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Die handwerkliche Tätigkeit
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Der Charakter

SUNNAA’ AL-HAYAT

Lebensgestalter

 Die handwerkliche Tätigkeit

 Einleitung

 In der letzten Woche haben wir über die Industrie und die kleinen Projekte gesprochen. Wir haben gesagt, dass es keinen Aufschwung, ohne Industrie geben kann. Heute werden wir mit diesem Thema fortsetzen.

Wie wir euch gesagt haben, ähnelt unser Programm den Teilen eines Puzzlespiels, die zusammengesetzt werden, um am Ende das vollständige Bild unseres Aufschwungs zu erhalten. Wie gesagt, haben wir in der vorigen Folge mit der Industrie angefangen. Heute besprechen wir die handwerkliche Arbeit, die eigentlich ein Teil der Industrie darstellt. Ich weiß, dass das Hauptproblem dieser Folge, oder allgemein der handwerklichen Arbeit darin liegt, dass die Leute sie leider gering schätzen. Die Leute in den arabischen Ländern blicken von oben auf diese Arbeit herab, und verachten sie möglicherweise. Man meint, was ist das für einen Job, oder das ist ein wertloser Beruf.

In dieser Folge möchten wir gemeinsam drei Ansichten verbessern. Bei zwei werden wir unseren Verstand gebrauchen und bei der dritten unsere Hände. Was ich mit dem Verstand meine, ist die Änderung zweier fester Überzeugungen gegenüber der handwerklichen Arbeit. Was sind diese beiden festen Überzeugungen, die wir in unseren Köpfen verbessern werden? Die erste sagt, dass die handwerkliche Arbeit wertlos ist. Die andere lautet, dass die handwerkliche Arbeit in unseren Ländern nicht respektiert und nicht richtig bewertet wird. Diese zwei Einstellungen möchten wir ändern.

 In dieser Folge möchten wir zwei Einstellungen gegenüber der handwerklichen Arbeit durchsetzen:

Die erste ist, dass die handwerkliche Arbeit respektiert werden soll.

Die zweite Einstellung lautet: kein Aufschwung kann ohne handwerkliche Arbeit stattfinden.

Es gibt ein Produkt, dieses wir durch handwerkliche Tätigkeit produzieren werden. Wir werden in dieser Folge vereinbaren, ein bestimmtes handwerkliches Projekt, vorzunehmen. Also kurz gesagt, liebe Leute: In unserem Programm "Lebensgestalter" werden viele Einstellungen und neue Themen dargestellt. Viele Personen glauben, dass die Änderung der Einstellungen sehr schwierig ist. Ich glaube aber, dass diese Zeit am günstigsten ist, die Einstellungen der Leute zu ändern. Denn in dieser Zeit werden die meisten Festlegungen der arabischen Welt geändert. Was in der arabischen Welt in den kommenden zehn Jahren passieren wird – wie ich am Anfang der Lebensgestalter-Folgen gesagt habe – ist unvorstellbar. Was in den kommenden zehn Jahren in der arabischen Welt passieren wird, ist doppelt so viel wie das, was in den letzten 100 Jahren passiert ist. Und ihr werdet es sehen, liebe Jungen und Mädchen, ihr Lebensgestalter, die in dieser Zeit, nach 10 oder 20 Jahren, auf der Welt seid. Die neuen Einstellungen, die wir jetzt durchsetzen, werden in dieser Zeit gültig sein. Das ist die Rolle der Lebensgestalter, neue Einstellungen vorzustellen, mit denen ihr, liebe Jugendliche nach 20 Jahren leben werdet. Das ist unsere Rolle als Lebensgestalter, wir legen die Grundlage einer sehr schweren Sache und versuchen feste Überzeugungen zu ändern. Was die Sache leichter macht ist, dass es die Zeit der Änderungen ist. Und ihr lieben Jugendlichen werdet diese Änderungen durchführen. Nach dieser Einleitung, lasst uns mit der ersten Einstellung beginnen, die geändert werden soll.

 Passt auf liebe Leute, diese Folge ist an die ganze Gesellschaft gerichtet. Die Folge der kleinen Projekte konzentrierte sich vielleicht auf eine bestimmte Schicht. Heute aber rede ich die Hausfrauen an, die Väter, die Kinder der Grundschule, ich rede die Jugendlichen der Gymnasien an, auch die jungen Studenten der Universitäten. Ich richte mein Wort an Jungen und Mädchen in der ganzen arabischen Welt und die für die Ausbildung zuständigen Personen in unseren Ländern. In dieser Folge spreche ich die Funktionäre der Massenmedien in unseren Ländern an, die Prediger der Moscheen, die Handwerker selbst. In dieser Folge sind alle Schichten angesprochen.

Wenn ich jetzt vor euch dasitze und sage, dass wir feste Einstellungen ändern möchten, weiß ich, dass es nicht einfach ist, eine Einstellung, die seit 100 Jahren existiert, in einer einzigen Folge zu ändern. Nein, das machen wir nicht, denn ihr lieben Jugendlichen werdet diese Folge aufnehmen und sie in der ganzen Welt verbreiten. Ja wir können das sicherlich – so Gott will - tun und mit Seiner Hilfe erreichen. Ich spreche von der Änderung einer festen Einstellung. Könnt ihr euch die Belohnung[1] Allahs für diese Arbeit vorstellen, wenn wir dabei Erfolg haben, in unseren Ländern und in der arabischen Welt eine neue Einstellung zu verbreiten, die Allah und die Muslime zufrieden stellt und womit wir uns bessern. Stellt euch meine und eure Belohnung vor, wenn ihr diese neue Einstellung überall bei den Leuten verbreitet. Was für eine große Belohnung kann man dafür bekommen? Könnt ihr euch vorstellen, wie das Wohlgefallen Allahs sein wird, wenn wir einen wichtigen Teil in der Gesellschaft verbessern?! Das wird phantastisch, wunderbar sein, wenn wir erhobenen Hauptes gehen und Allah, dem Segensreichen und Erhabenen, unsere Arbeit zeigen. Deshalb konzentriert euch bitte gut mit mir und füllt eure Herzen mit dieser Einstellung. Dann können wir gleich nach der Folge mit der Arbeit beginnen und die neue Einstellung überall in der Gesellschaft verbreiten. Welche Einstellung sollen wir verbreiten? Die Einstellung, die lautet, dass handwerkliche Arbeit wichtig für die Gründung des Aufschwungs ist.

 Am Anfang stellt sich die Frage: Was ist handwerkliche Arbeit? Handarbeit oder Handwerk ist eine technische Arbeit, bei der geistig als auch körperlich – sprich mit der Hand - gearbeitet wird. Im Wesentlichen braucht sie praktische Übung. Sie braucht keine große theoretische wissenschaftliche Grundlage, die der Handwerker studieren muss. Also kurz gesagt braucht die technische Arbeit, die mit der Hand erledigt wird, das Denken und die Geschicklichkeit. Diese Geschicklichkeit wird durch praktische Erfahrung gewonnen, dazu ist es erforderlich, die Arbeit oft mit den Augen zu sehen. Also kurz gesagt: was ist handwerkliche Arbeit? Ein denkender Kopf, eine arbeitende Hand und Geschicklichkeit. Diese drei bedeuten handwerkliche Arbeit.

 Was gibt es zum Beispiel? Es gibt sehr viele Bereiche, die wir nennen können: Der Schlosser, der Monteur, der Schweißer. Was machen sie? Sie stellen die Zahnräder und die Schablonen her, die jede Maschine in der Welt braucht, ohne die sie nicht arbeiten kann. Jede Industrie braucht einen Handwerker, der die Arbeitsgänge der Maschinen verrichtet und die Maschinen einstellt. Was das bedeutet? Seht ihr die Dekorationen, die um uns sind? Wir sprechen jetzt nicht davon, ob sie euch gefallen oder nicht, das ist eine andere Sache. Ein Ingenieur hat diese Dekorationen entworfen, aber könnte er seine Entwürfe zusammensetzen und implementieren? Nein! Auch das schöne Auto, mit dem du fährst, hat ein Ingenieur entworfen. Wer aber hat die Teile zusammengesetzt, genau eingestellt und dieses und jenes gemacht? Letzten Endes ist es ein Handwerker. Deshalb kann keine Industrie erfolgreich sein, ohne dass es einen Handwerker gibt, der die ganze Arbeit verrichtet. Und so können wir feststellen, dass unsere Landwirtschaft, unsere Industrie und unser privates Leben mit handwerklicher Arbeit stark gebunden ist. Ich will damit sagen, dass hinter jeder Kultur ein hervorragender Handwerker steht. Könnt ihr das glauben? Seht euch die Kultur der Pharaonen und die Perfektion ihrer Arbeit an. Das Ganze ist handwerkliche Arbeit, oder? Die Pharaonische Kultur, die bis in diese Zeit fortlebt, ist nichts Anderes als handwerkliche Arbeit. Seht euch die islamische Kultur an, und was sie in Ägypten, in Syrien, in Spanien hinterlassen hat. Seht euch die Kultur Europas in der Zeit der Renaissance an und die wunderbaren Museen, die wir jetzt vorfinden. Nicht nur die Museen, auch die Gebäude. Wenn du Frankreich oder Ostdeutschland besuchst, wird dich die Schönheit der Architektur und die handwerkliche Arbeit beeindrucken. 

Das ist noch nicht alles. Wisst ihr was? Diese handwerkliche Arbeit, die vor hunderten von Jahren ausgeführt wurde, schenkt uns und unseren Kindern jetzt in der Gegenwart unser Lebensunterhalt. Wie?

Vergesst nicht, dass es einen Wirtschaftszweig gibt, der dem Lande Milliarden einbringt und an dem Millionen arbeiten. Es ist der Tourismus. Wisst ihr, worauf sich ein großer Teil des Tourismus stützt? Bei Touristen handelt es sich um Leute, die von einem Platz zum andern reisen, um die Sehenswürdigkeiten verschiedener Kulturen zu besichtigen. Auf wen gehen diese Sehenswürdigkeiten zurück? Wer hat sie gemacht? Ist es so oder nicht? Chan El Chalili[2], Tripolis und die alten Stadtteile, die sie enthält, bei all diesen Plätzen, liebe Leute, handelt es sich um handwerkliche Arbeit, die schöpferische, gelernte Handwerker hergestellt haben. Sie konnten ihre Hände auf außergewöhnliche Art und Weise benutzen. Was will ich damit sagen? Ich will sagen, dass die großen Kulturen der Welt immer mit handwerklicher Arbeit verbunden waren. Seht ihr, wie wir handwerkliche Arbeit ohne Respekt behandeln? Wir können die Wichtigkeit dieser Arbeit nicht schätzen, obwohl die größten Kulturen der Welt darauf beruhten.

Ich will noch ein anderes Beispiel geben: Als wir Kinder waren, haben wir in Geschichte gelernt, dass Konstantinopel oder das osmanische Reich die gelernten Handwerker Ägyptens und Syriens nach Konstantinopel geschickt hat. Das haben wir in der Schule gelernt. Sie haben die geschickten Handwerker genommen, um die Kultur des osmanischen Reiches aufzubauen. Und wie wir auch in der Geschichte gelernt haben, hatte dies eine negative Auswirkung auf die Entwicklung Ägyptens und Syriens. Wisst ihr warum? Weil die gelernten Handwerker aus Ägypten und Syrien nach Konstantinopel gewandert sind, und so sieht die Türkei heute aus. Seht den Tourismus der Türkei! Man staunt, wenn man sich die Suleiman-Moschee[3] anschaut. Wie groß und wunderbar ist sie! Wenn man sich diese Moschee vorstellt, sagt man: Oh wie genial ist dieses Bauwerk! Hier waren sowohl die Ägypter als auch die Syrer an dessen Bau beteiligt. In der Türkei kann man auch den Markt der Ägypter sehen, wo die ägyptischen Handwerker damals gelebt haben. Wir besuchen jetzt diese Plätze und die Touristen kommen aus Europa und aus der ganzen Welt und bewundern sie. Sie bezahlen bis zu unserer Zeit Milliarden an die Türkei und bewundern die Kunstwerke, die die ägyptischen und syrischen Handwerker hergestellt haben.

Die Handwerker, die vor hunderten oder tausenden Jahren fleißig gearbeitet haben, schenken uns jetzt unseren Lebensunterhalt und trotzdem sagen wir: Was ist das für ein Beruf! Nein, ich will sagen, dass es nicht nur um Baukunst geht. Vielleicht haben wir nur Beispiele aus der Baukunst erwähnt. Ich will aber sagen: Seht euch die Handwerker an und welchen Fortschritt sie in unseren Ländern bewirkt haben, der ohne sie nicht möglich wäre. 1963 produzierte Ägypten ein Flugzeug mit dem Namen: Kairo 300. Es war das erste Flugzeug in der arabischen Welt, das von A bis Z lokal produziert wurde. Es war ein Prototyp und es konnte fliegen. Ägyptische Ingenieure haben das Flugzeug konstruiert und alles geplant, aber was dann? Wenn Ägypten in dieser Zeit keine hochqualifizierten Handwerker gehabt hätte, hätte dieses Flugzeug nicht ans Licht kommen können. Dieses Flugzeug ist aber gebaut worden und es flog, aber nach der Niederlage von 1967 ist dieser Traum verschwunden. Trotzdem sagen wir, dass ohne diese gelernten Handwerker wir dieses Flugzeug nicht sehen hätten können.

Ein anderes Beispiel: Der Krieg des Jahres 1973. Wir wissen, dass der Sinai besetzt war. Um zum Sinai zu gelangen, musste man den Suez-Kanal überqueren, also von einem Ufer zum anderen übersetzen. Dazu brauchte man dringend eine Schwimmbrücke. Oder wie sonst konnte man zur anderen Seite gelangen? Man musste eine Brücke bauen! Aber wie konnte das möglich sein, die Luftwaffe könnte diese Brücke gleich beschießen? Die Brücke sollte also in wenigen Minuten aufgebaut werden, damit die Armee und die Panzer darauf von einer Seite zur anderen fahren konnten. Ist das möglich? Liebe Leute wir haben hohe Fähigkeiten, aber wir müssen die handwerkliche Arbeit gut schätzen. Stellen wir uns vor, es gäbe keine handwerkliche Arbeit bei diesen Ereignissen, könnte dann überhaupt ein Aufschwung stattfinden, oder hätte der Krieg von 1973 erfolgreich sein können? Denkt bitte an den hohen Wert der handwerklichen Arbeit, wenn ihr diesen Film anschaut.

(Vorführung eines Teils der Überquerung im Krieg von 1973)

Liebe Leute, was wir jetzt gesehen haben, ist eine Kultur, die die Handwerker aufgebaut haben. Tourismus und Industrien, die sich auf Handwerker gründeten. Kriege, die durch die Handwerker erfolgreich waren. Und wie ist es jetzt mit der Lage der Handwerker selbst? Ihre Arbeit wird als niedrige Arbeit betrachtet, man glaubt, sie sei wertlos. In der vorigen Folge haben wir über die kleinen Projekte gesprochen. Wie können die Jugendlichen, die kleinen Projekte ausüben wollen und ihre Arbeit ohne Handwerker fertigen? Liebe Leute, als ich in der vorigen Folge sagte, wir sollen damit anfangen, kleine Projekte aufzubauen, habe ich einige Beispiele gezeigt, die eigentlich nicht verpflichtend sind. Was aber dabei äußerst wichtig und zu berücksichtigen ist, dass man darauf achtet, dass unsere Produkte konkurrenzfähig werden. Das ist die Aufgabe der Experten und Spezialisten. Sie zeigen dem Jugendlichen, wie er besser sein und was ihm mehr Gewinn bringen könnte, damit er im Konkurrenzkampf der Beste wird. Aber, liebe Jugendliche, was braucht man wenn man ein Projekt umsetzen will? Ohne die Handwerker kann man kein Projekt machen.

Leute, es kann keine Industrie ohne Handwerker existieren und somit auch kein Aufschwung hervorgerufen werden. Die handwerkliche Arbeit ist das Rückgrat der Industrie und folglich das der Entwicklung. Denn der Handwerker ist das letzte Kettenglied von Landwirtschaft und Industrie, ohne die die Wirtschaft sich weder entwickeln noch entfalten kann. Er ist das Rückgrat! Dies ist daher die erste Auffassung. Ich frage mich, ob ich dazu beigetragen habe, zu helfen, diese Einstellung zu ändern? Es wird zu keinem Aufschwung ohne Handwerksarbeit kommen. Wir wollen uns durch diese Auffassung motivieren lassen, ihr Lebensgestalter, Männer und Frauen!

Es gibt Leute, die sagen, sie wüssten nicht, wie sie sich an unserem Programm beteiligen sollten, es reicht wenn ihr für unsere Ideen werbt und sie verbreitet, und schon haltet ihr die Verpflichtungen, einen Aufschwung zu erreichen, ein, die wir mit Gott und unserem Propheten (s[4]) vereinbart haben.

An euch, ihr Frauen, ändert eure Ansichten, denn es ist Zeit, sie zu ändern. Und die Zukunft gehört euch, ihr Jugendlichen! Dies ist die erste Auffassung.

Die zweite Auffassung, die wir ändern wollen, bezieht sich auf den Respekt vor dem Handwerkerberuf, den wir als einen ehrenwerten Beruf ansehen müssen. Wisst ihr, warum wir heutzutage die handwerkliche Arbeit so sehr missachten? Weil wir alle nur an einem Abschluss von Universitäten und Akademien interessiert sind, ganz egal, ob wir danach eine Arbeit haben werden oder nicht. Was uns wichtig ist, ist unsere Abschlusszeugnisse an der Wand hängen zu sehen. Das ist das wichtigste, doch dass ich einen Handwerksberuf ausübe? Was ist das für unsinniges Geschwätz? … Nein, nein! Niemals! Dies entspricht weder meinem sozialen Status, noch dem Ansehen meiner Familie. Ich kann mich nicht zu solch einem Niveau herab begeben. Und heutzutage wirst du sehen, dass der Mutter die einzige Sorge ist: „Oh Sohn, du musst erst einmal die Uni absolvieren, um ein gutes, hübsches Mädchen heiraten zu können, aus einer hochangesehenen Familie. Du wirst zu ihnen gehen müssen mit deinem Abschluss, wenn sie dich über die Universität ausfragen, die du absolviert hast. Sie werden dich nur mit einem Abschluss akzeptieren.“ Somit wird der Junge weiter studieren, um diesen schließlich zu erlangen, doch hinterher hat er keine Arbeit und so ist dein Sohn arbeitslos. Und das Mädchen, sie überschreitet die 30, ohne zu heiraten, weil kein Mann mit einer Arbeitsstelle ihr vorgestellt wurde, weil ihr Vater keinen arbeitslosen Mann akzeptieren würde und im gleichen Moment kann er seine Tochter nicht mit jemandem verheiraten, der kein anständiges Abschlusszeugnis vorlegen kann. Nehmen wir mal an, jemand hat ein Handwerk erlernt und hat ein kleines erfolgreiches Projekt aufgebaut, womit er eine Menge Geld verdient. Er ist auch sehr gut erzogen. Ich kenne so viele Leute, die am Benehmen der Handwerker Zweifel haben. Aber stell dir vor – und wir machen in diesem Programm „Lebensgestalter“ Aufklärungsprogramme – ein Handwerker, der sehr gut erzogen ist, kommt, um sich deiner Tochter vorzustellen. Wirst du ihn akzeptieren? Oder wirst du warten, bis sie die 30 überschritten hat, und stattdessen einen Mann, mit einem Zertifikat in der Hand, vorziehen.

Das ist nicht alles, es gibt noch etwas! Wir glauben, dass die ideale Mutter diejenige ist, die ihre Kinder so erzieht und sie unterstützt, bis sie ihre Diplomzeugnisse erhalten. Man präsentiert sie, wie das Modell der perfekten Mutter und man lädt sie ins Fernsehen ein, damit sie sagen kann: Allah sei gelobt, ich konnte meine Kinder gut erziehen, trotz der schlechten Bedingungen, und jetzt ist der eine von ihnen Ingenieur und der andere Arzt. Doch, arbeiten sie? Das ist egal, dies ist eine andere Geschichte! Glaubt nicht, dass ich die Mütter und ihre Rolle in unseren Gesellschaften unterschätze. Im Gegenteil, unsere Mütter stehen über allem. Aber schließlich und endlich, was ist wichtig? Dass ihr gelitten habt, damit euer Kind ein Diplom bekommt? Oder, dass es leistungsfähig ist und Vorteile für die Gesellschaft erbringt?

Aber es gibt Schlimmeres! Man findet Handwerker, die euch sagen: „Ich werde es nicht zulassen, dass mein Sohn Handwerker wird. Ich will, dass mein Sohn seine Schulaufgaben macht, die Universität besucht und sein Diplom bekommt. Und all das nur, damit dann der Sohn letztendlich als Arbeitsloser endet!

Habe ich euch nicht gesagt, dass wir gekommen sind, um die Auffassungen zu ändern? Gebt Acht, lasst euch nicht täuschen von den Jugendlichen, die jetzt die Universität abschließen, diese sind nicht alle begabt. Denn wir wissen, dass die Universität und der Unterricht nicht alle tausende Studenten, die den ganzen Hörsaal füllen, ausbilden können. Und wir wissen genau, womit sich diejenigen Studenten, die in den hintersten Reihen im Hörsaal sitzen, beschäftigen. Diejenigen, die ihre Zeit damit verbringen, Karten und Schach zu spielen. Nein, nicht mal Schach, denn Schach ist ein Spiel für kluge Köpfe. Also, glaubt nicht, dass alle unsere Absolventen nützlich und gut ausgebildet sind.

Bei dieser Gelegenheit werde ich euch eine bezeichnende Anekdote erzählen. Zwei Jugendliche haben gerade das Abitur hinter sich und sind nun auf dem Weg zur Vergabestelle der Ergebnisbewertung. Diese Stelle ist dafür verantwortlich, an welcher Universität sich die Jugendlichen – je nach Abschlussergebnissen - inskribieren können. Diese Geschichte ist wirklich wahr und sie geschah in einem arabischen Land, das ich jetzt aber nicht erwähnen werde. Als sie dann dort ankamen mit ihren Papieren, um sich einzuschreiben, war die Warteschlange natürlich sehr lang. Sie erreichten aber endlich das Büro und traten ein. Der Angestellte sah sich ihre Papiere an und sagte: „Für welche Universität wollen Sie sich denn bewerben?“ Der eine von ihnen sagte: „Für die Universität der Naturwissenschaften“. Der Angestellte sagte: „Tut uns leid, es ist alles ausgebucht.“ Der Junge antwortete: „Was können wir denn jetzt tun?“ Der Angestellte bat ihn, sich zu beeilen, da die Schlange noch sehr lang war. Die Jungen überlegten weiter „Na gut, und was schlagen sie uns vor?“ Der Mann sagte: „Es gibt da noch die Kunst- und Handelsfachhochschule“. Der Junge sah seinen Freund an und sagte: „Was werden wir denn jetzt machen?“ Sein Freund antwortete: „Ich sag dir was, wir inskribieren einfach an irgendeiner Universität, solange wir zusammen bleiben. Machen Sie schon, Mann! Tragen Sie sich einfach für die noch vorhandenen Studienrichtungen ein.“ So gingen sie dann in die Fachhochschule.

Soll ich mit dem Witz fortfahren? Obwohl es eigentlich kein Witz ist, es ist vielmehr eine Tragödie. Sie gehen also zur Hochschule. Sie absolvieren Studien, die überhaupt nicht am Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Sie erhalten ihre Diplome, um sich dann mit 16 Millionen anderen arbeitslosen Absolventen in der arabischen Welt vorzufinden.

Leute, diese Denkweise muss sich schleunigst ändern. Was heißt das im Klartext?

Sicherlich gibt es da den einen oder anderen Vater, der uns gerade zusieht und der einen Sohn hat und mir jetzt sagen wird: „Willst du etwa, dass ich meinen Sohn vom Gymnasium rausnehme und ihn in irgendwelchen technischen Instituten studieren lasse? Geh, Sohn, schalte diesen Fernseher aus! Bei Allah, dieser Typ ist …“ Nein bitte, Gott segne dich, mach es nicht. Wir sind gerade dabei unsere Auffassungen zu korrigieren. Ich habe ja noch nicht das Projekt erklärt, also schalte den Fernseher bitte nicht aus. Der Prophet (s) pflegte zu sagen: Ich suche Zuflucht bei dir, vor nutzlosem Wissen.

Denkt darüber und über die heutige Gesellschaft nach.

Ich flehe dich an, lehre deine Kinder die Prinzipien dieses Hadiths[5].

Ich bitte euch um nichts Anderes als dieses.

Oh Allah! Ich suche Zuflucht bei dir, vor nutzlosem Wissen.“ Was ist falsch daran, dein Kind so zu erziehen, dass es eine Druckerei eröffnet? Sie könnte dann zu einem Verlag anwachsen. Warum nicht? Was ist falsch daran, wenn eine Frau oder ein Mädchen lernt, wie man Gebäck zubereitet und dann die größte Konditorei des Landes besitzt und berühmt wird? Sind das nicht etwa auch Berufe und Handwerke?

Diese Auffassung muss sich ändern. Wir müssen Handwerksberufe respektieren. Wir müssen die Bedeutung des Handwerksberufes schätzen. Lasst mich euch eine Frage stellen. Wenn ihr diesen Hadith hier hört: Oh Allah! Ich suche Zuflucht bei dir, vor nutzlosem Wissen.“ Woran denkst du da? Wie wirst du dem Propheten (s) gegenübertreten, wenn er bei Allah Zuflucht vor dieser Sache sucht? Lasst mich euch etwas sagen. Was hat unsere Gesellschaft dazu gebracht, so zu werden, wie sie jetzt ist? Weißt du was? Es ist die Kolonisation. Was meinst du? Als unsere Länder von den Europäern besetzt waren, waren sie darauf bedacht, die Handwerksberufe zu zerstören. Ein Mann, namens Dunlop[6], setzte Erziehungsrichtlinien in vielen arabischen Ländern durch. Kennst du das Ziel dieser Richtlinien? Beamte erzeugen! Aber warum? Warum Beamte und keine Handwerker? Weil die Besatzer im Wesentlichen gekommen sind, um die Produkte zu vermarkten, die von Handwerkern und Arbeitern aus ihren eigenen Ländern hergestellt wurden. Liege ich da richtig? Ist das nicht der Grund, der hinter der Besatzung steckt?

Wir haben unsere eigenen Industrien. Das heißt also, wenn du Handwerker wirst, wird das keinen Sinn machen, oder? Natürlich nicht. Erinnerst du dich an den Film über die Geschichte Gandhis? Seine einzige Veranlassung war, zu beweisen „Wir sind Handwerker. Wir müssen die Produkte, die wir brauchen, in unserem eigenen Land herstellen.“ Dunlop hatte ein brillantes Erziehungssystem aufgestellt, um Beamte auszubilden, deren geschäftliche Arbeit nur darin besteht, Produkte von außerhalb ihres Landes zu vermarkten.

Gut, Dunlop ist nun weg und so auch die Kolonisation. Hundert Jahre sind nun vergangen und das Erziehungssystem hat sich bis jetzt nicht geändert! Warum haben wir unsere Sichtweisen nicht geändert? Außer Erziehungssysteme zu ändern, hat Dunlop aber noch mehr Schaden verursacht. Das ganze Geld des Bildungsetats war der Ausbildung in den Universitäten gewidmet. Und was ist mit der beruflichen Ausbildung? Er hat sie völlig vernachlässigt. Er hat sie nicht nur vernachlässigt, nein, das System hörte auf, ihnen Allgemeinbildung zu vermitteln und ihren Wissensstand zu verbessern.

Das heißt also, es wurden Handwerker ausgebildet, die ihre Arbeit nicht beherrschen und deshalb in Verlegenheit geraten. Sie sind außerdem weder gebildet noch wohlerzogen. Deshalb beginnt die Gesellschaft sie immer schlechter anzusehen, bis sich die Handwerker auf der untersten Stufe der sozialen Leiter befinden. Das alles geht einfach nicht und führt zu keinem Aufschwung. Das kann nicht funktionieren. All das muss sich ändern. Und das ist unsere Rolle. Ich weiß, dass das, was ich sage, schwierig ist, aber die Zukunft soll viele Änderungen mit sich bringen. Du kannst das ändern. Schau mal, was im Bezug auf das, was wir sagten, in Europa passiert. Du wirst bemerken, dass sowohl die Universität als auch die berufliche Erziehung eine große Menge an Aufmerksamkeit bekommen. Warum? Weil sie sich gegenseitig ergänzen. Es ist, wie ich vorher schon erwähnt hatte, wie ein Puzzle. Die Einzelteile sind aufeinander abgestimmt, und somit kann keine Industrie ohne eins von beiden existieren. Deshalb, wenn du auf die Europäer blickst, wirst du einen stolzen Mann vorfinden, der sagt: „Mein Sohn absolvierte eine technische Universität. Er arbeitet jetzt und verdient seinen eigenen Lebensunterhalt.“ Wenn du dir Talk-Shows in Großbritannien anschaust, ich jedenfalls, wenn ich es tue, wundere ich mich sehr.

Die Gäste in dieser Talk-Show sind nämlich Ärzte und auch Handwerker. Beide reden und diskutieren auf gleicher Bildungsebene. Warum? Weil der Handwerker finanziell gefördert wurde und die gleiche Erziehungsqualität wie der Arzt bekommen hat.

Wenn wir in den nächsten Folgen über die Erziehung sprechen, müssen wir einen riesigen Schritt in diesem Thema tun, so Gott will, um die Situation zu verbessern. Doch nun gilt es, diese Auffassung zu ändern. Was war es noch mal? Handwerker zu respektieren! Was die Tatsachen verschlimmerte, sind die Medien. Was haben sie gemacht, anstatt Bildung unter ihnen zu verbreiten, sie kulturell zu erziehen und ihre Probleme zu lösen, um ein gutes Beispiel für die Gesellschaft zu setzen? Sie fingen an, sich über sie lustig zu machen und sie auszulachen. Sie redeten über junge Handwerkerkinder und rissen Witze darum. Die Eltern begannen alsdann zu sagen: „Nein, das will ich nicht.“ Ist nicht genau das passiert in unseren Ländern? Gut, ich komme heute, um das zu ändern. In dieser Folge müssen wir diese Auffassung ändern, indem wir den Koran und den Islam dazu nutzen. Hört her, was der Koran sagt, im Bezug auf Handwerker. Der Koran erwähnt die Handwerker in einer Art und Weise, dass du sie einfach lieben wirst. Und der Prophet Muhammad (s), was hat er über die Handwerker gesagt? Ändere Auffassungen, indem du den Islam nutzt. Wir haben etwas, die Religion, worauf wir uns beziehen können. Der Islam ist großartig. Es geht hierbei nicht nur darum, nur zu beten und zu fasten. Der Islam erzählt uns, wie das Leben funktioniert. Das ist Gottes Wille. Hör dir diesen Vers an, wo Allah sagt: [Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten mit ihnen das Buch und die Waagewerte herab, auf dass die Menschen Gerechtigkeit üben mögen….] (57:25). Koran und Religion und dann was? Hör dir den Rest des Verses an: [… und Wir schufen das Eisen, …] (57:25). Das Buch, die Waage und das Eisen. Er hat beides nebeneinander gesetzt, [… und Wir schufen das Eisen, worin (Kraft zu) gewaltigem Krieg wie auch zu (vielerlei) Nutzen für die Menschheit ist, …] (57:25). Wie kann es Vorteile für andere bringen, wenn es noch ganz neu ist?! Worüber spricht der Koran?! Über die Formgebung des Eisens. Wie kann da überhaupt ein Nutzen gezogen werden, ohne Schweißer und Bauschlosser? Kannst du sehen, was dieses Bild uns zeigen will? Es ist das Eisen!

Allah hat uns noch etwas befohlen, nämlich den Aufbau und die Bevölkerung der Erde. Betrachte den Koranvers, in dem Allah seine Gaben an die Menschen aufzählt; unter diesen Gaben war:

[Und gedenkt (der Zeit), da Er euch zu Erben der Ad[7] einsetzte und euch eine Stätte im Land anwies; ihr erbaut Paläste in seinen Ebenen und grabt Wohnungen in die Berge. Seid also der Gnaden Allahs eingedenk und treibt im Land nicht (euer) Unwesen, indem ihr Unheil anrichtet.] (7:74).

Allah hält es also für eine Gnade, dass Er den Menschen im genannten Koranvers handwerkliche Berufe beigebracht hat. Seht ihr, wie diese Berufe im Koran als Gunst und Huld von Allah betrachtet werden.

Nun höre diesen Vers; ein Handwerk war der Grund dafür, dass das ganze Volk des Jemens sich zum Islam bekannt hat.

Welches Handwerk war das denn?

Die Glasindustrie!

Wie..?

Der Vers (27:44) sagt:

[…„Tritt ein in den Palast.“]

Als die Königin des Jemen[8] zu Salomo ging, lud er sie ein, um einzutreten.

Dies war ein Palast, auf dem Wasser gebaut. Deshalb, als sie den Palast sah, dachte sie, dass dies nicht der Palast sei, sondern lediglich ein Wasserweg, der zum Palast führen sollte.

[… Und da sie ihn sah, hielt sie ihn für einen Wasserspiegel …]

Daraufhin hat sie ihr Gewand hochgezogen

[… und entblößte ihre Beine.]

Insgeheim dachte sie „Ich soll durch das Wasser gehen, wie merkwürdig! Jedoch ist er ein König, und ich kann ihn nicht widersprechen.“ Als sie aber eintrat, bemerkte sie, dass der Boden unter ihren Füßen fest war. Da begriff sie, dass die Wasserfläche mit Glas bedeckt war. Könnt ihr euch dies vorstellen.

Wer hat dies denn gebaut?

Die Handwerker!

[… Er (Salomo) sagte: „Es ist ein Palast, getäfelt und gepflastert mit geglättetem Glas.“]

Er sagte ihr dann: „Fürchte dich nicht; das ist kein Wasser sondern Glas!“

Sie war überwältigt: Oh, können die Gläubigen wirklich so gute Handwerker sein!! So sagte sie:

[… „Mein Herr, ich habe wahrlich gegen meine eigene Seele gesündigt, und ich ergebe mich mit Salomo Allah, dem Herrn der Welten.“]

Ein Handwerk war also der Grund für die Konvertierung zum Islam!!

Seht ihr, wie der Koran einen großen Wert auf die Handwerke legt.

Ein weiteres Beispiel:

Wie wurde Noahs Volk vor der Flut gerettet?

Durch den Bau eines Schiffes! Die Geschichte Noahs fängt mit dem Bau eines Schiffes an:

[„Und baue das Schiff unter Unserer Aufsicht und nach Unserer Anweisung, und lege bei Mir keine Fürsprache für diejenigen ein, die gefrevelt haben; denn diese werden ertrinken.“] (11:37)

Wer hat also das Schiff gebaut? Waren es nicht die Handwerker?

Pass auf, es gibt eine Stelle, an der Noahs Volk über die Handwerker gespottet hat. Dies zeigt der folgende Vers:

[Die Vornehmen seines Volkes, die nicht glaubten, sagten: „Wir sehen in dir nur einen Menschen unseresgleichen, und wir sehen, dass dir keine als jene gefolgt sind, die aller äußeren Erscheinung nach die Niedrigsten unter uns sind, noch sehen wir in euch irgendeinen Vorzug vor uns; nein, wir erachten euch für Lügner.“] (11:27)

Noahs Volk – leider wie wir – verachtete die Handwerke. Sie sagten Noah, dass nur die Handwerker ihm gefolgt sind, die niedrige Tätigkeiten ausübten. Allah hat jedoch gesagt:

[Baue das Schiff unter Unserer Aufsicht und nach Unserer Anweisung.]

Also die Handwerker haben unter Allahs Anweisung und mit Seiner Hilfe das Schiff gebaut. Seht ihr also, was der Koran von den Handwerkern hält?!

Darüber hinaus haben wir eine Sure im Koran, die ungefähr sechs oder sieben Arten von Handwerken enthält, worüber in fünf oder sechs Versen gesprochen wurde. Betrachtet Zul Qarnain. Zul Qarnain war ein gerechter König, der aber die handwerkliches Können beherrschte. Dies war der Hauptfaktor seines Erfolges.

Wie??

Zul Qarnain ging eines Tages bei einem Volk vorbei. Dieses Volk war ziemlich arm und unterdrückt, denn es gab ein anderes stärkeres Volk, das es ständig angegriffen hat. Das stärkere Volk hieß Gog und Magog. Als das schwache Volk Zul Qarnain und seine Stärke sah, sagte es:

[„O Zul-Qarnain, Gog und Magog stiften Unheil im Lande; sollen wir dir nun Tribut zahlen unter der Bedingung, dass du zwischen uns und ihnen einen Wall errichtest?“] (18:94)

Gog und Magog befanden sich zwischen zwei Bergen. Daher hat das schwache Volk Zul Qarnain Geld angeboten, unter der Bedingung, dass er sie zwischen den zwei Bergen einsperrt, indem er eine Mauer zwischen den Bergen baut. Zul Qarnain hat aber das Geld abgelehnt und stattdessen sagte er:

[„Die Macht, die mein Herr mir gegeben hat, ist besser. So helft mir denn mit all eurer Kraft, damit ich zwischen euch und ihnen einen Damm errichten kann.“] (18:95)

Er hat also abgelehnt, alleine zu arbeiten. Er wollte, dass alle ihm helfen und mit ihm am Bau des Dammes arbeiten.

Warum wollte er es denn so haben, obwohl er über ein starkes Heer verfügte, und obwohl er Geld für seine Arbeit bekommen hätte?

Seine Strategie war, dass sie selbst arbeiten müssen, damit sie dabei auch etwas lernen können.

Es steht nicht im Widerspruch, dass du einen Universitätsabschluss hast und trotzdem ein Handwerk ausübst. Die meisten denken, dass man entweder einen Universitätsabschluss hat oder ein Handwerk üben kann, nicht aber beides!! Ich sage aber, es geht! Man muss ein Handwerk erlernen und ausüben, vorausgesetzt, dass man es respektiert.

Zul Qarnain hat etwas sehr Erstaunliches gemacht, um einen Damm zwischen den beiden Bergen zu bauen und somit Gog und Magog darin (bis zum heutigen Tag) einzusperren. Man konnte sie bis heute nicht finden, denn der Ort, an dem diese Ereignisse abgelaufen sind, ist uns nicht bekannt. Außerdem kann man die zwei Berge nicht erkennen, weil Zul Qarnain einen Damm dazwischen gebaut hat.

Wie hat er das geschafft?

Stellt euch vor, er hat angefangen, Löter, Schweißer, Monteure und Facharbeiter zu sammeln, um das Eisen in gleichmäßige Stücke so zu schneiden, dass sie für die Strecke zwischen den beiden Bergen reichten. Dann haben sie die Kluft zwischen den Bergen mit diesen Eisenstücken ausgefüllt, bis die Stücke die Bergspitzen erreichten. Seht, was die Koranverse darüber sagen:

[„Bringt mir Eisenstücke.“ Als er die Kluft zwischen den beiden Bollwerken ausgefüllt hatte, sagte er: „Blast!“ Als er es (das Eisen) feurig gemacht hatte, sagte er: „Bringt mir geschmolzenes Kupfer, ich will es darüber gießen!“] (18:96)

Mit dem geschmolzenen Kupfer hat er die Lücken zwischen den Eisenstücken gefüllt, woraus ein ziemlich solider, fester und sehr glatter Barren entstand. Der Koranvers sagt über diesen Barren:

[So vermochten sie es nicht, sie (die Dämme) zu erklimmen, noch konnten sie sie durchbrechen.] (18:97)

Gog und Magog konnten also nicht über die Dämme klettern, weil sie ziemlich glatt waren. Und weil sie aus Eisen und Kupfer waren, konnten sie sie auch nicht durchbohren. Stellt euch ihre Geschicklichkeit vor; die Schmelzgrade des Eisens und des Kupfers sind nämlich verschieden, trotzdem gelingt es ihnen, das geschmolzene Kupfer genau zu dem Zeitpunkt, an dem das Eisen feurig geworden ist, zu gießen. Was für ein Handwerk!!

Zul Qarnain hat auch die Menschen in Gruppen geteilt; eine Gruppe für das Schneiden des Eisens, des Kupfers, das Gießen, das Eisenmessen, das Bauen, usw. Er bestand sogar darauf, dass die Menschen aus der oberen Schicht, die kein Handwerk beherrschten, ebenfalls mitarbeiteten.

Bis heute – wie der Koran sagt – sind Gog und Magog noch zwischen den Bergen eingesperrt dank Zul Qarnains äußerst geschicktem Handwerk.

Bei Gott, was ist schwieriger und größer als die Pyramiden oder der Damm von Gog und Magog? Die Wolkenkratzer oder Gogs und Magogs Damm? Welches ist fester und dauerhafter? Dies war eine koranische Lehre zur Verehrung der Handwerke. Das Volk, das um Zul Qarnains Hilfe gebeten hatte, war ein schwaches Volk, das sich vor seinem Feind fürchtete. Sie dachten, dass das Geld die Lösung für das Problem gewesen wäre. Zul Qarnain hat ihnen jedoch dabei geholfen, ein Handwerk zu erlernen, denn handwerkliche Fähigkeiten können dir in der Not helfen und dich sogar retten und zum Erfolg führen. Diese Lehre galt für dieses Volk, aber sie gilt genauso gut für uns. Arbeite mit deiner Hand und sei erfolgreich, das ist nichts Schlimmes. Der Koran ist stolz auf Zul Qarnain, der die Erde mit Gerechtigkeit erfüllte, die auf eine handwerkliche Fähigkeit, die er beherrschte, zurückzuführen war.

Die Muslime müssen den Koran ganz im Bewusstsein darüber und nachdenklich lesen. Deshalb lesen wir die Sure „Al-Kahf“[9] jeden Freitag, damit man begreift, was man die ganze Woche tun soll. Die ganze Woche muss von Erfolg, wie der von Zul Qarnain, und Leistung gefüllt sein. Deswegen empfiehl uns der Prophet Muhammad (s), die Sure Al-Kahf jeden Freitag zu lesen, um diese Bedeutungen zu lernen und verinnerlichen.

Der Prophet Muhammad (s) sagt:

Allah mag den professionellen Gläubigen.

Seht ihr, wie wichtig dieses Thema ist. Es geht nicht, dass ein guter Gläubiger sich als Handwerker schlechte Manieren leistet.

Worauf bezieht sich denn der Begriff „professionell“?

Obwohl dieser Begriff häufig in Verbindung mit Fußballern, Sportlern oder Sängern gebracht wird, ist er ursprünglich vom „Beruf, Tätigkeit oder Handwerk“ abgeleitet.

Habt ihr vergessen, dass unsere Völker früher auf die verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten und deren Namen so stolz waren, dass die Familien nach den in ihnen ausgeübten Handwerken genannt wurden? Es gab damals Familien, die z. B. die Schmiede-Familie, die Arbeiter-Familie in Kuwait, die Dachbauer-Familie, die Tischler-Familie … hießen. Sind das nicht die Namen der Familien in unseren arabischen Ländern? Die Familien waren so stolz auf ihre Handwerke, dass sie sich selbst nach denen nannten, auch weil diese Handwerke von den Tätigkeiten, deren Ausübung und Pflege der Prophet Muhammad (s) uns empfohlen hat;

Allah mag, hört ihr, „mag“! Gibt es etwas Besseres zu wünschen, als Allahs Liebe und Wohlgefallen?!

Seid also stolz auf die Handwerke. O ihr Frauen, Mädchen, Väter, Mütter versucht euren Kindern eine handwerkliche Tätigkeit beizubringen, die sie dann beherrschen und ausüben, damit Allah sie mag. Dies ist doch der Islam.

Darüber hinaus, als der Prophet Muhammad (s) jemanden sah, dessen Hände vom Arbeiten rau waren, hielt er (s) seine Hände und strich sie und sagte:

Das sind Hände, die Allah und sein Gesandter mögen.

Heutzutage, wenn wir einen Handwerker mit rauen Händen sehen, geben wir ihm ganz schnell die Hand und ziehen sie angewidert gleich zurück, denn seine Hände sind für unsere glatten Hände zu rau. Seht ihr aber, wie der Prophet (s) mit diesen Menschen und diesen Händen umging? Er hielt sie in seinen Händen und strich sie, denn diese Hände mögen Allah und sein Gesandter. Das ist doch der Islam!!

Jedoch, wenn die handwerklichen Tätigkeiten euch nicht gefallen, und wenn ihr sie verachtet und für niedrige Tätigkeiten haltet, dann halte du, Handwerker, deinen Kopf hoch, und lass es dir genügen, dass Allah und sein Gesandter dich mögen; da gibt es nichts Besseres!! Wir alle müssen also auf die Handwerke stolz sein!!

A’mr Ibn Al-A’s[10] war Metzger, Chabbab Ibn Al-Art war Schmied, Sa’d Ibn Al-Waqas[11], der Führer der Schlacht von Kadissija[12], auf den wir alle sehr stolz sind und nach ihm wir unsere Söhne nennen, was war er? Er hat Bogen zum Schießen hergestellt. Ein weiteres Beispiel ist der Prophet (s), dessen Sohn Ibrahim von einer Frau gestillt wurde, deren Mann ein Schmied war; und der Prophet (s) war ziemlich stolz darauf, als wollte er uns damit etwas lehren. Seht ihr, wessen Sohn diese Amme stillte!!! Außerdem, woher kommt die Idee mit der Kanzel? Diese Idee stammte weder vom Koran noch von der Sunna[13]. Ein Zimmermann kam eines Tages zum Propheten (s) und sagte: „ O Allahs Gesandter, es wäre gut, wenn du auf etwas sitzt, damit die Menschen dich sehen können.“ Und daraufhin hat er die Kanzel hergestellt, und durch sein Handwerk den Islam einen großen Verdienst erwiesen.

Das sind die handwerkliche Tätigkeiten und deren Wert im Islam, und das ist unsere Religion und unsere Sichtweise. Wir wollen, dass die Menschen ebenso denken und entsprechend erzogen werden.

Der ehemalige US-Präsident Nixon hielt eine Rede am Tag seines Rücktritts, in der er sehr beachtenswerte Worte sagte; er sagte: „Dass ich von der Präsidentschaft zurücktrete, bedeutet nicht, dass ich meinem Land nicht mehr dienen werde. Die Vereinigten Staaten brauchen einen Zimmermann, Elektriker und Klempner genauso wie sie einen Präsidenten brauchen; wir alle sind ehrenhafte und großartige Menschen, egal was wir tun, solange wir unserem Land dienen.“

Dies ist einer der Hauptgründe für den Erfolg des Westens. Wir betrachten bei ihnen diese Einstellung, versuchen aber nicht, uns ein Beispiel an ihnen zu nehmen. Solange wir unsere Einstellung nicht ändern, werden wir keinen Aufschwung erzielen können.

Der jetzige Präsident von Brasilien hat ebenfalls eine sehr erstaunliche Geschichte. Er war Drechsler und ging zur Berufsschule als er 14 Jahre alt war. Als er älter wurde, wurde er Vorsitzender der Gewerkschaft. Dann gründete er die Arbeiterpartei. Er kandidierte bei den nationalen Wahlen, und nun ist er Präsident des ganzen Landes. Es machte den Brasilianern nichts aus, dass ihr Präsident vom Beruf her ein Handwerker war. Es ist also nicht schlecht oder erniedrigend, ein Handwerker zu sein.

 Als Handwerker kannst du sogar sehr viel Geld verdienen. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Habt ihr von der Geschäftskette Chanel gehört? Diese Geschäfte bringen jährlich Milliarden von Pfund. Wer ist denn Chanel? Chanel war eine Schneiderin. Sie besaß eine Nähmaschine, mit der sie ihr Handwerk ausübte, und nun hat sie viele Geschäfte mit ihrem Namen.

 Also Leute, sucht euch Arbeitsmöglichkeiten und verdient euer Brot, und wartet nicht, bis ihr vom Staat eingestellt werdet.

Sagt ihr denn nicht, dass wir das Arbeitslosenproblem lösen wollen? Hier biete ich euch die Lösung an: Wendet euch handwerklichen Tätigkeiten zu, neben dem Universitätsabschluss. Beherrscht ein Handwerk und seid darin erfolgreich, dann seid ihr frei zu entscheiden, in welcher Richtung ihr arbeiten möchtet.

Habt ihr von einer Frau in Ägypten gehört, die A’zza Fahmy[14] heißt? Sie hat eins der größten Schmuck- und Juweliergeschäfte in Ägypten. Sie absolvierte das Universitätsstudium, konnte jedoch keinen Job für ihren Abschluss finden. Deshalb begann sie, Juwelierläden zu besuchen und die Schmiede während der Arbeit drei Jahre lang zu beobachten. Als sie selbst mit der Hand arbeitete, brachen ihre Nägel und ihre Hand wurde rau. Nun besitzt sie eins der größten Schmuck- und Juweliergeschäfte in Ägypten. Wir wollen darüber wegen des Neids und der Steuern, ihr wisst schon, nicht weiter erzählen!! Sie verkauft wunderschöne Schmuckwaren, die unsere Kultur und deren Kunst widerspiegeln.

Leute! Es gibt einen Friseur, der heute unter uns sitzt, sein Name ist Hussam. Als der Bürgerkrieg im Libanon anfing, ist er, wie viele andere junge Leute, nach England gereist. Die Jugendlichen, die keinen Beruf gelernt haben, waren dort verloren, denn sie fanden keine Arbeit. Aber Hussam war ein guter Friseur, er hat es geschafft, in England zu arbeiten, und hat dabei auch genug Geld verdient. Während des Krieges haben viele als Friseur gearbeitet. Heute besitzt Hussam einen großen Rasiersalon mitten in Beirut. Und es ist keine Schande, dass er Friseur ist. Ganz im Gegenteil! In den Ländern des Arabischen Golfs gibt es viele Arbeitslose, deswegen haben diese Länder auch angefangen, ebenso zu denken, davon will ich heute sprechen. Wir werden euch einen Film zeigen, diesen Film hat eine Filiale der Firma Toyota gemacht, die Filiale in Saudi-Arabien, und Allah möge sie dafür belohnen. Sie waren an dieser Angelegenheit interessiert, und deshalb haben sie nach Geschäftsleuten Ausschau gehalten, die an ihr Land denken. Wir brauchen euch, Geschäftsleute, wir brauchen euch sehr, ihr müsst uns bei den Lebensgestaltern helfen.

Lasst uns jetzt diesen Film ansehen. Der Film heißt „Ich bin stolz“. Es ist ein toller Film. Der Film sagt aus: Ich bin stolz darauf, dass ich einen handwerklichen Beruf habe. Wir danken der Firma, dass sie uns diesen Film geschenkt hat. Jetzt lasst uns den Film ansehen.

(Der Film.)

Ich schenke euch diese Idee, na was meint ihr? Haben sich eure Überzeugungen schon geändert? Diese Folge kann man auf unserer Webseite (www.amrkhaled.net) finden, die ganze Folge mit dem Film. Man kann sie auch als Text zum herunterladen finden. Wir wollen, dass man uns überall hören und sehen kann. Aber wir möchten, dass wir erst bei uns selber anfangen, wir wollen ein Handwerk lernen. Frauen und Mütter haben sich bei uns gemeldet und gesagt, dass die Kleinproduktionen zu schwierig für sie seien. Dieses Projekt ist für alle geeignet. Ich meine damit die Idee, dass wir stolz sind. Und übrigens, wenn du ein Handwerk erlernt hast, und damit aufgewachsen bist, dann wirst du mit der Zeit, und wenn du auch viel daran arbeitest, auch ein Meister darin.

Es gibt jemanden, der Zarqany heißt, der Handwerker war. Er hat damit angefangen, die Entwürfe der großen Wissenschaftler nachzubauen, er versuchte, es ihnen nach zumachen. Und er hat so lange weiter gemacht, bis er selber eine eigene Schule errichtet hat. Er wurde einer der größten muslimischen Wissenschafter, und nicht nur das, er hat als Handwerker angefangen, und ist mit seinem Handwerk gewachsen und ist darin ein Meister geworden. Er hat sogar was Großartiges erfunden, er ist nämlich derjenige mit der Idee zum Astrolabium. Das Astrolabium ist das Gerät, dieses man  in der Astronomie benutzt damit man die Bewegung der Sterne beobachten kann.

Das Astrolabium ist eine islamische Erfindung, die Muslime waren es, die es erfunden haben. Und wisst ihr auch was das Astrolabium noch ist? Es ist das Motto von den Lebensgestaltern. Alle sehen sich das Logo an, und fragen sich was es wohl bedeutet? Es ist unser Motto, die Erfindung von Zurgany. Wir wollen damit sagen, dass wir einmal sehr erfolgreich und groß waren, obwohl wir klein angefangen haben.

Nun lasst uns schnell den Film vom Zurgany ansehen, wo wir sehen können, dass er als kleiner Handwerker angefangen und gearbeitet hat, bis er es zu einem großen Wissenschaftler wurde, der etwas Großartiges erfunden hat.

(Der Film.)

Wir brauchen ein wenig Stolz. Wir brauchen aber auch ein wenig Ehrgeiz, dass wir stolz  über diese Geschichte und auch stolz auf handwerkliche Arbeit sind. Ich gebe euch ein Beispiel, ich zeige euch etwas, etwas das euch sagen lässt: „Wieso arbeiten wir nicht daran, dass es in Ägypten mehr Städte wie diese gibt?“ Diese Stadt hat die geringste Arbeitslosenrate in Ägypten, und es ist ja wohl bekannt, wie die Arbeitslosenrate in Ägypten ist. Aber wieso ist in dieser Stadt die Arbeitslosenquote niedriger? Weil dort alles auf handwerklicher Arbeit aufgebaut ist. Zum Beispiel Möbel: der Schüler kommt aus der Schule und geht in die Werkstatt. Der Vater arbeitet dort, und die Mutter auch. Das ganze Volk produziert, alle haben eine handwerkliche Arbeit. Lasst uns die Stadt Damiette[15] ansehen, die jahrhundertealte Stadt, worauf wir alle stolz sind, denn es ist die Stadt mit der niedrigsten Arbeitslosenrate, weil alle Bewohner produzieren, lasst sie uns im folgenden Film ansehen.

(Der Film.)

Alles, was bis jetzt war, die erste und die zweite Unterbrechung, war, damit wir uns auf zwei Sachen einigen können. Die erste Unterbrechung war dafür, dass wir verstehen, dass die handwerkliche Arbeit die Grundlage des Aufschwungs ist und das Rückgrat der Industrie. Es gibt keinen Aufschwung ohne handwerkliche Arbeit.

Die zweite Unterbrechung war, um darauf hinzuweisen: „Ich bin stolz darauf, einen handwerklichen Beruf zu haben, und ich werde ihn auch nicht gering ansehen. Ich werde in der Gesellschaft verbreiten, dass die handwerkliche Arbeit die Grundlage des Aufschwungs ist, und dass sie anzuerkennen ist“. Ich möchte, dass die Väter und Mütter es zu ihren Kindern sagen. Das Projekt kommt in der dritten Unterbrechung vor. Macht euch bereit, nachdem wir uns darauf geeinigt haben, unsere Überzeugungen zu ändern. Wir brauchen euch, und wir müssen uns auf das Projekt einigen.

Das ist es, worauf wir uns geeinigt haben, und das sind die Einstellungen, die wir – so Gott will – auch geändert haben, und die sich auch weiterhin noch ändern werden, wenn ihr euch die Kassette und den Film, die wir gemacht haben, anseht und anhört. Ihr könnt es euch auch vom Internet herunterladen. Wir haben also unsere Einstellung zu der handwerklichen Arbeit geändert, was bleibt danach noch übrig? Danach bleibt noch eine Sache übrig, die wir eigenhändig machen können. Das Projekt heißt „Wir gehen nicht unverrichteter Dinge fort“. Ihr werdet sagen: „Was wird verlangt? Was willst du noch von uns nach allem, was schon gesagt wurde?“. Ich verlange ein Projekt, worauf wir uns einigen. Dieses Projekt ist für alle machbar. Als erstes möchten wir, dass alle mithelfen, Väter, Mütter und Kinder. Alle, auch die Schüler in der Grundschule, sollen mir zuhören. Einfach alle sollen mit mir an diesem Projekt arbeiten. Was will ich eigentlich von euch? Ich will von jedem Vater, und schon ab morgen, dass er darauf achtet, dass die Kinder unbedingt ein Handwerk erlernen müssen. Aber wie soll das Kind ein Handwerk erlernen? Ich sage es euch: Bringt ein paar Tische, und einen guten Handwerker. Sucht euch einen Platz im Haus oder auf dem Dach, und sammelt die Kinder aus eurer Nachbarschaft, damit alle zusammen anfangen können, ein Handwerk zu erlernen, gleichgültig welches. Sucht nach einem guten, anständigen Handwerker mit guten Sitten, von dem ihr wisst, dass er gut in seinem Gebiet ist, und schickt ihm eure Kinder. Ich kenne einen Mann der in Heliopolis[16] wohnt. Jeden Feiertag und jeden Freitag sagt er zu seinem Sohn: „Gehe und spiele ein wenig im Klub, und dann gehe zu dem Mechaniker, dem wir vertrauen, damit du bei ihm etwas lernst“. Ich kenne auch einen Universitätsprofessor, der seinen elfjährigen Sohn im Sommer nach Deutschland schickt, damit er dort ein Handwerk lernt. Wir möchten diese Sichtweise in der Gesellschaft verbreiten. Wir wollen uns darauf einigen, dass wenn dein Kind Zeit hat, um bis 13:00 zu schlafen, um mit seinen Freunden zu spielen oder mit ihnen fort zu gehen, oder du darauf bestehst, dass es schwimmen oder Fußball lernen muss, du auch darauf bestehen musst, dass es Zeit hat, ein Handwerk zu erlernen. Und so geht das Kind ein bis zwei Stunden in der Woche zu einem Handwerker, bis der Sommer kommt. Wir warten nicht erst ab bis der Sommer kommt.

Mädchen sagt zu euren Schwestern, dass sie auch ein Handwerk lernen sollen, zum Beispiel Nähen oder was auch immer. Zu den Eltern möchte ich sagen, dass sie schon ab jetzt darauf bestehen sollen. Ich verlange sogar einen Schritt mehr von euch, der viel größer ist, und ich verlange ihn von euch allen Vätern, Müttern, Schülern, Jungen und Mädchen. Wisst ihr, dass die Regierungen in den arabischen Ländern gemerkt haben, wie wichtig handwerkliche Berufe für das Land sind. Wusstet ihr, dass deswegen in den Lehrplan der Schulen drei oder vier Fächer aufgenommen wurden, um handwerkliche Arbeit zu üben? Im Libanon, in Ägypten und in den Golfländern haben sie in den Schulen ein paar handwerkliche Arbeiten aufgenommen, damit die Jugend sie erlernt. Wisst ihr auch, dass es ein Fach gibt, das „Technologie“ heißt? Und ein Fach, das „Renovierung“ heißt? Ein anderes, das „Erhaltung“ heißt? Und auch eines namens „Handarbeit und Hauswirtschaft“? Wusstet ihr es oder nicht? Wissen die Eltern, dass es in den Schulen dank der Regierungen solche Fächer gibt?

Das alles wurde gemacht, weil es keinen Aufschwung ohne handwerkliche Berufe geben wird. Aber was ist dann passiert? Was passiert ist, dass wir Eltern, wir Schüler, wir Schulen, wir Lehrer und wir Schulleiter uns auf die theoretischen Fächer konzentriert haben, und die praktische Arbeit vernachlässigt haben, die Arbeit, die den Aufschwung macht.

Könnt ihr euch vorstellen, was passiert ist? Die Eltern sagen zu ihren Kindern, lernt  den Prüfungsstoff aus euren Büchern, lernt nicht das andere Zeug, es hat ja keine Auswirkungen auf eure Noten. Und wenn du dir ihre Schulhefte von diesen praktischen Fächern ansiehst, ist nichts drin geschrieben, aber was machen sie dann in den Prüfungen? Sie mogeln! Aber wer mogelt? Die Schule, die Schüler und sogar die Eltern. Wir sind alle Mittäter. Und wie mogeln sie? Der Junge hat eigentlich nichts gelernt, aber er muss etwas in der Prüfung schreiben, also nimm mein Junge nimm und schreib. Und so gehen die Nation und die Gemeinschaft zu Grunde.

Ihr werdet wieder sagen: „Was willst du eigentlich?“. Heute, in einer englischen Zeitschrift, war auf der ersten Seite das Bild eines Mädchens. Es ist ein pakistanisches muslimisches Mädchen, das einen Prozess gewonnen hat. Es hat einen Prozess gewonnen, und deswegen wird ihm erlaubt, weiterhin das Kopftuch zu tragen, die Richter haben ihr Recht gegeben, nachdem die Schule von ihm verlangt hat, das Kopftuch abzunehmen. Wisst ihr, wieso es diesen Prozess gewonnen hat? Dieses Mädchen hat ihn gewonnen, weil die Muslime bereit sind, für ihre Angelegenheiten bis zum letzten Atemzug zu kämpfen. Genau wie der Fall mit dem Kopftuch. Manchmal verlieren sie und manchmal gewinnen sie. Aber sie sind bereit, dafür zu kämpfen und auch dafür zu leben. Aber es gibt andere Fälle, die für den Aufschwung wichtig sind, für die aber keiner bereit ist zu kämpfen, und auch keiner bereit ist, sie zu verteidigen. Ich meine nicht damit, dass ihr jetzt zu der Schule gehen sollt und mit dem Schulleiter streitet, und ihm mit einer Klage droht. Ich will damit zu den Eltern und den Schülern sagen, dass sie morgen mit diesem Band zu dem Schulleiter gehen sollen. Und ihr werdet finden, dass er, genau wie du und ich, viel Nationalgefühl besitzt und sein Land und seine Religion liebt. Er wird auch gehört haben, dass Allah den berufstätigen Gläubigen mag. Und er wird auch verstanden haben, dass der Aufschwung handwerkliche Arbeit braucht. Du sollst zu ihm gehen und ihn freundlich darum bitten, dieses Fach in den Unterricht aufzunehmen.

Also liebe Eltern, ihr habt morgen früh einen Termin. Ihr werdet folgendes sagen: „Ich möchte, dass mein Sohn dieses Fach lernt.“ Der Leiter wird dir sagen, dass sie keinen haben, der es unterrichtet. Ihr werdet dann sagen: „Ihr seit verpflichtet Lehrer herzuschaffen. Wir werden aber auch dabei helfen, den Passenden zu finden“. Deutschland hat einige Techniker und Handwerker hierher geschickt, damit sie in den technischen Instituten Unterricht geben, als Unterstützung. Du musst dem Leiter sagen, dass er Leute bringen muss, und dass man die Guten aussuchen soll. Die Leute, die den Unterricht geben, müssen anständig sein und gute Sitten haben, damit sie unseren Kindern diese Fächer beibringen. Die Kinder müssen dieses Fach lernen, ich habe sie in diese Schule gebracht, damit sie dieses Fach lernen. Genau wie unsere Tochter für ihre Sache gekämpft hat, müssen wir für unseren Aufschwung kämpfen. Die Schule muss darauf achten, dass sie dieses Fach unterrichtet. Und falls du hingegangen bist, und der Schulleiter aber gesagt hat „mal sehen“, dann gehst du ein zweites und drittes Mal hin, und die Woche darauf gehst du noch einmal hin, bis dein Sohn dieses Fach auch im Unterricht hat. Auch wenn die Eltern nicht in die Schule gehen, geht das Kind und macht das Gleiche. Die Kinder in der Grundschule, die mir heute zuschauen, werden mir zuhören, und auch alles in die Tat umsetzen, was ich sage. Die Jugendlichen, die mir heute zuschauen, werden selber nach einem Handwerk suchen, keiner von uns weiß woher unser Lebensunterhalt kommt, den unser Herr sagt: [... wandert also auf ihren Wegen und genießt seine Versorgung ...] (67:15), du wirst Seine Versorgung genießen wenn du auf ihren Wegen gehst, und damit ist gemeint, von Anfang bis Ende. Bewege dich, suche nach einer Arbeit, löse das Arbeitslosenproblem.

Zu den Eltern möchte ich sagen, dass wir unsere Überzeugungen geändert haben, also fangt an zu arbeiten. Ihr habt gesagt, dass ihr ein Projekt wollt, an dem alle arbeiten können, ein Projekt für die ganze arabische Welt. Also legt los, wir haben jetzt unser Projekt.

Wir fangen alle – Väter, Mütter und Kinder – ab heute an, an diesem Projekt zu arbeiten. Wir haben uns auf das Projekt mit den Schulen geeinigt. Was ist aber, wenn die Schule nicht mitmachen will? Kein Problem, dann suchen wir eben außerhalb der Schule ein Handwerk, das die Kinder lernen können, denn die Hände müssen lernen zu arbeiten, damit auch der Kopf arbeitet.

Das ist das erste Projekt, werden wir wohl Erfolg haben? Ich weiß, dass das, was ich sage, schwierig ist, aber es gibt nichts Schwieriges mehr in der arabischen Welt, seitdem es junge Männer und Frauen gibt, die arbeitswillig sind.

Die älteren Damen sind unsere Hoffnung, denn wenn sie sich etwas in den Kopf setzen, dann werden sie neue Generationen hervorbringen, die diese Einstellungen mit sich tragen, sie werden ihre Kinder  nach diesen Überzeugungen erziehen, wir werden durch sie erfolgreich sein. Das ist unser erstes Projekt.

Das zweite Projekt ist an jeden gerichtet, dem es möglich ist, in der arabischen Welt die Öffentlichkeit zu erreichen. Wir wollen eine bessere Einstellung zu den handwerklichen Berufen erreichen. Wir wollen die Handwerker besser ausbilden, damit man ihnen mehr Respekt entgegenbringt. Dieses Projekt ist an alle Schauspieler, Künstler, Drehbuchautoren und Liederschreiber gerichtet. Es ist auch an die Prediger vor dem Freitagsgebet und an die Medieninteressierten in den arabischen Ländern gerichtet. Ich verlange von den Lebensgestaltern, dass sie diese Folge allen vorspielen. Sagt ihnen, wir wollen erreichen, was in dieser Folge gesagt wird. Nehmt euch dieses Band, oder ladet es vom Internet herunter und verteilt es an die ganze Welt. Es ist eine Botschaft an die Öffentlichkeit. Über die Medien sage ich allen Leuten, die uns jetzt nicht hören: „Lasst unsere Kinder einen handwerklichen Beruf erlernen.“

Das dritte Projekt braucht die Hilfe der Geschäftsleute. Wir brauchen eure Hilfe sehr bei den Lebensgestaltern. Wir wollen von euch, dass ihr die jungen Leute bei euch in den Fabriken ausbildet. Wenn einer von euch eine Keramikfabrik besitzt, was ist dann das Problem dabei, dass er die Jugendlichen bei sich in der Fabrik ausbildet oder, dass er eine Ausbildungszentrale eröffnet? Wieso tun sich die Geschäftsleute nicht zusammen? Auf unserer Webseite www.amrkhaled.net haben wir eine E-Mail-Adresse eingerichtet unter dem Namen Businessmen@amrkhaled.net. Wir wollen von den Geschäftsleuten wissen, ob sie bereit sind, Personen auszubilden oder nicht? Und wenn ja, wie viele Personen sind sie bereit auszubilden? Seid ihr bereit mit jemandem zusammenzuarbeiten, um eine Ausbildungszentrale zu errichten? Wir bei den Lebensgestaltern werden helfen und zwischen euch vermitteln. Wir werden Zentren eröffnen, damit wir die Jugendlichen ausbilden, und somit werden Leute ausgebildet, die euren Fabriken von Nutzen sind. Ihr habt dabei auch zu gewinnen. Genau wie es Toyota gemacht hat, und die Firma von A’bdel Latif Al-Dschamil in Saudi-Arabien. Wir brauchen euch bei den Lebensgestaltern.

Es ist ein Projekt für Väter, Mütter und Studenten. Es ist ein Projekt, um die Öffentlichkeit zu informieren. Denn die Öffentlichkeit zu informieren, macht schon die Hälfte unserer Arbeit aus bei den Lebensgestaltern, auf diese Weise können wir die Überzeugungen ändern. Deswegen danke ich hier den Lebensgestaltern von Jordanien, denn sie haben eine Anzeige in die Zeitschriften gesetzt, die drei Wochen lang jeden Dienstag erscheint, um an die Sendezeit der nächsten Folge der Lebensgestalter zu erinnern. Und ich danke den Lebensgestaltern im Sudan, dass sie unsere Folge im sudanesischen Fernsehen zeigen. Denn sie haben sich mit dem sudanesischen Fernsehen in Kontakt gesetzt, und sich mit ihm geeinigt. Unsere Botschaft an die Öffentlichkeit ist sehr wichtig. Und wenn jemand nicht bei uns mitmachen kann, dann soll er unser Programm und unsere Ideen weiterverbreiten. Ich danke auch den Lebensgestaltern in Ägypten für die Arbeit, die sie machen. Auf unserer Webseite findet ihr einen Bericht, in dem alles steht, was in Jordanien, Sudan, Saudi-Arabien und Ägypten in den letzten zwei Wochen gemacht wurde. Es macht uns Ehre. Seht es euch an und macht es ihnen nach, und lasst uns sagen, wir machen auch so eine Botschaft.

Die Folge von heute ist eigentlich hier fertig, wir haben uns auf das Projekt geeinigt. In der heutigen Folge haben wir zwei neue Einstellungen und ein Projekt vorgestellt. Die erste Einstellung ist: Die handwerkliche Arbeit ist wichtig für den Aufschwung. Und die zweite Einstellung ist: Man muss handwerkliche Tätigkeiten schätzen und sie auch mit Respekt begegnen. Auch unsere Religion spricht dafür.

Also wir haben uns mit euch Eltern darauf geeinigt, dass ihr zu den Schulen geht, und ihr werdet sehen, auch die Schulleiter werden mitarbeiten. Und mit den Schülern haben wir uns auch darauf geeinigt, dass sie in Schulen gehen und verlangen, dass man ihnen diese Fächer unterrichtet.

Und noch etwas, wir müssen auch zu Hause lernen. Also sagt euren Eltern, dass ihr etwas lernen wollt. Auch die Studenten, lernt ein Handwerk! Und wir fangen schon morgen an mit der Umsetzung. Schreibt uns im Internet, was ihr gemacht habt. Schreibt uns auch an unsere Postadresse oder ruft uns an. Gebt uns zu verstehen, dass ihr euch bewegt habt, und dass unser Projekt Erfolg hat.

Stellt euch mal unsere Belohnung vor, wenn wir dieses Projekt ins Leben gerufen haben. Stellt euch vor, wie viel Allah uns dafür belohnen wird. Und ich wiederhole das Wort unseres Propheten: „Allah liebt den erfahrenen Gläubigen. Dies ist eine Hand die Allah und sein Gesandter lieben.“

Einverstanden! Werden die Geschäftsleute uns helfen?

Wir sind fertig, und wir haben euch alles gegeben, was wir haben. Übrig bleibt noch ein Geschenk, das wir für euch haben, zum Muttertag. In der Folge von Kunst und Kultur haben wir euch Sami Yussuf vorgestellt, wir haben euch damals gesagt, wir mögen die Art von Musik, die er macht. Er hat uns ein Geschenk gegeben, ein Lied, zu dessen Produzenten die Lebensgestalter gehören, ein Lied für die Mütter. Mit diesem Lied wollen wir unsere Folge beenden. Und es ist vielleicht ein netter Zufall, dass heute die Hochzeit von Sami Yussuf ist, und wir gratulieren ihm auch herzlich.

Und somit beenden wir die Folge. Wir warten auf eure Arbeit. Ich danke euch und hoffe, dass wir uns wieder im Guten treffen werden.

As-salamu aleikum wa rahmatulallahi wa barakatuh.


[1] Belohnung für Gott wohlgefälliges Tun (3:139)

[2] alter Stadtteil von Kairo

[3] Suleiman-Moschee, eines der Wahrzeichen von Istanbul

[4] salla-llahu 'alaihi wa sallam:  Allah segne ihn und schenke ihm Heil. Segensformel, die nach koranischer Aufforderung (vgl. 33:56) für den Propheten Muhammad gesprochen werden soll. Nach islamischer Tradition wird dies vor allem regelmäßig bei der Erwähnung des Propheten getan.

[5] Hadithe: die überlieferten Aussprüche des Propheten

[6] Douglas Dunlop: schottischer Lehrer und Missionar, Ratgeber des ägyptischen Erziehungsministers in den 1890er Jahren; führte das nach ihm benannte "Dunlop System" zur Modernisierung des ägyptischen Schulwesens ein.

[7] Ad: Ein alter, mächtiger Stamm, der durch die Sintflut vernichtet wurde.

[8] Königin von Saba: Nach einigen lag Saba im heutigen Jemen, nach anderen in Äthiopien

[9] Die Höhle, 18.Sure im Koran

[10] A’mr Ibn Al-A’s (†664): bedeutender islamischer Feldherr; eroberte Palästina und Ägypten und war zuletzt Statthalter von Ägypten

[11] Sa’d Ibn Abi Al-Waqas: arabischer Stammesführer; später islamischer Feldherr.

[12] Kadissija: Ort eines bedeutenden Siegs über die Perser 637; leitete die Eroberung Persiens ein.

[13] Sunna bezieht sich auf die Überlieferungen und die Lebensweise des Propheten Muhammad (s).

[14] A’zza Fahmy: berühmte Designerin, erster weiblicher ägyptischer Silberschmied.

[15] arabisch Dumyât, unterägyptische Stadt im östlichen Nildelta, 121 000 Einwohner; Möbel-, Textil- und Schuhindustrie, Wärmekraftwerk; im Mittelalter bedeutende Handelsstadt.

 [16] Heliopolis (Neu-Ägypten): Stadtteil von Kairo

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