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Gesundheit – Teil 3
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SUNNAA’ AL-HAYAT

Lebensgestalter

Gesundheit Teil 3

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

Ich heiβe Sie willkommen in einer neuen Folge der Lebensgestalter. Die heutige Sendung ist die dritte und letzte Folge zum Thema „Gesundheit“. Die letzte Folge war ziemlich schmerzhaft, denn wir haben von mehreren Problemen, und den nicht übertragbaren Krankheiten gesprochen sowie von der bitteren Tatsache, dass die arabische Welt eine Heimat für viele schlimme Erkrankungen (wie etwa Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes etc.) geworden ist, und die Rate dieser Erkrankungen in der arabischen Welt vergleichsweise höher ist als in der restlichen Welt. Wir haben auch vom Phänomen des verschmutzten Wassers gesprochen, das in vielen Städten und Dörfern der arabischen Welt verbreitet ist. Darüber hinaus sind wir auf die schlechte Betreuungsqualität in den Krankenhäusern eingegangen sowie auf die Medikamente und ihre Verfügbarkeit in den arabischen Ländern und viele andere Probleme.

Nach der letzten Folge kamen viele Reaktionen bezüglich der in der Sendung besprochenen Themen und Probleme, die unsere Ansichten bzw. Sorgen bestätigt haben. Viele haben sogar vorgeschlagen, dass wir mit der Überarbeitung der Lehrpläne der Pharmaziefakultäten sowie der Politik der Gesundheitsministerien beginnen. Wir müssen versuchen, die aktuelle Lage zu verbessern. Wir müssen den Wissensstand der Universitätsstudenten und der Doktoranden anheben, und es gibt viele weitere Ideen und Träume. Wir haben große Hoffnung, dass die Jugend unsere Worte ernst nehmen und versuchen wird, dementsprechend zu handeln, um die Lage wieder gerade zu biegen. Denn die Realität ist ziemlich bitter.

Diese Sendung ist anders. Wir werden uns nämlich von den Krankenhäusern, Geräten, Medikamenten, Behörden und all den Problemen, die wir in der letzten Folge erwähnt haben, etwas distanzieren und über etwas Anderes reden, das die Wirkung eines lindernden Balsams hat, wenn es angewendet wird. Was ist das wohl? Die Menschlichkeit des Menschen. Die Menschlichkeit der Ärzte, die Menschlichkeit der gesunden Menschen gegenüber den Kranken, die Barmherzigkeit, die lächelnden und netten Gesichter, der sanfte und gute Umgang mit den Kranken.

Medizin ist ursprünglich der Beruf der Menschlichkeit und Barmherzigkeit. Habt ihr das vergessen? Der Islamgelehrte Asch-Schafi’i hat diesbezüglich etwas Schönes gesagt. Wisst ihr, was? Er sagte: „Die erhabenste Wissenschaft nach dem islamischen Recht ist die Medizin.“ Daraufhin fragten die Menschen: „Warum?“ Da sagte er: „Denn Allah, der Gepriesene und Erhabene, will Barmherzigkeit in den Welten verbreiten. So hat Er den Propheten Muhammad (s)[1] gesandt; und die Medizin ist ebenfalls ein Teil dieser Barmherzigkeit für die Menschheit.“ Seht ihr, die Medizin ist also letztendlich eine Barmherzigkeit für die Menschen. So könnt ihr euch nun vorstellen, wie der Gelehrte Asch-Schafi’i den Arztberuf gesehen hat.

In dieser Folge richte ich meine Rede vor allem an drei Gruppen, nämlich die Ärzte, die Kranken und die Gesunden, wobei ich jeder Gruppe vier Empfehlungen ans Herz legen möchte. Mein Ziel in dieser Folge ist also, dass die Ärzte sich der Kranken, die Gesunden der Kranken und schließlich die Kranken sich selbst erbarmen. Das heiβt, dass diese Sendung unter uns, unter den Menschen bleiben soll. Wir wollen Aufnahmen von der Folge machen und sie unter den Ärzten verteilen sowie unter den Kranken, um ihre Geduld zu stärken, und unter den Gesunden als Erinnerung.

Was wollen wir den Ärzten sagen? Wir wollen ihnen sagen, dass sie vor allem über große Barmherzigkeit und tiefes Erbarmen verfügen sollen. Ich weiß, unter welchen Umständen die Ärzte arbeiten müssen, besonders die jungen Ärzte. Ich weiß ganz genau, dass sie ihr Studium erst später als die Studenten der anderen Fachrichtungen absolvieren können. Deswegen können sie erst spät heiraten und eine Familie gründen. Ihre Freunde aus anderen Studiengängen können dagegen z.B. schon verheiratet sein oder sogar Kinder haben, während sie sich noch im fünften oder sechsten Studienjahr befinden. Nach dem Studium müssen sich die Mediziner auch noch fortbilden, damit sie als Ärzte ausreichend qualifiziert sind. Ich weiß, wie schwierig die finanzielle Lage zur Zeit ist, besonders dass die jungen Ärzte, wie alle jungen Leute, ebenfalls heiraten und Familien gründen wollen. Nicht nur das, ich weiß auch, dass sie als Ärzte ein gepflegtes Aussehen haben sowie eine bestimmte Leistung erbringen müssen. All das erfordert natürlich finanzielle Mittel. Außerdem weiß ich, dass es Tausende von Absolventen gibt, die dieselben Bedürfnisse haben, und dass sie sich Sorgen über ihre Zukunft machen, besonders weil die Zeit so schnell vergeht. Trotz all dem sage ich den Ärzten, dass Barmherzigkeit und Mitgefühl kein Geld und keine Mühe kostet. So möchte ich euch, den jungen Ärzten, etwas Wichtiges ans Herz legen: Allah, der Segenreiche und Erhabene, wird am Jüngsten Tag sagen: „O Sohn Adams, Ich war krank, und du hast mich nicht besucht.“ Der Mensch wird antworten: „O Herr, wie kann ich Dich besuchen, wo Du (doch) der Herr der Welten bist!“ Allah wird sagen: „Wusstest du nicht, dass einer meiner Knechte krank war, und du hast ihn nicht besucht? Wusstest du nicht, dass wenn du ihn besucht hättest, du Mich bei ihm gefunden hättest?" Dies ist ganz einfach das, was ich den Ärzten sagen will.

Betrachtet unsere islamische Geschichte: Stellt euch vor, wie die barmherzigen Ärzte damals bezeichnet wurden. Wisst ihr, wie? Wisst ihr, wie die Bezeichnung bzw. der Titel von O’mar Ibn Al-Chattab war? Fürst der Gläubigen (Amir Al-Mu’minin), nicht wahr? So, und wie wurde dann der Arzt genannt? Retter der Gläubigen! Seht ihr, wie schön es in unserer Geschichte war? Der barmherzige Arzt wurde „Retter der Gläubigen“ genannt. Keiner von uns wird jemals mit „Fürst der Gläubigen“ bezeichnet werden, denn das war der Titel von O’mar, aber wie viele Ärzte können als „Retter der Gläubigen“ bezeichnet werden? Stellt euch vor, dass die „Retter der Gläubigen“ am Jüngsten Tag aufgerufen werden, sich zu erheben. Da werden Rhazes (Ar-Razi), Avicenna (Ibn Sina) u.a. aufstehen. Unsere Botschaft ist natürlich auch an die Ärztinnen gerichtet, und vor allem an sie, denn Barmherzigkeit liegt in der Natur der Frau. Also darfst du auf keinen Fall rücksichtslos oder unbarmherzig sein.

Sogar die Islamgelehrten legten so sehr Wert auf das Thema „Barmherzigkeit“, dass sie sich darüber einig waren, dass ein Arzt oder Pfleger das Gemeinschaftsgebet um des Patienten willen versäumen dürfen. Daraufhin wurden sie gefragt, ob sie die Operationszeiten oder ähnliches meinten. Die Gelehrten antworteten, dass sie die Zeiten meinten, in denen die Patienten Beschwerden oder Leiden haben, denn in diesem Fall sollte der Arzt lieber beim Patienten bleiben. Die Ärzte dürfen aber diese Geschichte nicht zum Anlass für das Versäumnis des Freitagsgebets nehmen und sagen, dass sie auf einen möglichen Patienten warten. Seht ihr, wie sehr sich die Gelehrten damals mit dieser Angelegenheit beschäftigt hatten?

Wisst ihr, wer der erste war, der die Idee des Eides eingeführt hat? Wie ihr wisst, muss der Arzt nach seinem Universitätsabschluss einen Eid ablegen. Dieser Eid wurde im 3. Jahrhundert der Islamischen Zeitrechnung[2], also zur Zeit der abbasidischen Herrschaft, eingeführt. Nun werde ich euch den Eid vorlesen und auf dem Bildschirm zeigen, damit ihr seht, wie die Menschen damals die Ärzte und die damit verbundene Barmherzigkeit respektiert und hoch geachtet haben:

„Ich schwöre bei Allah, dem Herren des Lebens und des Todes, dem Spender der Gesundheit und Schöpfer der Heilung und jedes Heilmittels; und ich bezeuge Allahs Dienern, Männern und Frauen allesamt, dass ich dem Eid entsprechend handeln werde und dass ich meine Lehrer, die mir diesen Beruf beigebracht haben, wie meine Väter, und die Generation, die (ebenfalls) von ihnen stammte (d.h. bei ihnen gelernt hat), wie meine Geschwister ansehen werde, und dass ich sie diesen Beruf lehren werde, wenn sie dies benötigen, ohne jegliche Bedingung oder Entgelt, und dass ich die Kranken sowie die Angehörigen des Patienten mit der größten Barmherzigkeit behandeln werde, und dass ich mich aus Mitgefühl und Rücksicht gegenüber den Angehörigen auf keinen Fall beim Patienten verspäten werde, und dass ich die Häuser betreten werde, nur um Patienten zu behandeln und nicht, um Unrecht oder Bosheit zu verursachen, und dass ich die Sachen, die ich während der Behandlungszeit sehe oder höre, niemals außerhalb der Behandlungszeit Preis geben, sondern bewahren werde.“

Wann war das? Im Jahre 300 der Islamischen Zeitrechnung. Nicht zu fassen! Waren wir schon damals so sehr fortgeschritten?! Also bewahrt die Barmherzigkeit mit den Patienten, ihr Ärzte! Das ist die erste Botschaft. Ich bedauere, sagen zu müssen: Wenn ihr die Ärzte im Westen betrachtet, seht ihr, dass sie dieses Prinzip anwenden, wozu der Islam aufruft. Betrachtet die Barmherzigkeit vor allem auf den Kinderstationen im Westen. Ich habe Kinder in Krankenhäusern in England besucht. Wenn man den Raum betritt, findet man überall im Zimmer des Kindes Spielzeug. Die Krankenschwestern tragen keine weiße Uniform sondern sportliche Kleidung. Aufgrund des Umgangs der Ärzte und Krankenschwestern mit den Kindern mögen die Kinder sie sehr. Die Ärzte und Pfleger müssen sogar Kurse über die psychologische Behandlung und den Umgang mit Kindern besuchen.

Wenn ihr außerdem die christlichen Missionarinnen in Afrika betrachtet, seht ihr Krankenschwestern aus den Niederlanden, Spanien und England, die sehr jung und hübsch sind. Diese tragen kleine afrikanische Kinder auf dem Arm, die verwundet oder schmutzig sind. Trotzdem halten die Schwestern die Kinder im Arm und gehen mit ihnen zärtlich und sanft um. Warum machen sie das? Sie machen das, weil sie eine Mission und Aufgabe haben, die sie respektieren und erfüllen möchten, nämlich die Medizin. Haben unsere Töchter denn keine Mission? Haben unsere Männer keine Aufgabe? Jeder muss die Antwort für sich selbst finden. Wo ist eure Aufgabe, ihr Ärzte? Ihr alle wisst, dass der segensreiche Prophet Jesus ein Arzt war. Er heilte die Blinden und die Aussätzigen mit Allahs Willen. Wisst ihr, warum Jesus „der Messias“ genannt wurde? Wegen des Streichelns! Was bedeutet das? Das Wort „Messias“ (Arabisch: masieh) kommt vom Verb „streicheln“ (Arabisch: masaha). Er streichelte die kranken Stellen der Menschen und so wurden sie geheilt. Und wo ist das Streicheln unserer Ärzte? Wir möchten diesen Umgang bei unseren Ärzten sehen. Wo sind die schönen beruhigenden Worte, deren Wirkung besser und effektiver ist als viele Medikamente?

Wisst ihr, wie die Krankenhäuser zur Zeit der islamischen Gesellschaft aussahen? Damals gab es einen Saal, in dem Komödien aufgeführt wurden, um die Patienten zu unterhalten. Wann war das? Das war im Jahre 300 der Islamischen Zeitrechnung. Wirklich? Hat die islamische Gesellschaft damals schon diese Aspekte berücksichtigt? Ja, es gab den Schauspielsaal, und die Krankenhäuser haben Schauspieler engagiert, um Theaterstücke für die Patienten vorzuführen. Es gab dazu noch einen Speisesaal und einen Musiksaal, wo die Patienten Musik hören konnten. Wir wir wissen, können manchmal die Patienten nicht schlafen und verbringen die ganze Nacht wach und warten auf den Sonnenaufgang. Dies war schon damals bekannt. So wurde nachts neben jedem Zimmer immer sanft und in regelmäßigen Abständen zum Morgendämmerungsgebet[3] aufgerufen. Dazu wurde auch schön gesungen, um die Schlaflosen aufzuheitern bzw. zu unterhalten und die Schlafenden nicht zu stören. So konnten die Patienten sich beruhigen und erkennen, dass die Sonne bald aufgehen wird.

Wir wollen jedoch nicht nur den Westen bewundern und uns über unsere Rückständigkeit beschweren. Unsere aktuelle Lage ist zwar schlecht, aber wir wollen nicht immer schlecht bleiben, wir wollen etwas dagegen tun. Wir wollen, dass unsere Lage in den nächsten 20-30 Jahren verbessert wird. Die Entwicklungs- und Verbesserungsidee ist keinesfalls leeres Gerede, sondern etwas, das wahr wird. Unser Traum wird mit Hilfe sowohl der hier Anwesenden als auch der Zuschauer wahr.

Im Westen gibt es ein Unterrichtsfach, das „Berufsethik“ heiβt, was die Ärzte und Pfleger über die Kunst des Umgangs mit den Patienten aufklärt. Dieses Fach wird in der arabischen Welt leider nicht unterrichtet. Zu den schönen Aspekten in diesem Fach gehört z.B., dass der Arzt den Patienten, wenn er ihn untersucht, zuerst nach seiner Erlaubnis fragt oder ihn warnt, bevor er ihn entblößt. Viele Frauen finden es ziemlich unangenehm, wie bestimmte Ärzte bzw. Ärztinnen während der Untersuchung mit ihnen umgehen, weil diese nicht über ausreichendes Feingefühl und Rücksicht verfügen. Solche Ärzte bzw. Ärztinnen meinen es nicht schlecht mit den Patienten; sie berücksichtigen lediglich nicht diese Barmherzigkeits- und Umgangsregeln. Infolgedessen empfindet der Patient die Behandlung als lästig und unangenehm. Darüber hinaus fragt der Arzt im Westen den Patienten danach, ob er einem Angehörigen den Befund mitteilen soll. Den Ärzten im Westen wird gelehrt, dass der Körper des Patienten ihnen nicht gehöre, sondern einzig und allein dem Patienten.

Die dritte Empfehlung, die ich den Ärzten bzw. Ärztinnen ans Herz legen möchte, ist die ständige Fortbildung, egal ob es sich um junge oder erfahrene Ärzte handelt. Ein Arzt muss sich fortwährend ausbilden und weiter qualifizieren. Es geht nicht, dass man sagt: „Ich habe mein Studium schon abgeschlossen.“ oder „Ich habe keine Zeit!“ Das geht nicht, und weißt du wieso? Weil du am Jüngsten Tag vor Allah stehen wirst, und du wirst dich für einiges verantworten müssen. Betrachte diese prophetische Überlieferung: „Kein Fuß eines Dieners (d.h. eines Menschen) wird sich am Jüngsten Tag bewegen (d.h. sich entfernen bzw. gehen können), bis er (Allahs Diener) nach viererlei gefragt wird: nach seinem Leben, wie er es verbracht hat, und nach seiner Jugend (d.h. Kraft bzw. Gesundheit), wie er sie genutzt hat...“ Man wird also auch nach seiner Gesundheit gefragt. So stell dir vor, dass ein Patient am Jüngsten Tag vor Allah steht und als Antwort sagt: „O Allah, dieser Arzt hat meine Gesundheit und damit mein Leben gefährdet!“

Ein Koranvers besagt: [O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget...] (49:13). Manche werden fragen: „Wo ist der Zusammenhang?“ Allah hat jedes Volk mit bestimmten Eigenschaften ausgestattet, damit es bestimmte Dinge entdecken kann. Ein anderes Volk wird mit anderen Merkmalen gekennzeichnet. Also werden die Menschen immer aufeinander angewiesen sein, und folglich ergänzen sie sich, und die Menschheit bleibt eine Einheit. Gut, aber was will ich damit sagen? Ich glaube, und das ist meine eigene Hypothese, dass ein Grund für die vorhandenen Krankheiten, für die noch keine Heilmittel bekannt sind, ist, dass wir die wissenschaftliche Forschung vernachlässigt haben, und dass es Erkrankungen gibt, deren Heilmittel in unseren Ländern vorhanden sein könnten.

Was gibt es noch für die Ärzte? Die vierte und letzte Empfehlung ist, dass der Arzt den Patienten ständig an Gott erinnern soll. Was heißt das? Die Heilung durch Stärkung des Glaubens ist viel effektiver und wirkungsvoller als die Heilung mit Medikamenten. Ich sage dies nicht nur wegen der Religion, sondern um des Patienten willen. Der Patient wird geheilt, und du wirst Erfolg haben. Es ist also ein Gewinn für beide Seiten. Betrachte mal das folgende Beispiel: Es gibt einen sehr berühmten Orthopäden, der besonders auf Knie- und Knochenerkrankungen spezialisiert ist. Dieser Arzt behandelt fast 75% der Fußballspieler in Ägypten, und er hat niemals mit ihnen über die Religion geredet. Wirklich? Ja. Dieser Arzt ist sehr gut, deshalb lassen die meisten Spieler sich von ihm behandeln. Sie gehen zu ihm und machen ein paar Gymnastikübungen, so oft, bis es ihnen langweilig wird. Eine dieser Übungen besteht darin, dass der Spieler das Bein in drei Schritten hebt und wieder in drei Schritten senkt. Dieser Arzt sagt zum Patienten: „Also, du sollst das Bein anheben, und gleichzeitig werden wir gemeinsam dreimal „Al-hamdu lillah“ (Gott sei Dank) sagen. Dann lässt du das Bein langsam herunter, und währenddessen sagst du dreimal: „La Illaha illa llah“ (Es gibt keinen Gott außer Allah). Wenn du zu Hause bist, machst du diese Übung 300 Mal.“ Meine Freunde der Fußballspieler haben mir dann erzählt: „Als wir angefangen haben, Allah die ganze Zeit zu gedenken, sind die Übungen uns nicht mehr langweilig geworden, denn jetzt konnten wir statt der langweiligen und monotonen Aufzählung „1,2,3“ den Rhythmus durch die Lobpreisung Allahs einhalten und gleichzeitig Allahs Wohlgefallen und somit große Belohnung erlangen. Nun wollen wir die ganze Zeit trainieren und nicht aufhören.“ Die Heilung mit Hilfe des Glaubens ist demnach viel effektiver als mit Medikamenten.

Unsere Ärzte, beachtet also bitte diese vier oben genannten Empfehlungen.

Nun wenden wir uns den Patienten zu. Ich habe für euch ebenfalls vier Empfehlungen. Ich weiß, was für Erkrankungen in den arabischen Ländern zurzeit verbreitet sind: Leberleiden, Nierenentzündung etc. Meine erste Empfehlung an euch ist also die Geduld. Ich werde euch etwas Schönes erzählen. Es gibt keine Belohnung für die Geduld außer dem Paradies. Die Patienten, die ihre Krankheiten erdulden, werden also mit dem Paradies belohnt. Weißt du, was das heißt? Betrachte mal diese Geschichte: „’Ata Ibn Rabah begegnete eines Tages Ibn Mas’ud (ein Gefährte des Propheten Muhammad (s)). Ibn Mas’ud sagte zu ´Ata: „Soll ich dir eine Frau von den Bewohnern des Paradieses zeigen?“ Da sagte ´Ata: „Ja bitte, zeige sie mir!“ Ibn Mas’ud sagte: „Das ist diese Frau, die dort vorbeigeht.“ Da ging eine sehr alte und schwache Frau vorbei. ´Ata starrte sie die ganze Zeit an und fragte dann: „Woran hast du denn erkannt, dass sie zu den Paradiesbewohnern gehört?“ Ibn Mas’ud antwortete: „Einmal als wir mit dem Propheten (s) zusammen saßen, kam sie zu ihm und sagte: «O Gesandter Allahs, ich bekomme epileptische Anfälle, und daraufhin werde ich enthüllt. So bete zu Allah für mich, damit Er mich heilt!“ Seht nun, was der Prophet (s) zu ihr sagte. Er sagte: „Wenn du willst, bete ich zu Allah für dich, damit du geheilt wirst; und wenn du willst, habe etwas Geduld, und Allah wird es dir mit dem Paradies vergelten.“ Da sagte sie: „Ich werde Geduld haben und will das Paradies.“ Der Gesandte Allahs (s) sagte: „Gut, du bekommst, was du willst.“ Was sagt ihr zu dieser Geschichte?

Betrachtet diesen Hadith[4], überliefert durch Ibn Mas’ud: ,,Siehe, dem Kranken wird keine Belohnung gegeben, sondern seine Sünden werden ihm verziehen." Ein weiterer Hadith des Propheten (s) lautet: ,,Was dem Gläubigen Schlechtes geschieht, sei es Besorgnis, Kummer, Traurigkeit, Anstrengungen oder Leiden, sogar wenn er mit einem Dorn gestochen wird, werden ihm somit seine Sünden verziehen." Liebe Zuschauer, die Krankheit hat eine andere Dimension, eine sehr wichtige Dimension, die heißt: [... Wahrlich, den Geduldigen wird ihr Lohn (von Allah) ohne zu rechnen gewährt werden.] (39:10).

Alle Menschen kommen am Jüngsten Tag zusammen und sollen in langen Reihen auf das Gericht warten, aber diese nicht. Warst du im Leben geduldig? Wohin kommen diese Menschen? Sie werden direkt ins Paradies geschickt. Liebe Kranken, das erste was ich von euch wünsche ist, geduldig zu sein. Ayoub (Friede sei mit ihm) war uns ein gutes Vorbild für diese Sache. 18 Jahre lang war er gelähmt. Er konnte sich 18 Jahre lang nicht bewegen! Könnt ihr euch das vorstellen? Seine Frau fragte ihn: „Hast du dich nicht geärgert? Wisst ihr, was seine Antwort war? „Wie viele Jahre hat uns Allah ein gutes Leben gelassen?“ Er meinte damit, wie viel Gnade Allah ihnen gegeben hat. Sie antwortete: „40 Jahre.“ - „Und wie viel Zeit haben wir mit diesem Unglück verbracht?“ Sie antwortete: „18 Jahre.“ Er sagte: „So warten wir, bis sich die Zeit des Unglücks mit der Zeit des guten Lebens ausgleicht. Er meinte damit, wenn sie 30 oder 40 Jahre das gute Leben genossen hatten, sollten sie die 18 Jahre im Unglück nicht ärgern.

Das Zweite, das ich den Kranken anraten will, noch schöner als Geduld, ist die Zufriedenheit mit Allah, also nicht nur geduldig zu sein, sondern auch zufrieden. Ich bin mit allem, was Du mir machst, bereitwillig einverstanden und zufrieden. Die Zufriedenheit, liebe Leute, ist ein Zauberwort. Passt auf: Zauberwort… Wisst ihr, was ich meine? Stell dir vor: Du bist sehr müde und traurig, und da kommt das Wort ,,Zufriedenheit mit Allah" und löscht alle Leiden deines Herzens aus. Das Gesicht wird leuchten, die Falten werden verschwinden, und das Herz wird sich erfrischen. Wisst ihr, was dieses Wort bedeutet? Es bedeutet, dass du Allah in seinem Königreich nicht anklagst. Es bedeutet Ruhe im Herzen gegenüber Allah, dass du nur das willst, was dem Willen Allahs zusagt. Wenn ich krank bin, bin ich zufrieden. Wenn mein Sohn krank wird, bin ich auch zufrieden. Die Wissenschaftler beschreiben die Zufriedenheit mit Allah als die größte Tür zu Allahs: Wer durch diese Tür geht, kommt ins Paradies des Lebens. Er wird sein Leben ruhig genießen, und im Jenseits wird ihm das Paradies garantiert. Das alles, weil du mit Allah zufrieden bist. Stell dir jemanden vor, der alle Beschlüsse Allahs in seinem Leben bereitwillig akzeptiert. Sein Herz liebt nur das, was Allah will.

Deshalb empfehle ich den Gesunden sowie den Kranken: Der Islam übt dich darin, mit Allah zufrieden zu sein. Wie? Es gibt Übungen, genauso wie die sportlichen Übungen, die man jeden Tag wiederholen soll. Welche Übungen sind das? Der Prophet (s) sagte: „Wer jeden Tag morgens und abends dreimal diese Wörter sagt…“ Welche Wörter sollen wir dreimal sagen? „,Ich nehme bereitwillig Allah als Gott, Islam als Religion und Muhammad (s) als Prophet und Bote an’, so soll ihm Allah an diesem Tag sein Wohlgefallen erweisen." Du wirst heute zufrieden sein. Stellt euch vor, wie schön diese Übung ist und wie ihre Belohnung gleich danach folgt. Wer das sagt, sichert sich das Wohlgefallen Allahs an diesem Tag. Er hat auch gesagt: „Wer sagt, wenn er den Gebetsruf hört: ‚Ich nehme bereitwillig Allah als Gott, Islam als Religion und Muhammad (s) als Prophet und Bote an’, wird zu den Bewohnern des Paradieses gezählt.“ Könnt ihr euch vorstellen, wie die Zufriedenheit aussieht?

Betrachtet mal das Bittgebet des Propheten (s) ,,O Allah, lass mich mit Deinen Beschlüssen zufrieden sein, so dass ich das, was sie später bringen wollen nicht früher wünsche, und das, was sie gleich gebracht haben, nicht später wünsche."  Der Prophet (s) lehrt dich dieses Bittgebet: „Oh Allah, gib mir die bereitwillige Akzeptanz Deiner Beschlüsse, nachdem sie stattfanden." Er sagte, nachdem sie stattfanden, nicht vorher. Denn vorher ist eine Sache, und danach eine ganz andere Sache. Die Zufriedenheit danach ist viel schwieriger.

´Imran Ibn Hossein war ein bedeutender Gefährte des Propheten (s), der ihn 20 Jahre lang in den Kriegen begleitet hat. Bei allen Kämpfen war er dabei und lief nicht weg. Nach dem Tode des Propheten (s) wurde er krank. Er war für 30 Jahre gelähmt. Er konnte sich nicht vom Bett wegbewegen. Man hatte ihm eine Grube unter das Bett gegraben, damit er urinieren konnte. Als die Leute ihn wegen seiner Krankheit besuchten, wussten sie nicht, was sie ihm sagen sollten. Er sagte ihnen aber: „Das, was Allah liebt, das liebe ich auch.“ Liebe Kranken, die Zufriedenheit, ich glaube, dieses Wort ist euer Medikament, oder?

Doch ich erzähle euch noch etwas Bedeutendes: Kennt ihr `Orwa Ibn As-Subeir? Seine Tante war die ehrwürdige A’ischa. Zu seinem Besuch beim Kalifen in Damaskus nahm `Orwa Ibn As-Subair seinen Sohn mit. Als er dort ankam, wurde sein Bein von einer schweren Krankheit heimgesucht. Nach der Untersuchung sagte man ihm, dass sein Bein amputiert werden muss. Und so wurde sein Bein entfernt. Das war eine sehr schwere Krankheit. Als dann sein Sohn im Stall des Kalifen mit den Pferden spielte, wurde er von den Pferden überrannt und starb. `Orwa hatte acht Söhne. An einem Tag starb sein jüngster und liebster Sohn und sein Bein wurde amputiert. Die Leute besuchten ihn und wussten nicht, was sie ihm sagen sollten. Er aber sah sie an und sagte: „Alles Lob gebührt Dir, Allah. Ich hatte acht Kinder. Du hast eines genommen und sieben gelassen. Und ich hatte vier Glieder. Du hast eines genommen und drei gelassen. Wenn Du etwas genommen hast, so hast Du auch etwas gelassen, und wenn Du mich geprüft hast, so hast Du mir sicherlich verziehen. Lob gebührt Dir wegen dem, was Du gelassen hast, und Lob sei Dir wegen dem, was Du genommen hast.“ Die Zufriedenheit ist die größte Tür zu Allah. Was meint ihr? Liebe Kranken und auch liebe Gesunden: Bei Allah, wir zählen alle zu den Kranken! Vergesst die Zufriedenheit nicht!

Die dritte Sache ist, mehr Almosen zu geben. Warum? Ich lehre euch den Bericht des Propheten (s): „Heilt eure Kranken mit Almosen.“ Hast du einen Kranken, so heile ihn mit Almosen. Ich werde niemals diese Geschichte vergessen, die ich selbst gesehen und erlebt habe. Ich hatte einen Freund, dessen Sohn fünf Jahre alt war. Plötzlich begann das Kind abzunehmen und schwach zu werden. Er wollte nicht essen und wurde immer schwächer. Bei der Untersuchung fanden sie heraus, dass er in diesem frühen Alter Krebs hatte. Nach zwei oder drei Monaten sollte das Kind sterben. Könnt ihr euch die Schmerzen des Vaters vorstellen, wie er sieht, dass sein Sohn vor seinen Augen stirbt? Eines Tages, als er voller Trauer durch die Straßen ging, begegnete ihm eine alte Frau, die nach Essen im Abfall suchte. Er fragte sie: „Was ist los, was machen Sie hier?“ Sie sagte: „Ich habe vier Kinder, die ich alleine erziehen soll.“ Er sagte: „Komm mit mir, habe keine Angst.“ Er nahm sie mit zum Fleischer und sagte diesem: „Jeden Monat, wenn diese Frau zu dir kommt, gib ihr was sie möchte und ich werde es bezahlen.“ Seht ihr,  er hat ihr nicht nur Geld gegeben und dann alles Weitere gelassen. Wir haben über die Kunst der Krankenbehandlung gesprochen, es gibt auch eine Kunst der Gabe von Almosen. Er ging dann mit der Frau zum Gemüse- und Lebensmittelhändler und sagte dasselbe. Dann ging er zum Schneider und sagte: „Diese Frau wird monatlich zu dir kommen, gib ihr und ihren Kindern Kleider und hier ist das Geld.“ Er schwört bei Allah, und ich bin Zeuge, dass es seinem Sohn nach drei Wochen besser ging und er wieder Essen zu sich nahm. Er ging zu den Ärzten, die ihm nach der Untersuchung sagten: „Zeige uns das Kind, das wir vorher untersucht haben, nicht dieses Kind.“ Er sagte ihnen: „Es ist dieses hier.“ Sie konnten das nicht glauben, sie sagten: „Das ist sicherlich sein Bruder. Wir möchten das Kind sehen, das Krebs hatte.“ Er schwor: „Bei Allah, das ist es.“ Niemand hatte eine Erklärung dafür. Er erzählte: „Ich ging dann auf der Straße weiter, ohne eine Erklärung zu finden, bis ich eines Tages in einem Ahadith-Buch den Hadith des Propheten (s) las: “Heilt eure Kranken mit Almosen.“ Ich klappte das Buch zu und machte eine Niederwerfung – wie im Gebet - für Allah. Jetzt verstehe ich, oh Allah! Deswegen hast Du mir diese Frau geschickt.“

Die vierte und letzte Sache, die wir dem Kranken sagen, ist: Sei immer produktiv, auch wenn du sehr krank bist. Mein Sohn ist Diabetiker. Und jetzt? Sollen wir ihn verwöhnen? Er soll arbeiten, produzieren und noch mehr arbeiten. Wir sind eine Nation, die Produktion braucht, eine Nation, deren alte Leute den jungen vorarbeiten sollen, damit die Jugendlichen aufwachen und sehen, wie Alte und Kranke arbeiten, während sie ruhig dasitzen. Wenn die Kranken arbeiten, werden die Jugendlichen, die in den Cafés herumsitzen, den ganzen Tag nur Wasserpfeife rauchen und Karten spielen, aufwachen und ermutigt werden. Anstatt dass sie ihre untergehende Nation negativ betrachten, werden sie sich schämen und etwas tun. Ich möchte, dass jeder arbeitet.

Und dann, was sagen wir den Gesunden?

Besucht die Kranken! Warum fällt es uns schwer, einen Kranken zu besuchen? Warum mögen wir dieses Wort nicht mehr? Der Prophet (s) sagte: „Wenn ein Muslim einen Kranken besucht, beten für ihn 70.000 Engel." Stell dir vor: 70.000 Engel werden für dich beten, bis der nächste Morgen kommt. At-Tirmidhi hat das überliefert.

Als der Prophet (s) krank war, wer hat ihn besucht? Gabriel (Dschibril),Friede sei mit ihm. Er kam vom Himmel herab, nicht um Koranverse zu offenbaren, sondern um den Propheten (s) zu besuchen. Wie schön ist das! Er sagte ihm wundervolle Dinge: „Im Namen Allahs beschwöre ich dich…“

Als ich in Ägypten lebte und das Gefühl hatte, dass mein Herz etwas hart geworden war, sagte ich den Jugendlichen: „Lasst uns die Grabstätten besuchen.“ Wir kehrten von diesem Besuch in einem ganz anderen Zustand zurück. In England aber wollte ich dasselbe mit den Jugendlichen machen. Ich sagte ihnen: „Lasst uns die Gräber besuchen.“ Wir gingen dorthin und fanden die Grabstätten ganz anders vor als in Ägypten. Dort gibt es überall Blumen und Gärten. Was sind das bloß für Gräber? Und dann, wie konnten wir unsere Herzen dennoch zart machen? Wisst ihr, was wir gemacht haben? Wir besuchten die Krankenhäuser, insbesondere die Abteilung für Verbrennungen. Oh, glaube nicht, dass man nur kranke Verwandte besuchen soll. Wisst ihr was? Wenn du morgen die Verbrennungsabteilung irgendeines Krankenhauses besuchst, wird deine Anbetung übermorgen 10fach verdoppelt sein. Ich werde dich daran erinnern. Dein Herz wird tausendmal zarter werden. Erinnert euch an dieses Wort: Krankenbesuch. Es sollen nicht nur Verwandte sein. Besucht die Krankenhäuser und nimmt einige Geschenke mit.

Die zweite Sache, die ich den Gesunden empfehle, ist: Erinnert die Kranken an Allah. Wem habe ich das vorher gesagt? Den Ärzten. Die geistige Behandlung ist viel effektiver als die Behandlung mit Medikamenten. Erinnert die Kranken an Allah. Gebt ihnen Kassetten über den Glauben. Sprecht mit ihnen über die Religion. Lest Koran für sie. Gebt ihnen einen Rosenkranz. Erinnert sie so viel wie möglich an Allah.

Die dritte Sache: Betet für sie. Betet für sie vor ihnen. Ich lehre euch die Bittgebete des Propheten (s). Er sagte in einem starken Hadith[5]: „Wer einen Kranken besucht, der nicht im Sterben liegt, seine Hand auf den Platz des Schmerzes legt und siebenmal sagt: ,Ich bitte Allah, den Allmächtigen, den Besitzer des großen Throns, dass er dich heilt’, so wird er geheilt." Lernt diesen Hadith, schreibt es auf, liebe Leute. Ein anderes Bittgebet, das du dem Kranken sagen kannst: Als der Prophet (s) einen Kranken besuchte, fragte er ihn: „Wo sind die Schmerzen?“ Seht ihr die Kunst der Krankenbehandlung? Lernt, liebe Ärzte, vom Propheten (s)! Er fragte den Kranken: „Wo sind die Schmerzen?“ So legte der Prophet (s) seine Hand auf diese Stelle und sagte: „Oh Allah, Gott aller Menschen, entferne die Verletzung und heile ihn. Du bist der Heiler, es gibt keine Heilung außer Deiner, eine Heilung, die keine Krankheit hinterlässt…" Ich hoffe, dass die Ärzte es auch so machen. Bei Allah, der Kranke wird dich lieben.

Eine letzte Sache will ich den Gesunden sagen, und zwar, wie man die Kranken behandeln soll. Behandelt sie normal. Vermittelt dem Kranken nicht den Eindruck, dass er krank ist. Versuche, seine moralische Kraft zu stärken. Sag ihm: „Du sollst aufstehen und produzieren!“ Dein Sohn ist behindert? Werden wir neben ihm sitzen und weinen? Nein, sage ihm: „Du bist ein Mann, du kannst arbeiten, nichts ist passiert, du sollst brav sein.“ Liebe Leute, wir wollen keine Mitleidsblicke, die nur dazu führen, dass der Kranke sich noch kranker fühlt. Ich werde euch einen wunderbaren Film zeigen. Dieser Film enthält eine Botschaft. Kommt, schauen wir den Film gemeinsam an:

 

Das Telefon klingelt. Eine Sekretärin nimmt den Hörer ab und sagt: „As-Salamu Aleikum. Okay, okay, mache ich.“ Sie legt den Hörer wieder auf. Dann schickt sie ein Fax und tippt auf einer Schreibmaschine. Sie sagt dann: „Ich bin sehr beschäftigt. Meine Arbeit ist für mich das ganze Leben. Jetzt wisst ihr alles über mich. Es fehlt aber eine Sache, die ihr nicht wisst.“ Die Kamera bewegt sich und zeigt uns einen Rollstuhl, in dem die Sekretärin sitzt. Sie ist gelähmt. Sie sagt weiter: „Ist das eine Überraschung? Ich heiße Nariman. Wie seht ihr mich jetzt, hat sich eure Meinung verändert? Ich hoffe, ihr seht zuerst meine Fähigkeiten, bevor ihr mein Problem anschaut.“

Liebe Zuschauer, wir sind schon fertig für heute.

Vier Anweisungen richte ich an die Ärzte:

 

1.      Barmherzigkeit und Zärtlichkeit

2.      Die Kunst der Krankenbehandlung

3.      Niemals aufhören zu lernen

4.      Die Kranken an Allah erinnern

Vier Anweisungen an die Kranken:

 

1.      Geduld

2.      Besser als Geduld: die Zufriedenheit mit Allah

3.      Noch besser: „Heilt eure Kranken mit Almosen."

4.      Etwas Schönes: den Willen haben zu arbeiten, zu produzieren und trotz der Krankheit im Leben erfolgreich zu sein

Vier Anweisungen an die Gesunden:

 

1.      Besucht die Kranken, auch wenn ihr sie nicht kennt. Besucht die Krankenhäuser.

2.      Erinnert die Kranken an Allah.

3.      Betet für sie und lernt die Bittgebete des Propheten (s).

4.      Helft den Leuten, im Leben erfolgreich zu sein. Vermittelt den Kranken kein Mitleidsgefühl, sondern im Gegenteil, vermittelt ihnen den Eindruck, dass sie etwas geben können und dass sie erfolgreich sein können, wenn sie den Willen dazu haben.

Diese Sendung braucht ein Herz. Sie braucht Leute, die die anderen wirklich lieben. Sie braucht barmherzige Ärzte, die ins Paradies kommen wollen, Kranke, die geduldig sein werden, um ins Paradies einzugehen, auch Gesunde, die die Kranken besuchen werden, um ins Paradies zu kommen. Sie braucht ein Herz. Wir möchten wieder zu unserem Herzen zurückkehren. Liebe Leute, worauf stützte sich die Renaissance Europas? Sie stützte sich auf Materialismus. Unser Aufschwung beinhaltet aber etwas, was sie nicht hatten: die sehr feinen humanistischen Prinzipien, die eng mit dem Paradies, dem Wohlgefallen Allahs und seiner Barmherzigkeit, verbunden sind. Allah hat gesagt: [Und Wir entsandten dich nur aus Barmherzigkeit für alle Welten.] (21:107).

Bitte versucht, diese Sendung in die Praxis umzusetzen, denn sie ist sehr einfach. Die nächste Folge ist meiner Meinung nach die wichtigste Sendung des Lebensgestalter-Programms. Mit dieser Folge werden wir die Lebensgestalter in eine neue Phase eintreten lassen. Versucht bitte, die nächste Sendung anzusehen, weil wir dann mit der eigentlichen Arbeit anfangen werden.

Ich bitte Allah, den Segensreichen und Erhabenen, uns zu inspirieren, uns zum Sieg zu verhelfen und uns zu stärken. Und wir sehen uns wieder, so Gott will, in der nächsten Woche.

As-salamu aleikum wa rahmatulallahi wa barakatuh.

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