegen der schlechten Gewohnheiten der Menschen wie Rauchen,
Wasserpfeife, Übergewicht und Bewegungsmangel. Ich habe die Jugendlichen
gefragt, wer von ihnen Lust hat, gesundheitliche Aufklärungsgruppen zu gründen.
Ich habe gefordert, dass zumindest 50 Aufklärungsgruppen in der arabischen Welt
eröffnet werden. Aber mittlerweile sind es 350 Gruppen, und es machen
Jugendliche von überall mit. Die Lebensgestalter in Libanon haben sehr viel
Energie investiert in die Aufklärungsgruppen in Akkar und Tripolis. Es wurden
gesundheitliche Aufklärungsgruppen in Rekordzeit errichtet. Eigentlich haben
sich ja 1500 Gruppen angemeldet, aber wir haben bei 350 keine Anmeldung mehr
entgegengenommen, deswegen bitte ich heute die Jugendlichen, sich noch mal
anzumelden, damit wir mehr Gruppen einrichten. Wir werden mit der
Weltorganisation für Gesundheit (WHO) arbeiten und die Arbeiten der Gruppen
weiterverfolgen. Und das alles ist in nur 3 Monaten geschehen.
Außerdem haben wir auch ein Projekt vorgeschlagen, um unser Wasser zu sparen und
es vor Verseuchung zu schützen. Für dieses Projekt haben wir euch um Ideen
gebeten. Wir haben auch bekannt gegeben, dass die Faqih-Organisation in
Saudi-Arabien eine Summe von 1,5 Millionen Saudische Rial als Preis ausgesetzt
hat für den, der die beste Idee schickt. Es sind jetzt schon anderthalb Monate
vergangen und seitdem wurden uns 3552 Ideen geschickt, das Resultat wird Ende
Juni bekannt gegeben, denn die Faqih-Organisation wird jedem eine Antwort
schicken, der eine Idee gesendet hat. Wer aber dieses Jahr nicht gewonnen hat,
gewinnt vielleicht im nächsten Jahr. Ich erinnere euch an das was Allah, der
Erhabene, gesagt hat: [Es sagten zwei Männer von denen, die gottesfürchtig
waren, und denen Allah Seine Gnade erwiesen hatte: "Zieht durch das Tor ein und
wendet euch gegen sie; seid ihr eingezogen, dann werdet ihr siegreich sein. Und
vertraut auf Allah, wenn ihr Gläubige seid."] (5:23)
Was
in den letzten vier Monaten passiert ist und was durch die Mithilfe der Jugend
noch passieren wird, gibt dem Namen Allahs Al-Fattah „der Eröffner“ mehr
Ausdruck. Dieser Name bedeutet, dass Allah derjenige ist, der dir die Türen
öffnet, und das in einer Weise, die du dir gar nicht vorstellen kannst. Deswegen
gibt es im Koran auch die Sure Al-Fath „die Eröffnung“, wo Allah sagt:
[Wahrlich, Wir haben dir einen offenkundigen Sieg beschieden] (48:1). Es ist
kein normaler Sieg, es ist ein offenkundiger Sieg durch die Hilfe Allahs, des
Eröffners. Ich spreche heute zu euch mit der Hilfe des Eröffners, denn Allah sei
gelobt, er hat uns wissen lassen, dass er uns die Türen öffnen wird, und – so
Allah will – werden wir den Segen dieses Namens in der Zukunft noch spüren.
Wir
bei den Lebensgestaltern haben die Absicht, wenn wir Allah am Tag der
Auferstehung begegnen, Ihm zu sagen: „Herr, wir haben unsere Umwelt verbessert,
wir haben unsere Gemeinschaft wachgerufen. Herr, wir haben alles gegeben, wir
hatten zwar wenig Mittel, aber wir haben Dir vertraut, Herr, und unser Vertrauen
in Dich, Herr, hat uns Hoffnung gegeben. Herr, die Welt um uns herum war dunkel
in der Zeit als wir gelebt haben, aber Dein Licht – und Du bist das Licht der
Himmel und der Erde – ist das Licht, das uns den Weg zeigte. Es stimmt zwar,
dass wir in der Zeit, als wir lebten, gefühlt haben, dass alle uns auslachten
und zu uns gesagt haben, dass wir träumten, aber der Prophet (s)
hat gesagt: „Wenn die Stunde gekommen ist, und jemand hat einen Palmschößling
in seiner Hand, so soll er versuchen, diesen zu pflanzen, bevor die Stunde
kommt.“ Wir werden Tag und Nacht arbeiten, wobei das irdische Leben nicht
unsere Herzen füllt. Unser Ziel im Leben ist nicht das irdische Leben, sondern
das Paradies. Das ist unsere Absicht in allem, was wir getan haben bei den
Lebensgestaltern in den letzten 4 Monaten, und ich sage zu denen, die nicht mit
uns gearbeitet haben: Wer von euch will ab jetzt mit uns arbeiten? Wer will
gemeinsam mit uns den Weg weitergehen?
Stell dir vor, wenn du vor Allah, dem Erhabenen, stehen wirst am Tag der
Auferstehung und Allah fragt dich, was du für deine Nation getan hast. Wirst du
deinen Kopf senken und nicht wissen, was du Ihm antworten wirst oder wirst du
sagen: „Herr, ich habe gearbeitet und versucht mich zu verbessern?“ Es könnte
sein, dass du unseren Bruder Haram Ibn Milhan an deiner Seite stehen findest und
mit ihm 70 andere Gefährten. Du wirst dich wundern, wieso stehst du neben deinem
Bruder Haram? Haram sagt zu Allah, dem Erhabenen: „Ich habe den Armen der
Muslime, die nichts zu Essen hatten, beigebracht, wie sie die kleinen Projekte
gründen können, bis sie reich wurden. Das war meine Absicht bis ich als Märtyrer
gestorben bin.“ Du, Lebensgestalter, wirst sagen: „Ich habe bei den kleinen
Projekten mitgemacht, ich habe auch die Umfrage verteilt und mir dabei Mühe
gegeben.“ Deswegen stehst du am Tag der Auferstehung neben Haram Ibn Milhan.
Und
du, Lebensgestalterin, wirst am Tag der Auferstehung neben Salman Al-Farsi
stehen, du wirst dich wundern, weil du neben ihm stehst. Salman sagt zu Allah,
dem Erhabenen: „Ich habe den Graben ausgegraben, und damit die Muslime
beschützt.“ Während du, Lebensgestalterin, sagst: „Ich habe die Dächer bepflanzt
und damit unser Land ernährt.“ Eine andere wird sich neben Schwester Rufaida
stehen finden, und auch sie wird sich wundern. Dann sagt Rufaida: „Ich habe die
Muslime verarztet, ich habe Saad Ibn Mu’ad behandelt, und ich bin es, für die
der Prophet (s) in seiner Moschee ein Zelt errichtet hat, um die Wunden der
Muslime zu verarzten.“ Und du, Lebensgestalterin, wirst sagen: „Ich bin
diejenige, die gesundheitliche Aufklärungsgruppen errichtet hat.“ So Gott will,
wird das alles geschehen, aber wir müssen dafür arbeiten.
Ich beende den ersten
Abschnitt mit einer schönen Szene, die unsere in die Jugend gesetzte Hoffnung
bestätigt. Diese Jugend hat in Jeddah einen Verein gegründet. Sie nannten ihn
"Die Lichtnische der Ärzte". Dies bezieht sich auf Vers 35 in der Sure Al-Nur.
[Allah ist das Licht der Himmel
und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe
befindet...] (24:35)
Die jugendlichen Ärzte werden von einem erfahrenen Arzt namens
Dr. Walid Al-Fetehy geleitet. Sein Assistent ist Dr. Wael Akusch. Diese beiden
haben diesen Verein gegründet. Ähnlich sind die gesundheitlichen
Aufklärungsgruppen der Städte Al-Mansura und Mekka. Wir wollen uns jetzt diesen
Gesundheitsclub anschauen, um zu sehen, wie unsere Jugend die Welt mit Gottes
Liebe verbessert.
(Der Film wird gezeigt)
Wir
behandeln wieder das Thema Ausbildung. Das ist ein schwieriges Thema, das nicht
in ein oder zwei Folgen abgehandelt werden kann. Bevor ich mit diesem Thema
anfange, werde ich einen Schritt zurückgehen, um zu fragen, was das Ziel des
Projekts der Lebensgestalter ist. Das Ziel ist, einfach gesagt, in kurzer Zeit
einen Aufschwung in der arabischen Welt zu erreichen. Ein Aufschwung, der nicht
länger als 20 Jahre für seine Verwirklichung braucht. Das ist das Ziel.
Natürlich hält die Jugend 20 Jahre für eine sehr lange Zeit. Doch ihre Eltern
wissen genau, dass 20 Jahre in einem menschlichen Leben sehr schnell vergehen
können. Gerade deswegen werden wahrscheinlich viele Eltern diese 20 Jahre sogar
für nicht ausreichend halten, während die Jugend das Gegenteil meint. Hier
versuche ich, die Meinungsunterschiede zwischen den beiden Generationen
auszugleichen. Ich versuche, beiden Gruppen Hoffnung zu geben. Hier möchte ich
die Eltern, die aufgrund dieser kurzen Zeit zweifeln, an die kurzen 6 Jahre
zwischen der militärischen Niederlage im Sechstagekrieg 1967 und dem Sieg danach
1973 erinnern. Wer hat damals daran geglaubt, dass diese bittere Niederlage
innerhalb von nur 6 Jahren in einen überwältigenden Sieg umgewandelt werden
kann? Hätten wir damals mehr Hoffnung und Vertrauen zu Allah gehabt, hätten wir
sogar noch mehr erreicht. Ich erzähle dies alles, um vor allem den Älteren
Hoffnung zu geben. Diese 20 Jahre werden schnell vergehen, und wir werden alles
erfüllen, wenn wir Hoffnung in unseren Herzen haben.
Was
hat das alles mit der Ausbildung zu tun? Wenn wir tatsächlich einen Aufschwung
innerhalb von 20 Jahren erreichen wollen, muss uns das System der Ausbildung
dabei unterstützen, dieses Ziel zu verwirklichen.
Was
ist eigentlich das System der Ausbildung? Ganz einfach gesagt, es ist die
Schule, die Klasse, die Hilfsbücher,
die Rektoren, die Lehrer, die Bildungsministerien und alle Stufen der Ausbildung
vom Kindergarten bis hin zum Abschluss. Auch die Schuluniform, die Bücher und
die Schüler selbst. Das alles gehört zum System der Ausbildung. Wir schlagen
momentan vor, dass das Ziel unseres Ausbildungssystems die Heranbildung von
Lebensgestaltern ist. Weil diese den Aufschwung innerhalb der nächsten 20 Jahre
bringen. Ich möchte vorschlagen, dieses Ziel niederzuschreiben, und es uns vor
Augen zu halten. Gibt es jemanden, der dagegen Widerspruch erhebt? Gibt es
jemanden, der mit dieser Vorstellung nicht einverstanden ist? Können wir uns
alle darauf einigen?
Solange wir nach einem Aufschwung streben, sollen wir der Jugend eine Ausbildung
ermöglichen und alles, was dafür nötig ist, um diesen Aufschwung zu erreichen.
Erinnert ihr euch an die Bereiche des Aufschwungs? Erinnert ihr euch an die
kleinen Projekte? Der Jugend muss beigebracht werden, wie sie kleine Projekte
gründen. Wollen wir ein Unternehmen gründen? Wollen wir einen Aufschwung
erreichen? Oder wollen wir nur Angestellte oder Arbeiter sein?
In
jedem Bereich brauchen wir ausgebildete, begabte Personen, die die örtlichen
Gegebenheiten optimal nutzen können. Zum Beispiel hat das Ausbildungssystem in
Großbritannien unterschiedliche Lehrinhalte, die zu jedem Ort passen. Die
Ausbildung in Wales ist anders als in Schottland und anders als in den West
Midlands usw., weil jeder Ort seinen eigenen Vorteil hat. Wales konzentriert
sich auf die Gastronomieausbildung, weil es dort viele Hotels gibt. Eine andere
Region konzentriert sich auf die kleinen industriellen Projekte usw. Bietet
unser heutiges Ausbildungssystem so etwas?
Heute bespreche ich nicht die Einzelheiten in Bezug auf die Schüler und die
Schulen. Vielmehr bespreche ich die obere Stufe des Ausbildungssystems. Dieses
Ausbildungssystem muss grundsätzlich geändert werden. Was die Absolventen
beherrschen oder nicht beherrschen, ist ein direktes Resultat des
Ausbildungssystems. Aber was können wir ändern?
Das
heutige Schulsystem bildet eine Person aus, die weder kreativ sein kann noch
einen Aufschwung bewirken oder kleine Projekte gründen oder produzieren kann.
Warum nicht? Weil unsere heutigen Schulsysteme in allen unseren Ländern nur
Angestellte und Arbeiter ausbilden können, die nur dazu fähig sind in ihrem
Bereich tätig zu sein. Wenige unter ihnen können im privaten Sektor arbeiten,
weil sie von Natur aus dazu passende Ideen haben. Deswegen gibt es wenige solche
Firmen, daneben gibt es einige multinationale Firmen aus dem Ausland.
Alles in allem: unser heutiges Schulsystem bildet nur Angestellte und Arbeiter
für den öffentlichen Sektor aus. Kann man durch so ein Schulsystem einen
Aufschwung erzielen?! Deswegen besprechen wir das Problem generell und nicht die
kleinen Einzelheiten wie die Anzahl der Schüler und Studenten in einer
Schulstufe. Wir besprechen das Ziel des Schulsystems. Was ist dessen Ziel? Ist
es die Ausbildung von Angestellten und Arbeitern für den öffentlichen Sektor?
Das ganze Schulsystem basiert auf Auswendiglernen. Es prüft die Fähigkeiten zum
Auswendiglernen, Speichern und Wiedergeben dessen, was man auswendig gelernt
hat, um es letztendlich auf das Prüfungspapier niederzuschreiben. So besteht
der/die SchülerIn die Prüfung automatisch, weil die Schulen es sich aus
Zeitdruck nicht leisten können, durchgefallene SchülerInnen zu haben. Denn das
Ziel des Schulsystems ist, Angestellte und Arbeiter für den öffentlichen Sektor
auszubilden. Und das, obwohl die Regierungen keine Personen für den öffentlichen
Sektor mehr brauchen, aber das Schulsystem bildet weiter solche Personen aus.
Die Rolle der Regierungen nimmt ab, während die Rolle der Gesellschaft und der
kleinen Projekte zunimmt. Die Projekte des Individuums sind wichtiger geworden
und ersetzen die Rolle des Staates. Wie ich schon vorher erwähnt habe, ändert
sich das Leben seit 50 Jahren von Jahr zu Jahr ständig und die Rolle der
Regierungen ist schwächer geworden. Infolgedessen brauchen die arabischen
Regierungen keine Angestellten und Arbeiter mehr. Aber das Produkt des
Schulsystems ist immer noch dasselbe: Personen für den öffentlichen Sektor
vorzubereiten. Wie eine Maschine, die ein Produkt produziert, das nicht mehr
gebraucht wird. So ist das Problem der Arbeitslosigkeit entstanden. Denn das
Schulsystem erzeugt ein Produkt, das die Regierungen nicht brauchen.
Es
gibt aber einen Bedarf an kleinen Projekten. Aber wir haben immer noch etwas
Anderes, nämlich ausgebildete Personen, die niemand mehr braucht. Ich wünsche
mir, dass diese Folge nicht nur von Erwachsenen und Experten gehört wird,
sondern auch von Abiturienten, und zwar mehrmals, damit sie gut verstanden wird.
Wir haben eine dramatisch große Zahl an Arbeitslosen, und wir wollen einen
Aufschwung erzielen, der auf kleinen Projekten basiert. Wenn wir der Jugend Geld
geben und sagen „Kommt, gründet kleine Projekte!“, was wird das Ergebnis sein?
Misserfolg! Sie haben 16 Jahre lang nur durch Auswendiglernen und
Nachhilfestunden gelernt. Warum haben wir ihnen stattdessen nicht beigebracht,
wie sie kleine Projekte gründen können? Sie schreiben das Abitur nach
Musterlösungen, die Eltern geben viel Geld dafür aus, und wir erhalten ein
Produkt, das wir eigentlich nicht brauchen.
Vor
4 Tagen habe ich ein Programm im ägyptischen Fernsehen gesehen. Sie hatten
einige Verantwortliche für die Ausbildung in Ägypten von der Fakultät für
Pädagogik und vom Ausbildungsministerium zu Gast. Sie sagten, es gäbe
SchülerInnen in der Mittelstufe, die seit 9 Jahren die Schule besuchen, und
nicht mehr wissen, wie sie ihren Namen schreiben. Das Schulsystem ist nicht
einmal in der Lage, die von ihm gewünschten Absolventen zu produzieren. 40% der
Einwohner der arabischen Welt wollen nicht zur Schule gehen und weiter
Analphabeten bleiben. Die arabischen Länder geben Milliarden von Dollar aus,
damit der Analphabetismus beseitigt wird, sie machen Lehrinhalte dafür, stellen
LehrerInnen und richten Klassenräume ein. Doch die Analphabeten wollen nicht
lernen. Warum nicht? Weil sie wissen, dass das Schulsystem von vornherein
unbrauchbare ArbeitnehmerInnen produziert.
Ich
möchte euch eine Kurve zeigen, die die zunehmende Arbeitslosenquote unter den
Ausgebildeten in der arabischen Welt darstellt. Die Kurve steigt seit 2001 bis
2005. Das sind alles Absolventen, unter denen die Arbeitslosigkeit zunimmt. Die
Folge ist, dass die Analphabeten der Meinung sind, lieber Analphabeten zu
bleiben, einer Arbeit auf dem Feld nachzugehen und Geld zu bekommen, denn dies
sei besser als die Absolventen, die arbeitslos sind und vom Unterhalt des Vaters
leben. Was soll man dazu sagen?
Unsere Kinder lernen seit 16 Jahren durch Auswendiglernen. Wir bekommen ein
Produkt, das der Staat nicht braucht. Doch bei unseren Lebensgestaltern fordern
wir ein völlig neues Schulsystem, das neue Ideen, neue Visionen hervorbringt.
Das Ziel ist die Heranbildung von Lebensgestaltern. Es ist nicht wichtig,
LehrerInnen auszubilden. Viel wichtiger ist, dass sie, wenn sie die Fakultät
abschließen, in der Lage sind, etwas zu produzieren, das den Anderen nützlich
sein kann. Etwas, was verkäuflich ist, damit man Gewinne erzielt und davon
profitieren kann.
Ich habe heute noch keine klare Vorstellung über das Schulsystem,
das wir brauchen. Wir brauchen Beratung von Gelehrten, Experten, Eltern und von
den Schülern selbst, damit wir gemeinsam ein neues Schulsystem schaffen können.
Wir werden eine Möglichkeit auf unsere Webseite
www.amrkhaled.net zur Verfügung, sodass
sich Experten, Eltern, Studenten oder Jugendliche, daran beteiligen können, ihre
Meinungen diesbezüglich zu äußern. Ihr alle seid das Rückgrat des Schulsystems.
Ihr sollt über das gewünschte Schulsystem Stellung beziehen. Wir sind offen für
alle Ideen. Zwar lehnen wir das heutige Schulsystem ab und sind für dessen
Änderung, aber wir wollen nicht, dass jemand nun sein Studium plötzlich abbricht
– vor allem während der jetzigen Prüfungszeit – mit der Begründung, dass unser
jetziges Schulsystem versagt. Es wird ein neues Ausbildungssystem für unsere
Kinder kommen, und wir werden im Jenseits für diese Änderung – so Gott will –
belohnt.
Die
Konferenzen über die Reform des Schulsystems in der arabischen Welt sind nicht
die Lösung. Wir brauchen kein Schulsystem zu reformieren, das auf
Auswendiglernerei basiert ist. Wir brauchen ein völlig neues Schulsystem, das
das Vorstellungsvermögen, den Wissenserwerb, die Begabungen, Phantasien und
Fähigkeiten usw. fördert. So werden wir ein Schulsystem entwickeln, das dazu
fähig ist, Leute auszubilden, die begabt und produktiv in allen Bereichen sind,
wie in der Industrie, in den Medien, in der Kunst etc. Es sind Jugendliche, die
geübt sind, die örtlichen Vorteile in jedem Land zu nutzen. Und nicht wie das
heutige technische Schulsystem, das nur theoretisch vom Handwerk spricht.
Die
Frage ist: „Was ist dann die Lösung?“. Ich kann in dieser Folge keine Lösung
präsentieren. Das Ziel dieser Folge und die Messlatte ihres Erfolges ist, ob sie
uns überzeugen kann, dass wir ein neues Bildungssystem benötigen, weil das
jetzige Bildungssystem unnütz und nicht in der Lage ist, einen Aufschwung zu
ermöglichen. Lasst uns zusammen nachdenken. Wir werden eine Internetseite
erstellen und die Experten und Fachleute dazu aufrufen, uns zu helfen, ein neues
System anzubieten. Es ist wünschenswert, dass wir über den Tellerrand denken,
also außerhalb der gewöhnlichen Grenzen.
Vor
dem heutigen Bildungssystem basierte die Bildung auf den sogenannten
Koranschulen. Diese Bildungseinrichtungen waren in der arabischen Welt sehr
verbreitet. Dort wurden Rechnen, Geometrie, Naturwissenschaften und der Koran
gelehrt. Der Absolvent einer Koranschule hatte ein breitgefächertes Wissen.
Damals waren wir in einer Zeit des Aufschwungs. Zumindest konnte der Absolvent
den Koran lesen. Wenn man heute jedoch einen Träger eines Bachelor-Abschlusses
bittet, den Koran zu lesen, dann hört man mindestens 10 Fehler pro Zeile. Warum?
Da das heutige Bildungssystem es nicht für wichtig hält, dass der Absolvent das
Buch seines Schöpfers kennt. Die Tatsache ist weder der Fehler des jetzigen
Bildungsministers noch dessen Vorgängers. Es ist einfach ein prinzipieller
Fehler des modernen Bildungssystems, mit dem wir das alte ersetzt haben. Es
wurde uns verkauft und gewann mit der Zeit großes Ansehen bei uns.
Die
Frage ist, ob die Ergebnisse dieses Systems uns jetzt zufrieden stellen.
Vielleicht war dieses System in der Vergangenheit passend. Jedoch ändern sich
die Umstände ändern, die Ergebnisse und Früchte dieses Systems gefallen uns
nicht mehr. Alle Treffen und Konferenzen zum Thema Bildung diskutieren über die
Früchte. Der Baum, der diese Früchte trägt, steht aber nie zur Diskussion. Wie
kommt es dazu? Ist denn das heutige System eine unantastbare Offenbarung wie der
Koran? Muss die Bildung immer in Grund- und Sekundarstufe eingeteilt werden? Ist
es nicht möglich, außerhalb dieses Rahmens zu denken? Im Westen hat man
außerhalb dieses Rahmens gedacht. Ich gebe euch ein Beispiel dazu. Nach der
Revolution der Informationstechnik kam im Westen die Idee des Fernstudiums und
der Arbeitstätigkeit über das Internet auf. Das System des Fernstudiums sollte
dazu beitragen, das Problem, dass die Jugendlichen auf Abwege geraten, zu
bewältigen. Dies wurde vor allem von der katholischen Kirche unterstützt. Die
Kinder haben angefangen, zu Hause zu lernen. Die große Überraschung dabei war,
dass diese Kinder viel bessere Ergebnisse erzielten als ihre Kameraden in den
regulären Schulen. Ich verlange nicht, dass wir das gleiche praktizieren, da
dieses System eventuell nicht zu uns passt. Ich verlange nur, dass wir außerhalb
des aktuellen Rahmens unseres Bildungssystems denken.
Ich
erzähle euch einen Witz, um die Rede aufzulockern. Wir praktizieren in den
arabischen Ländern ein System, welches das westliche System übertrifft! Welches
denn? In unseren Ländern führen wir zwei Arten der Bildung gleichzeitig: Erstens
die Nachhilfe ist wie das Fernstudium. Zweitens die reguläre Schule. Unsere
Kinder sind die einzigen der Welt, die durch zwei unterschiedliche
Bildungssysteme gleichzeitig ausgebildet werden. Und wir bezahlen für beide
Systeme zur gleichen Zeit. Unsere Kinder sind Helden, da sie doppelte Bildung
bekommen. Und die Eltern bei uns sind Helden, da sie für die Bildung der Kinder
doppelt bezahlen. Aber machen wir das alles, um unsere Kinder vor Abwegen zu
schützen?
Ich
weiß immer noch nicht, wie das neue System aussehen soll. Ich möchte nur wissen,
ob ihr überzeugt seid, dass das aktuelle System ineffektiv ist, und dass seine
Frucht unerwünscht geworden ist. Seid ihr überzeugt?
Wenn
ihr derselben Meinung seid, dann brauchen wir Experten und Journalisten, die
diese Idee verbreiten. Wir brauchen auch junge Menschen – Lebensgestalter –, die
diese Folge an Journalisten, und Experten schicken, um diese an die Medien
weiterzuleiten. Wir stellen ein weiteres nationales Thema zur Debatte. Sagt mir
nicht, dass dies ein Traum sei. Wollt ihr uns also helfen? Lasst uns an etwas
Neues denken. Wir müssen uns nicht an das binden, was jetzt praktiziert wird. In
Ägypten wird dieser Tage überlegt, Schulen mitten auf dem Ackerland zu bauen.
Unser Land besteht zum großen Teil aus Wüste. Auf dem kleinen Rest an Ackerland
wollen sie neue Schulen bauen. Um den ungeheuren Mangel an Schulen zu
beseitigen, wird das Ackerland für neue Schulen geopfert. Lasst uns also kreativ
und erfinderisch sein. Selbst die verrücktesten Ideen könnten in zehn Jahren zum
Standard werden. Zügelt also eure Phantasie nicht und schickt uns eure Ideen!
Das
ist das, was wir in dieser Folge anbieten können. Wir besitzen keinen
Zauberstab, sind aber wenigstens zu dem Schluss gekommen, dass unser
Bildungssystem geändert werden muss. Habe ich euch damit entmutigt?
Wahrscheinlich stellt ihr euch die Fragen, wohin die ganzen LehrerInnen des
heutigen Bildungssystems gehen sollen, ob man alles zerstören soll, etc. Nein,
bei Allah, liebe Leute. Das Programm der Lebensgestalter baut auf und zerstört
nicht! Das ist nur ein Anstoß zum Nachdenken und zur Diskussion. Der aktuelle
Zustand muss verbessert werden. Vielleicht fragt ihr, ob ich ein Projekt habe,
um den aktuellen Zustand zu verbessern, ein kleines Projekt zum Verbessern des
aktuellen Zustandes.
Aber
haben wir ein Projekt? Ja, haben wir, mit Allahs Erlaubnis. Ich erzähle euch
eine kleine Idee. Nachdem das Projekt des Fernstudiums im Westen gestartet
wurde, merkten die Eltern, dass die Kinder durch das Lernen zu Hause isoliert
waren. Danach haben die Mütter angefangen, eine Organisation zu gründen, die zum
Ziel hatte, die Kinder zum Spielen, Kommunizieren und für weitere soziale
Aktivitäten zusammenzubringen. Gleichzeitig bekamen die Mütter von ausgebildeten
Lehrkräften vermittelt, wie sie die Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Kinder
entdecken können. Diese Organisationen haben sich vermehrt und wurden von den
Kirchen unterstützt, und das Niveau der betroffenen Kinder überstieg das Niveau
der Kinder in den normalen Schulen um ein Vielfaches.
Ich
erinnere euch, dass die Eltern die ersten sind, die am Tag des Gerichts zur
Rechenschaft gezogen werden, wenn es darum geht, was ihre Kinder erreicht
hatten, und nicht die Bildungsministerien. Der Prophet Muhammad (s) hat gesagt:
„Jeder von euch ist ein Hüter, und verantwortlich für seine Herde ...“
(Al-Bukhari und Muslim)
Was
ich damit sagen will, ist, dass die Eltern einen Beitrag zur Reform leisten
können. Auf uns kommen die Sommerferien zu. Wir wollen, dass sich jeweils 3 oder
4 Frauen sich zusammentun, und an einem Kurs teilnehmen, wie man die Fähigkeiten
der Kinder entdecken kann, so dass die Frauen sich in der Betreuung der Kinder
abwechseln können. Diese Kurse sind überall verfügbar. Sucht danach und wir
werden versuchen, euch dabei zu helfen. Warum nicht? Während der Sommerferien
bilden sich die Frauen aus und zum Schulanfang im Herbst trägt jede Mutter die
Verantwortung, den Kindern ein bestimmtes Fach beizubringen: Eine Mutter ist für
Mathematik verantwortlich, eine andere für Arabisch usw. Jede Mutter wählt das
Fach, das sie möchte. Und sie wechseln sich ab, so dass jede Mutter die Zeit für
ihre Aktivitäten findet, wie zum Beispiel ihre Familienbesuche oder Sport usw.
Sind die Mütter bereit? Werdet ihr Erfolg haben?
Zwei
Ereignisse möchte ich euch noch erzählen:
1.
Nach der
letzten Folge besuchte Schwester Iman aus Ismailia, Ägypten, unsere Webseite
www.amrkhaled.net und hat uns zwanzig sehr schöne Spiele zur Verfügung
gestellt, die alle dazu dienen, die Fähigkeiten der Kinder zu entdecken.
2.
Eine
weitere Schwester schickte gerade vor dieser Folge eine E-Mail, worin sie
mitteilt: „Ich bin zur Schuldirektorin meiner Töchter in Saudi-Arabien gegangen
und habe ihr von dem Projekt zum Aufschwung erzählt. Ich habe mit ihr die
Möglichkeit diskutiert, mit einer Gruppe von Müttern während der Sommerferien
eine Ausbildung zu erhalten, um die Fähigkeiten unserer Kinder entdecken zu
können.“ Gepriesen sei Allah, diese Frau hat genau dasselbe gesagt, was ich euch
eben vorgeschlagen habe!
Warum versucht ihr es nicht, ihr Mütter? Was könnt ihr verlieren? Das ist das
Projekt, das ich jetzt anbiete. Diese Folge ist eine Bitte an die Mütter, ein
simples und einfaches Projekt. Stellt euch vor, wenn wir 8000 oder 10000 solche
Frauen in der arabischen Welt hätten! Das könnte der Anfang eines neuen Systems
werden.
Ich
habe diese Folge einwenig in die Länge gezogen, weil das Thema schwierig war.
Die Ergebnisse sind aber – Gott sei Dank – erfreulich.
Wir
sehen uns das nächste Mal. Allahs Friede, Erbarmen und Segen seien mit euch.
As-salamu aleikum wa
rahmatulallahi wa barakatuh.
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